In der nachfolgenden Ausarbeitung wird die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung von 2005 bis 2014“ vorgestellt.
Zu Beginn wird die Entstehungsgeschichte kurz skizziert und es wird ein Überblick gegeben über entscheidende Entwicklungsprozesse des Leitgedankens nachhaltiger Entwicklung. Darauf aufbauend wird erläutert, was unter einer nachhaltigen Entwicklung verstanden wird und inwiefern Bildung den Schlüssel zur Realisierung des Leitgedankens bereitstellt. Im Anschluss daran werde ich den nationalen Aktionsplan für Deutschland vorstellen und die Teilziele formulieren. Abschließend ziehe ich ein kurzes Resümee und wage darüber hinaus einen Ausblick in Bezug auf die Umsetzung des Konzeptes.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Entstehung und Entwicklung
3 Nachhaltige Entwicklung
3.1 Bildung für Nachhaltige Entwicklung
4 Die Ziele des nationalen Aktionsplans
4.1 Weiterentwicklung und Bündelung sowie Transfer guter Praxis in die Breite
4.2 Vernetzung der Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung
4.3 Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung von Bildung für nachhaltige Entwicklung
4.4 Verstärkung internationaler Kooperationen
5 Resümee und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005–2014) und untersucht deren Entstehungsgeschichte, den theoretischen Rahmen der Nachhaltigkeit sowie die strategische Umsetzung des nationalen Aktionsplans in Deutschland.
- Historischer Kontext der Agenda 21 und der UN-Dekade
- Theoretische Fundierung und Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung
- Das Konzept der Gestaltungskompetenz im Bildungswesen
- Strategische Ziele des nationalen Aktionsplans für Deutschland
- Herausforderungen bei der Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung
Auszug aus dem Buch
3.1 Bildung für Nachhaltige Entwicklung
In der Agenda 21 wurde mit dem Kapitel 36 „Förderung der Schulbildung, des öffentlichen Bewusstseins und der beruflichen Aus- und Weiterbildung“ der Grundstein für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, gelegt. Demnach soll Bildung die Menschen dazu befähigen, weitere gesellschaftliche Entwicklungen zukunftsfähig zu gestalten (vgl. Nationaler Aktionsplan 2008, S. 7). Die Schule dient hierbei als erste Vermittlungsinstanz, da sie alle Menschen erreichen kann. Weitere formelle Bildungsinstitutionen, wie die Berufsschule oder die Hochschule sowie außerschulische Bildungseinrichtungen, sind bei der Umsetzung einer BNE ebenso gefordert (vgl. BMBF 2002, S. 5). Wie oben bereits erwähnt ist nachhaltiges Denken und Handeln keine sofort eintretende Veränderung. Das Aktionsprogramm setzt an den bestehenden Strukturen an und soll die Gestaltungskompetenz der Menschen entwickeln bzw. fördern.
In der Expertise „Förderprogramm Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ (de Haan/Harenberg 1999) wird die Gestaltungskompetenz als primäres Bildungsziel ausgerufen (vgl. BMBF 2002, S. 14). Durch den Erwerb der Gestaltungskompetenz soll jeder Einzelne fähig sein, das eigene Leben in Hinblick auf Nachhaltigkeit zu gestalten und Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung zu erkennen (vgl. de Haan 2008, S. 31). Die Gestaltungskompetenz wurde im Rahmen des vom BMBF und den 14 beteiligten Bundesländern geförderten Programms „Transfer-21“ entwickelt (vgl. de Haan 2008, S.30). Das Konzept wurde 2008 überarbeitet und umfasst folgende Teilkompetenzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sowie ein Überblick über die Struktur und Ziele der Arbeit.
2 Entstehung und Entwicklung: Skizzierung der geschichtlichen Hintergründe von der Konferenz in Rio 1992 bis hin zur Etablierung der UN-Weltdekade.
3 Nachhaltige Entwicklung: Erläuterung der Kernprinzipien der Generationenverantwortung und der Integration von sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten.
3.1 Bildung für Nachhaltige Entwicklung: Einführung des Begriffs BNE und des Bildungsziels der Gestaltungskompetenz als Befähigung zu zukunftsfähigem Handeln.
4 Die Ziele des nationalen Aktionsplans: Darstellung der vier strategischen Teilziele zur Verankerung des Nachhaltigkeitsgedankens in der deutschen Bildungslandschaft.
4.1 Weiterentwicklung und Bündelung sowie Transfer guter Praxis in die Breite: Analyse der Notwendigkeit, bestehende Aktivitäten zu fördern und regional auszubauen.
4.2 Vernetzung der Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung: Aufzeigen der Bedeutung von Kooperationen über verschiedene Sektoren hinweg.
4.3 Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung von Bildung für nachhaltige Entwicklung: Diskussion der Notwendigkeit einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung aktiver Mitgestaltung.
4.4 Verstärkung internationaler Kooperationen: Erläuterung der Chancen durch wechselseitigen Austausch und internationale Transparenz.
5 Resümee und Ausblick: Kritische Reflexion der Fortschritte sowie der weiterhin bestehenden Herausforderungen, wie sozialer Ungerechtigkeit und finanzieller Disparitäten.
Schlüsselwörter
Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Agenda 21, Gestaltungskompetenz, Nachhaltigkeit, UN-Dekade, nationaler Aktionsplan, Transfer-21, Generationenverantwortung, Partizipation, soziale Gerechtigkeit, globale Verantwortung, Bildungswesen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Zeitraum von 2005 bis 2014 und ihre spezifische Umsetzung in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte der Nachhaltigkeitsidee, das Konzept der Gestaltungskompetenz und die strategischen Ziele des deutschen Aktionsplans.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Verankerung des Leitgedankens der nachhaltigen Entwicklung in der gesamten nationalen Bildungslandschaft darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Verfasser nutzt eine deskriptive und analysierende Herangehensweise, basierend auf Berichten, Erklärungen und fachwissenschaftlicher Literatur zum Thema BNE.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition nachhaltiger Entwicklung, die Erklärung des Kompetenzmodells und die detaillierte Vorstellung der vier strategischen Handlungsfelder des Aktionsplans.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem BNE, Gestaltungskompetenz, Agenda 21, Partizipation und Generationenverantwortung.
Welche Rolle spielt die „Gestaltungskompetenz“ im Text?
Die Gestaltungskompetenz wird als primäres Bildungsziel definiert, das Menschen befähigen soll, ihr Leben zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten.
Warum wird im Resümee auf die Kosten von Lehrmitteln eingegangen?
Der Autor nutzt dieses Beispiel, um aufzuzeigen, wie finanzielle Barrieren im Bildungssystem die Partizipation benachteiligter Gruppen erschweren und somit dem Grundgedanken der BNE entgegenstehen.
- Quote paper
- Michael Rieken (Author), 2009, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134290