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Das Schloss Kokelburg in Siebenbürgen/Rumänien. Die politische Lage in Ostmitteleuropa nach der Schlacht bei Mohács 1526

Titel: Das Schloss Kokelburg in Siebenbürgen/Rumänien. Die politische Lage in Ostmitteleuropa nach der Schlacht bei Mohács 1526

Forschungsarbeit , 2021 , 11 Seiten

Autor:in: Helmut Andreas Adams (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Artikel behandelt die Entstehung des Schlosses Cetatea de Baltă/Küküllővár/Kokelburg in Siebenbürgen/Rumänien im Kontext der politischen Lage in Ostmitteleuropa nach der Schlacht bei Mohács 1526. Anhand von Baustilen, Ornamenten und Baugeschichte kann das Bauwerk mutmaßlich der ungarischen Königin Isabella Jagiellonica (1519-1559), der Tochter des polnischen Königs Sigismund I. zugeordnet werden. Ihre Lebensgeschichte ist dadurch in Stein dargestellt. Da durch die Wirren jener und nachfolgender Zeiten keine schriftlichen Zeugnisse geblieben sind, vieles auch zur Legende geworden ist, wird auch eine zweite Variante der Erbauung durch ungarische Magnatenfamilien betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Cetatea de Baltă/Küküllővár/Kokelburg

2. Kleine Schlossgeschichte

3. Geschichtlicher Überblick

4. Erste Variante

5. Zweite Variante

6. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die bewegte Geschichte des Schlosses Bethlen-Haller an der Kleinen Kokel und untersucht dessen architektonische sowie historische Einordnung im Kontext der Renaissance und der siebenbürgischen Adelsgeschichte.

  • Historische Architekturgeschichte des Schlosses Bethlen-Haller
  • Die Rolle mächtiger Adelsfamilien wie Bethlen und Haller
  • Der Einfluss der europäischen Renaissance auf siebenbürgische Baukunst
  • Politischer und geschichtlicher Kontext im 16. Jahrhundert
  • Die Bedeutung des Schlosses im Kontext der Weinproduktion

Auszug aus dem Buch

Erste Variante

Das Schloss Chambord an der Loire ist mit dem Namen Leonardo da Vincis verbunden, der Bau orientiert sich an der italienischen Renaissance. Es ist naheliegend, dass das Schloss Bethlen-Haller auch einen italienischen Architekten hatte.

Johann Zápolya heiratet 1539 eine Tochter des polnischen Königs Sigismund I., Isabella Jagiellonica. Deren Mutter war Bona Sforza, die ihrerseits die Tochter des Herzogs Gian Galeazzo Sforza von Mailand war. Die Hochzeit findet 1539 statt. Die Braut war 20 Jahre, der Bräutigam 52 Jahre alt. Der Ehevertrag, welcher zwischen der Familie der Jagiellonen und den Beratern von Johann Zápolya ausgehandelt wurde, ist zum Teil auf der ungarischen Wikipedia Seite über Isabella Jagiellonica angegeben. Die angegebene Übersetzung wurde über ein Internetportal erstellt.

In diesem Vertrag fallen die ausgehandelten Geldsummen, 140.000 Goldgulden seitens des Ehemannes für die Braut und die Mitgift von 70.000 Goldgulden auf. Ein ungarischer Gulden/Forint entsprach 3,51g Gold Feingewicht. Weiterhin wird die Kokelburg/Kis-Küküllővár angegeben. Das Schloss Bethlen-Haller gab es damals nicht. Die Burg war 1485 vom König Mathias Corvinus dem moldauischen Fürsten Stefan dem Großen und damit den moldauischen Herrschern als Rückzugsort im Falle von Kriegen übergeben worden. Das Fürstentum Moldau wurde 1512 Vasall der Hohen Pforte und die Osmanen bedrohten von Südosten auch das Königreich Polen. Mit dem Ehevertrag wurden indirekt osmanische Ansprüche auf Burgen im Königreich Ungarn zunichte gemacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Cetatea de Baltă/Küküllővár/Kokelburg: Einführung in die geografische Lage des Schlosses an der Kleinen Kokel und erste Betrachtung des Bauwerks als Renaissance-Schloss.

2. Kleine Schlossgeschichte: Der historische Abriss der wechselvollen Eigentümerverhältnisse von der Familie Bethlen bis zur Enteignung durch den Kommunismus und der späteren Sanierung.

3. Geschichtlicher Überblick: Einbettung der Schlossgeschichte in den größeren europäischen Kontext, insbesondere die Auswirkungen der Schlacht bei Mohács und der Expansion des Osmanischen Reiches.

4. Erste Variante: Eine spekulative Analyse, die den Bau des Schlosses mit den Verbindungen zu italienischen Architekten und dem Ehevertrag von Isabella Jagiellonica verknüpft.

5. Zweite Variante: Eine alternative Betrachtungsweise, die den Schlossbau als Machtausdruck der Fürstenfamilie Bethlen unter dem Einfluss der veränderten Zentralgewalt in Siebenbürgen interpretiert.

6. Schlussfolgerungen: Zusammenfassende Gedanken des Autors, die die ästhetische und kulturelle Beständigkeit des Ortes trotz wechselvoller Geschichte betonen.

Schlüsselwörter

Schloss Bethlen-Haller, Siebenbürgen, Renaissance, Familie Bethlen, Familie Haller, Isabella Jagiellonica, Johann Zápolya, Kleine Kokel, Architektur, Adelsgeschichte, Jidvei, Rumänien, Kulturgeschichte, Jagdschloss, Weinbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen und architektonischen Rekonstruktion des Schlosses Bethlen-Haller in Siebenbürgen.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentral sind die Adelsgeschichte, die Baugeschichte sowie die politische Einbettung des Schlosses in die europäische Renaissance.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die unklaren Ursprünge des Schlosses durch zwei verschiedene Interpretationsvarianten zu beleuchten.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Der Autor verbindet historische Fakten aus Dokumenten und Verträgen mit persönlichen Beobachtungen als Besucher der Anlage.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Besitzverhältnisse, die Rolle des Ehevertrags von Isabella Jagiellonica und die Einflüsse der herrschenden Adelsfamilien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk beschreiben?

Renaissance, Siebenbürgen, Adelsfamilien, Schloss Bethlen-Haller und europäische Geschichte sind prägende Begriffe.

Warum wird das Schloss mit dem französischen Chambord verglichen?

Der Autor zieht den Vergleich aufgrund der architektonischen Ähnlichkeiten, die auf einen Einfluss der italienischen Renaissance hindeuten.

Welche Rolle spielt die Familie Haller für den Erhalt des Schlosses?

Die Familie Haller agierte als Bewahrer des Anwesens, insbesondere durch die Rückgewinnung nach 1989 und die spätere Sanierung.

Welche Bedeutung haben die Trollblumen am Renaissanceportal?

Der Autor interpretiert die bildlichen Darstellungen als Trollblumen, welche metaphorisch mit dem Motto der Königin Isabella verknüpft werden.

Wie beeinflusste der Weinbau die Geschichte des Schlosses?

Das Schloss ist eng mit der lokalen Weinbautradition verknüpft, da die dicken Mauern und Keller optimale Bedingungen für die Produktion boten.

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Details

Titel
Das Schloss Kokelburg in Siebenbürgen/Rumänien. Die politische Lage in Ostmitteleuropa nach der Schlacht bei Mohács 1526
Autor
Helmut Andreas Adams (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
11
Katalognummer
V1342925
ISBN (PDF)
9783346883612
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Siebenbürgen Ungarn Polen Habsburg Osmanisches Reich Isabella Jagiellonica Rumänien 16.Jhdt. Ostmitteleuropa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Helmut Andreas Adams (Autor:in), 2021, Das Schloss Kokelburg in Siebenbürgen/Rumänien. Die politische Lage in Ostmitteleuropa nach der Schlacht bei Mohács 1526, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1342925
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Leseprobe aus  11  Seiten
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