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Nonsense in Lewis Carrolls 'Alice’s Adventures in Wonderland'

Eine Pionierleistung viktorianischer Kinderliteratur

Title: Nonsense in Lewis Carrolls  'Alice’s Adventures in Wonderland'

Essay , 2008 , 6 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Franziska Scholz (Author)

Didactics for the subject English - Literature, Works
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Summary Excerpt Details

'Alice’s Adventures in Wonderland' von Lewis Carroll ist in zweifacher Hinsicht besonders attraktiv für Kinder: Zum einen handelt es sich um die Geschichte eines Kindes, das die Grenze in eine Phantasiewelt überschreitet und zum anderen sind Alices Abenteuer frei von Logik und Moral. Carrolls Roman ist pure Unterhaltung und er spielt auf eine Weise mit Konventionen der viktorianischen Zeit, wie es vor ihm noch kein Kinderbuchautor getan hat.
Die Geschichte beginnt kindgemäß fast unmittelbar mit Alices Abenteuer und verzichtet somit auf eine detaillierte Einführung. Bereits als Alice dem weißen Kaninchen in seinen Bau folgt, wird deutlich, wie sehr in dieser Geschichte ihre Neugier die Angst vor Konsequenzen überwiegt. Alice macht sich nicht einmal Gedanken darum, wie sie aus dem Kaninchenbau wieder herauskommen kann. Mit ihrem langen Fall den Bau hinab öffnet sich der jungen Protagonistin eine Welt der Phantasie, in der ihre bisherigen Einsichten über das Leben, wie etwa gesellschaftliche Manieren oder in der Schule angeeignetes Wissen, ad absurdum geführt werden. So kündigt auch das in Versen gefasste Vorwort an: “There will be nonsense in it!”

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Alice’s Adventures in Wonderland als Pionierleistung viktorianischer Kinderliteratur

1.1 Das Spiel mit der Sprache und die Abkehr von der Moral

1.2 Kritik an viktorianischen Erziehungsmethoden und Schulwissen

1.3 Die Flucht in die Phantasie als Huldigung an die Kindheit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert, inwiefern Lewis Carrolls Roman durch die gezielte Abkehr von didaktischen und moralischen Konventionen des 19. Jahrhunderts eine Pionierleistung in der Kinderliteratur darstellt. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Carroll durch Nonsense, Humor und die Satire auf das viktorianische Schulwesen das Kind als eigenständiges Wesen mit einer ausgeprägten Phantasiewelt in den Mittelpunkt stellt.

  • Die Funktion und Wirkung von Nonsense in der Kinderliteratur
  • Die Persiflierung viktorianischer Erziehungsmethoden
  • Kritik am pädagogischen Anspruch des "Schulwissens"
  • Die Bedeutung von Phantasie gegenüber moralischen Botschaften
  • Die psychologische Identifikationsmöglichkeit für Kinder

Auszug aus dem Buch

Nonsense in Lewis Carrolls Alice’s Adventures in Wonderland

Alice’s Adventures in Wonderland von Lewis Carroll ist in zweifacher Hinsicht besonders attraktiv für Kinder: Zum einen handelt es sich um die Geschichte eines Kindes, das die Grenze in eine Phantasiewelt überschreitet und zum anderen sind Alices Abenteuer frei von Logik und Moral. Carrolls Roman ist pure Unterhaltung und er spielt auf eine Weise mit Konventionen der viktorianischen Zeit, wie es vor ihm noch kein Kinderbuchautor getan hat.

Die Geschichte beginnt kindgemäß fast unmittelbar mit Alices Abenteuer und verzichtet somit auf eine detaillierte Einführung. Bereits als Alice dem weißen Kaninchen in seinen Bau folgt, wird deutlich, wie sehr in dieser Geschichte ihre Neugier die Angst vor Konsequenzen überwiegt. Alice macht sich nicht einmal Gedanken darum, wie sie aus dem Kaninchenbau wieder herauskommen kann (Carroll 1994: 12). Mit ihrem langen Fall den Bau hinab öffnet sich der jungen Protagonistin eine Welt der Phantasie, in der ihre bisherigen Einsichten über das Leben, wie etwa gesellschaftliche Manieren oder in der Schule angeeignetes Wissen, ad absurdum geführt werden. So kündigt auch das in Versen gefasste Vorwort an: “There will be nonsense in it!” (Carroll 1994: 9).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Alice’s Adventures in Wonderland als Pionierleistung viktorianischer Kinderliteratur: Das Kapitel führt in die narrative Struktur ein, in der Carroll durch Nonsense und den Verzicht auf didaktische Belehrungen eine neue Form der Kinderliteratur etabliert.

1.1 Das Spiel mit der Sprache und die Abkehr von der Moral: Hier wird erläutert, wie durch sprachliche Verdrehungen und die Umdichtung bekannter Gedichte die moralische Strenge der viktorianischen Zeit systematisch dekonstruiert wird.

1.2 Kritik an viktorianischen Erziehungsmethoden und Schulwissen: Dieser Abschnitt thematisiert Alices Konfrontation mit schulmeisterlichen Autoritäten und zeigt auf, dass reines Faktenwissen im Wunderland keine Relevanz besitzt.

1.3 Die Flucht in die Phantasie als Huldigung an die Kindheit: Das abschließende Kapitel verdeutlicht, dass der Roman primär die Phantasie zelebriert und als eine literarische Hommage an die kindliche Vorstellungskraft zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Alice’s Adventures in Wonderland, Lewis Carroll, Viktorianische Ära, Kinderliteratur, Nonsense, Phantasie, Didaktik, Erziehungsmethoden, Schulwissen, Wortspiele, Literaturwissenschaft, Kindheit, Moral, Literaturkritik, Satire

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser literaturwissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den innovativen Charakter von Lewis Carrolls Werk im Kontext der viktorianischen Kinderliteratur und dessen Bruch mit herkömmlichen moralischen Vorgaben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Rolle des Nonsense, die Kritik an pädagogischen Dogmen der damaligen Zeit und die Bedeutung der Phantasie als zentrales Element kindlicher Erfahrung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es wird analysiert, wie Carroll durch das Verständnis für die kindliche Psyche eine Pionierleistung vollbrachte, indem er den belehrenden Charakter klassischer Kinderbücher durch Unterhaltung und Nonsense ersetzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär textimmanente Interpretationen und den Vergleich mit zeitgenössischen viktorianischen Erziehungskonzepten nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Textpassagen, wie die Persiflierung von Gedichten, die Interaktion mit "schulmeisterlichen" Figuren und die subversive Funktion von Wortspielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Nonsense, viktorianische Kinderliteratur, pädagogische Kritik, Phantasie und Identifikation beschreiben.

Warum ist das Verständnis für die kindliche Psyche in Carrolls Werk laut Autorin so bedeutend?

Die Autorin hebt hervor, dass Carroll es als einer der Ersten schaffte, den Leser nicht aus der belehrenden Sicht eines Erwachsenen zu adressieren, sondern die kindliche Welt als eigenständigen Wert anzuerkennen.

Wie geht Carroll im Buch mit dem damals hochgeschätzten "Schulwissen" um?

Carroll stellt das Faktenwissen im Wunderland als nutzlos oder langweilig dar und lässt es durch Nonsense und Spiel ersetzen, was als satirische Kritik am damaligen Bildungssystem verstanden werden kann.

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Details

Title
Nonsense in Lewis Carrolls 'Alice’s Adventures in Wonderland'
Subtitle
Eine Pionierleistung viktorianischer Kinderliteratur
College
University of Cologne  (Englisches Seminar)
Course
Children’s Literature
Grade
2,0
Author
Franziska Scholz (Author)
Publication Year
2008
Pages
6
Catalog Number
V134352
ISBN (eBook)
9783640425921
Language
German
Tags
Nonsense Lewis Carrolls Alice’s Adventures Wonderland Eine Pionierleistung Kinderliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Scholz (Author), 2008, Nonsense in Lewis Carrolls 'Alice’s Adventures in Wonderland', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134352
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