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Begründung von Internationalisierungsentscheidungen mithilfe der eklektischen Theorie der internationalen Produktion von Dunning

Title: Begründung von Internationalisierungsentscheidungen mithilfe der eklektischen Theorie der internationalen Produktion von Dunning

Seminar Paper , 2004 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Kfm. (Univ.), B.A. Christian Kneer (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Die Entscheidung für eine Geschäftsverlagerung in das Ausland lässt sich am besten mit der eklektischen Theorie der internationalen Produktion von Dunning begründen. Diese integrative Theorie verknüpft ausgewählte Ansätze aus anderen Theorien der Internationalisierung wie der „Standorttheorie der Internationalisierung“, der „Monopolistischen Vorteilstheorie“ von Hymer/Kindleberger sowie der „Internalisierungstheorie“ von Buckley/Casson. (vgl. Welge/Holtbrügge 2003, S.72) Somit „liefert diese Theorie doch einen recht umfassenden Erklärungsansatz, der durch zahlreiche empirische Tests untermauert werden konnte.“ (Stein 1991, S.147) Sie geht davon aus, „dass Art und Umfang des internationalen Engagements von Unternehmungen nicht auf eine einzige Ursache zurückgeführt werden können, sondern von verschiedenen Faktoren abhängig sind.“ (Welge/Holtbrügge 2003, S.71) Drei Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Direktinvestitionen im Ausland getätigt werden. Diese sind in aufeinander aufbauender Weise Eigentumsvorteile, Internalisierungsvorteile und Standortvorteile. „Erst die Verknüpfung der drei Vorteilsarten ergibt gemäß Dunning eine aussagekräftige Theorie.“ (Stein 1991, S.141) Auf diese Weise ist es möglich „...die Bedeutung dieser Vorteile für das Entstehen von internationalen Produktionsstandorten und damit von multinationalen Unternehmen.“ zu erklären. (Perlitz 1997, S.132

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Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Zielsetzung

2 Allgemeines über die Henry Lambertz GmbH & Co. KG

3 Die eklektische Theorie der internationalen Produktion von Dunning

3.1 Eigentumsvorteile

3.2 Internalisierungsvorteile

3.3 Standortvorteile

4 Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Internationalisierungsentscheidung der Henry Lambertz GmbH & Co. KG zugunsten des Produktionsstandorts Kattowitz in Polen theoretisch zu fundieren und zu begründen. Dabei wird untersucht, inwiefern die eklektische Theorie der internationalen Produktion von Dunning als Erklärungsmodell für diesen unternehmerischen Schritt geeignet ist.

  • Anwendung der eklektischen Theorie der internationalen Produktion (Dunning)
  • Analyse von Eigentums-, Internalisierungs- und Standortvorteilen
  • Untersuchung der "First-Mover-Strategie" im osteuropäischen Markt
  • Bewertung der Standortfaktoren für Kattowitz (Polen)
  • Kritische Reflexion der theoretischen Erklärungsmodelle

Auszug aus dem Buch

3.1 Eigentumsvorteile

Der erste Entscheidungsfaktor, der auf der monopolistischen Vorteilstheorie von Hymer und Kindleberger basiert, soll Gründe für Portfolio-Ressourcentransfers liefern. Das Kriterium für die Durchführung von Direktinvestitionen im Ausland sind hierbei die Eigentumsvorteile einer Unternehmung. Solche liegen bspw. dann vor, wenn Unternehmen ihr spezielles Know-how in dem Land, in dem die Direktinvestition getätigt werden soll, vorteilhaft gegenüber Wettbewerbern ausspielen können. Bei Lambertz trifft dies zu, da durch die Übernahme der Traditionsmarken „Kinkartz“ und „Haeberlein-Metzger“ von der Firma Schöller Markenrechte erworben wurden. (vgl. N.N. Lambertz 2003) Dieses Know-how, das Markenrechte, geschützte Rezepturen aber auch langjährige Managementerfahrung beinhaltet, kann nach Polen übertragen werden.

Dr. Bühlbecker beschreibt diese „First-Mover-Strategie“ folgendermaßen: "Während andere erst jetzt ihr Know-how für die östlichen Märkte aufbauen, können wir schon von einer langjährigen Erfahrung profitieren". (vgl. Bismarck-Osten 2004) Derartige Kenntnisse tragen also dazu bei, dass Lambertz-Polonia wettbewerbsfähig bleibt. Darüber hinaus entstehen Eigentumsvorteile, die von allen multinational agierenden Unternehmen nutzbar sind, wie die „Möglichkeit der Risikodiversifikation durch Währungsmanagement, Nutzung unterschiedlicher Faktorausstattungen, u.a.“. (Welge/Holtbrügge 2003, S.72) So können dadurch Gewinne transferiert oder auch Kredite in Ländern mit günstigen Konditionen aufgenommen werden. Lambertz verfügt somit über Eigentumsvorteile, die nach der Theorie von Dunning für eine Internationalisierung sprechen (vgl. Welge/Holtbrügge 2003, S.73). Jedoch kann durch diese Eigentumsvorteile alleine die Errichtung der polnischen Produktionsstätte nicht erklärt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung und Zielsetzung: Einleitung in die Seminararbeit mit Fokus auf die theoretische Begründung des polnischen Produktionsstandorts Kattowitz für das Unternehmen Lambertz.

2 Allgemeines über die Henry Lambertz GmbH & Co. KG: Porträt des traditionsreichen Gebäckherstellers und Erläuterung der strategischen Entscheidung für den Markteintritt in Osteuropa.

3 Die eklektische Theorie der internationalen Produktion von Dunning: Detaillierte Anwendung des OLI-Paradigmas auf das Fallbeispiel Lambertz zur Erklärung der Internationalisierungsentscheidung.

3.1 Eigentumsvorteile: Erläuterung der unternehmenseigenen Vorteile wie Markenrechte und Management-Know-how als Grundlage für den internationalen Wettbewerb.

3.2 Internalisierungsvorteile: Analyse der Gründe, warum Lambertz die Produktion intern (direkt) abwickelt, anstatt Lizenzvergaben an externe Partner zu wählen.

3.3 Standortvorteile: Untersuchung der spezifischen Standortvorteile Polens, insbesondere der Nähe zu osteuropäischen Absatzmärkten und günstiger Lohnstrukturen.

4 Kritische Würdigung: Reflexion der theoretischen Grenzen der Dunning-Theorie hinsichtlich ihrer statischen Natur und der begrenzten Anwendbarkeit auf komplexe, internationale Unternehmensnetzwerke.

Schlüsselwörter

Internationale Produktion, Dunning, Eigentumsvorteile, Internalisierungsvorteile, Standortvorteile, Lambertz, Internationalisierung, Produktionsstandort, Kattowitz, First-Mover-Strategie, Direktinvestition, Osteuropa, Transaktionskosten, Wettbewerbsvorteil, Markenrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Internationalisierungsentscheidung der Henry Lambertz GmbH & Co. KG und begründet die Standortwahl Kattowitz in Polen aus betriebswirtschaftlicher Sicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Internationalisierungsstrategie, die theoretische Fundierung durch das Dunning-Modell sowie die spezifischen Standortfaktoren Polens für die Süßwarenindustrie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die reale Unternehmensentscheidung von Lambertz durch die eklektische Theorie der internationalen Produktion zu untermauern und ihre Anwendbarkeit zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autor verwendet eine deduktive Herangehensweise, bei der die eklektische Theorie (OLI-Paradigma) als theoretischer Rahmen auf ein konkretes Fallbeispiel (Lambertz) angewendet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Eigentums-, Internalisierungs- und Standortvorteile im Detail, die laut Dunning Voraussetzung für Direktinvestitionen im Ausland sind.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Dunning, Standortvorteile, Internationalisierung, Lambertz, Kattowitz und Direktinvestition.

Warum wurde gerade die Theorie von Dunning für die Analyse gewählt?

Die Theorie gilt als integrativer und umfassender Erklärungsansatz, der verschiedene Aspekte wie Wettbewerbsvorteile, Transaktionskosten und standortspezifische Gegebenheiten kombiniert.

Welche Rolle spielt der Standort Kattowitz für die Gesamtstrategie von Lambertz?

Kattowitz fungiert als Produktionsstandort, der sowohl den polnischen Markt bedient als auch als Exportplattform für weitere osteuropäische Staaten dient.

Wie lautet das Fazit der kritischen Würdigung?

Die Theorie von Dunning wird als hilfreich für eine ex-post-Betrachtung bewertet, aber aufgrund ihres statischen Charakters und der atomistischen Analyse eines einzelnen Landes als nicht in allen Aspekten vollumfänglich befriedigend eingestuft.

Was sind die Haupterkenntnisse der "First-Mover-Strategie" von Lambertz?

Durch das frühe Engagement konnte das Unternehmen langjährige Erfahrungen in den östlichen Märkten sammeln, was einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten darstellt.

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Details

Title
Begründung von Internationalisierungsentscheidungen mithilfe der eklektischen Theorie der internationalen Produktion von Dunning
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,0
Author
Dipl.-Kfm. (Univ.), B.A. Christian Kneer (Author)
Publication Year
2004
Pages
11
Catalog Number
V134359
ISBN (eBook)
9783640420407
ISBN (Book)
9783640420315
Language
German
Tags
Internationalisierung Theorie der internationalen Produktion Dunning Eigentumsvorteile Standortvorteile Internalisierungsvorteile Produktionsstandort Eklektische Theorie Produktionsverlagerung Outsourcing Monopolistische Vorteilstheorie Internalisierungstheorie Multinationale Unternehmen Transportkosten Transparency International First Mover Standortfaktoren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. (Univ.), B.A. Christian Kneer (Author), 2004, Begründung von Internationalisierungsentscheidungen mithilfe der eklektischen Theorie der internationalen Produktion von Dunning, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134359
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