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Analyse des inneren Monologs in Schnitzlers Erzählung 'Fräulein Else'

Titel: Analyse des inneren Monologs in  Schnitzlers Erzählung 'Fräulein Else'

Essay , 2008 , 6 Seiten , Note: 1

Autor:in: Zsuzsanna Pencz (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meinem Essay werde ich mich mit der Rolle und den Eigenschaften des inneren Monologs in dem Werk „Fräulein Else“ befassen. Was ist aber eigentlich der innere Monolog? Was für Funktionen hat diese Art der Erzählungsform, und über was für Merkmale muß ein literarisches Werk verfügen, um als Monolognovelle benannt werden zu können?
Die im Jahr 1924 erschienene Erzählung „Fräulein Else“ ist die zweite Monolognovelle von Arthur Schnitzler. Der innere Monolog (monologue intérieur), der sich um die Jahrhundertwende parallel mit der freudschen Psychoanalyse als eine neue Erzähltechnik entwickelte, hat die Aufgabe, die innere Prozesse des Protagonisten unmittelbar darzustellen; seine Gefühle, Gedanken und innere Konflikte dem Leser nahezubringen. Das Ziel dieser Erzählform ist, dem Leser zu helfen, sich mit der Hauptfigur leichter identifizieren zu können. In den meisten Monolognovellen gibt es gar nicht oder nur sehr wenige Dialoge. In „Fräulein Else“ wird aber die Innere- Monolog- Struktur des Werkes oft durch Dialoge durchgebrochen, trotzdem darf aber diese Erzählung als eine Monolognovelle bezeichnet werden, weil es zwischen den Zwiegesprächen lange Beschreibungen über die Gefühle und Gedanken der Protagonistin stattfinden. In Zusammenhang mit diesem Werk kann auch über ein Handlungsminimum gesprochen werden, das wiederum zeigt, dass hier nicht die Ereignisse, sondern die inneren Eigenschaften die wichtige Rolle haben. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Aufgabenstellung

1.1 Definition und Funktion des inneren Monologs

1.2 Die Struktur der Monolognovelle

2. Analyse der Hauptthemen und der inneren Krise

2.1 Elses Identität und das Abhängigkeitsverhältnis

2.2 Die Entscheidungssituation und der Konflikt mit Herrn von Dorsday

2.3 Motive: Sexualität, Existenz und Geld

2.4 Selbstbild und Todesgedanken

3. Sprachliche Eigenschaften und Erzähltechnik

3.1 Freie Assoziation und Satzstruktur

3.2 Die Vermischung von Monolog und Dialog am Ende des Werkes

4. Zusammenfassende Betrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieses Essays ist die Untersuchung der Rolle und der spezifischen Eigenschaften des inneren Monologs in Arthur Schnitzlers Erzählung „Fräulein Else“. Dabei wird analysiert, wie diese Erzählform genutzt wird, um die psychologischen Prozesse, Identitätskonflikte und die subjektive Wahrnehmung der Protagonistin unmittelbar für den Leser erfahrbar zu machen und welche Bedeutung dabei der besonderen Erzählstruktur zukommt.

  • Die Funktion des inneren Monologs als psychoanalytisch geprägte Erzähltechnik.
  • Die Darstellung von Elses innerer Krise im Spannungsfeld zwischen familiärer Erwartung und persönlicher Integrität.
  • Thematisierung von Sexualität, Narzissmus und gesellschaftlichen Moralvorstellungen.
  • Sprachliche Gestaltung des Gedankenstroms und die Auflösung der Erzählperspektive in der Sterbeszene.

Auszug aus dem Buch

Die Entscheidungssituation und der Konflikt mit Herrn von Dorsday

eine Viertelstunde dastehen dürfen in Andacht vor Ihrer Schönheit“. Hier geriet das junge Mädchen in eine Entscheidungssituation, die die Hauptkrise der Geschichte bedeutet: soll sie diese Voraussetzung akzeptieren oder nicht!? Von hier ab kann über eine Zwiespalt der Protagonistin gesprochen werden: sie will versuchen, sowohl die Forderungen der Familie als auch die von Dorsday so zu erfüllen, dass sie daneben auch ihre eigene Identität rettet. Sie möchte ihrem Vater helfen, aber es würde eine große Erniedrigung für sie bedeuten, sich vor Dorsday nackt zeigen zu müssen. Das Hauptthema des Werkes bilden eigentlich die Gedanken von Else darüber, was sie machen sollte in dieser Situation machen sollte. Auf der einen Seite vertritt sie den Standpunkt, dass sie sich für kein Geld verkaufen würde. „Niemals. Nie werde ich mich verkaufen. Ich schenke mich her. Ja, wenn ich einmal den Rechten finde, schenke ich mich her. Aber ich verkaufe mich nicht. Ein Luder will ich sein, aber nicht eine Dirne.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Aufgabenstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des inneren Monologs als erzählerisches Mittel ein und definiert die Anforderungen an das Genre der Monolognovelle.

2. Analyse der Hauptthemen und der inneren Krise: Hier werden die zentralen psychologischen Konflikte Elses untersucht, insbesondere ihre existenzielle Notlage und der Druck durch das unmoralische Angebot von Dorsday.

3. Sprachliche Eigenschaften und Erzähltechnik: Dieser Abschnitt beleuchtet die formale Umsetzung des Gedankenstroms, einschließlich der grammatikalischen Besonderheiten und der einzigartigen Sterbeszene.

4. Zusammenfassende Betrachtung: Das abschließende Kapitel würdigt Schnitzlers Werk als Meisterleistung der psychologischen Erzählkunst und fasst die Bedeutung der inneren Krisendarstellung zusammen.

Schlüsselwörter

Arthur Schnitzler, Fräulein Else, innerer Monolog, Monolognovelle, Psychoanalyse, Erzähltechnik, Identitätskrise, Gedankenstrom, freie Assoziation, literarische Analyse, Subjektivität, Existenzialismus, Erzählperspektive.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Analyse grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz des inneren Monologs in Arthur Schnitzlers „Fräulein Else“ und analysiert, wie diese Technik zur Darstellung der psychischen Verfassung der Protagonistin beiträgt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Erzählung?

Die Arbeit fokussiert sich auf Themen wie die Suche nach der eigenen Identität, den psychischen Druck durch eine ökonomische Notlage, Sexualität, Todesgedanken und gesellschaftliche Erwartungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schnitzler durch den inneren Monolog dem Leser einen direkten Zugang zu den intimsten Gedanken und seelischen Kämpfen der Protagonistin Else verschafft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text unter Berücksichtigung erzähltheoretischer Aspekte und psychoanalytischer Ansätze untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der inhaltlichen Analyse der Krise, der Untersuchung der Gedankenströme und der sprachlich-formalen Gestaltung der Erzählung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: innerer Monolog, Monolognovelle, psychoanalytische Erzähltechnik, Identitätskrise, freie Assoziation und Erzählperspektive.

Wie löst Schnitzler die Erzählperspektive in der Schlussszene auf?

Schnitzler behält die Ich-Perspektive bis zum Tod der Figur bei, indem er die Gedanken der sterbenden Else direkt wiedergibt, anstatt zu einem auktorialen Erzähler zu wechseln.

Warum ist der Dialog in einer Monolognovelle dennoch relevant?

Obwohl es eine Monolognovelle ist, dienen die wenigen Dialoge dazu, Elses Abhängigkeit von der Gesellschaft und die äußeren Konflikte zu verdeutlichen, die ihren internen Monolog maßgeblich beeinflussen.

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Details

Titel
Analyse des inneren Monologs in Schnitzlers Erzählung 'Fräulein Else'
Hochschule
Eötvös Loránd Tudományegytem  (Philologische Fakultät, Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Regionen und Medien
Note
1
Autor
Zsuzsanna Pencz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
6
Katalognummer
V134373
ISBN (eBook)
9783640425976
ISBN (Buch)
9783640423057
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse Monologs Schnitzlers Erzählung Fräulein Else
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Zsuzsanna Pencz (Autor:in), 2008, Analyse des inneren Monologs in Schnitzlers Erzählung 'Fräulein Else', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134373
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Leseprobe aus  6  Seiten
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