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Konstruktion einer europäischen Identität. Perspektiven und Aussichten

Title: Konstruktion einer europäischen Identität. Perspektiven und Aussichten

Term Paper , 2021 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: David Honold (Author)

Politics - Topic: European Union
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In der Hausarbeit wird die sozialkonstruktivistische Sicht auf politische Identitätsbildung beleuchtet. Dabei wird die Europäische Union (EU) in ihrer Vielfältigkeit analysiert und untersucht, wie auf der Mikro- wie Makroebene europäische Identitäten gebildet werden - auch im Vergleich zu nationalen Identitäten.

Schon im 19. Jahrhundert verglich der französische Schriftsteller Paul Lacroix die Einigung Europas mit dem "Versuch ein Omelett zu backen, ohne Eier zu zerschlagen." Diese Metapher scheint auch heute noch passend, wenn man sich mit der vielbeschworenen "europäischen Identität" beschäftigt. Das europäische Integrationsprojekt war schon immer mit der Frage verbunden, wie sich europäischen Identität ausbildet bzw. wie sie konstruiert wird und werden kann. In Zeiten von weltweiten Polykrisen ist die Europäische Union (EU) gefordert, doch muss selbst mit Renationalisierungstendenzen und Desintegrationsentwicklungen kämpfen.

Auch lassen sich immer wieder Streitigkeiten zwischen der EU-Kommission und einzelnen oder mehreren Mitgliedsstaaten beobachten, die an unterschiedlichen Standpunkten zu gewissen Fragestellungen entlanglaufen und Schwierigkeiten der Konsensbildung – auf das ein solches politisches System wie die EU aufgebaut ist – hervorrufen. Auch dieses Problem kann mit Hilfe der Frage nach europäischer Identität diskutiert werden. Deswegen scheint es umso interessanter, sich die Frage zu stellen, inwieweit nationale und europäische Identität zusammenpasst bzw. sich ausschließt. Oder gibt es vielleicht doch gar keinen Zusammenhang zwischen diesen beiden Formen der kollektiven Identität?

Besteht eine Identitätsproblematik, weil die EU nach wie vor ein Zusammenschluss "von unabhängigen Nationalstaaten mit ihren je nationalen Identitäten" ist? Oder können sich einzelne Identitäten gegenseitig positiv beeinflussen, um am Ende eine Mehrebenenidentität aufgebaut aus lokaler, regionaler, nationaler und schließlich europäischer Identität zu bilden? Wie sich herausstellen wird hat die europäische Identitätsausbildung mit mannigfaltigen Schwierigkeiten umzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Die EU im Spannungsfeld der Identitäten

2. Terminologische und theoretische Darlegungen

3. Die Konstruktion der europäischen Identität

3.1. Mikroebene: Wie stellt sich europäische Identität individuell dar?

3.2. Makroebene: Wie stellt sich europäische Identität kollektiv dar?

4. Weitere Aspekte der Schwierigkeit einer europäischen Identitätsausbildung

5. Abschlussreflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen und empirischen Grundlagen sowie die komplexen Herausforderungen bei der Konstruktion einer europäischen Identität im Kontext eines sich wandelnden politischen Systems der Europäischen Union.

  • Grundlagen der Identitätstheorie und kollektiver Identitätskonstruktion
  • Die Europäische Union als „imaginierte Gemeinschaft“
  • Empirische und theoretische Analyse der Mikroebene (individuelle Einstellung)
  • Analyse der Makroebene durch Elitendiskurse
  • Diskussion struktureller Hindernisse der Identitätsbildung in der EU

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung: Die EU im Spannungsfeld der Identitäten

Schon im 19. Jahrhundert verglich der französische Schriftsteller Paul Lacroix die Einigung Europas mit dem „Versuch ein Omelett zu backen, ohne Eier zu zerschlagen.“ Diese Metapher scheint auch heute noch passend, wenn man sich mit der vielbeschworenen „europäischen Identität“ beschäftigt. Das europäische Integrationsprojekt war schon immer mit der Frage verbunden, wie sich europäischen Identität ausbildet bzw. wie sie konstruiert wird und werden kann. In Zeiten von weltweiten Polykrisen ist die Europäische Union (EU) gefordert, doch muss selbst mit Renationalisierungstendenzen und Desintegrationsentwicklungen kämpfen.

Auch lassen sich immer wieder Streitigkeiten zwischen der EU-Kommission und einzelnen oder mehreren Mitgliedsstaaten beobachten, die an unterschiedlichen Standpunkten zu gewissen Fragestellungen entlanglaufen und Schwierigkeiten der Konsensbildung – auf das ein solches politisches System wie die EU aufgebaut ist – hervorrufen. Auch dieses Problem kann mit Hilfe der Frage nach europäischer Identität diskutiert werden. Deswegen scheint es umso interessanter, sich die Frage zu stellen, inwieweit nationale und europäische Identität zusammenpasst bzw. sich ausschließt.

Oder gibt es vielleicht doch gar keinen Zusammenhang zwischen diesen beiden Formen der kollektiven Identität? Besteht eine Identitätsproblematik, weil die EU nach wie vor ein Zusammenschluss „von unabhängigen Nationalstaaten mit ihren je nationalen Identitäten“ ist? Oder können sich einzelne Identitäten gegenseitig positiv beeinflussen, um am Ende eine Mehrebenenidentität aufgebaut aus lokaler, regionaler, nationaler und schließlich europäischer Identität zu bilden? Wie sich herausstellen wird hat die europäische Identitätsausbildung mit mannigfaltigen Schwierigkeiten umzugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die EU im Spannungsfeld der Identitäten: Die Einleitung führt in die Problematik einer europäischen Identitätskonstruktion ein und skizziert das Spannungsfeld zwischen nationalen Identitäten und dem supranationalen Integrationsprojekt EU.

2. Terminologische und theoretische Darlegungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Identität, kollektive Identität und politische Identität definiert und auf den Kontext der EU angewendet.

3. Die Konstruktion der europäischen Identität: Hier wird die europäische Identität aus zwei Blickwinkeln betrachtet: der Mikroebene der individuellen Bürger und der Makroebene der Elitendiskurse.

3.1. Mikroebene: Wie stellt sich europäische Identität individuell dar?: Dieser Abschnitt analysiert mittels quantitativer Empirie und Faktoren wie Informiertheit und sozioökonomischer Dimension, wie sich individuelle Einstellungen zur EU bilden.

3.2. Makroebene: Wie stellt sich europäische Identität kollektiv dar?: Hier werden die Rollen politischer Eliten und deren Narrative bei der diskursiven Konstruktion europäischer Identität untersucht.

4. Weitere Aspekte der Schwierigkeit einer europäischen Identitätsausbildung: Dieses Kapitel erörtert ergänzende Faktoren wie sprachliche Vielfalt, strukturelle Defekte des EU-Verhandlungssystems und das Fehlen eines kulturellen Gemeinschaftsfundaments.

5. Abschlussreflexion: Die Reflexion fasst die zentralen Argumente zusammen und diskutiert die These einer notwendigen, aber schwer zu erreichenden europäischen Identität zur Bewältigung globaler Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Europäische Identität, Europäische Union, Kollektive Identität, Politische Identität, Konstruktivismus, Mehrebenenidentität, Mikroebene, Makroebene, Nationale Identität, Elitendiskurse, Identitätskonstruktion, Integration, Politische Kultur, Eurobarometer, Imagined Communities.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen und der praktischen Umsetzung der Identitätsbildung innerhalb der Europäischen Union.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von nationaler zu europäischer Identität, die konstruktivistische Perspektive auf die EU als „imaginierte Gemeinschaft“ und die Analyse von Elitendiskursen sowie individuellen Einstellungsmustern.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Fragestellung betrifft die Konstruktion europäischer Identität: Wie sie sich auf individueller und kollektiver Ebene darstellt und welche Schwierigkeiten diesem Prozess entgegenstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein politikwissenschaftlicher Ansatz gewählt, der sowohl auf theoretischen Identitätskonzepten basiert als auch quantitative empirische Daten und Diskursanalysen einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die begrifflichen Grundlagen, untersucht die europäische Identität durch Mikro- und Makroperspektiven (Bürger versus Eliten) und beleuchtet strukturelle Hindernisse der europäischen Identitätsausbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie europäische Identität, kollektive Identitätskonstruktion, Mehrebenenidentität und das Spannungsfeld zwischen Nationalstaat und EU definiert.

Warum ist laut der Arbeit eine „imaginierte Gemeinschaft“ für die EU schwerer zu erreichen als für Nationalstaaten?

Die Arbeit argumentiert, dass Nationalstaaten durch eine scheinbar historisch gewachsene, essentialistische Komponente einen Vorteil als kollektiver Bezugsrahmen haben, während die EU als politisches Konstrukt und „Blackbox“ weniger tief in der Identität der Bürger verankert ist.

Welche Prognose stellt der Autor bezüglich globaler Krisen?

Der Autor schließt mit der These, dass ein Fortbestehen der EU im globalen Wettbewerb, etwa gegenüber den USA oder China, eine stärkere und effektivere europäische Identitätsausbildung zwingend notwendig macht.

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Details

Title
Konstruktion einer europäischen Identität. Perspektiven und Aussichten
College
University of Augsburg  (Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
(Banale) Nationalismen in globalen Zeiten
Grade
1,0
Author
David Honold (Author)
Publication Year
2021
Pages
16
Catalog Number
V1344036
ISBN (PDF)
9783346850164
ISBN (Book)
9783346850171
Language
German
Tags
sozialkonstruktivismus eu identität politikwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Honold (Author), 2021, Konstruktion einer europäischen Identität. Perspektiven und Aussichten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1344036
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