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Soziale Arbeit mit Familien. Eine multidisziplinäre Einführung

Title: Soziale Arbeit mit Familien. Eine multidisziplinäre Einführung

Submitted Assignment , 2020 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Die Merkmale der Disziplin „Soziologie“ im Blickwinkel auf Familie sind lange Zeit im Rahmen familiärer Strukturen eingebettet. Mittlerweile werden in der Soziologie die gesellschaftlichen Änderungsprozesse in Familien betrachtet. Drei wesentliche Charakteristika von Familie werden von der Soziologin Rosemarie Nave-Herz benannt, dabei spricht sie von der „Differenzierung zweier Generationen“, der „biologisch-sozialen Doppelnatur von Familie“ und dem „wechselseitigen Füreinander-Einstehen durch Solidarität, Förderung und Versorgung“. Der Terminus „biologisch-soziale Doppelnatur von Familie“ geht auf den Soziologen Rene König zurück. Darunter ist zu verstehen, dass Familien und ihre Mitglieder miteinander in sozialer und biologischer Art und Weise verbunden sind. Allerdings wird auf die Beziehungen in der Interaktion der Familie hingewiesen, was die Sozialisation und das Hineinwachsen der Kinder in die Gesellschaft beschreibt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkungen zum multidisziplinären Blick auf Familie

1.1 Prägnante Merkmale mit Blick auf die Familie

1.2 Verständnis von Familie in der Sozialen Arbeit

2 Familie im historischen und gesellschaftlichen Kontext

2.1 Bedeutsame und gesellschaftliche Entwicklung von Familie

2.2 Kernaussagen zur dreifachen Individualisierung

2.3 Fazit zur Aufgabe 2

3 Zugänge zum Thema „Familie“ – ausgewählte sozio-logische und psychologische Theorien

3.1 Wesentliche Grundideen der sozilogischen Theorien

3.2 Fazit zur Aufgabe 3.1

3.3 Kernaussagen der psychologischen Theorien

3.4 Fazit zur Aufgabe 3.3

4 Entwicklung und Erziehung in der Familie

4.1 Prägnanteste Punkte der psychosozialen Entwicklung nach Erikson

4.2 Charakteristika der Bindungstheorie nach John Bowlby

4.4 Ziele der Elternbildung und Elternkurse

4.5 Fazit zur Thematik „Erziehung“

5 Familienalltag am Beginn des 21. Jahrhunderts – ausgewählte Aspekte

5.1 Kindeswohlgefährdung

5.2 Vorgehensweise im Falle einer Meldung von Kindeswohlge-fährdung

Zusatzaufgabe:

Die Entstehung der Kindheit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet eine multidisziplinäre Einführung in das Thema „Familie“ mit einem speziellen Fokus auf die Anforderungen und Handlungskontexte innerhalb der Sozialen Arbeit. Sie untersucht, wie soziologische und psychologische Theorien genutzt werden können, um familiäre Dynamiken zu verstehen und professionelle Unterstützung anzubieten.

  • Historischer und gesellschaftlicher Wandel von Familienstrukturen.
  • Anwendung soziologischer und psychologischer Theorien auf die Soziale Arbeit.
  • Psychosoziale Entwicklung und Bindungstheorien bei Kindern und Jugendlichen.
  • Ziele, Methoden und Wirksamkeit von Elternbildungsangeboten.
  • Umgang mit Kindeswohlgefährdung und entsprechende Interventionsstrategien.

Auszug aus dem Buch

1.1 Prägnante Merkmale mit Blick auf die Familie

Die Merkmale der Disziplin „Soziologie“ im Blickwinkel auf Familie sind lange Zeit im Rahmen familiärer Strukturen eingebettet. Mittlerweile werden in der Soziologie die gesellschaftlichen Änderungsprozesse in Familien betrachtet.

Drei wesentliche Charakteristika von Familie werden von der Soziologin Rosemarie Nave-Herz benannt, dabei spricht sie von der „Differenzierung zweier Generationen“, der „biologisch-sozialen Doppelnatur von Familie“ und dem „wechselseitigen Füreinander-Einstehen durch Solidarität, Förderung und Versorgung“. Der Terminus „biologisch-soziale Doppelnatur von Familie“ geht auf den Soziologen Rene König zurück. Darunter ist zu verstehen, dass Familien und ihre Mitglieder miteinander in sozialer und biologischer Art und Weise verbunden sind. Allerdings wird auf die Beziehungen in der Interaktion der Familie hingewiesen, was die Sozialisation und das Hineinwachsen der Kinder in die Gesellschaft beschreibt (vgl. Marx 2011, S. 4-7).

Bei dem Merkmal des wechselseitigen Füreinander-Einstehens geht es um das Pflichtgefühl für gegenseitige Solidarität, Versorgung und Unterstützung der Generationen innerhalb einer Familie (vgl. Peuckert 2012, S. 607). Die Differenzierung zweier Generationen meint, dass immer Eltern mit den leiblichen Kindern, auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder zusammenleben. Zu den Familiensystemen gehören neben alleinerziehenden Elternteilen und nicht-ehelichen Partnerschaften mit Kindern auch gleichgeschlechtliche Ehen. Die Merkmale der Erziehungswissenschaft bezüglich Familie sind Erziehung, Bildung und Sozialisation. Wobei das für die Familie erst relevant wird, wenn sie bei der Erziehung ihrer Kinder versagen oder pädagogische Fachkräfte bei ihren professionellen Bemühungen stören. Die Merkmale der Disziplin „Psychologie“ sind in der Unterdisziplin „Familienpsychologie“ zu finden. Diese sind die Entwicklungspsychologie, Bindungstheorie und Interaktionsforschung (vgl. Marx 2011, S. 6).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorbemerkungen zum multidisziplinären Blick auf Familie: Einführung in die soziologischen, erziehungswissenschaftlichen und psychologischen Perspektiven sowie die Bedeutung der Familie für die Soziale Arbeit.

2 Familie im historischen und gesellschaftlichen Kontext: Analyse der Transformation von der großen Haushaltsfamilie zur Kleinfamilie und die Auswirkungen von Individualisierungsprozessen.

3 Zugänge zum Thema „Familie“ – ausgewählte sozio-logische und psychologische Theorien: Darstellung zentraler Theorien wie des Strukturfunktionalismus, des Symbolischen Interaktionismus sowie psychoanalytischer und lerntheoretischer Ansätze.

4 Entwicklung und Erziehung in der Familie: Untersuchung der psychosozialen Entwicklung nach Erikson, der Bindungstheorie nach Bowlby sowie der Bedeutung und Ziele von Elternbildung.

5 Familienalltag am Beginn des 21. Jahrhunderts – ausgewählte Aspekte: Behandlung von Formen der Kindeswohlgefährdung und der professionellen Vorgehensweise bei Meldungen und Schutzaufträgen.

Schlüsselwörter

Familie, Soziale Arbeit, Soziologie, Psychologie, Individualisierung, Sozialisation, Bindungstheorie, Kindeswohlgefährdung, Erziehung, Elternbildung, Krisenintervention, Lebenszyklusmodell, Risikogesellschaft, Familienformen, Entwicklungspsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen multidisziplinären Überblick über das Thema Familie, wobei die theoretischen Grundlagen und deren praktische Relevanz für die Soziale Arbeit im Fokus stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen historische Entwicklungen, sozial- und psychologische Theorien, Erziehungsprozesse, Elternbildung sowie den professionellen Umgang mit Gefährdungsaspekten im Kindesalter.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Studierenden der Sozialen Arbeit theoretisches Wissen über Familie zu vermitteln, um dieses kritisch zu reflektieren und für die alltägliche Arbeit mit Familien nutzbar zu machen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ausgewählter soziologischer und psychologischer Standardwerke sowie der theoretischen Einordnung praktischer Erfahrungen aus Beratungskontexten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen, theoretische Zugänge (Systemtheorie, Interaktionismus, Psychoanalyse etc.) sowie inhaltliche Kapitel zur Entwicklung, Erziehung und Kindeswohlgefährdung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Familie, Soziale Arbeit, Individualisierung, Bindung, Erziehung und Kindeswohlgefährdung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise der Sozialen Arbeit von der Soziologie?

Während die Soziologie eher Strukturen und Wandlungsprozesse analysiert, liegt der Fokus der Sozialen Arbeit auf dem Wohlbefinden der Adressat*innen und der Unterstützung bei multiplen Problemlagen unter Berücksichtigung von Menschenrechten.

Welche Rolle spielt die Individualisierung bei der Einschätzung von Familie?

Die Individualisierung nach Ulrich Beck beschreibt den Wegfall traditioneller Sicherheiten und die Zunahme von Wahlmöglichkeiten, was Familien einerseits mehr Freiheit gibt, aber auch neuen Druck auf die Lebensgestaltung ausübt.

Wie gehen Fachkräfte bei einer Kindeswohlgefährdung vor?

Fachkräfte richten sich nach den Vorgaben des § 8a SGB VIII, führen Gefährdungseinschätzungen durch und arbeiten kooperativ mit Jugendämtern und Institutionen zusammen, um Schutzmaßnahmen zu installieren.

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Details

Title
Soziale Arbeit mit Familien. Eine multidisziplinäre Einführung
College
University of Applied Sciences Münster  (Sozialwesen)
Course
Soziale Arbeit mit Familien
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
16
Catalog Number
V1344118
ISBN (PDF)
9783346849045
ISBN (Book)
9783346849052
Language
German
Tags
Theorien Kindeswohlgefährdung Familie im 21. Jh Erziehungsstile Bindungstheorie Entwicklung und Erziehung in der Familie Psychologische Theorien Individualisierung Pluralisierung Entstehung Kindheit KWG
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Soziale Arbeit mit Familien. Eine multidisziplinäre Einführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1344118
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