In dieser Arbeit wird ein Konzept für eine vom Gedanken an die christliche Verheißung des ewigen Lebens nach dem Tod geleitete Religionsunterrichtsstunde entworfen. In ihr betrachten die Schülerinnen und Schüler eine der bedeutendsten Worte Jesu Christi, nämlich die Einsetzungsworte, und die Situation, in der sie gesprochen wurden, nämlich das Letzte Abendmahl.
Das Thema Tod wird in dieser Unterrichtsstunde teilweise sehr intensiv betrachtet und die Schülerinnen und Schüler werden aufgefordert, über ihren eigenen Tod nachzudenken. Die eigentliche Aufmerksamkeit liegt allerdings auf der Verheißung des ewigen Lebens. Das Konzept für diese Unterrichtsstunde wird dargelegt, indem eine Sachanalyse, die Verstehensvoraussetzungen, eine didaktisch-methodische Analyse und schließlich ein Unterrichtsentwurf dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
I. Hinführung
II. Sachanalyse
III. Lehrplanbezug
IV. Verstehensvoraussetzungen unter Berücksichtigung der Entwicklungstheorien und des Todesverständnisses
V. Didaktisch-methodische Analyse
VI. Unterrichtsentwurf
VII. Anhang
1. Materialien
M1: „Das Abendmahl“ (1495–1498) von Leonardo da Vinci
M2: Mt 26,26–29 gemäß der EÜ
M3: Tafelanschrift zu Mt 26,26–29
M4: Bildvorlage für ein Bild zum Thema „Ich bei einem Mahl im Reich Gottes“
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit entwickelt ein didaktisches Konzept für eine Religionsunterrichtsstunde, in der Schülerinnen und Schüler auf Basis der Einsetzungsworte aus dem Matthäusevangelium (Mt 26,26–29) eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Tod sowie der christlichen Hoffnung auf das ewige Leben vollziehen.
- Theologische Exegese der Einsetzungsworte bei Matthäus
- Entwicklungspsychologische Aspekte des Todesverständnisses bei Jugendlichen
- Didaktische Vermittlung durch bildgestützte Methodik (Leonardo da Vinci)
- Verbindung von biblischer Leidensankündigung und Auferstehungshoffnung
Auszug aus dem Buch
I. Hinführung
Über den Tod zu sprechen ist vielen Menschen sehr unangenehm. Über den eigenen Tod nachzudenken ist vielen Menschen verständlicherweise noch unangenehmer. Dabei ist der Tod nahezu die einzige Gewissheit über das Schicksal jedes Menschen.
Im Christentum ist das Thema Tod nun jedoch zentral, und es bietet die Verheißung ewiger Seligkeit nach dem Tod. Damit kann ein gläubiger Christ die Angst vor dem Tod überwinden, seine Sterblichkeit akzeptieren und ein glückliches Weiterleben nach dem Tod erhoffen. Doch mit dem Bedeutungsverlust der Religionen ist auch jene Hoffnung weniger prägend geworden.
Der Religionsunterricht ist daher eine gute Gelegenheit, die Verheißung des Christentums vom ewigen Leben als Entgegnung auf die Angst vor dem Tod zu verkünden, sodass sie das prägende Element beim Umgang mit der Sterblichkeit des Menschen bildet. Diskussionen der Schülerinnen und Schüler untereinander sowie mit der Lehrkraft können bewirken, dass der Tod im Lichte des Evangeliums weniger Schrecken hervorruft.
In dieser Arbeit wird nun ein Konzept für eine von diesem Gedanken geleitete Religionsunterrichtsstunde entworfen. In ihr werfen die SuS einen Blick auf eine der bedeutendsten Worte Jesu Christi, nämlich die Einsetzungsworte, und auf die Situation, in der sie gesprochen wurden, das heißt, das Letzte Abendmahl. Das Thema Tod wird in dieser Unterrichtsstunde teilweise sehr intensiv betrachtet und die SuS werden aufgefordert, über ihren eigenen Tod nachzudenken. Aber die Aufmerksamkeit liegt auf der Erlösung durch Jesus Christus und der damit verbundenen Verheißung des ewigen Lebens.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Hinführung: Das Kapitel erläutert die Bedeutung des Themas Tod im christlichen Glauben und die Intention der geplanten Unterrichtsstunde zur Hoffnung auf das ewige Leben.
II. Sachanalyse: Hier erfolgt eine exegetische Betrachtung der Einsetzungsworte nach Matthäus unter Berücksichtigung des historischen Kontextes und ihrer theologischen Deutung.
III. Lehrplanbezug: Die Einordnung der Unterrichtseinheit in den bayerischen LehrplanPLUS für die neunte Jahrgangsstufe der Realschule wird dargelegt.
IV. Verstehensvoraussetzungen unter Berücksichtigung der Entwicklungstheorien und des Todesverständnisses: Das Kapitel analysiert die psychologische Lebensphase Jugendlicher im Alter von 14 bis 15 Jahren und deren Umgang mit existentiellen Fragen.
V. Didaktisch-methodische Analyse: Hier wird das methodische Vorgehen begründet, insbesondere die Nutzung des Gemäldes von Leonardo da Vinci als visueller Impuls.
VI. Unterrichtsentwurf: Dieses Kapitel skizziert den konkreten Verlauf der Unterrichtsstunde in verschiedenen Phasen von der Hinführung bis zum Ausstieg.
VII. Anhang: Enthält die verwendeten Materialien wie Bildquellen, Bibeltexte und Tafelbilder.
Schlüsselwörter
Religionsunterricht, Letztes Abendmahl, Einsetzungsworte, Matthäusevangelium, Tod, Sterblichkeit, Auferstehungshoffnung, Erlösung, Bilddidaktik, Leonardo da Vinci, Realschule, Lebensphase, Sühneopfer, Exegese, existenzielle Grenzsituationen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktische Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema Tod, Tod und Trauer für die neunte Klasse einer Realschule, basierend auf den biblischen Einsetzungsworten.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentral sind die theologischen Hintergründe des Leidens und Sterbens Jesu Christi sowie die psychologische Perspektive Jugendlicher auf das Thema Tod.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Schülern zu vermitteln, dass Jesu Tod im Licht der Einsetzungsworte als Sühneleistung und stellvertretendes Opfer begriffen werden kann, um eine christliche Auferstehungshoffnung zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Es werden eine exegetische Sachanalyse der Bibelstelle Mt 26,26–29 sowie eine didaktisch-methodische Reflexion der Unterrichtsgestaltung nach aktuellen pädagogischen Standards kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Unterrichtseinheit behandelt?
Der Hauptteil umfasst schwerpunktmäßig die Analyse des „Abendmahl“-Gemäldes von Leonardo da Vinci und die Reflexion über eigene Vorstellungen von Abschied und Leben.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind die Begriffe „Abendmahl“, „Auferstehungshoffnung“, „Bilddidaktik“ und „existenzielle Grenzsituationen“.
Warum wird gerade das "Letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci als Material genutzt?
Das Gemälde dient als weltweit bekanntes visuelles Medium, um den Jugendlichen den historischen Moment des Abendmahls nahezubringen und eine tiefere Auseinandersetzung mit der biblischen Szene zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt die Altersgruppe (14-15 Jahre) bei der Gestaltung?
Jugendliche in dieser Phase befinden sich in einer bewegten Lebensphase; die Arbeit berücksichtigt ihr Bedürfnis nach einem geschützten Raum, in dem existenzielle Fragen ernsthaft und ohne Angst vor Bloßstellung artikuliert werden können.
- Arbeit zitieren
- Ingbert E. O. J. Jilg (Autor:in), 2016, Die Einsetzungsworte nach Mt 26,26‒29 im Katholischen Religionsunterricht (9. Klasse, Realschule), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1344225