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Macht und Einfluss der Mätresse am französischen Hof

Title: Macht und Einfluss der Mätresse am französischen Hof

Term Paper , 2022 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Frauen seien zur Ausübung der Herrschaft sowohl körperlich als auch seelisch nicht befähigt gewesen. Nach dieser zeitgeistlichen Auffassung der Frühen Neuzeit würde eine durch Frauen geführte Herrschaft gegen die Regeln der Heiligen Schrift verstoßen. Dies war in der Frühen Neuzeit die allgemein verbreitete Meinung. Es dominierte eine durch Männer ausgeübte Herrschaft. Dennoch boten sich Frauen am Hof zahlreiche Handlungsspielräume, um Macht ausüben zu können. Auch am Hof von Ludwig des fünfzehnten konnten sich Personen durch die Herrschernähe für bestimmte Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten am Hof qualifizieren. In einem solchen System gelang es auch Mätressen sich zu etablieren und über Jahre hinweg an Einfluss zu gewinnen. Seit der Regierung Ludwigs XIV. unterlag die Position der Mätresse einem Wandel. Mätressen konnten zu einflussreichen Frauen am Hof werden. So gelang dies auch der Mätresse Madame de Pompadour, die in diesem System circa 20 Jahre lang ihre Stellung als Mätresse halten konnte. Sie war zu einem bedeutenden Anteil an der Regierungsarbeit des Königs Ludwig XV. beteiligt gewesen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Mätressen am französischen Hof im 18. Jahrhundert

3. Madame de Pompadour und ihr Einfluss auf Ludwig XV.

3.1. Aufstieg zur Mätresse von Jeanne Antionette Poisson

3.2. Sicherung der Stellung als „maîtresse en titre“

3.3. Die Mätresse als Günstlingsminister?

4. Handlungsspielräume Pompadours

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Handlungsspielräume und den politischen Einfluss von Madame de Pompadour am französischen Hof unter Ludwig XV. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, wie es einer Mätresse in den Strukturen der Frühen Neuzeit trotz gesellschaftlicher Geschlechternormen gelingen konnte, informell an der Machtausübung teilzuhaben und sich als zentrale Akteurin zu etablieren.

  • Historische Einordnung der Mätressen-Rolle am französischen Hof
  • Analyse der Aufstiegsmechanismen von Jeanne Antionette Poisson
  • Untersuchung von Madame de Pompadour als informelle „Günstlingsministerin“
  • Theoretische Auseinandersetzung mit den „Handlungsspielräumen“ der Mätresse
  • Kritische Quellenbewertung am Beispiel der Korrespondenzen und Memoiren

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Mätresse als Günstlingsminister?

Die Forschung sieht konkrete Parallelen zwischen einer Mätresse und einem Günstlingsminister, die sie auch anhand von Madame de Pompadour belegen. Ein Günstlingsminister war im 17. Jahrhundert eine Person des männlichen Geschlechts, die dem König nahestand und so sein Vertrauen innehatte. Durch das Vertrauen des Königs erhielt der Günstlingsminister Möglichkeiten der Einflussnahme ebenso wie dieser die Patronage des Königs bediente. Horowski schreibt, dass die Erben der Position des Günstlingsministers drei Gruppen gewesen seien. Zu diesen drei Gruppen zählten die Mätressen, Minister oder Personen am Hof, die von Bedeutung waren. Horowski sieht in der Bezeichnung der Mätresse als „Favoritin“ bereits eine Parallele zu dem Günstlingsminister, da bereits die Begrifflichkeit der „Favoritin“ das Innehaben der Gunst impliziert. Thiessen hingegen sieht die Parallelität zum Günstlingsminister als eine Eventualität an. Er begründet die Parallelität damit, dass die Position der Mätresse bereits voranschreitend institutionalisiert wurde ebenso wie sie die Gunst des Königs verteilte und somit der Position eines Günstlingsministers nahe kam. Im Gegensatz zu Thiessen sieht Weisbrod die Parallelität zum Günstlingsminister nicht als Eventualität an, sondern bewertet die Mätresse als eine Form des Günstlingsministers. Durch das Agieren der Mätresse in einem männlich geprägten Umfeld ebenso wie sich der Einflussnahme auf die höfische Politik zu bedienen, sieht auch Pollmann die Eigenschaften der Mätresse, deren sich zuvor ein Günstlingsminister bedient hat. Dade sieht die Parallelität ähnlich wie Thiessen darin begründet, dass die Mätresse die Schnittstelle zwischen den Höflingen und dem König bilde und somit wie ein weiblicher Günstlingsminister agieren würde. Somit übernahm die Mätresse Pompadour somit Handlungsspielräume, die als Frau zu dieser Zeit unter anderen Umständen nicht zugänglich waren. Durch ihre Stellung konnte sie politisch agieren und diente für die Diplomaten als Kontaktperson zu König Ludwig XV.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Problematik der Rolle der Mätresse ein und definiert das Forschungsziel, die Handlungsspielräume der Madame de Pompadour zu untersuchen.

2. Die Mätressen am französischen Hof im 18. Jahrhundert: Dieses Kapitel erläutert die offizielle Stellung der Mätresse und widerlegt die Auffassung, dass diese ausschließlich eine sexuelle Beziehung zum König darstellte.

3. Madame de Pompadour und ihr Einfluss auf Ludwig XV.: Das Hauptkapitel dokumentiert den Aufstieg Pompadours und analysiert ihre Strategien zur Festigung ihrer Position bei Hofe.

3.1. Aufstieg zur Mätresse von Jeanne Antionette Poisson: Hier wird der bürgerliche Hintergrund und die gezielte Vorbereitung auf die Rolle am Hof beleuchtet.

3.2. Sicherung der Stellung als „maîtresse en titre“: Der Abschnitt befasst sich mit der Aufrechterhaltung des Beziehungsstatus und der Professionalisierung ihrer Rolle.

3.3. Die Mätresse als Günstlingsminister?: Dieses Unterkapitel vergleicht die Funktionen Pompadours mit den Machtbefugnissen eines männlichen Günstlingsministers.

4. Handlungsspielräume Pompadours: Das Kapitel untersucht, wie Pompadour ihren Einfluss auf die Außenpolitik und das Beziehungsgeflecht am Hof aktiv gestaltete.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt Pompadours Rolle als einflussreiche, informelle Akteurin und Schnittstelle zwischen König und Diplomatie.

Schlüsselwörter

Madame de Pompadour, Mätresse, Frankreich, Ancien Régime, Ludwig XV., Handlungsspielräume, Höfische Politik, Günstlingsminister, Patronage, Informelle Macht, Diplomatie, Beziehungsnetzwerk, Favoritin, Geschlechterrollen, Machtausübung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die politische Rolle und die spezifischen Handlungsspielräume von Madame de Pompadour am französischen Hof des 18. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Im Fokus stehen das Beziehungsnetzwerk am Hof, die Rolle der Frau in der Frühen Neuzeit und der informelle politische Einfluss der Mätresse auf König Ludwig XV.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Pompadour trotz der Einschränkungen durch ihre Geschlechterrolle als „maîtresse en titre“ politische Einflussnahme ausüben konnte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse historischer Dokumente, darunter Briefsammlungen und zeitgenössische Memoiren, um die historischen Begebenheiten zu rekonstruieren.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Aufstiegs, die Absicherung dieser Machtposition und einen Vergleich mit der Rolle eines Günstlingsministers.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Publikation definieren?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Madame de Pompadour, Mätresse, Ancien Régime, informelle Macht, Patronage und politische Handlungsspielräume.

Warum war die Stellung der „maîtresse en titre“ für Pompadour so wichtig?

Der offizielle Titel formalisierte ihre Stellung am Hof und ermöglichte ihr erst den Zugang zu den für politische Akteure notwendigen Ressourcen und zum direkten Umfeld des Königs.

Welche Bedeutung hatten die „Räumlichkeiten Pompadours“ für ihre Machtstellung?

Ihre Privatgemächer dienten außerhalb des offiziellen Zeremoniells als informeller Treffpunkt für Diplomaten, wodurch sie zur zentralen Schnittstelle zwischen dem König und der Außenpolitik wurde.

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Details

Title
Macht und Einfluss der Mätresse am französischen Hof
College
University of Duisburg-Essen  (Geschichte)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
19
Catalog Number
V1344263
ISBN (PDF)
9783346849182
ISBN (Book)
9783346849199
Language
German
Tags
Mätressen Madame Pompadour
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Macht und Einfluss der Mätresse am französischen Hof, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1344263
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