Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Auseinandersetzungen und einzelnen Phänomenen, die im Zusammenhang mit Konflikten und Kriegen in Subsahara-Afrika entstanden sind. Zentrale Begriffe dieser Hausarbeit sind Krieg und Konflikt. Konflikttheorien spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Dabei sind die Theorien des Realismus, des Neorealismus und des Institutionalismus relevant. Die Hausarbeit basiert vor allem auf englischsprachigen Internetquellen. Sie wurden für diese Hausarbeit sinngemäß übersetzt. Zitiert wird in dieser Hausarbeit nach dem englischen Original. Die verwendeten Methoden umfassen Textanalysen und Interpretationen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 KRIEGE IN SUBSAHARA-AFRIKA
3 THEORETISCHE ANSÄTZE ZUR ÜBERWINDUNG VON KRIEGEN UND KONFLIKTEN
3.1 Realismus vs. Neorealismus
3.2 Die drei neuen Formen des Institutionalismus
3.3 Der Governance-Ansatz
4 DAS FALLBEISPIEL: DER ZWEITE KONGOKRIEG - EIN NEUER KRIEG?
5 AUSWERTUNG
6 LITERATURLISTE
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Phänomen von Konflikten in Subsahara-Afrika mit einem besonderen Fokus auf den zweiten Kongokrieg und der theoretischen Einordnung in die Kategorien "neuer Krieg". Die Forschungsfrage zielt darauf ab, inwieweit der zweite Kongokrieg als klassifikatorischer "neuer Krieg" verstanden werden kann.
- Analyse der Theorien von Realismus, Neorealismus und Institutionalismus
- Untersuchung der Charakteristika "neuer Kriege" wie Privatisierung und Ökonomisierung
- Geschichte und Verlauf des zweiten Kongokrieges
- Rolle internationaler Akteure und der UNO bei Friedensbemühungen
Auszug aus dem Buch
Das Fallbeispiel: der zweite Kongokrieg - ein neuer Krieg?
Diese theoretischen Überlegungen sollen nun am Fallbeispiel des Kongo erklärt werden. Der Kongo wurde 1908 als belgische Kolonie gegründet. 1960 erlangte die Demokratische Republik Kongo ihre Unabhängigkeit. Die ersten Jahre waren von politischer und sozialer Instabilität geprägt. 1965 erklärte sich Colonel Josef Mobuto zum Präsidenten. Er änderte den Namen des Landes in Zaire. 32 Jahre lang hielt sich Mobuto an der Macht. Seit 1996, seit der Invasion Zaires durch eine Koalition von Nachbarstaaten, bildete der Kongo den Schauplatz einer Serie kontinentaler Kriege. Viele verschiedene Akteure spielten dabei eine Rolle. 1998 hatte dieser Konflikt bereits 3,5 Millionen Leben gefordert. Dieser Anteil machte etwa 7 % der Bevölkerung aus. Die Konflikte in der Ära nach dem Kalten Krieg sind durch Gewalttaten der Warlords, bewaffnete Gruppen, verschiedene Privatinteressen und durch einen Kampf um die Kontrolle der Ressourcen gekennzeichnet. Das systematische Töten und das Vergewaltigen von Zivilisten wurden immer mehr zum Instrument in diesem Krieg.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Konflikte in Subsahara-Afrika und Vorstellung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 KRIEGE IN SUBSAHARA-AFRIKA: Definition der Begriffe Konflikt und Krieg sowie Analyse der Merkmale neuer Kriege im afrikanischen Kontext.
3 THEORETISCHE ANSÄTZE ZUR ÜBERWINDUNG VON KRIEGEN UND KONFLIKTEN: Darstellung theoretischer Erklärungsmodelle wie Realismus, Neorealismus, Institutionalismus und Governance zur Analyse zwischenstaatlicher Probleme.
4 DAS FALLBEISPIEL: DER ZWEITE KONGOKRIEG - EIN NEUER KRIEG?: Anwendung der erarbeiteten Theorien auf den Kongokonflikt unter Berücksichtigung der Rolle internationaler Interventionen.
5 AUSWERTUNG: Zusammenfassende Einordnung des zweiten Kongokrieges als "neuer Krieg" basierend auf den vorangegangenen Analysen.
6 LITERATURLISTE: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.
Schlüsselwörter
Krieg, Konflikt, Subsahara-Afrika, Zweiter Kongokrieg, Realismus, Neorealismus, Institutionalismus, Governance, Warlords, Ressourcenkonflikt, UN-Mission, MONUC, Neue Kriege, Entstaatlichung, Privatisierung der Gewalt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Auseinandersetzungen zu Kriegen und Konflikten in Subsahara-Afrika und untersucht den zweiten Kongokrieg anhand eines politikwissenschaftlichen Analyseansatzes.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Definition neuer Kriege, die politische Instabilität in ehemaligen Kolonien sowie Sicherheitsmechanismen internationaler Akteure.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Autorin untersucht, inwieweit der zweite Kongokrieg als ein sogenannter "neuer Krieg" klassifiziert werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Arbeit nutzt Textanalysen politikwissenschaftlicher Literatur und die Interpretation internationaler Quellen, um die empirischen Phänomene theoretisch einzuordnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Realismus, Neorealismus, Institutionalismus, Governance) und deren Anwendung auf den konkreten Fall des Kongokrieges.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "neue Kriege", "Ressourcenkonflikte", "Entstaatlichung" und "internationale Friedenssicherung" geprägt.
Warum spielt der Governance-Ansatz eine Rolle für das Verständnis des Konflikts?
Der Governance-Ansatz ermöglicht es, die komplexen Steuerungsmuster und Akteurgeflechte jenseits klassischer staatlicher Regierungsformen im Kongo zu analysieren.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zum zweiten Kongokrieg?
Der zweite Kongokrieg wird als charakteristischer "neuer Krieg" identifiziert, da er durch gewalttätige Warlords, Ressourcenplünderung und die Abkehr von klassischen zwischenstaatlichen Kriegen gekennzeichnet ist.
- Quote paper
- Daniela Köhler (Author), 2013, Der zweite Kongo-Krieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1344301