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Gedanken zu einer "Kultur des Friedens". Rezension zum "Jahrbuch Friedenskultur 2006"

Titel: Gedanken zu einer "Kultur des Friedens". Rezension zum "Jahrbuch Friedenskultur 2006"

Rezension / Literaturbericht , 2023 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Fabian Prilasnig (Autor:in)

Soziologie - Krieg und Frieden, Militär
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Rezension zum „Jahrbuch Friedenskultur 2006“. Das „Jahrbuch Friedenskultur 2006“, herausgegeben vom „Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik“ der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, beschäftigt sich mit drei inhaltlichen Schwerpunkten: Friedensforschung und Friedenspolitik, Kultur des Friedens sowie Friedenspädagogik. Das „Jahrbuch Friedenskultur“ versteht sich als ein vielfältiger wissenschaftlicher Diskussionsbeitrag zu Friedensstudien und setzt mit der Nennung der „Friedenskultur“ einen spezifischen Schwerpunkt, der innerhalb der Friedensforschung bislang zu wenig repräsentiert war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis des Jahrbuchs Friedenskultur 2006

1. Friedensforschung und Friedenspolitik

1.1 Friedensarbeit von Frauen aus feministischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive

1.2 Minderheitenfrage in Kärnten und ein "Friedensprojekt Europa"

1.3 Defizite ziviler Konfliktbearbeitung und das "Transcend-Verfahren"

1.4 Trauma Counselling Programm in Sri Lanka

1.5 Mediation und Frieden

1.6 Multikulturalität und die Begegnung von Fremden

2. Kultur des Friedens

2.1 Markierungen einer kulturwissenschaftlichen Friedensforschung

2.2 Krieg als ästhetisches Paradigma und die Idee des Friedens

2.3 Unfriedens(selbst)erforschung und autobiographische Ansätze

3. Friedenspädagogik

3.1 Zukunftsweisende Pädagogik im Alpen-Adria-Raum

3.2 Politische Bildung als Friedensarbeit

4. Universitäre Friedenslehre und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Rezension

Die vorliegende Rezension bietet eine tiefgehende wissenschaftliche Einordnung des „Jahrbuchs Friedenskultur 2006“ und analysiert dessen zentrale Beiträge zu den Themen Friedensforschung, Kultur und Pädagogik, um die Relevanz des Werks für einen breiteren Diskurs über Friedensstudien aufzuzeigen.

  • Analyse feministischer Perspektiven im Kontext von Krieg und Frieden
  • Untersuchung von Konfliktlösungsmodellen wie dem "Transcend-Verfahren"
  • Reflexion zur Rolle von Bildung und Mediation in der Friedensarbeit
  • Diskussion über Multikulturalität und die Begegnung mit dem Fremden
  • Herausarbeitung der Bedeutung einer "Kultur des Friedens" als Zivilisierungsprojekt

Auszug aus dem Buch

Gedanken zu einer „Kultur des Friedens“

Das „Jahrbuch Friedenskultur 2006“, herausgegeben vom „Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik“ der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, beschäftigt sich mit drei inhaltlichen Schwerpunkten: Friedensforschung und Friedenspolitik, Kultur des Friedens sowie Friedenspädagogik. Das „Jahrbuch Friedenskultur“ versteht sich als ein vielfältiger wissenschaftlicher Diskussionsbeitrag zu Friedensstudien und setzt mit der Nennung der „Friedenskultur“ einen spezifischen Schwerpunkt, der innerhalb der Friedensforschung bislang zu wenig repräsentiert war.

Der erste Themenbereich des Jahrbuches beginnt mit dem Beitrag von Brigitte Hipfl, in dem sie anhand des internationalen Projektes „1000 Women Across the Globe“ die Friedensarbeit von Frauen aus einer feministischen und kulturwissenschaftlichen Perspektive thematisiert, da immer mehr Feministinnen eine Einbeziehung der Geschlechterperspektive in die Auseinandersetzung mit dem Thema „Krieg und Frieden“ fordern und vor traditionellen Geschlechterbildern warnen, die von wesensmäßigen Unterschieden zwischen Mann und Frau ausgehen und somit zur Aufrechterhaltung der Dichotomie Krieg/Frieden beitragen. Drei Ausrichtungen werden hinsichtlich des Geschlechterverhältnisses unterschieden: die Betonung der Gleichheit von Frau und Mann („Gleichheitsansatz“), die Betonung der Differenz von Frau und Mann („Differenzansatz“) sowie das Verständnis von Geschlecht als kulturelle Konstruktion („Genderansatz“).

Zusammenfassung der Kapitel

Friedensforschung und Friedenspolitik: Dieser Abschnitt thematisiert diverse Ansätze der Konfliktbearbeitung, von feministischen Perspektiven über das Transcend-Verfahren bis hin zur Mediation und psychosozialen Unterstützung in Krisengebieten.

Kultur des Friedens: Hier wird der Friedensbegriff kulturwissenschaftlich reflektiert, wobei die Überwindung des Freund-Feind-Schemas und die Bedeutung ästhetischer Paradigmen im Vordergrund stehen.

Friedenspädagogik: Dieser Teil beleuchtet die Rolle von Bildungskonzepten und politischer Bildung zur Förderung einer kritischen Friedenskompetenz und gesellschaftlichen Teilhabe.

Universitäre Friedenslehre und Ausblick: Der abschließende Bereich führt in universitäre Projekte der Friedenslehre ein und schließt mit Tagungsberichten sowie Buchbesprechungen, die den aktuellen Stand der Forschung abbilden.

Schlüsselwörter

Friedenskultur, Friedensforschung, Friedenspädagogik, Konfliktbearbeitung, Transcend-Verfahren, Mediation, Genderansatz, Friedensjournalismus, Diversität, Politische Bildung, Zivilgesellschaft, Konflikttransformation, Gewaltfreiheit, Alpen-Adria-Universität, Friedensprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dem rezensierten "Jahrbuch Friedenskultur 2006" grundsätzlich?

Das Buch versammelt wissenschaftliche Beiträge, die sich mit der Etablierung einer Friedenskultur auseinandersetzen, wobei Friedensforschung, Friedenspolitik und Friedenspädagogik in den Mittelpunkt gestellt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die Rolle von Frauen in der Friedensarbeit, Minderheitenkonflikte, zivile Konflikttransformation, Mediation, Multikulturalität und die politische Bildung.

Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Ansätze?

Das Ziel ist die Verschiebung des Friedensbegriffs von der reinen Abwesenheit von Krieg hin zu einem aktiven, prozesshaften Zivilisierungsprojekt, das strukturelle Gewalt reduziert und Gerechtigkeit fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es wird kein einzelner, monolithischer Ansatz verfolgt, sondern ein breites Spektrum kulturwissenschaftlicher und interdisziplinärer Methoden, darunter qualitative Analysen, diskursanalytische Ansätze und partizipative Projektevaluationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Fachbereiche, die theoretische Grundlagen der Friedenssicherung mit konkreten empirischen Beispielen aus der Praxis (z.B. Projekte in Kärnten oder Sri Lanka) verknüpfen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Begriffe wie Konflikttransformation, Zivilcourage, Kultur des Friedens, gesellschaftlicher Wandel und ganzheitliches Lernen sind für das Verständnis des Jahrbuchs essenziell.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Medien in diesem Kontext?

Die Medien werden als oft konflikt-dominiert beschrieben, wobei jedoch ein Beitrag zum "Friedensjournalismus" gefordert wird, um die Arbeit gegen Gewalt und Unterdrückung sichtbar zu machen.

Inwiefern spielt das Konzept der "Tischgesellschaft" eine Rolle für die Begegnung mit Fremden?

Die Tischgesellschaft dient als Metapher für einen öffentlichen Raum, der trennt und verbindet zugleich und somit als Modell für eine Bewegung der Begegnung in der Vielheit fungiert.

Welche Bedeutung hat das "Transcend-Verfahren" in der modernen Konfliktbearbeitung?

Es wird als komplexe Methodik hervorgehoben, die über den bloßen Kompromiss hinausgeht und strukturelle sowie kulturelle Ursachen von Gewalt dialogisch mit den Konfliktparteien bearbeitet.

Warum wird e-Learning in der politischen Bildung als sinnvoll erachtet?

E-Learning ermöglicht zeitliche und räumliche Flexibilität, um Lernende individuell abzuholen, wobei der Autor betont, dass dies fachdidaktisch reflektiert werden muss, um persönliche Interaktion zu ergänzen.

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Details

Titel
Gedanken zu einer "Kultur des Friedens". Rezension zum "Jahrbuch Friedenskultur 2006"
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Note
1,0
Autor
Fabian Prilasnig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
12
Katalognummer
V1344531
ISBN (PDF)
9783346848994
ISBN (Buch)
9783346849007
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedenskultur Friedensforschung Friedenspädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Prilasnig (Autor:in), 2023, Gedanken zu einer "Kultur des Friedens". Rezension zum "Jahrbuch Friedenskultur 2006", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1344531
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Leseprobe aus  12  Seiten
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