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Welchen Einfluss hat ein Migrationshintergrund beim Zugang zum Arbeitsmarkt?

Titel: Welchen Einfluss hat ein Migrationshintergrund beim Zugang zum Arbeitsmarkt?

Hausarbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird der Forschungsfrage nachgegangen, welchen Einfluss ein Migrationshintergrund beim Zugang zum deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt hat sowie ob und wie Diskriminierung hierbei eine Rolle spielt. Es wird die Hypothese aufgestellt, dass die theoretischen Überlegungen von fehlendem Kapital bei Migrant*innen eine verkehrte Ausgangslage darstellen und Ungleichheit nicht plausibel erklärt werden kann. Es zeigt sich, dass auch mit gleicher Kapitalausstattung eine Benachteiligung der Emigrierten stetig bleibt, wobei der Grund für diesen Zustand anhand von Diskriminierungsprozessen erläutert wird. Methodisch wird anhand von Literaturarbeit vorgegangen, die sich spezifisch mit dem Zugang zum deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Hinblick auf die zweite und dritte Migrantengeneration beschäftigt. Es wurde untersucht, welche Theorien und Faktoren hinsichtlich einer Diskriminierung beim Zugang zum Arbeitsmarkt mit reinspielen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt?

3. Ungleichheit als Ausgangslage für Migrant*innen

4. Chancenungleichheit aufgrund von Diskriminierung

4.1 Definition von Diskriminierung

4.2 Diskriminierungstheorien

4.3 Faktoren zur Diskriminierung

4.4 Empirische Befunde

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Einfluss eines Migrationshintergrunds auf den Zugang zum deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und analysiert, inwieweit Diskriminierungsprozesse trotz gleicher Qualifikationen der zweiten und dritten Einwanderergeneration eine entscheidende Hürde darstellen.

  • Widerlegung veralteter Theorien zur Kapitalausstattung bei Migrant*innen
  • Analyse von Diskriminierungsmechanismen auf Arbeitgeberseite
  • Bedeutung von statistischer vs. individueller Diskriminierung
  • Einfluss von Vorurteilen und kulturellen Zuschreibungen auf Bewerbungsprozesse
  • Evaluierung empirischer Befunde zur Chancenungleichheit am Arbeitsmarkt

Auszug aus dem Buch

4.2 Diskriminierungstheorien

Damit erklärt werden kann, weshalb Personen mit Migrationshintergrund eine Benachteiligung für ähnliche Ressourcen und Ausstattungen erleiden, muss der Blick auf das Verhalten der suchenden Arbeitgeber*innen gerichtet werden. Wie im Kapitel davor schon genannt, ist der Aspekt der ethnischen Herkunft ausschlaggebend und folglich können Diskriminierungsprozesse der Arbeitgebenden als Ursache für Ungleichheiten in Betracht gezogen werden. Um überhaupt aufzeigen zu können, dass diese stattfinden, wird im Weiteren erstmals auf theoretische Grundlagen der Diskriminierung eingegangen.

Im Hinblick auf die Zuwendung zur Seite des Arbeitgebenden werden hier zwei verschiedene theoretische Ansätze über Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt genauer in den Blick genommen: statistische und individuelle Diskriminierungsprozesse.

Die statistische Diskriminierung, die durch Arrow bekannt wurde und auch „Signailing Theorie“ (Seibert/ Solga 2005: 366) genannt wird, bezieht sich auf Unsicherheiten und Informationsmangel seitens der Arbeitgeber*innen, die aufgrund von Vorurteilen und Stereotypen über die Leistungsfähigkeit der Bewerber*innen urteilen (vgl. Herwig 2017: 19). Diesbezüglich verwenden Arbeitgebende stereotypische Gruppenmerkmale zur Einschätzung der Eigenschaften und Leistungen potenzieller Arbeitnehmer*innen (vgl. Seibert/ Solga 2005: 366). Unabhängig von ihrer tatsächlichen Produktivität, sparen diese Gruppenannahmen Kosten auf Seiten der Arbeitgebenden. Folglich wird von einer schwächeren Leistungsfähigkeit bei Personen mit ethnischer Herkunft ausgegangen, die rein über den Mangel an Informationen und Vorurteilen angenommen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Diskriminierung von Migrant*innen beim Arbeitsmarktzugang und stellt die Hypothese auf, dass individuelle Qualifikationen die bestehende Benachteiligung aufgrund ethnischer Herkunft nicht neutralisieren können.

2. Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt?: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit Theorien auseinander, die bisherige Ungleichheiten primär durch geringeres Humankapital oder fehlende Sprachkenntnisse der Migrant*innen zu erklären versuchten.

3. Ungleichheit als Ausgangslage für Migrant*innen: Hier wird aufgezeigt, dass die zweite und dritte Generation der Einwanderer über eine vergleichbare Kapitalausstattung wie Einheimische verfügt, die Benachteiligung jedoch entgegen theoretischer Annahmen fortbesteht.

4. Chancenungleichheit aufgrund von Diskriminierung: Dieser umfangreiche Hauptteil analysiert die Mechanismen der statistischen und individuellen Diskriminierung und validiert diese durch empirische Studien, die eine systematische Benachteiligung belegen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Integration am Arbeitsmarkt aufgrund von Diskriminierungsprozessen auf Arbeitgeberseite bisher nicht gelungen ist und fordert eine Abkehr von individualistischen Erklärungsmodellen.

Schlüsselwörter

Arbeitsmarkt, Diskriminierung, Migrationshintergrund, Chancenungleichheit, Rekrutierungsverhalten, Humankapital, statistische Diskriminierung, individuelle Diskriminierung, Arbeitgeber, ethnische Herkunft, Vorurteile, Bewerbungsprozess, Integration, Einwanderergeneration, berufliche Benachteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Barrieren für Personen mit Migrationshintergrund beim Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt und hinterfragt die Ursachen für bestehende Chancenungleichheiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die theoretische Fundierung von Diskriminierungsprozessen, die kritische Auseinandersetzung mit Humankapitaltheorien sowie der Einfluss von Arbeitgeberentscheidungen auf die Rekrutierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, welchen Einfluss ein Migrationshintergrund beim Zugang zum Arbeitsmarkt hat und wie Diskriminierung bei diesem Prozess eine Rolle spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturarbeit, welche bestehende Theorien und empirische Studien zur Integration und Arbeitsmarktproblematik miteinander in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Diskriminierung, die Darstellung von statistischen und individuellen Diskriminierungstheorien sowie die Analyse von Faktoren und empirischen Belegen für eine ethnische Benachteiligung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Diskriminierung, Migrationshintergrund, Chancenungleichheit, Rekrutierungsverhalten und Humankapital aus.

Warum widerlegt die Arbeit die Humankapital-Theorie als alleinige Erklärung?

Da Studien belegen, dass auch Migrant*innen zweiter und dritter Generation mit identischer Qualifikation und Bildung schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben als deutsche Bewerber.

Welche Rolle spielt das "Bauchgefühl" der Arbeitgeber?

Das Bauchgefühl wird oft als Mechanismus definiert, durch den Arbeitgeber Vorurteile und unbewusste Präferenzen in ihre Einstellungsentscheidungen einfließen lassen, anstatt sich rein an objektiven Qualifikationen zu orientieren.

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Details

Titel
Welchen Einfluss hat ein Migrationshintergrund beim Zugang zum Arbeitsmarkt?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1344567
ISBN (eBook)
9783346851208
ISBN (Buch)
9783346851215
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Integration Diskriminierung Arbeitsmarkt Chancenungleichheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Welchen Einfluss hat ein Migrationshintergrund beim Zugang zum Arbeitsmarkt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1344567
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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