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Folgen und Intervention der Langzeitarbeitslosigkeit. Möglichkeiten der Sozialen Arbeit

Titel: Folgen und Intervention der Langzeitarbeitslosigkeit. Möglichkeiten der Sozialen Arbeit

Hausarbeit , 2021 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Da es einen hohen Stellenwert hat, dass ein Individuum erwerbstätig ist, haben langzeitarbeitslose Menschen einen enormen Druck gerade von der gesellschaftlichen Seite. Die meisten Langzeitarbeitslosen sind nicht in der Lage eigenständig aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen, da sich die Langzeitarbeitslosigkeit oftmals verfestigt. Um den Langzeitarbeitslosen aus der Ausweglosigkeit zu helfen, müssen Sozialarbeiter das Wissen über Langzeitarbeitslosigkeit und Interventionsmöglichkeiten haben. Dies ist notwendig, da es schwierig sein kann, Langzeitarbeitslosen zu helfen, weil sie kaum eigene Motivation mitbringen und sich bei den meisten die Folgen der Arbeitslosigkeit bereits manifestiert haben.

Der deutsche Arbeitsmarkt befindet sich in einem stetigen Wandel. Ausschlaggebend sind hier vor allem die fortentwickelnde Globalisierung, Digitalisierung und der demographische Wandel. Zudem beeinflusst das Coronavirus und dessen Auswirkungen die deutsche Arbeitsmarktentwicklung. Durch die Maßnahmen, welche der Eingrenzung des Virus dienen sollen, wie beispielsweise der „Lockdown“, haben eine Vielzahl der Menschen in Deutschland ihren Arbeitsplatz verloren. Somit wird die Arbeitslosigkeit wieder zu einer aktuell werdenden Thematik. Die folgenden Zahlen belegen die ansteigende Arbeitslosigkeit. Im Jahr 2013 waren in Deutschland durchschnittlich 2,95 Millionen Meschen arbeitslos. Ab 2013 sank die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland bis 2019 auf durchschnittlich 2,27 Millionen. In Deutschland wurde der erste Fall mit einer Corona infizierten Person am 28.01.2020 in Bayern entdeckt. Ab 2020 stiegen auch die Zahlen der Arbeitslosigkeit auf durchschnittlich 2,7 Millionen. Im Jahr 2021 erhöhten sich die Zahlen weiter auf durchschnittlich 2,9 Millionen Arbeitslose. In Deutschland sind aktuell im Jahr 2021 circa 44,49 Millionen Menschen erwerbstätig.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Arbeitslosigkeit

2.1 Langzeitarbeitslosigkeit

2.2 Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit

3. „Öffentlich geförderte Beschäftigung zur Förderung der Teilhabe von Langzeitarbeitslosen“

3.1. Ziele und Forschungsdesign

3.2. Ergebnisse

3.3. Diskussion der Ergebnisse

4. Ausblick für die Soziale Arbeit mit Langzeitarbeitslosen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland, analysiert die psychischen und sozialen Folgen für Betroffene und bewertet die Wirksamkeit des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ als Interventionsmöglichkeit für die Soziale Arbeit.

  • Entstehung und Hintergründe von Langzeitarbeitslosigkeit
  • Psychologische Auswirkungen und theoretische Erklärungsmodelle
  • Evaluation des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“
  • Kosten-Nutzen-Analyse geförderter Beschäftigung
  • Interventionsstrategien und Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.2 Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit

Mit dem Hintergrund, dass Deutschland eine Arbeitsgesellschaft ist, entsteht bei den Individuen ein gewisser gesellschaftlicher Druck.

Arbeitslosigkeit kann viele Folgen mit sich ziehen. Welche folglich erläutert werden. Michael Kastner entwickelte 1999 ein Stressbewältigungskonzept, bei dem er mitunter das Modell „Entwertungs- und Wertschöpfungsprozess bei Arbeitslosen“ hervorbrachte (Kastner, 2005, S. 62-63). Nach Kastner ist die Gesundheit und Leistungsfähigkeit abhängig von dem Zustand der Geistes-, Körper-, und Lebenswelt eines Individuums (Kastner, 2005, S. 62). Die Faktoren von Arbeitslosigkeit können dazu führen, dass in der Geisteswelt „die erlebte Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens sinkt, der Eindruck von adäquater Bewältigung sinkt, die Verstehbarkeit dessen, was innerhalb und außerhalb der eigenen Haut geschieht, ebenfalls stinkt“ (Kastner, 2005, S. 63). Zudem kann Arbeitslosigkeit dazu führen, dass „die Selbstwirksamkeit abnimmt, der Eindruck von Kontrolle stinkt, die geistige Leistungsfähigkeit, u. a. Konzentration eher abnimmt, psychische Beeinträchtigungen wie quälende Gedanken und Perseverationen zunehmen, das Selbstwertgefühl leidet“ (Kastner, 2005, S.63). Des Weiteren kann es vorkommen, dass in der Geisteswelt „die Gefahr eines Abrutschens in eine Depression steigt und der Eindruck von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein steigt, die soziale Einbindung reduziert wird“ (Kastner, 2005, S. 63). Darüber hinaus kann zudem die Körperwelt durch Arbeitslosigkeit negativ verändert werden. Es kann auftreten, dass „das körperliche Wohlbefinden sinkt, eher Schlafstörungen auftreten, desgleichen Verspannungen, die auch erklären würden, warum Arbeitslose deutlich mehr über Rückenprobleme klagen als Arbeitsplatzbesitzer, Risikoverhalten zunimmt (Alkohol, Rauchen, Drogen) und umgekehrt gesundheitlich präventives Verhalten reduziert wird, die Erholungsfähigkeit abnimmt“ (Kastner, 2005, S. 63). Auch können nach Kastner „Engagement und Schaffenskraft stinken“ sowie eine „Reduktion von Lebenslust und Libido“ vorkommen (Kastner, 2005, S. 63). Der letzte Gemütszustand, welcher durch Arbeitslosigkeit beeinflusst werden kann, ist die Lebenswelt des Betroffenen. Laut Kastner können folgende Prozesse auftreten: „Abnahme positiver Emotionen wie Freude, Liebe, Glück, reduzierte Genussfähigkeit, Zunahme von Vulnerabilität und Empfindlichkeit, Zunahme negativer Gefühle wie (Zukunfts-) Angst, Ärger, Frustration, Aggression“ (Kastner, 2005, S. 63).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des deutschen Arbeitsmarktes und ordnet die Arbeitslosigkeit in den Kontext der modernen Arbeitsgesellschaft ein.

2. Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel definiert Arbeitslosigkeit, unterscheidet verschiedene Formen der Erwerbslosigkeit und erläutert die negativen Auswirkungen auf die seelische sowie körperliche Gesundheit.

3. „Öffentlich geförderte Beschäftigung zur Förderung der Teilhabe von Langzeitarbeitslosen“: Das Kapitel evaluiert das gleichnamige Bundesprogramm hinsichtlich seiner Effektivität und diskutiert die Resultate der Untersuchung.

4. Ausblick für die Soziale Arbeit mit Langzeitarbeitslosen: Hier werden Handlungsempfehlungen für Sozialarbeiter abgeleitet, um Langzeitarbeitslose individueller bei der Reintegration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit ganzheitlicher Unterstützungsansätze in der sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Langzeitarbeitslosigkeit, Soziale Arbeit, Arbeitsgesellschaft, Arbeitsmarkt, Bundesprogramm, soziale Teilhabe, Intervention, psychische Folgen, Coaching, Weiterbildung, Lebensqualität, Wiedereingliederung, Arbeitslosigkeit, Gesundheitsförderung, Kosten-Nutzen-Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen der Langzeitarbeitslosigkeit in der deutschen Arbeitsgesellschaft und untersucht effektive Wege der sozialen sowie beruflichen Reintegration.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungen von Arbeitslosigkeit, deren gesundheitliche Folgen sowie die praktische Evaluation staatlicher Förderprogramme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, die Entstehung von Langzeitarbeitslosigkeit zu skizzieren, effektive Interventionsmöglichkeiten zu identifizieren und einen Ausblick für die zukünftige Gestaltung der Sozialen Arbeit in diesem Feld zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Untersuchung verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Literatur sowie eine Sekundäranalyse der Evaluationsstudie zum Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Ursachen von Arbeitslosigkeit (Neoklassik, Keynesianismus) und die psychischen Folgemodelle, gefolgt von einer detaillierten Auswertung der Wirksamkeit des Bundesprogramms.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Langzeitarbeitslosigkeit, Soziale Teilhabe, Arbeitsgesellschaft, Interventionsmöglichkeiten und berufliche Reintegration beschreiben.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der „Arbeitsgesellschaft“?

Die Arbeit argumentiert, dass in einer modernen Arbeitsgesellschaft die Erwerbstätigkeit die zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Anerkennung ist, was Langzeitarbeitslose unter erheblichen sozialen Druck setzt.

Welche Bedeutung hat das „Vitaminmodell“ im Kontext der Arbeit?

Das Vitaminmodell von Peter Warr dient als theoretische Grundlage, um zu erklären, wie bestimmte Kontextfaktoren am Arbeitsplatz maßgeblich das seelische Wohlbefinden und die psychische Gesundheit beeinflussen können.

Warum kritisierte die Analyse das Vertrauen in Institutionen?

Die Evaluation zeigte, dass das Vertrauen in Institutionen nach dem Ende der Programmteilnahme stark absank, möglicherweise weil die intensive persönliche Unterstützung wegfiel.

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Details

Titel
Folgen und Intervention der Langzeitarbeitslosigkeit. Möglichkeiten der Sozialen Arbeit
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1344575
ISBN (PDF)
9783346848642
ISBN (Buch)
9783346848659
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitslosigkeit Langzeitarbeitslosigkeit Soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Folgen und Intervention der Langzeitarbeitslosigkeit. Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1344575
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Leseprobe aus  20  Seiten
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