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Krankheit, Medizin und Ärztebild in Michel de Montaignes Essais "De la Ressemblance des Enfans aux Peres" und "De l'Experience" vor dem Hintergrund der Medizin des 16. Jahrhunderts

Titre: Krankheit, Medizin und Ärztebild in Michel de Montaignes Essais "De la Ressemblance des Enfans aux Peres" und "De l'Experience"  vor dem Hintergrund der Medizin des 16. Jahrhunderts

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 23 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Christian Schulze (Auteur)

Philologie française - Littérature
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Montaignes Krankheitsbeschreibungen in den letzten Essais des zweiten und dritten Buches, De la Ressemblance des Enfans aux Peres und De l'Experience, bilden in der vorliegenden Untersuchung die Grundlage der Betrachtung. Montaigne setzt sich darin ausführlich mit seiner eigenen Krankheit, seinem Umgang mit ihr, aber auch mit Medizin und Ärzteschaft seiner Zeit auseinander.
Die Arbeit will und kann dabei aber keine allzu ausführliche Analyse der beiden Essais liefern, denn derartige Besprechungen liegen bereits in gebührender Ausführlichkeit vor, und es würden sich kaum neue Aspekte ergeben. Stattdessen sollen Montaignes Texte vor den Hintergrund der Medizin des 16. Jahrhunderts gestellt werden und gewissermaßen aus ihm heraus erläutert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Michel de Montaignes Essais De la Ressemblance des Enfans aux Peres und De l'Experience vor dem Hintergrund der Medizin des 16. Jahrhunderts

2.1 Körperverständnis und medizinische Grundlagen im 16. Jahrhundert

2.2 Krankheit

2.3 Montaignes Blick auf die medizinische Praxis

2.4 Ärztebild und Ärztekritik

2.5 Leben mit der Krankheit

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Michel de Montaignes Krankheitsbeschreibungen in seinen Essais unter Einbeziehung des medizinhistorischen Kontextes des 16. Jahrhunderts. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse seines kritischen Blicks auf die zeitgenössische medizinische Praxis, sein Ärztebild sowie seinen persönlichen Umgang mit der eigenen Erkrankung.

  • Humoralpathologie als medizinisches Modell der Frühen Neuzeit
  • Montaignes kritische Auseinandersetzung mit Ärzten und der medizinischen Fachsprache
  • Der Umgang mit Krankheit und Schmerz als Ausdruck eines neuen Selbstverständnisses
  • Verhältnis zwischen medizinischer Theorie und gelebter Praxis im 16. Jahrhundert
  • Die Rolle der Automedikation und der Naturheilkunde bei Montaigne

Auszug aus dem Buch

2.4 Ärztebild und Ärztekritik

Montaigne beschreibt die Ärzte seiner Zeit als gewinnsüchtig und unerfahren, er kritisiert das Fehlen einer verlässlichen Grundlage ihrer Arbeit, meint, sie seien um jeden Preis auf die Gunst ihrer Patienten aus und hätten zudem keinen Anteil an der Gesundung eines Patienten, er betrachtet sie daher als überflüssig:

J'ay esté assez souvent malade : j'ay trouvé sans leurs secours, mes maladies aussi douces à supporter (et en ay essayé quasi de toutes les sortes) et aussi courtes, qu'à nul autre : et si n'y ay point meslé l'amertume de leurs ordonnances.

Außerdem hebt er die völlige Beliebigkeit der ärztlichen Verordnungen heraus, meint, sie seien vollkommen willkürlich:

Voila comment ils vont bastelant, et baguenaudant à noz despens en tous leurs discours, et ne me sçauroient fournir proposition, à laquelle je n'en rebastisse une contraire, de pareille force.

Darüber hinaus glaubt er, Ärzte würden sich vor allem durch komplizierte Fachsprache und Pathos nach außen abschließen. Er schreibt, es ginge letztlich mehr um Sozialprestige und Berufsethos als um die Heilung eines Kranken, und so folgert er schließlich:

Il faut estre merveilleusement aveugle, si on ne se sent bien hazardé entre leurs mains.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung verortet Montaignes autobiographische Krankheitsberichte als Novum der Renaissanceliteratur und skizziert das methodische Vorgehen der Einbettung in den medizinhistorischen Kontext.

2. Michel de Montaignes Essais De la Ressemblance des Enfans aux Peres und De l'Experience vor dem Hintergrund der Medizin des 16. Jahrhunderts: Dieses Kapitel analysiert das vorherrschende Modell der Humoralpathologie, die allgemeine Situation der Medizin im 16. Jahrhundert sowie Montaignes spezifische Kritik an Ärzten und sein Leben mit der chronischen Erkrankung.

3. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Montaigne durch seine kritische Reflexion die Erkenntnisgrenzen der damaligen Medizin aufdeckte und seine eigene Hinwendung zur Natur und Automedikation als konsequente Reaktion auf die Unzulänglichkeit des Berufsstandes wählte.

Schlüsselwörter

Michel de Montaigne, Essais, Humoralpathologie, Medizingeschichte, Renaissance, Ärztebild, Ärztekritik, Nierensteine, Automedikation, Körperverständnis, Gesundheitswissen, 16. Jahrhundert, Krankheit, Schmerz, Empirismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Einstellung Michel de Montaignes zu Krankheit, Medizin und Ärzten, wie sie in seinen späten Essais zum Ausdruck kommt, vor dem historischen Hintergrund der Medizin des 16. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Humoralpathologie als medizinisches Paradigma, die historische Ärztekritik der Frühen Neuzeit, das Verhältnis des Patienten zum Arzt sowie den Umgang mit chronischer Krankheit und Schmerz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Montaignes persönliche Krankheitserfahrungen und seine scharfe Ärztekritik in den Wissenskontext seiner Zeit einzuordnen und zu erklären, warum er der medizinischen Elite seiner Epoche mit Misstrauen begegnete.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse der Primärtexte Montaignes unter Einbeziehung medizinhistorischer Sekundärliteratur zur Einbettung der Thesen in den historischen Kontext des 16. Jahrhunderts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den körpermedizinischen Grundlagen (Humoralpathologie), dem Berufsbild des Arztes in der Renaissance, Montaignes spezifischen Erfahrungen mit Nierenleiden und seiner daraus resultierenden philosophischen Haltung zur Todesnähe und Heilung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Humoralpathologie, Ärztekritik, Renaissance-Medizin, Automedikation, Körperlichkeit, Sinneswahrnehmung, Erkenntnisgrenzen und das Werk "Essais".

Wie bewertet Montaigne das ärztliche Handeln seiner Zeit?

Er bewertet das Handeln als häufig willkürlich, unzureichend begründet und durch komplizierte Fachsprache zur Verschleierung von Unwissenheit motiviert, was ihn letztlich dazu führt, die Ärzte als entbehrlich zu betrachten.

Warum spielt die Ernährung in der Arbeit eine Rolle?

Die Ernährung wird als Ursache für die in der Oberschicht verbreiteten Steinerkrankungen identifiziert, was Montaignes eigene Krankheitssituation in einen sozioökonomischen und historischen Kontext stellt.

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Résumé des informations

Titre
Krankheit, Medizin und Ärztebild in Michel de Montaignes Essais "De la Ressemblance des Enfans aux Peres" und "De l'Experience" vor dem Hintergrund der Medizin des 16. Jahrhunderts
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Romanistik)
Cours
HS »Montaigne«
Note
1,3
Auteur
Christian Schulze (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
23
N° de catalogue
V134528
ISBN (ebook)
9783640426478
Langue
allemand
mots-clé
Krankheit Medizin Michel Montaignes Essais Ressemblance Enfans Peres Experience Hintergrund Medizin Jahrhunderts
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Schulze (Auteur), 2008, Krankheit, Medizin und Ärztebild in Michel de Montaignes Essais "De la Ressemblance des Enfans aux Peres" und "De l'Experience" vor dem Hintergrund der Medizin des 16. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134528
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Extrait de  23  pages
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