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Die Ephebie in Athen bis 322 v. Chr.

Titel: Die Ephebie in Athen bis 322 v. Chr.

Seminararbeit , 2010 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Christian Scherzer (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die politische Situation in Griechenland hat sich für Athen im vierten Jahrhundert vor Christus sehr schwierig entwickelt. Mit der Niederlage im Peloponnesischen Krieg (431-404 v. Chr.) verlor es seine Vorherrschaft in der Ägäis. Nach einer Zeit spartanischer Hegemonie folgten weitere Machtkämpfe mit griechischen Staaten, die eine politische Stabilität in Griechenland nie lange andauern ließen bzw. sogar unmöglich machten. Schließlich gelang es Makedonien, die Vorherrschaft im griechischen Raum an sich zu reisen und Athen musste um seine politische Unabhängigkeit besorgt sein.

In diese Zeit fällt auch das Aufkommen neuer Taktiken, Techniken und Strategien im Kriegswesen. Wenn auch immer noch die Hopliten die zentrale Truppengattung blieben, gewannen doch, zum Beispiel Peltasten und Bogenschützen stark an Bedeutung. Weiterhin trat das Katapult als kriegstechnische Neuerung zu Tage. Die militärischen Misserfolge und die Veränderungen im Kriegswesen zwangen Athen konsequente Umgestaltungen in seinem Militär vorzunehmen.

Die Ephebie war damals eine wichtige Institution für das Militär Athens. Sie hatte die Funktion der Ausbildung neuer Soldaten und hatte damit entscheidenden Einfluss auf die militärische Nachwuchsgewinnung und so auf die zukünftige Gestaltung der athenischen Streitkräfte. Es ist daher nicht verwunderlich, dass nicht zuletzt hier Reformen durchgeführt wurden. Die Ephebie und ihre Reformen sind Gegenstand der weiteren Ausführungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

ENTSTEHUNG UND ENTWICKLUNG DER EPHEBIE

DIE EPHEBIE UNTER LYKURG

ORGANISATION UND ABLAUF DER REFORMIERTEN EPHEBIE

ZUSAMMENFASSUNG

LITERATURNACHWEIS:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Reformierung und militärhistorische Bedeutung der athenischen Ephebie bis zum Jahr 322 v. Chr. im Kontext der veränderten politischen und militärischen Rahmenbedingungen nach der Niederlage in der Schlacht von Chaironeia.

  • Historische Entwicklung der athenischen Ephebie
  • Die Auswirkungen der Reformen unter Lykurg auf Organisation und Ausbildung
  • Die militärische und sozialpolitische Funktion der Institution
  • Der Eid der Epheben und seine demokratische Komponente
  • Strukturelle Neuerungen und staatliche Förderung der Rekrutenausbildung

Auszug aus dem Buch

DIE EPHEBIE UNTER LYKURG

Unter Lykurg bekam die Ephebie vom Staat eine intensive finanzielle Förderung. Es wurde den Epheben während ihrer Dienstzeit der Lebensunterhalt finanziert. Auch bekamen sie nach ihrem ersten Dienstjahr einen Stoßspeer und einen Hoplitenschild von der Polis gesponsert. Es wurden Beamte gewählt und von der Polis bezahlt, welche die Epheben betreuten und für ihre Erziehung und staatsbürgerliche Formung verantwortlich waren. Genauso sorgte die Polis für Fitnesstrainer und Lehrer, welche die jungen Rekruten in der Kriegskunst unterwiesen. Nun stand die Ephebie nicht mehr nur den wohlhabenden offen. Jeder konnte es sich finanziell leisten sie zu absolvieren. Damit bekamen auch mehr Bürger eine umfangreiche militärische Ausbildung.

Seit der Regierung Lykurgs galt die Ephebie, zumindest in gesellschaftlich moralischer Hinsicht, als Pflicht für alle achtzehnjährigen Männer Athens, sofern sie denn nach Herkunft und Gesetz frei und ihre Eltern beide Bürger waren. Es gab aber auch Gründe, die ein Nichtabsolvieren bzw. ein vorzeitiges Beenden des Dienstes rechtfertigten. Diese waren, neben psychischer oder körperlicher Untauglichkeit, der Antritt einer Erbschaft, bzw. auch ein Erbschaftsstreit, die Übernahme einer, durch die Familie vererbten, Priesterschaft oder die Heirat mit einer Epikleros. Eine Epikleros war eine junge Frau, deren Vater ohne männlichen Erben starb. Der Nachlass des Vaters ging dann durch die Heirat über sie auf ihren Gatten über. Es ist anzunehmen, dass ein vaterloser Halbwaise, der zu Hause Angehörige zu versorgen hatte, ebenfalls vom Dienst befreit war. Wer zur Reiterei ging, war verständlicherweise auch nicht zur Ephebie verpflichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Darstellung der schwierigen politischen Lage Athens im 4. Jahrhundert v. Chr. und der Notwendigkeit einer militärischen Umgestaltung.

ENTSTEHUNG UND ENTWICKLUNG DER EPHEBIE: Untersuchung der frühen Formen der militärischen Ausbildung und der Reaktion auf die militärische Niederlage gegen Makedonien.

DIE EPHEBIE UNTER LYKURG: Analyse der staatlichen Finanzierung und der sozio-ökonomischen Öffnung der Institution für breitere Bürgerschichten.

ORGANISATION UND ABLAUF DER REFORMIERTEN EPHEBIE: Detaillierte Betrachtung der Ausbildungsstruktur, der beteiligten Beamten und der administrativen Abläufe.

ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der militärischen Schlagkraft und des demokratischen Anspruchs der athenischen Bürgersoldaten.

LITERATURNACHWEIS: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Athen, Ephebie, Lykurg, Antikes Griechenland, Militär, Hopliten, Ausbildung, Reformen, Bürgersoldaten, Polis, Demokratie, Aristoteles, Strategie, Militärgeschichte, Kriegswesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Reformen athenischer militärischer Ausbildungseinrichtungen, insbesondere der Ephebie, im vierten Jahrhundert vor Christus.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die militärische Ausbildung der jungen Athener, ihr staatsbürgerlicher Unterricht sowie die organisatorische und finanzielle Neustrukturierung der Ephebie unter Lykurg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Einfluss der Reformen auf die athenische Streitkraft und die Verzahnung von militärischer Pflicht mit gesellschaftlicher Teilhabe zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse antiker Quellen, vornehmlich das 42. Kapitel der "Staat der Athener" von Aristoteles, ergänzt durch archäologische Befunde und moderne Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung der Ephebie, die spezifischen organisatorischen Änderungen durch Lykurg und den detaillierten Ablauf der zweijährigen Dienstzeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Antike, Athene, Ephebie, Soldatenbildung und Demokratieschutz kategorisieren.

Wie wirkten sich die Reformen auf die soziale Struktur der Armee aus?

Durch die staatliche Finanzierung des Lebensunterhalts und der Ausrüstung wurde die Ephebie auch für ärmere Bürger zugänglich, was zu einer Demokratisierung der athenischen Landstreitmacht führte.

Welche Bedeutung hatte der Eid der Epheben über den Dienst hinaus?

Der Eid verpflichtete die jungen Männer nicht nur zur Verteidigung des Staates nach außen, sondern ausdrücklich auch dazu, die bestehende Demokratie und die Gesetze im Inneren zu schützen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ephebie in Athen bis 322 v. Chr.
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Proseminar: Krieg im frühen Griechenland
Note
2,0
Autor
Christian Scherzer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V1345377
ISBN (PDF)
9783346848567
ISBN (Buch)
9783346848574
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ephebie athen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Scherzer (Autor:in), 2010, Die Ephebie in Athen bis 322 v. Chr., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1345377
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Leseprobe aus  14  Seiten
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