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Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte

Vergleich zwischen HGB und IFRS

Title: Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte

Seminar Paper , 2008 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Svenja Feld (Author)

Business economics - Controlling
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Die Globalisierung der Wirtschaft bewirkt einen hohen Wettbewerbsdruck auf die Unternehmen. Die zunehmende internationale Verflechtung der Volkswirtschaften wird durch die steigende Bedeutung des Technologie-, Forschungs- und Informationssektors begünstigt. Vor diesem Hintergrund wird es für Unternehmen immer wichtiger, sich eine stabile Marktposition zu sichern. Materielle Werte gehen in ihrer Bedeutung in der Wertschöpfungskette zurück, wohingegen immateriellen Vermögenswerten im Zuge der betrieblichen Leistungserstellung ein immer größerer Stellenwert zugewiesen wird (vgl. Wagner, 2006, S. 1). Aufgrund ihrer steigenden Bedeutung machen immaterielle Werte, wie beispielsweise Software, Patent- oder Markenrechte, Mitarbeiter, Erfahrungen, Wissen, Lieferanten- oder Kundenbeziehungen, zu einem großen Anteil den eigentlichen Unternehmenswert aus (vgl. Haunerdinger und Probst, 2004, S. 42; Wagner, 2006a, S. 433).
Die Abbildung immaterieller Vermögensgegenstände stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, da diese Werte nicht unmittelbar greifbar bzw. physisch erkennbar sind. Sie können im Vergleich zu physischen Gütern in einer Bestandsaufnahme durch periodische Inventur nicht unmittelbar festgestellt werden und sind häufig sehr unternehmensspezifisch. Eine genaue Identifizierung und Bewertung sind somit oftmals sehr schwierig durchzuführen (vgl. Bertel, 2006, S. 107).
Im Folgenden wird die bilanzielle Behandlung von immateriellen Vermögensgegen-ständen im Rahmen eines Rechtsvergleiches der nationalen, deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) mit den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IAS/IFRS) dargestellt. Um die Unterschiede in den jeweiligen Vorschriften nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) und den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzuzeigen, werden die folgenden drei zentralen Fragestellungen in dieser Arbeit beantwortet:

• Wann entsteht ein immaterieller Vermögensgegenstand nach HGB und IFRS?

• Welche unterschiedlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften sind den immateriellen Vermögenswerten nach HBG und IFRS zu Grunde zu legen?

• Wie ist die Aussagekraft der beiden Rechnungslegungsvorschriften für den externen Leser zu beurteilen bzw. gewährt ein nach HGB oder IFRS erstellter Jahresabschluss dem Bilanzleser einen realistischen Einblick in das Unternehmensvermögen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Grundlagen immaterieller Vermögenswerte

2.1 Der Begriff des immateriellen Vermögenswertes nach HGB

2.2 Der Begriff des immateriellen Vermögenswertes nach IFRS

2.3 Vergleich der Begriffsdefinitionen

3 Bilanzierung und Bewertung immaterieller Vermögenswerte

3.1 Ansatzvorschriften

3.1.1 Aktivierungsfähigkeit nach HGB

3.1.2 Aktivierungsfähigkeit nach IFRS

3.1.3 Vergleich der Ansatzvorschriften

3.2 Bewertungsvorschriften

3.2.1 Zugangs- und Folgebewertung nach HGB

3.2.2 Zugangs- und Folgebewertung nach IFRS

3.2.3 Vergleich der Bewertungsvorschriften

3.3 Vergleich der Aussagekraft

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die bilanziellen Unterschiede zwischen den nationalen deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) und den internationalen Standards (IFRS) hinsichtlich der Behandlung immaterieller Vermögenswerte aufzuzeigen und deren Aussagekraft für externe Adressaten zu bewerten.

  • Grundlagen und Definitionen immaterieller Vermögenswerte.
  • Vergleich der Ansatzvorschriften (Aktivierungsfähigkeit).
  • Analyse der Bewertungsvorschriften bei Zugang und Folgebewertung.
  • Beurteilung der Transparenz und Aussagekraft für den Jahresabschlussleser.
  • Gegenüberstellung von HGB und IFRS unter Berücksichtigung aktueller Gesetzesentwürfe.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Aktivierungsfähigkeit nach HGB

Abstrakte Aktivierungsfähigkeit besteht, wenn die immateriellen Vermögenswerte die drei Voraussetzungen des Vermögensgegenstandsbegriffes im handelsrechtlichen Sinne - zukünftiges Nutzenpotenzial, Bewertungs- und Verkehrsfähigkeit - erfüllen (vgl. Dawo, 2003, S. 51). Zusätzlich muss jedoch auch die konkrete Aktivierungsfähigkeit hinzukommen, um einen immateriellen Wert in der Bilanz ansetzen zu dürfen. Der Grundsatz der Vollständigkeit des § 246 (1) HGB verlangt, grundsätzlich alle Vermögensgegenstände in der Bilanz zu aktivieren, soweit kein gesetzliches Verbot besteht (vgl. Baetge u.a., 2005, S. 298). Immaterielle Vermögenswerte sind nur konkret bilanzierungsfähig, wenn sie entgeltlich erworben wurden. Ein Bilanzierungsverbot besteht nach § 248 (2) HGB für unentgeltlich erworbene immaterielle Werte des Anlagevermögens (vgl. Wagner, 2006, S. 42). Es ist handelsrechtlich unerheblich, ob die Vermögenswerte selbst erstellt wurden, es sich um Forschungs- oder Entwicklungsleistungen handelt oder der Erwerb im Rahmen einer Schenkung, eines Tausches oder einer Unternehmensakquisition stattgefunden hat (vgl. Pellens u.a., 2004, S. 274). Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, sind nach der Legaldefinition des § 247 (2) HGB dem Anlagevermögen zuzuordnen (vgl. Baetge u.a., 2005, S. 295). Im Umkehrschluss daran ergibt sich, dass Vermögensgegenstände, die dem Betrieb nur vorübergehend dienen, dem Umlaufvermögen zuzuordnen sind (vgl. Kessler, 1994, S. 10). Sind die Vermögenswerte des Anlagevermögens zudem noch unentgeltlich vom Unternehmen erworben worden, tritt das Bilanzierungsverbot ein und es darf kein Aktivposten gebildet werden. Ein entgeltlicher Erwerb liegt vor, wenn eine Gegenleistung aus dem Vermögen des Erwerbers erbracht wird, die entweder in Geld, einem Tauschgeschäft oder in einer Dienstleistung erfolgen kann (vgl. Wagner, 2006, S. 42). Es ist somit nicht mit einem monetären Erwerb gleichzusetzen, da lediglich die Beteiligung eines Dritten gefordert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die steigende Bedeutung immaterieller Werte in der modernen Wirtschaft ein und formuliert die zentralen Fragestellungen der Arbeit.

2 Grundlagen immaterieller Vermögenswerte: Hier werden die Begriffsdefinitionen immaterieller Vermögenswerte nach HGB und IFRS erläutert und miteinander verglichen.

3 Bilanzierung und Bewertung immaterieller Vermögenswerte: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Ansatz- und Bewertungsvorschriften beider Regelwerke sowie deren Auswirkungen auf die Aussagekraft des Jahresabschlusses.

4 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse des Vergleichs zusammen und hebt die Unterschiede in der Aktivierung und Bewertung hervor.

Schlüsselwörter

Immaterielle Vermögenswerte, HGB, IFRS, Bilanzierung, Bewertung, Aktivierungsfähigkeit, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Fair Value, Nutzungsdauer, Jahresabschluss, Forschung, Entwicklung, Ansatzvorschriften, Kapitalmärkte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich der bilanziellen Behandlung von immateriellen Vermögenswerten zwischen den deutschen HGB-Vorschriften und den internationalen IFRS-Standards.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition, die Ansatzkriterien, die Bewertungsmethoden bei Zugang und Folgebewertung sowie die Aussagekraft der Abschlüsse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Unterschiede in den Vorschriften aufzuzeigen und zu analysieren, wie diese die Transparenz und den Einblick in das Unternehmensvermögen für externe Leser beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem rechtsvergleichenden Ansatz, der die nationalen HGB-Vorschriften den internationalen IFRS-Regelungen gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen, die spezifischen Ansatzregeln (Aktivierungsfähigkeit) sowie die Methoden zur Zugangs- und Folgebewertung detailliert diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind immaterielle Vermögenswerte, HGB, IFRS, Fair Value, Aktivierungsverbot und Jahresabschlussanalyse.

Warum ist die Bilanzierung immaterieller Werte für Unternehmen schwierig?

Da diese Werte oft nicht physisch greifbar sind, ist ihre eindeutige Identifizierung und verlässliche Bewertung bei der Erstellung des Jahresabschlusses methodisch herausfordernd.

Welcher gravierende Unterschied besteht bei der Bewertung?

Ein wesentlicher Unterschied ist die nach IFRS unter bestimmten Voraussetzungen zulässige Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert, während das HGB strikt am Anschaffungskostenprinzip festhält.

Wie wirkt sich das HGB-Aktivierungsverbot auf den Jahresabschluss aus?

Das Verbot, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens zu aktivieren, führt laut Arbeit zu einem unvollständigen Bild der wertschaffenden Tätigkeiten eines Unternehmens.

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Details

Title
Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte
Subtitle
Vergleich zwischen HGB und IFRS
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Betriebswirtschaftslehre - Lehrstuhl für Controlling)
Course
Controlling immaterieller Vermögenswerte
Grade
2,3
Author
Svenja Feld (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V134543
ISBN (eBook)
9783640426553
ISBN (Book)
9783640422944
Language
German
Tags
Controlling immaterielle Vermögenswerte HGB IFRS Bilanzierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svenja Feld (Author), 2008, Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134543
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