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Die Integration des neuen Vorgesetzten in die Organisation

Title: Die Integration des neuen Vorgesetzten in die Organisation

Term Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martin Neumann (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Wenn ein neuer Chef in eine Organisation kommt, reagiergen die dort gebildeten Gruppen und Cliquen darauf mit Zurückhaltung, Ablehnung oder aucch Unterstützung. Die hängt u. a. davon ab, ob der Chef aus den den Reihen der Mitarbeiter oder von außerhalb stammt!

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER VORGESETZTE IN DER ORGANISATION

2.1. DIE ORGANISATION

2.2. FÜHRUNG DER ORGANISATION

2.3. VARIABLEN DES VORGESETZENWECHSELS

3. DER ERSTE ARBEITSTAG – FORMALITÄT ALS „ERSTES HILFE PAKET“ DESM NEUEN VORGESETZTEN

3.1. SITUATIONSBESCHREIBUNG – EINE PERIODE DER UNSICHERHEIT FÜR DEN NEUEN VORGESETZTEN UND DIE ANGESTELLTEN

3.2. DER NEUE VORGESETZTE NUTZT SEINE FORMALEN KOMPETENZEN – ERWARTUNGSFORMALISIERUNG UND PERSONALENTSCHEIDUNG

3.3. STANDPUNKTE DER RATGEBERLITERATUR

4. DAS ERSTE MEETING – FORMALITÄT UND INFORMATIONSDEFIZIT

4.1. SITUATIONSBESCHREIBUNG – FORMALE FÜHRUNG VS. INFORMELLE CLIQUEN

4.2. KOOPERATIONSZWANG DES VORGESETZTEN

4.3. STANDPUNKTE DER RATGEBERLITERATUR

5. DIE ERSTE BETRIEBSFEIER – EINE ERSTE CHANCE DER INFORMALITÄT

5.1. SITUATIONSBESCHREIBUNG – DER VORGESETZE WIRD IN SEINE INFORMELLE ROLLE EINGEFÜHRT

5.2. DIE CHANCE FÜR SCHMEICHLER UND SCHLEIMER

5.3. STANDPUNKTE DER RATGEBERLITERATUR

6. AUSBLICK – DER NEUE VORGESETZTE FINDET SEINE (FÜHRUNGS-) CLIQUE

7. SCHLUSSBETRACHTUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Integrationsprozess eines neuen, organisationsfremden Vorgesetzten in eine bestehende Struktur. Ziel ist es, anhand soziologischer Theorien – insbesondere von Niklas Luhmann – und einem Vergleich mit gängiger Ratgeberliteratur aufzuzeigen, wie ein Vorgesetzter formale Macht und informale Strukturen nutzt, um Widerstände zu überwinden und seine Position zu festigen.

  • Soziologischer Organisationsbegriff und Hierarchiestrukturen
  • Die Rolle informaler Cliquen und ihre Wirkung auf Führungswechsel
  • Umgang mit Informationsdefiziten in der Anfangsphase
  • Einsatz formaler Kompetenzen zur Neustrukturierung der Abteilung
  • Vergleich soziologischer Analysen mit praktischen Ratgeberansätzen

Auszug aus dem Buch

3.2. Der neue Vorgesetzte nutzt seine formalen Kompetenzen – Erwartungsformalisierung und Personalentscheidung

Wie wir erfahren konnten, erfolgte der Vorgesetztenwechsel auf legitime Art durch die Pensionierung des Vorgängers. Im Kollegkreis besteht darüber also kein Zweifel. Dennoch ist durch die Organisationsfremdheit des Abteilungsleiters Herrn M. ein hohes Maß an Unsicherheit innerhalb der Mitarbeiter. Es kann davon ausgegangen werden, dass die vier Teamleiter eine Art taktische Clique bilden. Damit verfolgen sie die Absicht, Herrn M. möglichst nur das Mindestmaß an Informationen zukommen zu lassen und ihn damit ausschließlich auf seine formalen Befugnisse zu beschränken, bis sie in Erfahrung gebracht haben, welche Ziele er genau verfolgt. Damit hat sich innerhalb der Abteilung eine informale Substruktur aus Altansässigen gebildet, die zumindest zeitweilig den Zielen der Organisation entgegensteht.

Herr M. als neuer Abteilungsleiter wird an seinem ersten Arbeitstag mit einer gewachsenen Mitarbeiterstruktur konfrontiert, in dessen informale Netze er keinerlei Einblick hat. Da von ihm seitens des Dezernenten eine Erhöhung der Arbeitsleistung erwartet wird, steht er unter einem Erwartungsdruck von oben und gleichzeitig unter dem Druck der Mitarbeiter, die nach gleich bleibender Ordnung streben.

In dieser ersten Phase der Einarbeitung gibt es für Herrn M. nur zwei Möglichkeiten. Zum einen könnte er versuchen, sich schnellstmöglich in die informalen Strukturen der Abteilung zu integrieren, was ihm jedoch durch die Existenz der Teamleiterclique nicht einfach gelingen wird. Zweitens könnte er aber auch mittels seiner formalen Kompetenzen als Abteilungsleiter ein dichtes Netz an neuen Regeln und Vorgaben schaffen, um damit die Handlungsspielräume der informalen Subsysteme vorübergehend einzuschränken. Diese Handlungsalternative scheint in Anbetracht seiner Unkenntnis der informalen Mitarbeiterstruktur und des Erwartungsdrucks von oben für die erste Phase der Integration die beste Lösung zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Problematik von Führungswechseln und Einführung in die Forschungsfrage zur Integration von Quereinsteigern in bestehende Organisationsstrukturen.

2. DER VORGESETZTE IN DER ORGANISATION: Erläuterung soziologischer Grundlagen der Organisation, insbesondere der Trennung von formaler und informaler Ordnung sowie der Funktion von Führung.

3. DER ERSTE ARBEITSTAG – FORMALITÄT ALS „ERSTES HILFE PAKET“ DESM NEUEN VORGESETZTEN: Analyse der ersten Phase der Einarbeitung, in der der Vorgesetzte aufgrund von Unsicherheit primär formale Mittel einsetzt, um Handlungsspielräume zu kontrollieren.

4. DAS ERSTE MEETING – FORMALITÄT UND INFORMATIONSDEFIZIT: Untersuchung der Konfliktsituation zwischen dem neuen Vorgesetzten und informalen Teamleitercliquen während erster offizieller Zusammenkünfte.

5. DIE ERSTE BETRIEBSFEIER – EINE ERSTE CHANCE DER INFORMALITÄT: Betrachtung der Möglichkeiten, die informelle Anlässe bieten, um Rangunterschiede zu überbrücken und den Zugang zu informellen Informationswegen zu erleichtern.

6. AUSBLICK – DER NEUE VORGESETZTE FINDET SEINE (FÜHRUNGS-) CLIQUE: Darstellung der erfolgreichen Integration durch Neustrukturierung und die Bildung einer neuen, dem Vorgesetzten loyalen Führungsclique.

7. SCHLUSSBETRACHTUNGEN: Resümee darüber, dass formale Umstrukturierungen essenziell sind, um informale Blockaden aufzubrechen und die eigene Position innerhalb der Organisation langfristig zu sichern.

Schlüsselwörter

Vorgesetztenwechsel, Organisation, Integration, Führung, Informelle Struktur, Formale Organisation, Soziologie, Niklas Luhmann, Taktische Clique, Informationsdefizit, Einarbeitung, Machtquelle, Führungskräfte, Personalentscheidung, Betriebsfeier.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Prozess, wie ein neuer, organisationsfremder Vorgesetzter sich in ein bestehendes soziales System integriert, das durch formale und informale Strukturen geprägt ist.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen sind der soziologische Organisationsbegriff, die Dynamik zwischen formalen Führungsansprüchen und informalen Cliquenbildungen sowie die Strategien eines neuen Chefs zur Etablierung seiner Macht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob ein neuer Vorgesetzter durch den Einsatz formaler Führungskompetenzen informale Blockaden auflösen kann, um sich erfolgreich in eine für ihn neue Organisation zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine organisationssoziologische Analyse, insbesondere unter Rückgriff auf Werke von Niklas Luhmann, und vergleicht diese theoretischen Erkenntnisse mit gängiger Ratgeberliteratur für Führungskräfte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert den Einarbeitungsprozess in drei exemplarische Situationen: den ersten Arbeitstag, das erste Meeting mit den Teamleitern und die erste gemeinsame Betriebsfeier.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie taktische Cliquen, formale Erwartungsstrukturen, Organisationsfremdheit und der Kooperationszwang des Vorgesetzten sind entscheidend für das Verständnis der Argumentation.

Warum bildet sich laut der Arbeit eine "taktische Clique"?

Die Teamleiter bilden eine taktische Clique, um den neuen Vorgesetzten durch Informationsentzug in seinen Handlungsspielräumen zu beschränken und eigene Interessen, wie etwa Beförderungen, zu wahren.

Welche Rolle spielt die "Betriebsfeier" in diesem Kontext?

Sie fungiert als erste Chance für informale Interaktion, in der Rangunterschiede kurzzeitig in den Hintergrund treten können, was dem Vorgesetzten hilft, persönliche Kontakte aufzubauen und informelle Strukturen zu durchleuchten.

Warum wird eine "Neustrukturierung" als Lösung vorgeschlagen?

Die Umstrukturierung bricht die bestehende Clique auf, da durch die Reduktion von Arbeitsgruppen die persönlichen Wettbewerbsvorteile der Teamleiter gegeneinander ausgespielt werden, was den Zwang zur informalen Kooperation mit dem neuen Chef erhöht.

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Details

Title
Die Integration des neuen Vorgesetzten in die Organisation
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Soziologie)
Course
EGTWA Soziologie Grundstudium
Grade
1,0
Author
Martin Neumann (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V134573
ISBN (eBook)
9783640421695
ISBN (Book)
9783640421985
Language
German
Tags
Integration Vorgesetzten Organisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Neumann (Author), 2007, Die Integration des neuen Vorgesetzten in die Organisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134573
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