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Die Reformen des Kleisthenes

Title: Die Reformen des Kleisthenes

Term Paper , 2007 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Töreki (Author)

World History - Early and Ancient History
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Die Jahre um die Jahrhundertwende vom 6. zum 5. Jahrhundert v. Chr. gelten heute als die Übergangszeit von der Tyrannis zur klassischen Demokratie im antiken Griechenland. Zwei Personen nehmen in den politischen Auseinandersetzungen jener Zeit eine gewich-tige Rolle ein – Isagoras sowie Kleisthenes, welche die weitere Entwicklung maßgeblich mitbestimmen sollten.
Kleisthenes` Reformen stellen aus heutiger Sicht eine wichtige Station in der Demokra-tieentwicklung dar und sollen im Folgenden näher ausgehend von der Quelle „Aristoteles Staat der Athener“(AP 20-21) untersucht werden.
Nach einer historischen Einordnung der Quelle in den Kontext sollen die Kernpunkte der kleisthenischen Reformen herausgearbeitet werden. Dabei soll besonders auf die Phylen und Demen eingegangen werden. Anschließend sollen die politischen Folgen betrachtet und mögliche Motive des Reformers diskutiert werden.
Ziel dieser Hausarbeit wird es weiterhin sein, aktuelle Forschungsergebnisse einzubezie-hen, da trotz intensiver internationaler Forschungsarbeiten die Reformen des Kleisthenes den Historiker immer noch vor ungelöste Probleme stellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung und Quellenbezug

3. Historischer Kontext

4. Kernpunkte der Reform

4.1 Die alte Ordnung

4.2 Phylen und Trittyen

4.3 Demen

4.4 Ostrakismus

4.5 Bedeutung der Reformen

4.6 Motive des Kleisthenes

5. Schluss

6. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kleisthenischen Reformen im antiken Athen mit dem Ziel, ihre inhaltliche Struktur, die politische Bedeutung für den Übergang zur Demokratie sowie die Motive des Reformers auf Basis antiker Quellen wie der "Athenaion politeia" des Aristoteles und aktueller Forschungsergebnisse zu analysieren.

  • Historische Einordnung der Machtverhältnisse nach der Tyrannis
  • Strukturreform der Phylen, Trittyen und Demen
  • Bedeutung der politischen Teilhabe für die attische Mittelschicht
  • Analyse des Ostrakismus als Instrument zur Machtbegrenzung
  • Diskussion der Motive hinter der Neuorganisation des athenischen Staates

Auszug aus dem Buch

4.2 Phylen und Trittyen

Die politische Organisation der Athener bestand vor den Reformen in nach Phratien und Phylen gegliederten Personenverbänden. Kleisthenes schuf statt der vier alten Phylen zehn neue geografische Bezirke– die ebenfalls Phylen hießen10. Neben dem Territorialprinzip stand als weitere Idee der Gedanke der Mischung verschiedener landschaftlicher Gebiete Attikas einer jeden Phylen im Mittelpunkt der Reformen. Die Phyle war kein geografisch zusammenhängendes Gebiet, sondern setzte sich jeweils aus drei Trittyen zusammen. Je eine Trittye aus Binnenland, Küste und Stadt bildete somit eine Phyle11, die sowohl städtische als auch stadtferne Gebiete vereinigte. Jede Phyle repräsentierte Attika und hielt in sich mögliche Konflikte in der Schwebe und alle Phylen repräsentierten insgesamt alle Bürger - ob aus Athen oder Marathon.12 Ob die Zusammenstellung per Los erfolgte, wie es im Staat der Athener (AP 21,2) überliefert wird, ist in der Forschung umstritten.13

Die Wirkung der neuen Phylenordung zeigte sich sodann im politischen Aufbau Attikas, da die Beamten nun nach Phylen gewählt wurden, ebenso wie der neue Rat der 50014, indem jede Phyle 50 Mann entsandte. Der Rat stand in enger Verbindung zur Volksversammlung und war praktisch eine Art Ausschuss dessen.15

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung und Quellenbezug: Die Einleitung führt in die Zeit des Übergangs zur klassischen Demokratie ein und bewertet kritisch die zur Verfügung stehenden Quellen, insbesondere die „Athenaion politeia“ des Aristoteles.

3. Historischer Kontext: Dieses Kapitel beleuchtet die politischen Unruhen nach dem Ende der Herrschaft der Peisistratiden und den Aufstieg des Kleisthenes infolge des Machtkampfes mit Isagoras.

4. Kernpunkte der Reform: Dieser Abschnitt analysiert die tiefgreifenden Änderungen in der Verwaltungsstruktur Athens, von der Neugliederung der Phylen über die Aufwertung der Demen bis hin zur Einführung des Ostrakismus.

5. Schluss: Die Zusammenfassung unterstreicht die Rolle der Reformen als Vorstufe der Demokratie (Isonomie) und betont die Politisierung der Bürgerschaft durch die administrative Neuordnung.

6. Bibliografie: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Fachliteratur und antiken Quellenschriften.

Schlüsselwörter

Kleisthenes, Athen, Demokratie, Isonomie, Phylen, Trittyen, Demen, Ostrakismus, Aristoteles, attische Bürgerschaft, Rat der 500, Reformen, Politisierung, Mittelschicht, Antike

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den politischen Reformen des Kleisthenes im antiken Athen und analysiert, wie diese den Wandel von einer auf Adelscliquen basierenden Ordnung zur klassischen Demokratie einleiteten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der administrativen Neugliederung Attikas durch Phylen, Trittyen und Demen, der Rolle des Rats der 500 sowie dem Instrument des Ostrakismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Aufarbeitung der kleisthenischen Reformen, um zu klären, inwieweit diese die politische Gleichheit der Bürger förderten und welche Motive den Reformer dabei antrieben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse historischer Schriften, insbesondere der „Athenaion politeia“ des Aristoteles, ergänzt durch einen Diskurs über aktuelle Forschungsergebnisse der Althistorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Kontextualisierung, eine detaillierte Beschreibung der Reformpunkte sowie eine Diskussion der Motive und Auswirkungen dieser Neuordnungen auf die athenische Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kleisthenes, Isonomie, Phylen, Demen, Ostrakismus, Demokratieentwicklung und die Politisierung der athenischen Mittelschicht.

Welche Bedeutung hatten die Demen für die Reformen?

Die Demen bildeten die unterste Verwaltungseinheit und waren essenziell, um den Einfluss lokaler Adelscliquen zu brechen und die politische Partizipation der breiten Bürgerschaft in den neuen Rat der 500 zu integrieren.

Warum wird der Begriff "Isonomie" anstelle von Demokratie verwendet?

Die Zeitgenossen Kleisthenes' sprachen vermutlich eher von Isonomie (Rechtsgleichheit), da sich die Reformen primär auf die politische Gleichheit der Bürger fokussierten, nicht auf soziale oder wirtschaftliche Nivellierungen.

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Details

Title
Die Reformen des Kleisthenes
College
Free University of Berlin
Grade
1,3
Author
Christian Töreki (Author)
Publication Year
2007
Pages
13
Catalog Number
V134587
ISBN (eBook)
9783640426638
ISBN (Book)
9783640423279
Language
German
Tags
Reformen Kleisthenes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Töreki (Author), 2007, Die Reformen des Kleisthenes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134587
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