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Die Theorie der violence symbolique bei Pierre Bourdieu

La domination masculine

Titel: Die Theorie der violence symbolique bei Pierre Bourdieu

Seminararbeit , 2006 , 14 Seiten , Note: 1

Autor:in: Vivian Gjurin (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema dieser Arbeit ist la violence symbolique, ein von Bourdieu entwickelter Begriff um die funktionierende Mechanik hinter dem Glauben bzw. der Befolgung bestimmter Regeln, einer bestimmten Ordnung der sozialen Welt zu ergründen.
Im Vorwort zum Essay La domination masculine äußert Bourdieu das Erstaunen über den Mangel an transgressions ou de subversions, de délits et de ‚folies’, die den Disrespekt, das Nichtverstehen, das Nichtlegitimieren dieser Ordnung zeigen würde.

Tatsache ist, dass der Mensch Grenzen und Strukturen braucht um in einem funktionierendem sozialem System leben zu können.
Ohne diese wäre der Mensch von der individuellen Sicht in einer Grenzenlosigkeit des Lebens, der Sinnlosigkeit und somit der Lebensunfähigkeit, von der gemeinschaftlichen Sicht dem Zustand der Anarchie erlegen.
Die Frage stellt sich, wie es dazu kam und kommt, dass genau die besonderen Strukturen, die besondere Ordnung, die die soziale Welt funktionierend machen bzw. bestehen lassen, als absolut legitim gelten.

Tatsächlich üben Worte eine typisch magische Macht aus: sie machen sehen, sie machen glauben, sie machen handeln. Aber wie im Falle der Magie muss man sich fragen, worin das Prinzip dieses Vorgangs besteht; oder genauer welche die sozialen Bedingungen sind, die die magische Wirksamkeit der Worte möglich machen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Symbolische Gewalt

2.1. Theorie der violence symbolique

2.2. Klassifizierung männlich/weiblich

3. Das Kapitel Violence symbolique in La domination masculine

4. Konklusion

5. Resumé en francais

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das von Pierre Bourdieu entwickelte Konzept der violence symbolique (symbolische Gewalt). Ziel ist es, die verborgenen Mechanismen zu ergründen, durch die soziale Ordnungen und Herrschaftsverhältnisse als legitim und natürlich wahrgenommen werden, wobei ein besonderer Fokus auf der Analyse des Kapitels zur symbolischen Gewalt in Bourdieus Werk La domination masculine liegt.

  • Mechanismen der symbolischen Gewalt und Machtausübung
  • Die Rolle von Sprache und klassifizierenden Strukturen
  • Das Konzept des Geschlechterverhältnisses als fundamentales Ordnungsmuster
  • Die paradoxe Logik der Unterwerfung und deren gesellschaftliche Reproduktion

Auszug aus dem Buch

2.1. Theorie der violence symbolique

1970 entwickeln Pierre Bourdieu und Jean- Claude Passeron basierend auf einer Studie über Schule die Theorie der symbolischen Gewalt.5

Symbolische Gewalt heißt tout pouvoir qui parvient à imposer des signification et à les imposer comme légitimes en dissimulant les rapports de force qui sont au fondement de sa force6.

Es ist eine Gewalt (Bourideu verwendet synonym den Begriff pouvoir, in der Übersetzung wird synonym Kraft, Macht verwendet), also eine aufgezwungene Macht über die Empfänger; diese ist symbolisch, weil das Aufgezwungene Bedeutungen und Sinnesinhate sind; und diese ist willkürlich, da sie einerseits auf keinerlei biologischem oder philosophischem Prinzip, welches die Interessen des Individuums oder der sozialen Klassen wiederspiegelt, basiert und da sie anderseits zum Bekräftigen sozialer und kultureller Ungerrechtigkeiten zwischen den Klassen, indem sie Unter- und Überklassen schafft, beiträgt.7

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in Bourdieus Begriff der symbolischen Gewalt ein und beleuchtet die grundlegende Frage, warum soziale Ordnungen als legitim wahrgenommen werden.

2. Symbolische Gewalt: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der symbolischen Gewalt sowie die willkürliche Klassifizierung der Geschlechter als fundamentales Machtinstrument.

3. Das Kapitel Violence symbolique in La domination masculine: Hier wird Bourdieus Analyse aus seinem Werk La domination masculine auf die spezifische Ausweglosigkeit der Frauenrolle und die Reproduktion männlicher Herrschaft hin untersucht.

4. Konklusion: Das Schlusskapitel nutzt das Platonische Höhlengleichnis, um die Problematik der willkürlichen Konstruktion sozialer Ordnungen und die Schwierigkeit ihrer Überwindung zu verdeutlichen.

5. Resumé en francais: Eine französischsprachige Zusammenfassung der wesentlichen Thesen zur Theorie der symbolischen Gewalt.

Schlüsselwörter

Symbolische Gewalt, Pierre Bourdieu, La domination masculine, Machtverhältnisse, Soziale Ordnung, Geschlechterdifferenz, Habitus, Herrschaftsstrukturen, Willkürlichkeit, Unterwerfung, Legitimität, Reproduktion, Soziale Welt, Anthropologie, Machtmechanismen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept der symbolischen Gewalt (violence symbolique) nach Pierre Bourdieu und untersucht, wie dieses Prinzip zur Aufrechterhaltung sozialer Hierarchien beiträgt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Herrschaftswissen, die soziale Konstruktion von Geschlechterrollen und die Art und Weise, wie Gewalt subtil in gesellschaftliche Strukturen eingeschrieben wird.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erforschung der verborgenen Mechanismen, die dazu führen, dass Individuen bestimmte soziale Ordnungen, die ihre eigene Unterdrückung festigen, als natürlich und legitim akzeptieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Werke Bourdieus, insbesondere auf La reproduction und La domination masculine, ergänzt durch ethnologische Ansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil steht die theoretische Fundierung des Begriffs der symbolischen Gewalt im Vordergrund, gefolgt von der Analyse der männlichen Herrschaftsstruktur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie habituelle Unterwerfung, willkürliche Klassifizierung, soziale Reproduktion und die Paradoxie der männlichen Vorherrschaft sind essenziell.

Wie definiert Bourdieu symbolische Gewalt laut dieser Arbeit?

Sie wird als Machtausübung definiert, die Bedeutungen als legitim durchsetzt und dabei die zugrundeliegenden Machtverhältnisse verschleiert.

Inwieweit spielt die Geschlechterdifferenz eine Rolle?

Die Geschlechterdifferenz wird als grundlegendes Ordnungsmuster dargestellt, das die Basis für Über- und Unterordnungsverhältnisse in der Gesellschaft bildet.

Kann symbolische Gewalt laut Autorin einfach durchbrochen werden?

Nein, der Text betont die Schwierigkeit einer Revolution der symbolischen Ordnung, da die betroffenen Subjekte oft selbst in den bestehenden Strukturen verhaftet sind.

Was bedeutet der Begriff "amor fati" im Kontext der Arbeit?

Er beschreibt die "Liebe zum sozialen Schicksal", also die Art und Weise, wie Unterdrückung durch eine internalisierte Akzeptanz der gegebenen Umstände verschleiert wird.

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Details

Titel
Die Theorie der violence symbolique bei Pierre Bourdieu
Untertitel
La domination masculine
Hochschule
Universität Wien  (Romanistik)
Veranstaltung
SE Literaturwissenschaft: Maskulinität und Herrschaft
Note
1
Autor
Vivian Gjurin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V134618
ISBN (eBook)
9783640426713
ISBN (Buch)
9783640423682
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pierre Bourdieu voilence symbolique domination masculine gender studies soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vivian Gjurin (Autor:in), 2006, Die Theorie der violence symbolique bei Pierre Bourdieu, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134618
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Leseprobe aus  14  Seiten
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