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Inklusive Pädagogik unter besonderer Berücksichtigung der Förderschwerpunkte Lernen und soziale sowie emotionale Entwicklung

Implikationen und aktueller Handlungsbedarf bezogen auf Studienangebot, Didaktik und insbesondere Diagnostik

Title: Inklusive Pädagogik unter besonderer Berücksichtigung der Förderschwerpunkte Lernen und soziale sowie emotionale Entwicklung

Scientific Essay , 2009 , 20 Pages

Autor:in: apl. Professor Dr. Christel Rittmeyer (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Die im März 2009 in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft getretene UN-Konvention zum Schutze der Rechte von Menschen mit Behinderung verleiht Integration und Inklusion eine zunehmende Bedeutung. Diese Konvention wird, so meine Einschätzung, zu einer Ausweitung des GU führen. Derzeit werden im Bundesdurchschnitt rund 16 % Prozent der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im GU unterrichtet. Deren Anteil variiert von Land zu Land erheblich:
Bremen steht mit knapp 50 Prozent an der Spitze, NRW beispielsweise, aus dem ich komme, liegt bei knapp 14 Prozent (vgl. RITTMEYER 2009, 6). Berücksichtigt das aktuelle Studienangebot hinreichend diese Entwicklung? Und: gibt es das notwendige spezifische Angebot einer inklusiven Didaktik und Diagnostik? Sind zusammengefasst die notwendigen Grundlagen für den GU vorhanden?
Um diese Fragen wird es in meinem Beitrag gehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

These 1

Einleitung und Überblick

Schulische Integration im Kontext gesellschaftlicher Inklusion

Der Stellenwert von Integration und Inklusion im Studium

These 2

These 3

Grundstruktur einer inklusiven Didaktik und deren potentieller Anregungscharakter für die zukünftige Schule

These 4

These 5

Perspektiven der Weiterentwicklung

These 6

Veränderte Sichtweisen und eine veränderte Diagnostik

These 7

Anforderungen an eine integrative Diagnostik

These 8

These 9

Zusammenfassung und Ausblick

Übersicht über die Inhalte des eigenen Seminars zum Thema

Thesenpapier

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den aktuellen Status und Handlungsbedarf der inklusiven Pädagogik mit Fokus auf den Förderschwerpunkten Lernen sowie soziale und emotionale Entwicklung. Dabei wird analysiert, inwieweit die universitäre Lehrerausbildung auf die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention und die Notwendigkeiten einer inklusiven Didaktik und Diagnostik vorbereitet ist.

  • Implikationen der UN-Konvention für das inklusive Bildungssystem
  • Analyse der universitären Studienangebote zur inklusiven Pädagogik
  • Entwicklung und Grundstruktur einer inklusiv orientierten Didaktik
  • Theoretische Fundierung einer integrativen Diagnostik unter Einbeziehung des Capability-Ansatzes
  • Identifikation zentraler Schwerpunkte einer ressourcenorientierten Förderdiagnostik

Auszug aus dem Buch

Fokus auf das Erkennen subjektiver Realität

Viele Probleme entstehen dadurch, dass die subjektiven Sichtweisen von Menschen z u unterschiedlich sind. Subjektive Realität ist durch Selbsterfassung (Introspektion), Fremderfassung sowie eine Kombination dieser beiden Vorgehensweisen möglich. In der Inklusionsförderung ist es angezeigt, Selbst- und Fremderfassung zu kombinieren. Die beteiligten Personen müssen gemeinschaftlich vorgehen und sich die Ergebnisse ihrer Erforschungen ergänzend zur Verfügung stellen (vgl. ONDRACEK 2007, 55).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Überblick: Der Autor thematisiert den Einfluss der UN-Konvention auf den gemeinsamen Unterricht und hinterfragt die Qualität der universitären Vorbereitung auf inklusive Settings.

Der Stellenwert von Integration und Inklusion im Studium: Es wird dargelegt, dass an vielen Hochschulen verbindliche Angebote für den Gemeinsamen Unterricht fehlen und erste Ansätze wie in Bremen oder Wuppertal beispielhaft sein können.

Grundstruktur einer inklusiven Didaktik und deren potentieller Anregungscharakter für die zukünftige Schule: Dieses Kapitel kritisiert das Fehlen einer fundierten inklusiven Didaktik in der Forschung und fordert die aktive Einbeziehung der Schüler als Mit-Konstrukteure des Unterrichtsgegenstandes.

Perspektiven der Weiterentwicklung: Der Capability-Ansatz nach Sen und Nussbaum wird als wichtige theoretische Ergänzung für eine zukunftsfähige inklusive Didaktik vorgeschlagen.

Veränderte Sichtweisen und eine veränderte Diagnostik: Der Begriff der sonderpädagogischen Förderung wird im Kontext sich wandelnder Menschenbilder und gesellschaftlicher Anforderungen an die Diagnosepraxis neu bewertet.

Anforderungen an eine integrative Diagnostik: Der Autor plädiert für eine inklusive Diagnostik, die ressourcenorientiert arbeitet, das soziale Umfeld einbezieht und den Lernprozess ganzheitlich betrachtet.

Schlüsselwörter

Inklusive Pädagogik, Gemeinsamer Unterricht, UN-Konvention, Inklusive Didaktik, Sonderpädagogik, Lehrerbildung, Integrative Diagnostik, Capability-Ansatz, Ressourcenorientierung, Förderplanung, Schulisches Lernen, Soziale Entwicklung, Emotionale Entwicklung, Inklusionsforschung, Kompetenzentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der notwendigen Neuausrichtung von Studienangeboten, didaktischen Konzepten und diagnostischen Verfahren in einer zunehmend inklusiven Schullandschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen der UN-Behindertenrechtskonvention, die Defizite in der universitären Ausbildung, die Entwicklung einer inklusiven Didaktik und die Anforderungen an eine moderne Förderdiagnostik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Bestandsaufnahme an Hochschulen die Notwendigkeit von Mindeststandards für die Lehrerbildung aufzuzeigen und theoretische Fundamente für eine inklusive Didaktik und Diagnostik zu legen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Reflexion bildungspolitischer Rahmenbedingungen sowie der Darstellung und Begründung theoretischer Konzepte wie des Capability-Ansatzes.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Kritik an der aktuellen Lehrerausbildung die Anforderungen an eine inklusive Didaktik, die den Schüler als Subjekt begreift, sowie Merkmale einer ressourcenorientierten Diagnostik detailliert ausgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inklusive Pädagogik, Gemeinsamer Unterricht, Integrative Diagnostik, Förderplanung und der Capability-Ansatz.

Warum ist die Einbeziehung des Capability-Ansatzes für die inklusive Didaktik wichtig?

Der Ansatz hilft dabei, den Fokus von reinen Leistungsvorgaben auf die tatsächlichen Befähigungen und die Lebensqualität der Schüler zu lenken, was für eine zukunftsfähige Schule zentral ist.

Was macht eine inklusive Diagnostik laut Autor aus?

Sie zeichnet sich durch Ressourcenorientierung, den Fokus auf das Subjekt, die Einbeziehung von Dialog und Kooperation sowie das Erkennen subjektiver Realitäten aus.

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Details

Title
Inklusive Pädagogik unter besonderer Berücksichtigung der Förderschwerpunkte Lernen und soziale sowie emotionale Entwicklung
Subtitle
Implikationen und aktueller Handlungsbedarf bezogen auf Studienangebot, Didaktik und insbesondere Diagnostik
Author
apl. Professor Dr. Christel Rittmeyer (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V134697
ISBN (eBook)
9783640392568
ISBN (Book)
9783640392698
Language
German
Tags
Studienangebot zum Gemeinsamen Unterricht Inklusive Didaktik inklusive Diagnostik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
apl. Professor Dr. Christel Rittmeyer (Author), 2009, Inklusive Pädagogik unter besonderer Berücksichtigung der Förderschwerpunkte Lernen und soziale sowie emotionale Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134697
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