Selbstbedienungskonzepte spielen bei Banken schon seit Langem eine
entscheidende Rolle. Besonders Geldautomaten finden eine sehr weite
Verbreitung.
Neben dem ursprünglichen Ziel, Kosten zu senken, geraten zunehmend vertriebliche Ziele in den Fokus von Banken. Der technologische Fortschritt und ein sich änderndes Kundenverhalten verstärken diesen Trend zunehmend. Neue innovative SB Konzepte sollen diesen Veränderungen Rechnung tragen und das Potenzial zur aktiven Kundenansprache im Rahmen eines durchgängigen Multikanalmanagements nutzen.
In dieser Arbeit wird das Konzept des Lounge Banking vorgestellt, in welchem die Dienste eines Coffee Shops und der SB Funktionalitäten einer Bank verbunden werden, um Synergieeffekte zu erzielen und die neuen Ziele des SB Banking umzusetzen. Zuerst wird die Motivation von Banken SB Geräte einzusetzen und die zukünftige Bedeutung erläutert. Im zweiten Schritt wird das Konzept einer Banking Lounge erklärt und anhand der Erfolgsfaktoren für SB Banking der Nutzen des Konzepts zur Erreichung der neuen Ziele dargelegt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bedeutung und Ziele der Selbstbedienung bei Banken
2.1. Motivation für den Einsatz von SB Geräten
2.2. Bedeutung und Trend von SB Geräten
3. Lounge Banking als innovatives SB Konzept
3.1. Lounge Banking
3.2. Aufbau der Banking Lounge
3.3. Erfolgsfaktoren für das Lounge Banking Konzept
3.3.1. Standort
3.3.2. Kundenansprache
3.3.3. Funktionalität
3.3.4. Integration
4. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das innovative Konzept des „Lounge Bankings“, das die Atmosphäre eines Coffee Shops mit der Funktionalität von Selbstbedienungs-Bankfilialen verbindet. Das primäre Ziel ist es, den gestiegenen Anforderungen an ein modernes Multikanalmanagement gerecht zu werden, indem SB-Geräte über die reine Kostensenkung hinaus als aktiver Vertriebskanal zur Kundenbindung und Neukundengewinnung genutzt werden.
- Transformation von SB-Geräten vom Rationalisierungsinstrument zum Vertriebskanal
- Konzeptionelle Gestaltung von Banking Lounges als Erlebnisräume
- Analyse kritischer Erfolgsfaktoren für die Implementierung (Standort, Kundenansprache, Funktionalität, Integration)
- Strategien zur Steigerung der Kundenzufriedenheit durch Convenience Banking
- Ansätze zur Integration von Bankdienstleistungen in ein durchgängiges CRM-Konzept
Auszug aus dem Buch
Theke (1)
Der Coffee Shop stellt ein Zusatzangebot im Sinne eines guten Kundenservices dar. An der bedienten Theke werden gängige Kaffee-, Tee-, und Kaltgetränke angeboten, welche direkt an der Theke auf Barhockern oder im Info / Relax Bereich konsumiert werden können. Da die Bedienung einer Kaffeebar nicht zur Kernkompetenz einer Bank gehört und Personalkosten verursacht, wird diese durch eine Kooperation an eine Kaffeekette ausgelagert, wodurch Synergien genutzt werden können. Der Bekanntheitsgrad [vgl. Deutscher Kaffeeverband 2007] des Partners bringt erhöhte Aufmerksamkeit Neukunden, zusätzlich erhöht die Anwesenheit eines Mitarbeiters das Gefühl der Sicherheit und beugt Vandalismus in der Lounge vor.
Je nach Standort und Größe der Banking Lounge kann die bediente Theke auch durch Getränkeautomaten substituiert werden. In Geschäftsvierteln mit einem älteren wohlhabenderen Publikum lohnt sich der Einsatz einer bedienten Theke, wohingegen in den Banking Lounges einer Schule der Einsatz von Automaten rentabler ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Selbstbedienungskonzepten bei Banken und Vorstellung des Lounge Banking als neuen Lösungsansatz zur Kundenansprache.
2. Bedeutung und Ziele der Selbstbedienung bei Banken: Erörterung der Motivation von Banken für SB-Systeme, getrieben durch Kostendruck, Technologiefortschritt und verändertes Kundenverhalten.
3. Lounge Banking als innovatives SB Konzept: Detaillierte Vorstellung des Lounge-Konzepts sowie Analyse der Erfolgsfaktoren (Standort, Kundenansprache, Funktionalität und Integration) zur Erreichung neuer Vertriebsziele.
4. Zusammenfassung: Resümee über die Notwendigkeit von Lounge Banking zur Schaffung eines einzigartigen Service-Erlebnisses und die Anforderungen für eine erfolgreiche Implementierung.
Schlüsselwörter
Lounge Banking, Selbstbedienung, Bankfiliale, Multikanalmanagement, Convenience Banking, Kundenansprache, Kundenzufriedenheit, Cross-Selling, Neukundengewinnung, SB-Geräte, CRM, Bankvertrieb, Automatisierung, Kundenbindung, Finanzdienstleistung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Konzept des "Lounge Bankings" als moderne Antwort auf die veränderten Anforderungen an den SB-Vertrieb im Bankensektor.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen die Verknüpfung von SB-Funktionalität mit einer angenehmen Aufenthaltsatmosphäre, die strategische Standortwahl sowie die Integration von Vertriebsprozessen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Banken durch Lounge Banking SB-Geräte über die reine Kostenoptimierung hinaus als effektiven Vertriebskanal nutzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Trends im Retail Banking sowie der Auswertung von Expertenstudien zur strategischen Ausrichtung von Selbstbedienungskanälen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Konzepts, den physischen Aufbau der Lounge sowie eine tiefgehende Analyse von vier spezifischen Erfolgsfaktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Lounge Banking, Convenience Banking, Multikanalmanagement, SB-Vertrieb und Kundenbindung.
Wie unterscheidet sich Lounge Banking von herkömmlichen Bankfilialen?
Durch die Integration von Coffee-Shop-Diensten und Fokus auf Erlebnis-Banking wird eine entspannte Atmosphäre geschaffen, die Kunden länger in der Lounge hält und gezieltere Verkaufsgespräche ermöglicht.
Welche Rolle spielt die IT bei diesem Konzept?
Die IT dient als Basis für ein durchgängiges CRM-Konzept, das eine kanalübergreifende Kundenbetreuung und die Personalisierung von Finanzangeboten über multifunktionale Terminals ermöglicht.
Warum ist die Wahl des Standorts so entscheidend für den Erfolg?
Der Standort bestimmt die Frequentierung und die Zielgruppenansprache; er muss so gewählt werden, dass er Bequemlichkeit bietet und eine Refinanzierung über Transaktionsvolumina oder Gebühren ermöglicht.
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- Harald Frank (Author), 2009, Lounge Banking als innovatives SB Banking Konzept, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134769