1 Begriffsklärung ... 3
2 Merkmale ... 3
3 Epidemiologie ... 4
3.1 Zahlen ... 4
3.2 Geschlechtsverteilung ... 4
3.3 Stellung in der Geschwisterreihe ... 4
3.4 Autismus außerhalb der westlichen Welt ... 4
3.5 Erblichkeit ... 4
3.6 Soziale Schicht ... 5
4 Symptome ... 5
4.1 Sprachstörungen ... 5
4.2 Zusammenfassung ... 6
5 Früherkennung ... 7
5.1 Diagnose ... 7
5.2 Abläufe der Krankheit ... 7
6 Ursachen ... 9
6.1 Die kognitive Störung ... 9
6.2 Ursachen der kognitiven Störung ... 10
7 Verlauf des Autismus ... 11
7.1 Charakteristische Verhaltensweisen ... 11
7.2 Beziehungen zu anderen Menschen ... 12
7.3 Ritualisierte und zwanghafte Phänomene ... 12
8 Bildung und Erziehung ... 13
8.1 Bildung ... 13
8.2 Erziehung ... 13
8.3 Bedingungen für die Gesellschaft ... 14
9 Therapieformen ... 14
9.1 Bereich Wahrnehmungsverarbeitung ... 14
9.2 Bereich Kommunikation ... 14
9.3 Psychoanalytischer Bereich ... 14
9.4 Physikalische und medizinische Therapie ... 15
9.5 Weitere Methoden ... 15
9.6 Verhaltenstherapie ... 15
10 Anhang ... 16
11 Literaturverzeichnis ... 18
Inhaltsverzeichnis
1 Begriff des frühkindlichen Autismus
2 Merkmale
3 Epidemiologie
3.1 Zahlen
3.2 Geschlechtsverteilung
3.3 Stellung in der Geschwisterreihe
3.4 Autismus außerhalb der westlichen Welt
3.5 Erblichkeit
3.6 Soziale Schicht
4 Symptome
4.1 Sprachstörungen
4.2 Zusammenfassung
5 Früherkennung
5.1 Diagnose
5.2 Abläufe der Krankheit
6 Ursachen
6.1 Die kognitive Störung
6.2 Ursachen der kognitiven Störung
7 Verlauf des Autismus
7.1 Charakteristische Verhaltensweisen
7.2 Beziehungen zu anderen Menschen
7.3 Ritualisierte und zwanghafte Phänomene
8 Bildung und Erziehung
8.1 Bildung
8.2 Erziehung
8.3 Bedingungen für die Gesellschaft
9 Therapieformen
9.1 Bereich Wahrnehmungsverarbeitung
9.2 Bereich Kommunikation
9.3 Psychoanalytischer Bereich
9.4 Physikalische und medizinische Therapie
9.5 Weitere Methoden
9.6 Verhaltenstherapie
10 Anhang
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über das Störungsbild des frühkindlichen Autismus, analysiert dessen Symptomatik sowie Ursachen und beleuchtet Ansätze für die pädagogische Förderung und Therapie. Das primäre Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die komplexe Kontakt- und Kommunikationsstörung zu schaffen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie betroffene Kinder in ihrer Entwicklung unterstützt werden können.
- Grundlegende Begriffsbestimmung und Merkmale des Kanner-Syndroms
- Epidemiologische Daten und die Rolle genetischer sowie kognitiver Faktoren
- Differenzierte Darstellung der Symptomatik, insbesondere im Bereich der Sprachstörungen
- Methoden der Früherkennung und diagnostische Kriterien
- Überblick über therapeutische Interventionsformen und pädagogische Förderansätze
Auszug aus dem Buch
6.1 Die kognitive Störung
Wichtigster Ursachenfaktor ist eine Störung im Wahrnehmungsbereich des Kindes. Die peripheren Sinne „Sehen“ und „Hören“ sind, von Ausnahmen abgesehen, allerdings intakt. Die Behinderung liegt auf der höheren Ebene der Wahrnehmungsverarbeitung, der Kognition. Autistische Kinder haben zum Beispiel Schwierigkeiten, sich allein mit den Augen zu orientieren und nehmen die Sinne „Riechen“ und „Tasten“ zu Hilfe. Weil es ihnen von Anfang an schwer gelingt, sich ein richtiges Bild von ihrer Umwelt, aber auch von ihrem eigenen Körper zu machen, ziehen sie sich in sich selbst zurück und versuchen, sich auf alle mögliche Weise selbst zu stimulieren.
Sie vollziehen eigenartige Handbewegungen vor Augen, stimulieren ihr Gleichgewichtsorgan durch ständiges Schaukeln, erzeugen monotone Geräusche vor ihren Ohren, bohren in den Augen, usw. Autistische Kinder verhalten sich unter bestimmten Bedingungen wie Blinde und auch wieder wie Gehörlose. Bestimmte Regler, die Wahrgenommenes zu verarbeiten haben, funktionieren bei Autisten nicht richtig. Das Reglersystem in ihrem Gehirn ist gestört. Vor allem die Auswahl der Reize ist erschwert. Normale Menschen können aus dem riesigen Reizangebot, das fast ständig auf uns einwirkt, das für das Individuum Bedeutungsvolle aussondern, während das Unwichtige unterdrückt wird. Bei Autisten funktioniert der hierfür erforderliche Filter im Reglersystem der Wahrnehmung nicht richtig. Sie schirmen sich ab, verdecken die Augen, halten sich die Ohren zu, ziehen sich zurück (können keinen Teil der Umweltreize aller Sinnesarten, die auf ihn einströmen, ignorieren).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Begriff des frühkindlichen Autismus: Definition des Begriffs als Kontakt- und Kommunikationsstörung und historische Einordnung durch Kanner und Asperger.
2 Merkmale: Auflistung der diagnostischen Leitsymptome wie Entwicklungsbeginn vor dem 30. Monat und Kontaktstörungen.
3 Epidemiologie: Betrachtung statistischer Häufigkeiten, Geschlechterverteilung, Erblichkeit und soziokultureller Einflüsse.
4 Symptome: Detaillierte Beschreibung der Kommunikationsprobleme und sprachlicher Besonderheiten wie Echolalie.
5 Früherkennung: Diskussion diagnostischer Möglichkeiten und der unterschiedlichen Krankheitsverläufe.
6 Ursachen: Analyse der hirnphysiologischen Grundlagen und der kognitiven Wahrnehmungsstörungen.
7 Verlauf des Autismus: Darstellung der langfristigen Entwicklungsperspektiven und Herausforderungen in der sozialen Interaktion.
8 Bildung und Erziehung: Erörterung pädagogischer Förderziele und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
9 Therapieformen: Übersicht über verschiedene therapeutische Interventionsansätze von der Verhaltenstherapie bis zur physikalischen Therapie.
10 Anhang: Tabellarische Übersicht theoretischer Ansätze und der Behandlung konkreter Verhaltensprobleme.
Schlüsselwörter
Frühkindlicher Autismus, Kanner-Syndrom, Wahrnehmungsverarbeitung, Kommunikationsstörung, Echolalie, Kognition, Hirnfunktionsstörung, Verhaltenstherapie, Früherkennung, Sozialisation, Pädagogische Förderung, Autismus-Spektrum, Verhaltensauffälligkeiten, Symptomatik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Merkmalen, den Ursachen sowie den therapeutischen und pädagogischen Möglichkeiten beim frühkindlichen Autismus.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die medizinische Einordnung, die Symptomanalyse, die Diagnostik und die verschiedenen Ansätze zur Förderung und Therapie autistischer Kinder.
Was ist das primäre Ziel der Belegarbeit?
Das Ziel ist ein wissenschaftlicher Überblick über das Störungsbild, um Fachwissen über die Auswirkungen der Störung und die Unterstützungsmöglichkeiten in Erziehung und Therapie zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und klinische Befunde zusammenführt und strukturiert darstellt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Symptomatik, Ursachenforschung, Verlaufsprognosen sowie pädagogische und therapeutische Interventionsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören frühkindlicher Autismus, Kanner-Syndrom, Wahrnehmungsstörung, Verhaltenstherapie und pädagogische Förderung.
Wie unterscheiden sich die beiden im Text beschriebenen Abläufe der Krankheit?
Der erste Ablauf zeichnet sich durch frühe Abweichungen bereits kurz nach der Geburt aus, während der zweite Ablauf eine unauffällige Entwicklung bis zum zweiten Lebensjahr beschreibt, bevor erste Symptome sichtbar werden.
Welche Rolle spielt die kognitive Störung laut der Autorin?
Die kognitive Störung wird als zentraler Ursachenfaktor identifiziert, bei dem Filtermechanismen im Gehirn gestört sind, was zu einer Überforderung bei der Verarbeitung von Umweltreizen führt.
- Quote paper
- Kristin Retzlaff (Author), 2001, Frühkindlicher Autismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1348