Inwieweit wird die Berufsfreiheit eingeschränkt und weshalb ist das so?
In dieser Hausarbeit – im Rahmen des Hauptseminars verfassungsrechtliche und verfassungspolitische Probleme der Bundesrepublik Deutschland – geht es um Artikel 12 des deutschen Grundgesetzes. Gegenstand dieser Hausarbeit ist die Berufsfreiheit, die auch die Wehrpflicht miteinschließt.
Die Hausarbeit gliedert sich in neun Unterkapitel. Zunächst handelt es sich im ersten Unterkapitel um den Begriff der Grundrechte. Anschließend wird die Einteilung der Grundrechte beschrieben. Im dritten Kapitel geht es um die historischen Grundlagen des deutschen Bildungssystems. Erläutert werden sollen vor allem die historischen Ursachen dafür, warum kein einheitliches Bildungssystem vorliegt. Dabei wird vor allem auf die deutsche Nachkriegsgeschichte eingegangen. Kapitel vier umfasst die Berufsfreiheit als Menschen- und Bürgerrecht. Im darauffolgenden Kapitel wird der Begriff Beruf definiert. Kapitel 6 umfasst die Berufswahl und Ausübung. Dieses Kapitel fällt sehr kurz aus, da es nicht von großer Relevanz für die Beantwortung der Forschungsfrage ist. Im siebenten Kapitel dieser Hausarbeit wird Schutz vor Arbeitszwang und Zwangsarbeit dargelegt. Das 8. Kapitel beinhaltet die Kulturhoheit der Länder. Im 9. Kapitel geht es um die Ausgaben für Bildungseinrichtungen und im zehnten und letzten Kapitel um das deutsche Schulrecht.
Die Methoden, die für die Hausarbeit angewendet wurden umfassen Analysen und Interpretationen von Texten und Monografien und Internetquellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2 Artikel 12 GG
2.1 Der Begriff Grundrechte
2.2 Einteilung der Grundrechte
2.3 Die Besatzungspolitik der Alliierten
2.4 Die Berufsfreiheit als Menschen und Bürgerecht
2.5 Definition des Berufes
2.6 Berufswahl und Ausübung
2.7 Schutz vor Arbeitszwang und Zwangsarbeit
2.8 Die Kulturhoheit der Länder
2.9 Die Ausgaben der Bildungseinrichtungen
2.10 Das Schulrecht in Berlin
2.11 Wehrplicht und Wehrdienst
3 Schlussfolgerungen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die verfassungsrechtliche Bedeutung von Artikel 12 des Grundgesetzes mit einem besonderen Fokus auf die Berufsfreiheit und deren historische sowie praktische Einschränkungen im Kontext der Wehrpflicht und des Bildungswesens.
- Analyse des Grundrechtsbegriffs und dessen verfassungsrechtlicher Einordnung.
- Untersuchung historischer Einflüsse der alliierten Besatzungspolitik auf die Rechtslage.
- Definition der Berufsfreiheit als Menschen- und Bürgerrecht sowie deren Schutzbereiche.
- Betrachtung der praktischen Auswirkungen der Berufsfreiheit im Bildungssystem und Wehrdienst.
Auszug aus dem Buch
2.1. Der Begriff der Grundrechte
Der Begriff der Grundrechte ist streng mit dem Grundgesetz verknüpft. Weiterhin wird dabei stets an eine bestimmte Rechtsfolge gedacht, die an die Grundrechte anknüpft. Somit stellt der Grundrechtsbegriff eine Tatbestandvoraussetzung für die Rechtsfolge dar. Diese Rechtsfolge greift ein, wenn es sich um Grundrechte in einem bestimmten Sinne handelt.1
Bei dem Grundrechtsbegriff handelt es sich um ein subjektiv verstandenes Abwehrrecht. Außerdem bildet ein Grundrecht einen positiven Leistungsanspruch und eine institutionelle Garantie für eine objektive Norm. Grundrechte stellten somit objektive Verfassungsnormen dar, die das Verhältnis der Individuen zum Staat regeln.2
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, inwieweit die Berufsfreiheit nach Artikel 12 GG eingeschränkt ist und welche historischen Gründe hierfür vorliegen.
2 Artikel 12 GG: Dieses Kapitel erläutert die dogmatischen Grundlagen des Grundrechts, die historische Besatzungspolitik und die Anwendungsbereiche der Berufsfreiheit, einschließlich spezifischer Themen wie Zwangsarbeit und Bildung.
2.1 Der Begriff Grundrechte: Dieser Abschnitt definiert Grundrechte als subjektive Abwehrrechte gegen den Staat und beleuchtet deren Rolle als objektive Verfassungsnormen.
2.2 Einteilung der Grundrechte: Hier werden Unterscheidungskriterien wie Menschen- und Bürgerrechte sowie Freiheits- und Gleichheitsrechte dargestellt.
2.3 Die Besatzungspolitik der Alliierten: Es werden die politischen Ziele der Alliierten nach 1945 und deren Auswirkungen auf die deutsche Nachkriegsordnung und Verfassungsentwicklung analysiert.
2.4 Die Berufsfreiheit als Menschen und Bürgerecht: Dieses Kapitel verortet das Recht auf Berufsfreiheit in der Tradition der Menschenrechtserklärungen und diskutiert die Beschränkung auf Staatsangehörige.
2.5 Definition des Berufes: Der Begriff Beruf wird als jede auf Erwerb gerichtete Tätigkeit, die der Lebensgrundlage dient, exakt definiert.
2.6 Berufswahl und Ausübung: Zentrale Aspekte der Berufsfreiheit, wie die Freiheit der Wahl und die Gestaltung der beruflichen Tätigkeit, werden hier behandelt.
2.7 Schutz vor Arbeitszwang und Zwangsarbeit: Dieser Abschnitt widmet sich den Schranken des Art. 12 Abs. 2 GG und dem Verbot staatlicher Arbeitszwänge.
2.8 Die Kulturhoheit der Länder: Die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich wird als wesentliches Element des deutschen Bundesstaates identifiziert.
2.9 Die Ausgaben der Bildungseinrichtungen: Hier erfolgt eine Betrachtung der Finanzierungsverantwortung für das öffentliche Schulwesen.
2.10 Das Schulrecht in Berlin: Anhand des Beispiels Berlin wird die pädagogische Organisation, Evaluation und Qualitätssicherung des Schulwesens thematisiert.
2.11 Wehrplicht und Wehrdienst: Der Verlauf der Wehrpflicht als Sicherheitsgarant bis zu ihrer Aussetzung im Jahr 2011 wird dargelegt.
3 Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst, wobei insbesondere die historischen Disparitäten zwischen Ost und West als Ursache für heutige Ungleichheiten hervorgehoben werden.
Schlüsselwörter
Artikel 12 GG, Berufsfreiheit, Grundrechte, Besatzungspolitik, Alliierten, Wehrpflicht, Zwangsarbeit, Kulturhoheit, Bildungssystem, Schulrecht, Grundgesetz, Rechtsgeschichte, Deutschland, Ausbildung, Menschenrechte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den verfassungsrechtlichen und verfassungspolitischen Problematiken in der Bundesrepublik Deutschland rund um den Artikel 12 des Grundgesetzes.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Berufsfreiheit, den historischen Einflüssen der alliierten Besatzungspolitik, dem Ausschluss von Arbeitszwang sowie der Organisation des Bildungswesens und der Wehrpflicht.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es, zu klären, inwieweit das Recht auf Berufsfreiheit in der praktischen Anwendung eingeschränkt ist und welche historischen beziehungsweise juristischen Gründe hierfür verantwortlich sind.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Untersuchung basiert auf einer fundierten Analyse und Interpretation von juristischen Fachtexten, Monografien sowie einschlägigen Internetquellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erstreckt sich von einer theoretischen Definition der Grundrechte und des Berufsbegriffs über die historische Nachkriegsgeschichte bis hin zu spezifischen Aspekten wie dem Zwangsarbeitsverbot und der länderbezogenen Kulturhoheit im Bildungswesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Artikel 12 GG, Berufsfreiheit, Grundrechte, Besatzungspolitik, Bildungssystem und Wehrpflicht.
Wie definiert die Autorin den Begriff des Berufes im Kontext der Berufsfreiheit?
Ein Beruf wird als jede Tätigkeit eingestuft, die dauerhaft der Schaffung und Erhaltung einer Lebensgrundlage dient und über einen einmaligen Erwerbsakt hinausgeht.
Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit hinsichtlich des deutschen Bildungssystems?
Die Autorin stellt fest, dass durch die fehlende Einheitlichkeit des Bildungssystems, die historisch in der Besatzungspolitik begründet ist, eine soziale Auslese entsteht, die sich auch auf die Wertigkeit der Bachelorabschlüsse auswirkt.
- Arbeit zitieren
- Daniela Köhler (Autor:in), 2013, Artikel 12GG. Verfassungsrechtliche Probleme in Bezug auf die Berufsfreiheit und Wehrpflicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1348029