Die Briten:innen sind aktuell aufgrund des vollzogenen Brexitabkommens in aller Munde und das Internet füllt sich mit unterhaltsamen Karikaturen und Cartoons, in jenen jegliche Stereotype den Briten:innen gegenüber im Fokus stehen. Und auch in Goscinnys Asterix bei den Briten finden sich aneinanderreihende Stereotype, die in der vorliegenden Arbeit herausgearbeitet werden.
Das Comic Asterix bei den Briten handelt von Asterix‘ britischem Vetter Teefax, jener ein Fass des berühmten Zaubertrankes aus dem gallischen Dorf nach Britannien transportiert, um das letzte widerstandsleistende Dorf bei der Opposition gegen die Angriffe der Römer zu unterstützen. Asterix und sein Freund Obelix begleiten Teefax bei diesem Abenteuer. In Britannien angekommen, wird ihnen der Zaubertrank entwendet und es folgt eine Reise durch das fremde Land, um das Fass wiederzuerlangen. Mithilfe der einhergehenden Begegnungen mit einer für Asterix und Obelix fremden Kultur, einer daraus resultierenden Komik und mannigfachen Verwendung sprachlicher Stereotype, wird den Rezipierenden ein Einblick in die Konfrontation zwei sich fremder Kulturen verschafft. Sprachliche Stereotype bilden in der Linguistik einen relevanten Forschungsgegenstand, welcher sich unter der Betrachtung des eben erwähnten Comics für eine Ausarbeitung in diesem Rahmen als adäquat und gegenwartsrelevant erweist, da Stereotype den Briten:innen gegenüber aktuell populär sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Forschungsstand
1.3 Vorgehensweise
2. Merkmale
2.1 Merkmale der Gattung des Comics
2.2 Merkmale sprachlicher Stereotype
3. Linguistische Stereotype der Briten:innen gegenüber in Goscinnys Asterix bei den Briten
3.1 Syntaktische Auffälligkeiten in den Sprech- und Gedankenblasen der Briten:innen
3.2 Semantiktheoretische Stereotype in Asterix bei den Briten mit Bezugnahme auf die verwendeten Personennamen
3.3 Sozialpsychologische Stereotype in Asterix bei den Briten
4. Schlussbetrachtungen
5. Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung sprachlicher Stereotype gegenüber den Briten:innen in René Goscinnys Comic „Asterix bei den Briten“, wobei eine Differenzierung zwischen semantiktheoretischen und sozialpsychologischen Stereotypen vorgenommen wird.
- Analyse syntaktischer Auffälligkeiten in Sprech- und Gedankenblasen.
- Untersuchung semantischer Konnotationen bei Personennamen.
- Darstellung sozialpsychologischer Stereotypenbildung durch Interaktion.
- Einordnung der Comic-Komik in den kulturellen Kontext.
- Kontrastierung von Sprachstrukturen zwischen Galliern und Briten.
Auszug aus dem Buch
1.1 Fragestellung
Um sich über die etablierten Stereotype der Briten:innen gegenüber zu informieren, gilt: „google for "British stereotypes" or simply read "Asterix in Britain" [...]“ (Laalaa 2009: https://dict.leo.org/forum/viewGeneraldiscussion.php?idForum=18&idThread=648003&lp=ende&lang=de). Die Briten:innen sind aktuell aufgrund des vollzogenen Brexitabkommens in aller Munde und das Internet füllt sich mit unterhaltsamen Karikaturen und Cartoons, in jenen jegliche Stereotype der Briten:innen im Fokus stehen. Und auch in Goscinnys Asterix bei den Briten finden sich aneinanderreihende Stereotype, die in der vorliegenden Arbeit herausgearbeitet werden.
Das Comic Asterix bei den Briten handelt von Asterix’ britischem Vetter Teefax, jener ein Fass des berühmten Zaubertrankes aus dem gallischen Dorf nach Britannien transportiert, um das letzte widerstandsleistende Dorf bei der Opposition gegen die Angriffe der Römer zu unterstützen. Asterix und sein Freund Obelix begleiten Teefax bei diesem Abenteuer. In Britannien angekommen, wird ihnen der Zaubertrank entwendet und es folgt eine Reise durch das fremde Land, um das Fass wiederzuerlangen. Mithilfe der eingehenden Begegnungen mit einer für Asterix und Obelix fremden Kultur, einer daraus resultierenden Komik und mannigfachen Verwendung sprachlicher Stereotype, wird den Rezipierenden ein Einblick in die Konfrontation zwei sich fremder Kulturen verschafft. Sprachliche Stereotype bilden in der Linguistik einen relevanten Forschungsgegenstand, welcher sich unter Betrachtung des eben erwähnten Comics für eine Ausarbeitung in diesem Rahmen als adäquat und gegenwartsrelevant erweist, da Stereotype der Briten:innen gegenüber aktuell populär sind. Demnach wird in der vorliegenden Arbeit die Forschungsfrage, inwiefern sprachliche Stereotype der Briten:innen gegenüber in Goscinnys Comic Asterix bei den Briten, anhand der Differenzierung zwischen dem semantiktheoretischen und sozialpsychologischen Stereotypenbegriff, beantwortet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert das Forschungsinteresse an den Stereotypen in Asterix bei den Briten und erläutert die wissenschaftliche Vorgehensweise.
2. Merkmale: Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Gattung Comic und zu sprachlichen Stereotypen gelegt, um eine Basis für die Analyse zu schaffen.
3. Linguistische Stereotype der Briten:innen gegenüber in Goscinnys Asterix bei den Briten: Der Hauptteil analysiert spezifisch die sprachlichen Besonderheiten, Personennamen und sozialpsychologischen Stereotype im Comic.
4. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit der differenzierten Stereotypenbegriffe auf das untersuchte Comic.
5. Bibliographie: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Primär- und Sekundärquellen auf.
Schlüsselwörter
Asterix bei den Briten, René Goscinny, sprachliche Stereotype, Linguistik, Comicforschung, semantiktheoretische Stereotype, sozialpsychologische Stereotype, Britannien, Humor, Interkulturalität, Fremdwahrnehmung, Sprachauffälligkeiten, In-Group, Out-Group, Konfrontation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie im Comic „Asterix bei den Briten“ sprachliche Mittel genutzt werden, um Stereotype über die britische Bevölkerung zu erzeugen und zu transportieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Kategorisierung von Stereotypen in der Linguistik (semantiktheoretisch vs. sozialpsychologisch) sowie deren Umsetzung durch sprachliche Gestaltung im Comic.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Es soll beantwortet werden, wie genau diese unterschiedlichen Typen sprachlicher Stereotype in Goscinnys Werk verwendet werden, um ein Bild der „fremden“ britischen Kultur für den Rezipienten zu formen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Autorin nutzt eine empirische Analyse von syntaktischen Auffälligkeiten in Sprechblasen sowie eine Untersuchung der semantischen Bedeutung von Personennamen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Syntax (Grammatikfehler der Briten), die Namensebene (Teefax, etc.) und eine sozialpsychologische Einordnung des Verhaltens der Figuren im Sinne von In-Group- und Out-Group-Mechanismen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind Asterix bei den Briten, Stereotypisierung, Comic, Linguistik, Semantik, Sozialpsychologie, Interkulturalität und Humor.
Warum spielt die sogenannte „chav-culture“ eine Rolle bei der syntaktischen Analyse?
Sie dient als Bezugspunkt für die im Comic dargestellten phonetischen und grammatikalischen Abweichungen, die eine Identifikation der Briten als „anders“ unterstützen.
Wie werden die Personennamen im Comic für die Stereotypisierung verwendet?
Die Namen sind oft semantisch codiert (wie „Teefax“), um das britische Klischee des exzessiven Teekonsums und der britischen Identität fest im Namen zu verankern.
- Quote paper
- Victoria Joschko (Author), 2021, Sprachliche Stereotype gegenüber der Briten:innen am Beispiel von René Goscinnys "Asterix bei den Briten", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1348067