Zu Gottfried Kellers 'Kleider machen Leute'

Das Widerspiel von Sein und Schein als Parameter der Gesellschaftskritik


Seminararbeit, 1999
34 Seiten, Note: 1,00

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

I. EINLEITUNG

II. FAKTOREN, DIE ZUR ENTSTEHUNG DES BILDES VOM FALSCHEN
GRAFEN BEITRAGEN
1. Die Tradition in der Literatur
2. Der Einfluss der Kindheit
3. Die „selbsttätigen Fehler“ des Wenzel Strapinski
4. Die Gesellschaft
5. Die „Fügungen“

III. DIE DIVERGENZ ZWISCHEN DEM FORDERN UND PRAKTIZIEREN
VON INNEREN WERTEN
1. Die menschlichen Werte Wenzels und Nettchens
2. Die „Verseldwylerung“ der Protagonisten
3. Melcher Böhni
4. Der Höhepunkt der Bosheit in der Entlarvung
5. Die Kritik an den Bürgern

IV. DIE BEDEUTUNG DER ZEICHEN
1. Häuser- und Schlittenbezeichnungen
2. Die Entlarvung
3. Die semiotischen Funktionen des Mantels
4. Die Differenz zwischen Signifikanten und Signifikaten

V. EINE MÖGLICHE INTENTION KELLERS - DIE KRITIK AN DER
TRIVIALLITERATUR UND AN DEREN REZIPIENT I NNEN

VI. ZUSAMMENFASSUNG

VII. LITERATURVERZEICHNIS
1. Primärliteratur
2. Sekundärliteratur

I. EINLEITUNG

Anhand der von Keller aufgezeigten häufig auftretenden Differenz zwischen dem Äußeren und dem Wesen (entsprechend der Semantik als Lehre von den Beziehungen zwischen Zeichenkörpern und deren Bedeutung[1] ) wird in der Novelle „Kleider machen Leute“[2] eine Gesellschaft kritisiert, die eben diesen Unterschied missachtet. Die Divergenz zwischen Schein und Sein zeigt sich vordergründig am Individuum Wenzel Strapinski. Dieser ist jedoch nicht allein schuld an seinem „Image“ (d.i. „eine [idealisierte] Vorstellung von jemandem“[3] ). Komplexe inner- und außertextuelle Faktoren lassen ein falsches Bild entstehen, wie in Kapitel II dargestellt wird.[4] In Kapitel III soll anschließend ein - von Liebe geprägtes - Ideal verdeutlicht werden, das im Gegensatz steht sowohl zum späteren Verhalten der Hauptfiguren als auch zu der durch Keller entlarvten Doppelmoral[5] der Goldacher und Seldwyler Gesellschaft. Als Instrument für das Aufzeigen des institutionalisierten, täuschenden Scheins, der den Bürgern hilft, die ent täuschende Realität nicht bewusst erleben zu müssen (sowohl in Bezug auf sich selbst als auch bezüglich des vermeintlichen Grafen), verwendet der Erzähler durchgehend Zeichen (sh. Kapitel IV). In Kapitel V wird versucht, den Beweis dafür zu erbringen, dass Kellers Kritik sich über jene an der innertextuellen Gesellschaft hinaus auf eine an (LeserInnen) der zeitgenössischen Trivialliteratur erstreckt. Wie in Kapitel VI. ausgeführt ist, behält die „Moral von der Geschicht’“, die bewusste Differenzierung zwischen äußerem Anschein und inneren Werten, sogar und vor allem in unseren Tagen ihre Gültigkeit.

II. Faktoren, die zur Entstehung des Bildes vom falschen Grafen beitragen

1. Die Tradition in der Literatur:

Spätestens seit der Romantik beschäftigt das Motiv des aus seinen sozialen Schranken ausbrechenden und gesellschaftlich aufsteigenden Schneiders die Literatur. Dabei wird davon ausgegangen, dass dieser beim Anfertigen repräsentativer Kleidung für Auftraggeber aus höheren gesellschaftlichen Schichten reichlich Gelegenheit hat, zumindest mit den Kleidervorschriften und Umgangsnormen der „besseren“ Gesellschaft in Berührung zu treten. In der Folge entwickelt der Schneider häufig Aufstiegsambitionen, die er sehr oft mit hochstaplerischen und eben „auf schneiderischen“ Mitteln zu realisieren versucht. Zu erwähnen sind hier beispielsweise „Das tapfere Schneiderlein“ der Brüder Grimm, Wilhelm Hauffs „Märchen vom falschen Prinzen“, Ludwig Tiecks „Merkwürdige Lebensgeschichte Seiner Majestät Abraham Tonelli“, Franz von Gaudys „Tagebuch eines wandernden Schneidergesellen“ u.v.a. Zudem gab das Auftreten von Hochstaplern, die im 19. Jahrhundert mehrfach Schweizer Bürger durch vornehmes Auftreten hinters Licht führten, Anlass für rivalisierende Gemeinden, hämische Fastnachtsspiele aufzuführen. Die Forschung geht davon aus, dass sowohl die Märchen als auch die wahren Begebenheiten Keller bekannt waren; doch scheint er nicht direkt auf eine spezielle literarische Vorlage zurückzugreifen.[6]

2. Der Einfluss der Kindheit:

Wie Wiesmann und Sautermeister ausführen, ist Keller der Überzeugung, dass der künftige Lebensweg schon in der Kindheit angelegt wird und jene die jeweiligen Charaktereigenschaften prädestiniert. Keller erwähnt auch selbst im „Grünen Heinrich“ die prägende, fortwirkende Kraft von Kindheits- und Jugenderfahrungen, die individuelle Ausformungen gesellschaftlicher Sachverhalte darstellen. Unter diesem Aspekt betrachtet erscheint es einleuchtend, dass in der „Beichte“ Wenzels der Zwiespalt zwischen Entsagung und dem Hang zur glänzenden Erscheinung psychologisch und biographisch exakt motiviert und aus den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erklärt wird. Mit dem Bekenntnis Wenzels „Ich bin nicht ganz [Hervorhebung d. Autorin] so, wie ich scheine“[7] stellt er an seiner Person nur einen beschränkten Ausschnitt in Frage, nicht seine Person als Ganzes. Denn er definiert sich selbst durch einen Entwicklungsprozess.[8] Sein Bedürfnis, etwas Zierliches und Außergewöhnliches darzustellen, bezeichnet der Erzähler zwar als „angeboren“ (S. 412), zugleich aber erläutert Wenzel, wie es ihm anerzogen wurde.[9] Nach dem frühen Tod seines Vaters, eines armen Lehrers, erfuhr er die Erziehung durch die Mutter, welche den Zug zum Höheren kultivierte, dann aber doch den sozialen Aufstieg des Sohnes abbremste. Die wirtschaftliche und klassenspezifische Situation erlaubte es seiner Mutter nicht, ihren Wunsch nach Glück und Würde anders auszuleben als durch den Aufputz, den sie sich bei den adeligen Dienstherren abschaute. Damit bescheinigte sie sich die Teilnahme am Leben einer „besseren“ Gesellschaftsschicht. Wie sehr sich der Anspruch auf diese Anpassung in sein Gegenteil verkehren musste, zeigt der Erzähler, wenn er den Sohn die „etwas bessere Haltung und Kleidung“ als „das Liebste, was sie hatte“ (S. 427) bezeichnen läßt.[10] Dadurch, dass die Mutter den Schein (die Kleidung) dem Wesen (dem Sohn) bevorzugt und diese Haltung an Wenzel weitergibt, ist es zunächst auch nicht in erster Linie die Person Nettchens, sondern deren glitzernde Fassade, die ihn in den Bann zieht: „Es war in der Tat keine Kleinigkeit, eine Hand neben sich glänzen zu sehen, die von drei oder vier Armbändern klirrte, und [...] einen abenteuerlich reizend frisierten Kopf, ein holdes Erröten, einen vollen Augenaufschlag zu sehen“ (S. 407). Das Kind, das sich von der Mutter offensichtlich weniger geliebt fühlte als Kleidung und Haltung, musste sich ihre Liebe mit Entsagung erkaufen. So ist, was am erwachsenen Schneider als Charakterzug erscheint - Rücksichtnahme, Mangel an Durchsetzungsvermögen und an Mut zum Widerspruch -, zumindest teilweise durch die Umstände seiner Kindheit bedingt.[11]

Neben Vorbild und Entwicklung veranlassten ihn auch die ständige Konfrontation mit den Gutsbesitzern, seine ebenmäßige Gestalt und sein Beruf dazu, viel Gewicht auf schöne Kleidung und äußere Vornehmheit zu legen. Zugleich lenkten diese Faktoren sein Bedürfnis nach Glück auf eine „höhere“, aristokratische Ebene. Denn jene adeligen Stände, für die er arbeitete, schienen ihm das „würdige[...] Dasein“ (S. 426) vorzuführen, nach dem er trachtete. Möglicherweise verbirgt sich also hinter seiner luxuriösen Kleidung schon seit der Kindheit (wenn auch unbewusst) der Wunsch, selbst in diese „bessere“ Gesellschaft aufzusteigen. Andererseits könnte sie durch die Assoziation mit seiner Mutter und deren Identität begründet sein.[12]

3. Die „selbsttätigen Fehler“ des Wenzel Strapinski:

Aufgrund oben erwähnter Faktoren drückt der Schneider seine Identität hauptsächlich durch seine Kleider aus; er definiert sich über sein gewähltes Äußeres, vor allem über seinen großen, grauen Radmantel. Dennoch wird der Zusammenhang zwischen Sein und Schein erkennbar: Strapinski ist der „Märtyrer seines Mantels“ und leidet „Hunger [...] so schwarz wie des letztern Sammetfutter“ (S. 396). An diesem Satz offenbart sich die zentrale Spannung zwischen innerer Verfassung und äußerem Habitus.[13] Denn seine Kleidung und die äußere Vornehmheit versetzen ihn in schreienden Widerspruch zu seiner eigentlichen Lage, ja sogar in größte Bedrängnis. Indem ihm sein Radmantel ein reiches Aussehen verleiht, macht er das in seiner Situation überlebensnotwendige Betteln unglaubwürdig; Wenzel unterlässt es daher ganz. Das Bedürfnis nach einer schönen Erscheinung überlagert das elementarste menschliche Bedürfnis - die Stillung des Hungers.[14]

Zusätzlich herrscht ein Widerspruch zwischen Wenzels Auftreten und Aussehen einerseits und seinem sozialem Rang andererseits. Denn die handwerklichen Erzeugnisse, die Wenzel trägt - Radmantel und Pelzmütze -, sind Attribute der Angehörigen einer „besseren Gesellschaft“. Sie setzen die entbehrungsreiche Arbeit des Schneiders voraus. Seine Armut zeugt von dieser Arbeit, sein aristokratischer Aufputz dagegen drückt symbolisch Reichtum und Macht aus. Die langen schwarzen Haare und der melancholische Gesichtsausdruck tun ein Übriges, ihm das Aussehen eines schwermütigen Adeligen zu verleihen; sein natürlicher Anstand und das zurückhaltende Benehmen scheinen diesen Eindruck zu beweisen. Doch trotz des Bedürfnisses, wenigstens einmal im Leben etwas darzustellen, gibt er nicht vor, etwas zu sein, was er nicht ist. Er verbindet damit keinerlei bedenkliche Absichten, sondern genießt den Schein um seiner selbst willen.[15]

So kam Friedrichsmeyer zu dem Schluss, dass Strapinski zwar nicht der Hochstapelei bezichtigt werden kann, doch seine wahre Identität offenbaren und eine Gelegenheit zur Abreise hätte nutzen müssen. Dabei darf jedoch nicht übersehen werden, dass sich ihm Hindernisse in den Weg stellen. Bei der Ankunft beim Gasthof ist der Weg blockiert, der Wirt serviert „ohne eine Antwort abzuwarten“ (S. 397), und der „Duft der kräftigen Suppe“ beraubt den hungernden Schneider „vollends seines Willens“ (S. 400). Wie Jackson nebenbei bemerkt, trifft er - im Bewusstsein von Schande und Verfolgung - mit der Nahrungsaufnahme die Vorsorge, die gerade Moralaposteln einschärfen.[16] Vergeblich sträubt er sich gegen das aufgedrängte Scheinwesen. Nichts liegt ihm ferner, als andere mit Hilfe des Scheins, den er erweckt, täuschen zu wollen. Aber ihm fehlen Mut, Konsequenz und Energie zum Widerspruch sowie die Kraft, sich von der unfreiwilligen, aber trotz aller Gewissensbisse doch recht angenehmen Rolle zu befreien. Und in der Furcht vor dem Hohn, der einem Geständnis folgen muss, liegt laut Nommensen die einzige Mitschuld des Schneiders an dem ganzen Verhängnis. Doch mit seinen zwei „selbsttätigen Fehler[n]“ (S. 400), dem Verweilen auf der Toilette und der gehorsamen Zustimmung bei der Wahl des Weines vollbringt Strapinski seine ersten aktiven Vergehen, die ebenso drastisch wie ironisch dargestellt werden, indem er „hiermit den abschüssigen Weg des Bösen“ betritt (S. 399). Jackson stellt die These auf, dass Keller an dieser Stelle auch die AutorInnen von moralischen Erzählungen parodiert und kritisiert, indem er durch die Diskrepanz zwischen der Handlung und deren moralischer Verurteilung die Groteske aufzeigt. Zudem wird ausdrücklich betont, dass es sich dabei um die erste Schuld in Wenzels Leben überhaupt handelt: „[E]r hatte sich bis zu seinem glorreichen Einzug in die verwünschte Stadt nie ein Vergehen zuschulden kommen lassen; soweit seine Gedanken in die Kindheit zurückreichten, war ihm nicht erinnerlich, daß er je wegen einer Lüge oder einer Täuschung gestraft oder gescholten worden wäre“ (S. 421).[17]

Als Wenzel nach dem Hazardspiel zum zweiten Mal das Weite suchen und aus der Ferne seine Schulden bezahlen will, tritt ihm Nettchen entgegen, und im Gespräch mit ihr beginnt seine Wandlung: „[W]ährend er bisher nichts getan hatte, um im geringsten in die Rolle einzugehen, die man ihm aufbürdete, begann er nun unwillkürlich etwas gesuchter zu sprechen und mischte allerhand polnische Brocken in die Rede, kurz, das Schneiderblütchen fing in der Nähe des Frauenzimmers an, seine Sprünge zu machen und seinen Reiter davonzutragen“ (S. 407). Nun erst nimmt er eine ganz spezifische Rolle an, nämlich die des Grafen aus Polen. Am Abend beginnt Wenzel bereits, diese Rolle zu untermauern. Denn als der Wirt vorschlägt, sein in der Kutsche vergessenes Bündel wiederzubeschaffen, wehrt er ab, da man seine Spur verlieren müsse. Beim Spaziergang am nächsten Morgen ist Wenzel versucht, seine Utopie Wirklichkeit werden zu lassen, indem er annimmt, dass im Gasthaus „zur Waage“ (S. 397), seiner Herberge, „das ungleiche Schicksal abgewogen und ausgeglichen und zuweilen ein reisender Schneider zum Grafen gemacht würde“ (S. 411). Am Stadttor denkt er jedoch wieder an Flucht. Wie Herkules am Scheideweg schwankt er zwischen Genuss um den Preis von Schuldgefühlen und Entsagung, die mit einem guten Gewissen gekoppelt ist. Doch das plötzliche Erscheinen von Nettchen trifft ihn wie ein Blitz - unwillkürlich folgt er der aufkeimenden Liebe und spielt ab nun die ihm verliehene Rolle im vollen Bewusstsein seiner Wirkung: „Er lernte in Stunden, in Augenblicken, was andere nicht in Jahren, da es in ihm gesteckt hatte, wie das Farbenwesen in Regentropfen“ (S. 412).[18] Die verlockende Möglichkeit, Nettchen zu gewinnen, bringt ihn vollends um die Kraft, seinem Drang nach Unbescholtenheit zu gehorchen, obwohl er seine Schulden begleicht und die Sorge, als Betrüger entlarvt zu werden, ihn nie ganz verlässt. Die Liebe, die Sehnsucht nach Glück und sein Glaube an eine ausgleichende irdische Gerechtigkeit beflügeln ihn also, nun Erwartungen zu erfüllen, die die anderen in ihn hineinprojizieren. Dabei verbindet das Spielen seiner Rolle Strapinski immer enger mit ihr. Das heißt, der Schneider wächst in den polnischen Grafen hinein, den er gemeinsam mit seiner Umwelt erzeugt. In der Folge durchschaut er nicht nur die Bedürfnisse der Kleinstädter, sondern beginnt sogar, mit ihnen in schneller Anpassungsfähigkeit zu spielen, indem er an dem betörenden Schein weiterschneidert: „Er beachtete wohl die Sitten seiner Gastfreunde und bildete sie während des Beobachtens zu einem Neuen und Fremdartigen um“ (S. 412). In seiner Person angelegte Fähigkeiten korrespondieren dabei mit den abgelauschten gesellschaftlichen Verhaltensweisen.[19]

Auch auf dem Ball, zu dem er eingeladen wird, spielt Wenzel die Rolle, die man von ihm erwartet. Hier schlägt seine Furcht um in einen Glauben an ein gütiges Schicksal, als Nettchen ihre Liebe zu ihm, dem vermeintlichen Grafen, bekennt. Daraufhin unterlässt er zum vierten und letzten Mal die geplante Flucht. So sind alle Bemühungen, sich bei passender Gelegenheit mit Anstand aus der Affäre zu ziehen, an der inkonsequenten Haltung Strapinskis gescheitert. Jeziorkowski nennt dies eine „moralische Gebrochenheit“, die den „nur schattiert und modifiziert sich einstellende[n] Erfolg“ Strapinskis durchdringt.[20] Indem Keller diesen Konflikt in einem ständigen Auf und Ab gestaltet, verdeutlicht er den inneren Kampf seines Protagonisten, der dauernd zwischen Schein und Sein hin- und hergerissen wird und, obwohl er sich zusehends dem Glanz seines neuen Ansehens überlässt, die guten Vorsätze, die mehr aufgedrungene als selbstgewollte Grafenrolle aufzugeben, sowie das Unrechtsbewusstsein nie ganz verschwinden. In der Zwiesprache mit Nettchen bekennt er schließlich auch seine Fehler: „Ich bin nicht ganz so, wie ich scheine“ (S. 426). Gerade wegen dieses Schuldbekenntnisses ist er - mit Ausnahme des Schlusses - der Sympathieträger des Textes.[21]

[...]


[1] Vgl. Semiotik. - In: Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. 7., verbesserte u. erweiterte Aufl. - Stuttgart: Kröner 1989 (= Kröner TB 231), S. 844f.

[2] Der Titel nimmt eine zum Sprichwort gewordene moralische Verhaltensregel aus der „Institutio oratia“ (VIII, 5) des römischen Rhetorikers Quintilian auf: „vestis virum reddit“. Vgl. Rolf Selbmann: Gottfried Keller. Kleider machen Leute. - Stuttgart: Reclam 1990 (= RUB 8165, Erläuterungen und Dokumente), S. 4.

[3] Image. - In: Duden. Deutsches Universal Wörterbuch A-Z. PC-Bibliothek. Version 2.0. - Mannheim [usw.]: Brockhaus 1997.

[4] Vgl. Bernhard Rank: Novellen des 19. Jahrhunderts. Gottfried Keller. „Kleider machen Leute“. - In: Literatur im Unterricht. Modelle zu erzählerischen und dramatischen Texten in den Sekundarstufen I und II. Hg. v. Gerhard Haas. - Stuttgart: Reclam 1982, S. 63f.

[5] Dieser Terminus bezeichnet den Umstand, dass zweierlei Maßstäbe angelegt werden. Vgl. Moral. - In: Duden (1997).

[6] Vgl. Klaus Jeziorkowski: Gottfried Keller. Kleider machen Leute. Text, Materialien, Kommentar. - München/Wien: Hanser 1984 (= Literatur-Kommentare 22), S. 60f., 82f., 86, 89; Johann Jokl u. Joachim Horn: Kleider machen Leute. - In: Deutsche Erzählungen des 19. Jahrhunderts. Von Kleist bis Hauptmann. Hg. v. Joachim Horn [u.a.]. - München: dtv 1996, S. 600; Benno von Wiese: Die deutsche Novelle von Goethe bis Kafka. Interpretationen. Bd. 1. - Düsseldorf: Bagel 1964, S. 238; Ipke Nommensen: Erläuterungen zu Gottfried Kellers Kleider machen Leute. 5., neu bearb. Aufl. - Hollfeld: Bange 1966 (= Königs Erläuterungen 184), S. 22; Rank (1982), S. 61.

[7] Gottfried Keller: Kleider machen Leute. - In: Deutsche Erzählungen des 19. Jahrhunderts. Von Kleist bis Hauptmann. Hg. v. Joachim Horn [u.a.]. - München: dtv 1996, S. 426. In der Folge werden Zitate aus der Novelle mit der jeweiligen Seitenzahl in Klammern angegeben.

[8] Vgl. Selbmann (1990), S. 27; Gert Sautermeister: Erziehung und Gesellschaft in Gottfried Kellers Novelle „Kleider machen Leute“. - In: Der alte Kanon neu. Zur Revision des literarischen Kanons in Wissenschaft und Unterricht. Hg. v. Walter Raitz u. Erhard Schütz. - Opladen: Westdt. Verlag 1976, S. 177; Louis Wiesmann: Gottfried Keller. Das Werk als Spiegel der Persönlichkeit. - Frauenfeld: Huber 1967, S. 123; Jokl/Horn (1996), S. 602.

[9] Vgl. Hans Bänziger: Strapinskis Mantel. Zu einem Motiv in der Erzählung „Kleider machen Leute“. - In: Schweizer Monatshefte 51 (1971/72), S. 818; Irene Fickel: Die Gestaltung von Widerspruch und Konflikt in Gottfried Kellers Novelle „Kleider machen Leute“. - In: Német filológiai tanulmányok (Arbeiten zur deutschen Philologie) 18 (1989), S. 41.

[10] Vgl. Jokl/Horn (1996), S. 602; Sautermeister (1976), S. 183f; Jeziorkowski (1984), S. 124.

[11] Vgl. Sautermeister (1976), S. 188; Jokl/Horn (1996), S. 602f.

[12] Vgl. Bänziger (1971/72), S. 820; Jackson (1993), S. 55f.; Jokl/Horn (1996), S. 602; Sautermeister (1976), S. 177, 183f.; Jeziorkowski (1984), S. 64; Nommensen (1966), S. 40.

[13] Vgl. Lida Kirchberger: „Kleider machen Leute“ and Dürrenmatts „Panne“. - In: Monatshefte für deutschen Unterricht, deutsche Sprache und Literatur 52 (1960), S. 2; Hans Bänziger: Ambivalenz der Eitelkeit. Gottfried Keller. Kleider machen Leute. - In: Deutsche Novellen. Von der Klassik bis zur Gegenwart. Hg. v. Winfried Freund. - München: Fink 1993 (= UTB 1753), S. 169; Bänziger (1971/72), S. 817; Fickel (1989), S. 41; Wiese (1964), S. 244; Jokl/Horn (1996), S. 600; Jeziorkowski (1984), S. 88.

[14] Vgl. Nommensen (1966), S. 40; Gerhard Kaiser: Poesie und Kapitalismus. Zu Gottfried Kellers Kleider machen Leute. - In: Festschrift for E. W. Herd. Hg. v. August Obermayer. - Dunedin: University of Otago 1980, S. 110; Sautermeister (1976), S. 183.

[15] Vgl. Fickel (1989), S. 41; Sautermeister (1976), S. 185, S. 193f; Kirchberger (1960), S. 3; Wiesmann (1967), S. 113; Nommensen (1966), S. 40f; Wiese (1964), S. 243f.

[16] Vgl. Erhard Friedrichsmeyer: Strapinskis Krise in Kellers Kleider machen Leute. Eine Komplementär-perspektive. - In: The German Quarterly 40 (1967), S. 3; Jackson (1993), S. 57f.

[17] Vgl. Martina Wagner-Egelhaaf: Die Melancholie der Literatur. Diskursgeschichte und Textfiguration. - Stuttgart/Weimar: Metzler 1997, S. 488; Nommensen (1966), S. 41; Fickel (1989), S. 41; Sautermeister (1976), S. 187f.; Wiese (1964), S. 239; Wiesmann (1967), S. 115; Selbmann (1990), S. 10f.; Friedrichsmeyer (1967), S. 3f.

[18] Vgl. Friedrichsmeyer (1967), S. 6-8; Cicero: De officiis. I, 32, 118; Jackson (1993), S. 58f.; Jokl/Horn (1996), S. 602; Sautermeister (1976), S. 186f.; Fickel (1989), S. 42; Wiesmann (1967), S. 118; Wagner-Egelhaaf (1997), S. 489.

[19] Vgl. Wiesmann (1967), S. 125; Fickel (1989), S. 42; Friedrichsmeyer (1967), S. 5; Kaiser (1980), S. 109f.; Sautermeister (1976), S. 182, 196; Wiese (1964), S. 243; Nommensen (1966), S. 41; Selbmann (1990), S. 29.

[20] Jeziorkowski (1984), S. 61; Vgl. Bänziger (1971/72), S. 819f.; Friedrichsmeyer (1967), S. 9; Sautermeister (1976), S. 187, 192; Nommensen (1966), S. 41.

[21] Vgl. Wiese (1964), S. 238; Fickel (1989), S. 42; Jackson (1993), S. 57; Wiesmann (1967), S. 125f.; Wagner-Egelhaaf (1997), S. 494.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Zu Gottfried Kellers 'Kleider machen Leute'
Untertitel
Das Widerspiel von Sein und Schein als Parameter der Gesellschaftskritik
Hochschule
Universität Wien
Note
1,00
Autor
Jahr
1999
Seiten
34
Katalognummer
V134853
ISBN (eBook)
9783640429691
ISBN (Buch)
9783640429608
Dateigröße
593 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gottfried Keller, Klei
Arbeit zitieren
Marion Luger (Autor), 1999, Zu Gottfried Kellers 'Kleider machen Leute', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134853

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