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Lernkompetenzförderung bei Kindern und Jugendlichen

Title: Lernkompetenzförderung bei Kindern und Jugendlichen

Presentation (Elaboration) , 2008 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Katharina Kantreiter (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Im Rahmen der Kognitiven Wende um 1960 entwickelt sich innerhalb der psychologischen Wissenschaft ein Trend von einer behavioristischen zu einer kognitiven Denkweise. Während im Behaviorismus mit dem Modell der ,Black Box’ nur objektiv messbare Verhaltensweisen erfasst werden, berücksichtigt die kognitivistische Sichtweise physiologische Vorgänge im Menschen. Wissenschaftler beschäftigen sich zunehmend mit der Erforschung von Gedächtnisleistungen. Damit wird das Reiz- Reaktionsschema des Behaviorismus durch die Informationsverarbeitungsprozesse ergänzt. Eine wichtige Rolle für die Wende zum Kognitivismus spielt die Entwicklungstheorie Jean Piagets. Er beschreibt Lernvorgänge als Austauschprozess zwischen Individuum und Umwelt. Der Lernende entwickelt abhängig von seinem Alter seine kognitiven Strukturen und Schemata aus. Das Wissen um die damit verbundenen Erkenntnisse legt einen wichtigen Grundstein für die beginnende Bildungsexpansion.
Auf dem Weg zur Wissensgesellschaft benötigt jeder Mensch die Fähigkeit lebenslang zu lernen, also Lernkompetenz. Seit den 70iger Jahre werden verschiedenste Trainings zur Förderung von Lernkompetenzen entwickelt. Nun stellt sich die Frage, welches Training die Lernkompetenz von Kindern und Jugendlichen effektiv fördert. Ziel dieser Ausarbeitung ist es anhand eines Vergleichs zweier ausgewählter Förderprogramme, dem ,,Reciprocal Teaching‘’ nach Brown/Palincsar und dem ,,Programm zur Vermittlung kognitiver Fähigkeiten’’ nach Lauth, die jeweiligen Stärken und Schwächen darzustellen und ihre Sinnhaftigkeit für die praktische Anwendung kurz zu diskutieren.
Die Begriffklärung geht ausschließlich auf den Bereich der Psychologie und Pädagogik ein und schließt andere Definitionsbereiche aus. Die dargestellten Modelle können nur kurz erläutert werden. Diese Ausarbeitung verzichtet auf eine historische Betrachtung in der Entwicklung der Lernkompetenzförderung sowie auf Theorien zur kognitiven Entwicklung des Menschen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

3. Fördermodelle

3.1. ,,Reciprocal Teaching’’ nach Brown und Palincsar

3.2. Das Selbstinstruktionstraining nach Lauth

3.3. Vergleich beider Programme

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten der Lernkompetenzförderung bei Kindern und Jugendlichen. Das primäre Ziel ist ein systematischer Vergleich zweier etablierter Förderprogramme – dem „Reciprocal Teaching“ nach Brown und Palincsar sowie dem Selbstinstruktionstraining nach Lauth –, um deren Stärken, Schwächen und praktische Anwendbarkeit in der pädagogischen Arbeit zu analysieren.

  • Grundlagen der Lernkompetenz und deren Bedeutung in der Wissensgesellschaft
  • Methodik und theoretische Eckpfeiler des „Reciprocal Teaching“
  • Struktur und Zielsetzungen des Selbstinstruktionstrainings nach Lauth
  • Vergleichende Analyse der beiden Ansätze hinsichtlich Zielgruppe und Wirksamkeit
  • Die veränderte Rolle der Lehrperson im Lernprozess

Auszug aus dem Buch

3.1. ,,Reciprocal Teaching’’ nach Brown und Palincsar

Das erste Trainingsprogramm, dass vorgestellt werden soll ist das ,,Reciprocal Teaching’’ nach Brown und Palincsar. Es wird in den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts an der Universität Illinois um die Arbeitsgruppe von Ann Brown entwickelt. Das Konzept besteht aus vier Eckpfeilern: die Ausbildung exekutiver Metakognition, der Zone der nächsten Entwicklung, Anleitung durch Experten und dem Entdeckenden Lernen. Unter exekutiven Metakognitionen verstehen Brown & Palincsar die Prozesse und Aktivitäten, die der Überwachung und Steuerung sowie der Koordination und Bewertung der eigenen Lernprozesse dienen. Um das Lernen stetig zu verbessern benötigt der Lernende grundlegende Lern- und Behaltenstechniken. Die Zone der nächsten Entwicklung lässt sich so verstehen, dass unterschieden wird in einen aktuellen und potentiellen Entwicklungsstand. Der erstere bezieht sich auf Probleme, die eine Lernperson allein lösen kann und die zweite bezieht sich auf Probleme, die eine Person unter Anleitung ausführen kann.

Es wird von Brown & Palincsar die Frage gestellt, wie eine Lernsituation gestaltet sein muss, damit der potentielle Entwicklungsstand ausgebaut und verinnerlicht wird. Diese Erweiterung führt zu einer Steigerung des aktuellen Entwicklungsstandes. Wie eine entsprechende Lernsituation aussehen soll, wird durch die Anleitung durch Experten beschrieben. Der Trainer muss sich über die Fähigkeiten eines Schülers bewusst sein. Ebenso muss er selbst die Trainingsmethode beherrschen. Die Instruktionen werden so erklärt, dass sie den Fähigkeiten des Lernenden gerecht werden und die Person nicht überfordern. Der Trainer muss dafür kein Lehrer sein und über didaktische und methodische Kompetenzen verfügen. Als wichtige Anforderung an den Trainer wird Erfahrung im Bearbeiten der Aufgabenanforderung angesehen. Das Entdeckende Lernen ist der Anleitung durch den Trainer sehr ähnlich. Doch im Unterschied wird beim entdeckenden lernen vom Lernenden verlangt, dass er die Lösungswege über einen Dialog mit Hilfestellungen seitens des Trainers selbst findet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die kognitive Wende in der Psychologie und begründet die Notwendigkeit von Lernkompetenz in der modernen Wissensgesellschaft.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe Lernen, Kompetenz, Lernkompetenz und Förderung als theoretische Basis für die nachfolgenden Analysen.

3. Fördermodelle: Hier werden das „Reciprocal Teaching“ und das Selbstinstruktionstraining detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer spezifischen Ansätze sowie der jeweiligen Lernziele gegenübergestellt.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Wirksamkeit beider Modelle zusammen und betont die positive Entwicklung der Rolle der Lehrperson als unterstützender Partner.

5. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Lernkompetenz, Förderung, Kognitivismus, Reciprocal Teaching, Selbstinstruktionstraining, Metakognition, Lernprozess, pädagogische Psychologie, Problemlösestrategien, Wissensgesellschaft, Lernstörungen, Schulerfolg, Lerntechnik, Interaktion, Training

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Förderung von Lernkompetenzen bei Kindern und Jugendlichen durch den Vergleich zweier spezifischer Trainingsansätze.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Im Zentrum stehen die theoretische Einordnung von Lernkompetenz, die Vorstellung des „Reciprocal Teaching“ und des Selbstinstruktionstrainings sowie deren praktische Anwendung und Wirksamkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Stärken und Schwächen der beiden genannten Förderprogramme darzustellen und deren Sinnhaftigkeit für die praktische pädagogische Anwendung kritisch zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der theoretische Grundlagen und empirische Erkenntnisse aus Studien zu den beiden Förderprogrammen gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die detaillierte Beschreibung der zwei Fördermodelle sowie einen direkten Vergleich dieser Konzepte bezüglich ihrer Zielgruppen und Effekte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie „Reciprocal Teaching“, „Selbstinstruktionstraining nach Lauth“, „Lernkompetenz“ und „Metakognition“ geprägt.

Wie unterscheidet sich die Zielgruppe von „Reciprocal Teaching“ von der des Lauth-Trainings?

Während „Reciprocal Teaching“ allgemein für Schulkinder und Jugendliche konzipiert ist, fokussiert sich Lauth explizit auf Kinder mit Lernschwächen, Underachievement oder hyperkinetischen Störungen.

Welche Rolle spielt der Trainer in den untersuchten Konzepten?

In beiden Modellen wandelt sich die Rolle von einem strafenden Lehrer hin zu einem helfenden Partner, der den Lernprozess durch Dialog und Rückmeldung steuert.

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Details

Title
Lernkompetenzförderung bei Kindern und Jugendlichen
College
University of Koblenz-Landau  (Institut für Psychologie)
Course
Kognitive Entwicklung: Lernen und Gedächtnis
Grade
2,0
Author
Katharina Kantreiter (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V134870
ISBN (eBook)
9783640430550
ISBN (Book)
9783640430536
Language
German
Tags
Lernkompetenzförderung Kindern Jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Kantreiter (Author), 2008, Lernkompetenzförderung bei Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134870
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