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Der Zusammenhang von Rechtem Autoritarismus und Empathie

Titel: Der Zusammenhang von Rechtem Autoritarismus und Empathie

Bachelorarbeit , 2022 , 43 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Miriam Eckert (Autor:in)

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Studie wurde der Zusammenhang zwischen Empathie und Autoritarismus untersucht. Motivation für diese Arbeit ist die Überprüfung der Möglichkeit, Autoritarismus-Neigungen durch gezieltes Training von Empathie zu verringern. Die Stichprobe bestand aus 287 männlichen Probanden, welche zu zwei separaten Zeitpunkten online befragt wurden. Verwendet wurden der Interpersonal-Reactivity-Index für die Erhebung der Empathie und die Right-Wing-Authoritarianism-Scale für die Erhebung von Autoritarismus.

Erwartet wurde sowohl ein negativer Zusammenhang zwischen Empathie und Autoritarismus, als auch negative Zusammenhänge zwischen Empathie und der Subskala Autoritäre Aggression. Ebenfalls wurde der Zusammenhang der Perspektivenübernahme mit Autoritarismus und dessen Subskala Autoritäre Aggression untersucht. Die Ergebnisse zeigten niedrige, jedoch signifikante Korrelationen, welche alle vier aufgestellten Hypothesen stützten. Die Zusammenhänge stehen im Einklang mit der zugrundeliegenden Literatur und ebnen den Weg für die gezielte Förderung der Empathie, um Autoritarismus in Zukunft zu reduzieren. Als besonders bedeutsam zeigte sich die Perspektivenübernahme, welche direkt beeinflusst und erlernt werden kann. In weiterer Forschung sollte untersucht werden, wie genau diese bereits bei kleinen Kindern gefördert werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. THEORETISCHER HINTERGRUND

1.1 AUTORITARISMUS

1.1.1 ENTWICKLUNG VON AUTORITARISMUS

1.1.2 EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE AUSPRÄGUNG VON AUTORITARISMUS

1.1.2.1 ERZIEHUNGSERFAHRUNGEN DER HEUTE 18-35-JÄHRIGEN/ KOHORTENEFFEKT

1.1.2.2 GESCHLECHTERUNTERSCHIEDE

1.1.2.3 REGIONALE UNTERSCHIEDE

1.2 EMPATHIE

1.2.1 ENTWICKLUNG UND FÖRDERUNG VON EMPATHIE

1.2.2 GESCHLECHTERUNTERSCHIEDE

1.2.3 KOHORTENEFFEKT

1.3 ZUSAMMENHANG VON AUTORITARISMUS UND EMPATHIE

1.3.1 AUTORITARISMUS UND EMPATHIE

1.3.2 PERSPEKTIVENÜBERNAHME UND AUTORITARISMUS

1.3.3 REDUZIERTE EMPATHIE UND AUTORITÄRISMUS

1.3.4 EMPATHIE UND AUTORITÄRE AGGRESSION

1.3.5 DIE KONSTRUKTE ALS ANTAGONISTEN

1.4 HYPOTHESEN

2. METHODE

2.1 STICHPROBE

2.2 VERWENDETE TESTVERFAHREN

2.2.1 RIGHT- WING- AUTHORITARIANISM- SCALE

2.2.2 INTERPERSONAL REACTIVITY SCALE

2.3 ABLAUF

2.4 DATENANALYSE

3. ERGEBNISSE

3.1 DESKRIPTIVE STATISTIKEN UND VORAUSSETZUNGSPRÜFUNG

3.2 MITTELWERTE UND STREUUNG

3.3 KORRELATIONEN

3.4 VARIANZANALYSE

3.5 RELIABILITÄT UND TRENNSCHÄRFEN

4. DISKUSSION

4.1 LIMITATIONEN DER ARBEIT

4.2 IMPLIKATIONEN FÜR DIE PRAXIS/ EMPFEHLUNG FÜR WEITERE FORSCHUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Empathie und Autoritarismus bei jungen Männern in Südbaden, um zu prüfen, ob Autoritarismusneigungen durch ein gezieltes Training der Empathie, insbesondere der Perspektivenübernahme, reduziert werden können.

  • Analyse des theoretischen Verhältnisses von Autoritarismus und Empathie
  • Überprüfung negativer Korrelationen zwischen den beiden Konstrukten
  • Untersuchung der Perspektivenübernahme als manipulierbare Komponente
  • Diskussion von Erziehungseinflüssen auf die Ausprägung autoritärer Einstellungen
  • Implikationen für die pädagogische Praxis und künftige Forschungsansätze

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Entwicklung von Autoritarismus

Es existiert keine einheitliche, von allen Disziplinen akzeptierte Erklärung der Entstehung autoritärer Persönlichkeiten bzw. autoritärer Einstellungen. Die Ursachen bzw. Bedingungen zur Entwicklung von Autoritarismus werden von verschiedenen Subdisziplinen der Psychologie diskutiert und haben sich historisch gewandelt. Hier behandelt werden sollen lediglich die zwei verbreitetsten Theorien zur Entstehung: Die klassische Konzeption und der lerntheoretische Erklärungsansatz.

Bereits 1936 wurde von Horkheimer der besondere Einfluss früherer Sozialisationserfahrungen auf die politische Einstellung diskutiert. Die zu dieser Zeit vorherrschenden Familiendynamiken vermittelten den Kindern ein patriarchales System eines dominanten Vaters, welchem sie sich (ebenso wie die Mutter) unterzuordnen hatten (Seipel et al., 2015). Der Holocaust in Deutschland motivierte die gezwungenermaßen in die USA ausgewanderten ForscherInnen Adorno, Frenkel-Brunswik, Levinson und Sanford zu einem Antisemitismus- Projekt, welches 1950 unter dem Titel The Authoritarian Personality veröffentlicht wurde. Dabei kombinierten die Autoren qualitative und quantitative Methoden, um die Neigungen der Versuchspersonen zu faschistischen Ideologien zu erfassen. Besonders das von Frenkel-Brunswik verfasste Kapitel Conception of childhood environment befasst sich mit der frühen Prägung der Kinder u.a. durch die Erinnerung und das Bild der Eltern und deren Umgang mit Disziplin. Sie räumt jedoch die Schwierigkeit der Bewertung ein, ob ein von den Versuchspersonen wiedergegebenes Bild der Eltern der Realität oder eher subjektiven Wahrnehmungen entspricht (Adorno et al., 1950). Sie betont jedoch die untergeordnete Rolle dieser Differenzierung, da die durch das Kind wahrgenommene Realität der Eltern- Kind- Beziehung psychologisch relevant sei, ob sie nun der Realität entspräche oder nicht.

Eine strikte, rigide Erziehung, sowie ein hohes Maß an Respekt und blinder Gehorsam prägten vorwiegend die Beziehung zwischen dem Vater und den Kindern (Seipel et al., 2015). Die Aggression, welche die Kinder zwangsläufig durch harte Strafen selbst bei geringen Vergehen empfinden, können jedoch aus Angst vor weiteren, harten Strafen nicht offen ausgelebt werden (Furnham, 2010). Die Kinder wenden aus einem inneren Bedürfnis heraus und weil sie unfähig sind, Mitglieder der In- Group zu attackieren, ihre Aggressionen gegen Mitglieder einer Out- Group (Adorno et al., 1950).

Zusammenfassung der Kapitel

THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel definitiert die Konstrukte Autoritarismus und Empathie umfassend, beleuchtet deren Entwicklung und erörtert deren statistischen und inhaltlichen Zusammenhang im Kontext psychologischer Forschung.

METHODE: Die Methodik beschreibt die Stichprobenrekrutierung von 287 Männern in Freiburg sowie die Anwendung standardisierter Messinstrumente (RWA-Skala und IRI) zur quantitativen Datenerhebung.

ERGEBNISSE: Der Ergebnisteil präsentiert die statistische Auswertung der Daten, wobei der Fokus auf Korrelationsanalysen und der Prüfung der vier aufgestellten Hypothesen im Hinblick auf den Zusammenhang von Autoritarismus und Empathie liegt.

DISKUSSION: In der Diskussion werden die empirischen Befunde interpretiert sowie Limitationen der Arbeit benannt, um daraus schließlich Implikationen für die künftige pädagogische Praxis und weiterführende Forschung abzuleiten.

Schlüsselwörter

Autoritarismus, Empathie, Rechter Autoritarismus, Perspektivenübernahme, Autoritäre Aggression, Sozialverhalten, Pädagogische Psychologie, Persönlichkeitsforschung, RWA-Skala, Interpersonal Reactivity Index, Generation Y, Erziehungseinflüsse, Vorurteilsreduktion, Quantitative Psychologie, Korrelationsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Empathie und autoritären Persönlichkeitsmerkmalen bei jungen Männern mit dem Ziel, Ansätze für eine Verringerung von Autoritarismusneigungen zu finden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die psychologische Fundierung von Autoritarismus, die Struktur der Empathie sowie deren Interaktion bei der Entstehung von Vorurteilen und menschenfeindlichen Einstellungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob Empathie und Autoritarismus statistisch negativ korrelieren und ob speziell die Perspektivenübernahme als kognitive Komponente einen Ansatzpunkt zur aktiven Reduktion autoritärer Aggression bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quantitative Studie, bei der Daten von 287 Teilnehmern mittels standardisierter psychologischer Skalen (RWA und IRI) erhoben und statistisch analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die deskriptive und inferenzstatistische Ergebnispräsentation sowie eine kritische Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rechter Autoritarismus, Empathie, Perspektivenübernahme und Vorurteilsprävention charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Perspektivenübernahme von allgemeiner Empathie in dieser Studie?

Die Perspektivenübernahme wird in dieser Arbeit als gezielt erlernbare, kognitive Komponente der Empathie hervorgehoben, die theoretisch einen direkteren Einfluss auf die Minderung autoritärer Aggression ausüben kann als rein affektive Empathie.

Welche Rolle spielt der Generationsfaktor (Generation Y/Millennials) in der Untersuchung?

Die Studie betrachtet die spezifischen Erziehungserfahrungen dieser Kohorte und deren Auswirkungen auf die Ausprägung von Autoritarismus im Vergleich zu früheren Generationen.

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Details

Titel
Der Zusammenhang von Rechtem Autoritarismus und Empathie
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,7
Autor
Miriam Eckert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
43
Katalognummer
V1348767
ISBN (PDF)
9783346854407
ISBN (Buch)
9783346854414
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zusammenhang rechtem autoritarismus empathie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Miriam Eckert (Autor:in), 2022, Der Zusammenhang von Rechtem Autoritarismus und Empathie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1348767
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Leseprobe aus  43  Seiten
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