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Von der Nützlichkeit des Instrumentalismus. Die Relevanz von John Deweys Philosophie für die heutige Sozialpädagogik

Title: Von der Nützlichkeit des Instrumentalismus. Die Relevanz von John Deweys Philosophie für die heutige Sozialpädagogik

Academic Paper , 2018 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nessa Ahmadkhani (Author)

Philosophy - Philosophy of the present
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Da Deweys Philosophie – der Instrumentalismus – mittlerweile auch in Deutschland immer mehr Rezipienten gewinnt und das Interesse an ihm stetig wächst, stellt sich mir die Frage, worin die Relevanz von Deweys kind- und demokratieorientiertes Erziehungsprogramm für die heutigen Erziehungs- und Bildungswissenschaften liegt?
Da in der Philosophie die Geschichte unmissverständlich über die Gegenwart wacht, ist es für eine aussagekräftige Antwort auf diese Frage erforderlich, den Instrumentalismus nicht losgelöst vom Strom der Ereignisse zu betrachten, weswegen ich den Teil der Philosophiegeschichte, der Einfluss auf den Instrumentalismus nahm und sein Fundament bildet, rekonstruieren möchte. Um meine Frage beantworten zu können, werde ich im Folgenden die vier Themenkreise "Theorie und Praxis der Erziehung, Theorie der Moral, der Einfluss William James und die Kategorie des Sozialen, der Teilhabe und der Kommunikation“, die Dewey in seiner Autobiographie in "Erfahrung, Erkenntnis und Wert“ als die Themen nennt, die für ihn von besonderer Bedeutung waren, als Leitfaden in diese Arbeit einbeziehen. Meine Absicht ist es dabei aufzuzeigen, dass sich diese vier Themen nicht nur gegenseitig bedingen, sondern auch von der Philosophiegeschichte bedingt sind. Das historische Fundament soll dabei nicht nur zum besseren Verständnis des Instrumentalismus dienen, sondern auch Rückschlüsse auf seine Relevanz für die Gegenwart und der Zukunft ermöglichen, die ich am Ende dieser Arbeit im Rahmen eines Fazits aufzeigen möchte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Die Geschichte der Philosophie

2.2 Der Einfluss von William James

2.3 Theorie der Moral

2.4 Kategorien des Sozialen, der Teilhabe und der Kommunikation

2.5 Theorie und Praxis

3 Fazit

3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

3.2 Rückschlüsse auf die Relevanz Deweys für die Bildungs- und Erziehungswissenschaften der Gegenwart und der Zukunft

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Relevanz der pädagogischen Philosophie von John Dewey, insbesondere seines Instrumentalismus, für die heutigen Erziehungs- und Bildungswissenschaften und analysiert dazu das historische Fundament sowie zentrale Themenfelder seines Denkens.

  • Rekonstruktion des historischen Wandels von der teleologischen Philosophie hin zum Instrumentalismus.
  • Analyse des Einflusses von William James auf Deweys Verständnis von Psyche und Erfahrung.
  • Untersuchung von Deweys Moraltheorie in ihrer praktischen und sozialen Auslegung.
  • Erörterung der Bedeutung von Teilhabe, Kommunikation und dem Habitus für pädagogische Prozesse.
  • Kritische Reflexion des Instrumentalismus als Grundlage für moderne Gemeinwesenarbeit und Schulpraxis.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Geschichte der Philosophie

In seiner Abhandlung „Der Einfluss des Darwinismus auf die Philosophie“ (2004) erklärt Dewey, dass die Philosophie über zweitausend Jahre lang ausschließlich von einer teleologischen Auslegungsweise dominiert war, die allen Vorkommnissen in der Natur eine Zweckhaftigkeit unterstellt, welche die Natur und die Wissenschaft verstehbar macht und durch seinen kosmischen Charakter den moralischen und religiösen Bestrebungen der Menschen einen Wert verleiht und dieses Streben als das zentrale Prinzip der Erkenntnis betrachtet.

Diese Weltanschauung beruht Dewey zufolge auf einer Logik der Erkenntnis, wonach wirkliches Erkennen bedeutet, ein permanentes Ziel zu erfassen „[…] das sich durch Veränderung hindurch realisiert und diese dadurch innerhalb der Maße und Grenzen der unveränderlichen Wahrheit hält.“ (Dewey, 2004, S. 34). Da diese sinnlichen Veränderungen jedoch erst allmählich erreicht werden, folgte der Glaube an eine rationale und ideale Kraft, die sich über die sinnliche Wahrnehmung hindurch realisiert. Diese orthodoxe Bedeutung von Erkenntnis glaubt im Umkehrschluss an das Unwandelbare und Endgültige, hält an ihr fest und setzt sie eben auch zum Ziel und Maßstab aller Erziehung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das pädagogische Credo von John Dewey ein und formuliert die Forschungsfrage nach der Relevanz seines Instrumentalismus für die aktuellen Bildungs- und Erziehungswissenschaften.

2 Hauptteil: Der Hauptteil rekonstruiert das historische Fundament des Instrumentalismus und arbeitet die zentralen Themenfelder von Deweys Philosophie unter Einbeziehung von William James auf.

2.1 Die Geschichte der Philosophie: Dieses Kapitel erläutert den Bruch mit dem teleologischen Denken und die durch Darwins Evolutionstheorie eingeleitete Wende in der Philosophie.

2.2 Der Einfluss von William James: Der Abschnitt konzentriert sich auf die biologische Auffassung der Psyche durch William James und deren prägende Wirkung auf Deweys Verständnis der Leib-Seele-Einheit sowie des radikalen Empirismus.

2.3 Theorie der Moral: Hier wird der pragmatistische Moralbegriff als soziale und experimentelle Praxis dargelegt, die sich von universellen Pflichten Kants distanziert.

2.4 Kategorien des Sozialen, der Teilhabe und der Kommunikation: Das Kapitel behandelt die Bedeutung von Interaktion und Kommunikation für die Entwicklung eines kollektiven Bewusstseins und eines gemeinsamen Habitus im Bildungsprozess.

2.5 Theorie und Praxis: Der letzte Unterabschnitt des Hauptteils verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit der pädagogischen Schulpraxis und der Gemeinwesenarbeit als Instrument für sozialen Fortschritt.

3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der philosophischen Rekonstruktion zusammen und reflektiert deren Bedeutung für die Zukunft der deutschen Bildungslandschaft.

3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse: Zusammenfassende Darstellung der evolutionstheoretischen Grundlage Deweys und der daraus resultierenden Bedeutung von Erfahrung für das Denken und Handeln.

3.2 Rückschlüsse auf die Relevanz Deweys für die Bildungs- und Erziehungswissenschaften der Gegenwart und der Zukunft: Dieses Kapitel erörtert das Potenzial von Deweys Ansatz für die Bewältigung aktueller Probleme wie soziale Ungleichheit und die Transformation des Schulsystems.

Schlüsselwörter

John Dewey, Instrumentalismus, Pragmatismus, William James, Evolutionstheorie, Pädagogik, Erziehungswissenschaft, Erfahrung, Teilhabe, soziale Kommunikation, Moraltheorie, Gemeinwesenarbeit, Habitus, Schulentwicklung, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die philosophischen Grundlagen und die pädagogische Relevanz von John Deweys Instrumentalismus, um dessen Bedeutung für die moderne Erziehungswissenschaft zu belegen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören der philosophische Wandel durch Darwin und James, die theoretische Neuausrichtung von Moral und Ethik sowie die Bedeutung von Kommunikation und Partizipation in Bildungsprozessen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, worin die Relevanz von Deweys kind- und demokratieorientiertem Erziehungsprogramm für die heutigen Bildungs- und Erziehungswissenschaften liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine rekonstruktive Analyse der Philosophiegeschichte und eine systematische Aufarbeitung von Deweys Schriften im Kontext aktueller pädagogischer Debatten angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, die Analyse des Einflusses von William James, die Dekonstruktion traditioneller Moralbegriffe und die Anwendung auf Schulpraxis sowie Gemeinwesenarbeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Instrumentalismus, Erfahrung (reconstruction of experience), sozialer Fortschritt, Gemeinschaftsleben und die pädagogische Rolle der Schule als "Miniaturgemeinschaft".

Inwiefern hat Darwin Deweys Denken beeinflusst?

Darwins Evolutionstheorie ermöglichte für Dewey den Übergang von einer teleologischen Philosophie, die an endgültigen Wahrheiten festhielt, zu einer Sichtweise, die Veränderbarkeit und den Prozesscharakter des Lebens betont.

Weshalb ist für Dewey die Schule als „soziale Einrichtung“ wichtig?

Die Schule dient als Ort der Integration, an dem Kinder durch kooperatives Handeln und Teilhabe an ererbten Ressourcen ihre eigenen Kräfte für soziale Zwecke nutzen lernen, statt reine Wissensvermittlung zu betreiben.

Wie unterscheidet sich Deweys Verständnis von Moral vom Kantianismus?

Während Kant auf dem kategorischen Imperativ und absoluten Pflichten aufbaut, begreifen Dewey und die Pragmatisten Moral als eine soziale, experimentelle Anpassung an die Bedürfnisse anderer in relationalen Kontexten.

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Details

Title
Von der Nützlichkeit des Instrumentalismus. Die Relevanz von John Deweys Philosophie für die heutige Sozialpädagogik
College
University of Tubingen  (Erziehungswissenschaften)
Course
Bildung und Erziehung
Grade
1,0
Author
Nessa Ahmadkhani (Author)
Publication Year
2018
Pages
25
Catalog Number
V1349098
ISBN (PDF)
9783346853011
ISBN (Book)
9783346853028
Language
German
Tags
Pragmatismus Intrumentalismus Gemeinwesenarbeit Theorie und Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nessa Ahmadkhani (Author), 2018, Von der Nützlichkeit des Instrumentalismus. Die Relevanz von John Deweys Philosophie für die heutige Sozialpädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1349098
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