Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Aufgaben und Teilgebieten der (Verwaltungs-)Kostenrechnung. Neben einer kurzen Einführung in die Thematik im Kontext der Entwicklungen auf diesem Gebiet seit den 1970er Jahren, werden die Aufgaben (Kostenermittlung der Verwaltungsleistungen, Ermittlung von Erfolgsbeiträgen, Wirtschaftlichkeitsüberwachung, Grundlage für Entscheidungen, Outputorientierte Budgetierung, Grundlage für eine Gebührenkalkulation) und die Teilgebiete der Kostenrechnung (Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung, Kostenrechnungssysteme) dargestellt. Die Ausführungen erscheinen im Kontext staatlichen Verwaltungshandelns
Inhaltsverzeichnis
1. Die Verwaltungskostenrechnung – Übel oder Notwendigkeit?
1.1 Einführung in die Problematik
1.2 Die (Verwaltungs-)Kostenrechnung – Was ist das?
1.3 Normative Aspekte einer Verwaltungskostenrechnung
2. Aufgaben der Verwaltungskostenrechnung
2.1 Kostenermittlung der Verwaltungsleistungen
2.2 Ermittlung von Erfolgsbeiträgen
2.3 Wirtschaftlichkeitsüberwachung
2.3.1 Zeitvergleich
2.3.2 Benchmarking
2.3.3 Plan-Ist-Vergleich
2.4 Grundlage für Entscheidungen
2.5 Outputorientierte Budgetierung
2.6 Grundlage für eine Gebührenkalkulation
3. Teilgebiete der Verwaltungskostenrechnung
3.1 Die Kostenartenrechnung
3.2 Die Kostenstellenrechnung
3.3 Die Kostenträgerrechnung
3.4 Kostenrechnungssysteme
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die praktische Ausgestaltung der Verwaltungskostenrechnung als Steuerungsinstrument innerhalb öffentlicher Verwaltungen. Ziel ist es, den Nutzen dieses Instruments für die Bewältigung der wachsenden Ressourcenknappheit aufzuzeigen und dabei zu klären, wie durch eine systematische Kosten- und Leistungsrechnung ökonomisches Handeln und Transparenz im Verwaltungshandeln gefördert werden können.
- Methodische Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung in der öffentlichen Verwaltung
- Analyse der zentralen Aufgaben: Kostenermittlung, Erfolgsbetrachtung und Wirtschaftlichkeitskontrolle
- Darstellung der Teilgebiete Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung
- Evaluation von Instrumenten zur Wirtschaftlichkeitsüberwachung wie Benchmarking und Plan-Ist-Vergleich
- Zusammenhang zwischen Kostenrechnung und Verwaltungsmodernisierung (z.B. outputorientierte Budgetierung)
Auszug aus dem Buch
1.2 Die (Verwaltungs-)Kostenrechnung - Was ist das?
Die Kostenrechnung „ist die systematisierte Erfassung und Darstellung der Kosten nach Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgern. Den Kosten sind die Leistungen gegenüber zu stellen. Zusätzlich ist die Erfassung der Wirkungen durch eine Wirkungsrechnung erforderlich, weil erst damit beurteilt werden kann, ob die Verwaltung ihren Auftrag erfüllt und ihr Geld wert ist“.
Die Kostenrechnung ist Teil des innerbetrieblichen Rechnungswesens und erfasst den quantitativen und fiskalisch bewerteten Verzehr von Ressourcen. Sie ermöglicht den Entscheidungsträgern einer Unternehmung / einer Verwaltung die Erfassung, den Vergleich und die Analyse des Werteverzehrs. Mit ihrer Hilfe werden die bei den Geschäftsprozessen angefallenen Kosten systematisch erfasst und nach
• Kostenarten (Fragestellung: Welche Kosten sind angefallen?)
• Kostenstellen (Fragestellung: Wo sind die Kosten entstanden?)
• Kostenträgern (Fragestellung: Wofür sind die Kosten entstanden?)
dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Verwaltungskostenrechnung – Übel oder Notwendigkeit?: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein und beleuchtet die Notwendigkeit sowie die normativen Grundlagen für die Einführung einer Kosten- und Leistungsrechnung im öffentlichen Sektor.
2. Aufgaben der Verwaltungskostenrechnung: Hier werden die zentralen Funktionen der Kostenrechnung erläutert, darunter die Kostenermittlung, die Überwachung der Wirtschaftlichkeit durch Methoden wie Benchmarking sowie die Unterstützung bei Entscheidungsprozessen.
3. Teilgebiete der Verwaltungskostenrechnung: Dieser Abschnitt unterteilt die Kostenrechnung in ihre wesentlichen methodischen Bereiche: die Erfassung von Kostenarten, die Zuordnung zu Kostenstellen, die Kostenträgerrechnung und die Differenzierung der Systeme.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Kostenrechnung als unverzichtbares Steuerungsinstrument für ein modernes Management in der Verwaltung fungiert und entscheidende Argumente für die Rechtfertigung öffentlichen Handelns liefert.
Schlüsselwörter
Verwaltungskostenrechnung, Kosten- und Leistungsrechnung, Wirtschaftlichkeit, Verwaltungscontrolling, Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung, Benchmarking, Budgetierung, Gebührenkalkulation, Haushaltsrecht, Neue Steuerung, Ressourcenverbrauch, Plan-Ist-Vergleich, Prozessoptimierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Relevanz und Anwendung der Kostenrechnung im Kontext der öffentlichen Verwaltung als Instrument zur Steigerung von Effizienz und Transparenz.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf den Aufgaben der Kostenrechnung, den methodischen Teilgebieten der Kostenrechnung sowie dem Einsatz von Steuerungsinstrumenten wie dem Benchmarking.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Ausgestaltung und den Nutzen einer Verwaltungskostenrechnung zu analysieren und aufzuzeigen, wie sie bei der Bewältigung von Ressourcenknappheit unterstützen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine systematische Analyse betriebswirtschaftlicher Instrumente und deren Adaption auf die spezifischen Bedürfnisse staatlichen Verwaltungshandelns unter Einbeziehung gesetzlicher Rahmenbedingungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Aufgabenfelder der Verwaltungskostenrechnung (Kapitel 2) und die methodische Untergliederung in Kostenarten, -stellen und -träger (Kapitel 3).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Verwaltungskostenrechnung, Wirtschaftlichkeitsprinzip, Controlling, Budgetierung und öffentliche Verwaltung.
Inwiefern hilft die Kostenrechnung bei der Gebührenkalkulation?
Sie ermöglicht eine exakte Bestimmung von Einzelkosten und Gemeinkosten, was für eine kostenneutrale Bewirtschaftung und die Rechtfertigung von Gebühren in der Verwaltung essenziell ist.
Warum ist das Benchmarking für Verwaltungen relevant?
Benchmarking schafft eine Quasi-Konkurrenzsituation und ermöglicht den Vergleich von Leistungen und Prozessen mit anderen Einheiten, um Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren.
Was unterscheidet die Vollkosten- von der Teilkostenrechnung?
Während die Vollkostenrechnung sämtliche Kosten auf die Kostenträger verrechnet, berücksichtigt die Teilkostenrechnung nur variable Kosten, was für spezielle Programmentscheidungen oft aussagekräftiger ist.
- Quote paper
- Diplom - Verwaltungswirt (FH) Sascha Schwarzkopf (Author), 2009, Aufgaben und Teilgebiete einer Verwaltungskostenrechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134963