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Der Bildungsabschluss der Eltern und die soziale Herkunft als Determinanten des eigenen Bildungserfolgs

Titel: Der Bildungsabschluss der Eltern und die soziale Herkunft als Determinanten des eigenen Bildungserfolgs

Hausarbeit , 2009 , 29 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dipl. Soz-Wiss Janina Tatan (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In modernen Gesellschaften spielt Bildung eine zentrale Rolle für die Mobilitätschancen jedes Einzelnen, da die berufliche und dadurch bedingt auch die gesellschaftliche Positionierung in engem Zusammenhang mit Bildungszertifikaten stehen. Daraus kann geschlossen werden, dass auch das Bildungssystem in der BRD einen erheblichen Einfluss auf die Transienz oder Persistenz der Sozialstruktur ausübt.
Veränderungen der Sozialstruktur werden durch Mobilitätsprozesse in der Gesellschaft hervorgerufen. Soziale Mobilität bezeichnet den Wechsel zwischen sozialen Positionen, wie z. B. Berufsgruppen oder Schichten und vereint eine Vielzahl von einzelnen und unterschiedlichen Mobilitätsprozessen, die meist in einem recht engen Zusammenhang miteinander stehen. Es kann unterschieden werden in Generationen- und Karrieremobilität, horizontale und vertikale, individuelle und kollektive Mobilität, die auch als Struktur- und Zirkulationsmobilität bezeichnet werden.
Generationenmobilität oder auch intergenerationale Mobilität beschreibt einen Schicht-wechsel in der Generationenfolge von der Eltern- auf die Kindergeneration. Karrieremobilität - intragenerationale Mobilität - hingegen meint einen Positionswechsel im individuellen Lebensverlauf. Diese Arten von Mobilität werden für die vorliegende Arbeit von zentraler Bedeutung sein, da beide einen Beitrag zur Veränderung der Sozialstruktur leisten.[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Theoretische Erklärungsansätze

1.1 Bourdieus Konzept der Reproduktion von sozialen Ungleichheiten durch Bildung

1.2 Essers Modell der Bildungswahl

2 Empirische Befunde

2.1 Grundschulempfehlung

2.2 Bildungsbeteiligung

2.3 Hochschulbesuch

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der sozialen Herkunft und des elterlichen Bildungsabschlusses auf den individuellen Bildungserfolg, um zu klären, inwieweit soziale Selektionsmechanismen im deutschen Bildungssystem bestehen bleiben.

  • Soziale Mobilität und Bildungsreproduktion in modernen Gesellschaften
  • Theoretische Ansätze nach Bourdieu (Habitus) und Esser (Kosten-Nutzen-Modell)
  • Empirische Analyse der Grundschulempfehlungen und Selektionseffekte
  • Bildungsbeteiligung und ungleiche Chancen beim Hochschulzugang
  • Zusammenhang zwischen sozialer Schichtung und Bildungszertifikaten

Auszug aus dem Buch

1.1 Bourdieus Konzept der Reproduktion von sozialen Ungleichheiten durch Bildung

„Bourdieu entwickelte die These, dass das Bildungssystem in der Gegenwartsgesellschaft bei der Reproduktion der Sozialstruktur eine wichtige, wenn nicht gar die wichtigste Rolle spielt.“

Er versucht mit Hilfe des Habitusbegriffs zu erklären, warum trotz formal gleicher Bildungschancen Kinder aus besser gestellten Elternhäusern auch die besseren Schulen besuchen.

Um das Verständnis von Bourdieus Konzept zu erleichtern, soll vorab ein Überblick über die zentralen Begriffe seines gesamten Gesellschaftsmodells erfolgen.

Sein Modell des sozialen Raumes unterscheidet drei Klassen:

- Die Herrschenden: Intellektuelle und ökonomische Besitzklasse

- Die Mittelklasse: abgestiegenes, exekutives und neues Kleinbürgertum

- Die Volksklasse: Arbeiter, Angelernte und Hilfsarbeiter

und vier Kapitalarten, das ökonomische, das soziale, das kulturelle und das symbolische Kapital.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Bedeutung von Bildung für Mobilitätsschancen und erläutert die zentrale Fragestellung hinsichtlich des Einflusses der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg.

1 Theoretische Erklärungsansätze: Dieses Kapitel führt in die Konzepte von Bourdieu und Esser ein, um Bildungsungleichheiten durch Habitusformen und Kosten-Nutzen-Kalküle theoretisch zu fundieren.

1.1 Bourdieus Konzept der Reproduktion von sozialen Ungleichheiten durch Bildung: Der Abschnitt stellt das Modell des sozialen Raumes und die Kapitalarten vor, um zu erklären, wie die Übereinstimmung zwischen familialem und schulischem Habitus Bildungserfolge beeinflusst.

1.2 Essers Modell der Bildungswahl: Hier wird der Ansatz einer rationalen Kosten-Nutzen-Rechnung dargelegt, der erklärt, wie Familien Bildungsentscheidungen basierend auf Statusrisiken treffen.

2 Empirische Befunde: In diesem Teil werden statistische Daten analysiert, um die Modellannahmen zu überprüfen und die Persistenz sozialer Ungleichheiten im Bildungssystem aufzuzeigen.

2.1 Grundschulempfehlung: Das Kapitel untersucht, wie soziale Herkunft und Lehrerurteile den Übergang von der Grundschule in weiterführende Schulformen maßgeblich beeinflussen.

2.2 Bildungsbeteiligung: Dieser Abschnitt analysiert die ungleiche Verteilung von Jugendlichen auf verschiedene Schulformen in Abhängigkeit von ihrer sozialen Herkunft.

2.3 Hochschulbesuch: Hier wird aufgezeigt, dass die soziale Selektivität bis in den Hochschulbereich reicht, wobei Kinder aus privilegierten Schichten deutlich bessere Zugangschancen haben.

Fazit: Die Arbeit resümiert, dass soziale Herkunft und elterliche Bildungsabschlüsse weiterhin zentrale Determinanten für den Bildungserfolg sind und keine eindeutige Angleichung der Chancen feststellbar ist.

Schlüsselwörter

Soziale Herkunft, Bildungsabschluss, Bildungserfolg, soziale Mobilität, Bourdieu, Esser, Habitus, Bildungsungleichheit, Kosten-Nutzen-Kalkül, soziale Schichtung, Reproduktion, Grundschulempfehlung, Hochschulzugang, Bildungsbeteiligung, Chancenungleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen der sozialen Herkunft von Kindern, dem Bildungsabschluss ihrer Eltern und ihrem eigenen Erfolg innerhalb des deutschen Bildungssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Fundierung durch Bourdieu und Esser sowie die empirische Analyse von Selektionsprozessen an verschiedenen Übergängen im Bildungswesen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis theoretischer Modelle und empirischer Daten zu prüfen, inwieweit die soziale Herkunft als Determinante für Bildungswege wirkt und warum soziale Ungleichheiten in der Schule reproduziert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer Theorien sowie der Auswertung empirischer Sekundärdaten, wie etwa PISA-Studien und Daten des Statistischen Bundesamtes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erklärungsansätze – Bourdieus Habitus-Theorie und Essers rationales Kosten-Nutzen-Modell – und eine empirische Bestandsaufnahme, die vom Übergang der Grundschule bis zum Hochschulbesuch reicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere soziale Herkunft, Bildungsungleichheit, Reproduktion, Habitus, Kosten-Nutzen-Kalkül und soziale Mobilität.

Inwiefern spielt der Lehrer eine Rolle bei der Grundschulempfehlung?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Lehrer ihre Empfehlungen teils auf subjektiven Eindrücken und dem sozialen Hintergrund der Schüler aufbauen, anstatt den Leistungsaspekt rein objektiv zu bewerten.

Was bedeutet das "Kosten-Nutzen-Kalkül" nach Esser?

Eltern wägen bei der Wahl der Schulform ab, ob der erwartete Nutzen eines höheren Bildungsabschlusses die Kosten und das Investitionsrisiko überwiegt, wobei Statusverlustängste eine große Rolle spielen.

Gibt es eine positive Entwicklung bei der Chancengerechtigkeit?

Obwohl die allgemeine Bildungsbeteiligung durch die Bildungsexpansion gestiegen ist, zeigt die Arbeit, dass die relative soziale Ungleichheit und die Selektionsmechanismen weiterhin bestehen bleiben.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Bildungsabschluss der Eltern und die soziale Herkunft als Determinanten des eigenen Bildungserfolgs
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Soziologie)
Veranstaltung
Sozialstruktur moderner Gesellschaften
Note
1,7
Autor
Dipl. Soz-Wiss Janina Tatan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
29
Katalognummer
V134972
ISBN (eBook)
9783640427550
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungsabschluss Eltern Herkunft Determinanten Bildungserfolgs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Soz-Wiss Janina Tatan (Autor:in), 2009, Der Bildungsabschluss der Eltern und die soziale Herkunft als Determinanten des eigenen Bildungserfolgs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134972
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Leseprobe aus  29  Seiten
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