Diese Thesis geht der Frage nach, welche sozialpädagogischen Präventionsmaßen es an deutschen Schulen gibt. Hierbei werden drei pädagogische Präventionsmaßnahmen, die in der Schule ansetzen, genauer betrachtet: die technischen Präventionsmaßnahmen, das NETWASS-Programm und die DyRiAS-Software.
Die Wichtigkeit dieses Themas ergibt sich daraus, dass Deutschland das am zweithäufigsten von Schulamokläufen betroffene Land ist. Durch die Dokumentation der Fälle in den Medien verbreiten sich die Informationen zu den School-Shootings rasant und immer mehr Schüler identifizieren sich mit den Tätern und planen, eine ähnliche Tat auszuführen. Alle Täter haben eine Gemeinsamkeit: dass sie die Tat in der Schule durchführen und die Krisen, in denen sie sich befinden, in irgendeiner Art und Weise mit der Schule verbunden sind. Jugendlichen verbringen einen Großteil ihres Tages und Jugendalters in der Schule, deshalb besteht hier das Potential, dass Veränderungen im Verhalten schnell wahrgenommen werden. Daher kommt Präventionsmaßnahmen an Schulen eine wichtige Bedeutung zu.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsgeschichte
- Amok
- Pseudo-Amok
- School Shooting
- Aktueller Forschungsstand
- Theoretische Grundlagen
- Täter
- Ursachen
- Lebensumfeld
- Motive
- Schule als Tatort
- Leaking
- Einflussfaktoren
- Medien
- Konsum gewalthaltiger Medien
- Nachahmung
- Zugang zu Waffen
- Prävention
- Definition
- Technische Präventionsmaßnahmen
- NETWASS Projekt
- Theoretischer Hintergrund
- Aufbau
- Methoden
- NETWASS- Programm in der Praxis
- Wirkung des NETWASS Programms
- Dynamisches Risko Analyse System (DyRIAS Schule)
- Wissenschaftlicher Hintergrund
- Aufbau
- Auswertung
- Vergleich der Präventionsmaßnahmen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit dem Thema Schulamok im Kontext von Pädagogik und Sozialpädagogik. Ziel der Arbeit ist es, ein umfassendes Verständnis von Schulamok zu erlangen, indem die verschiedenen Definitionen, Ursachen und Einflussfaktoren analysiert werden. Darüber hinaus werden relevante Präventionsmaßnahmen vorgestellt und vergleichend betrachtet.
- Definition und Einordnung des Phänomens Schulamok
- Analyse von Ursachen und Einflussfaktoren
- Vorstellung verschiedener Präventionsmaßnahmen
- Vergleich und Bewertung der Wirksamkeit von Präventionsstrategien
- Zusammenhänge zwischen Schulamok und pädagogischen/sozialpädagogischen Handlungsfeldern
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert die Relevanz des Themas Schulamok. Kapitel 2 widmet sich der Begriffsgeschichte und differenziert zwischen Amok, Pseudo-Amok und School Shootings. Kapitel 3 beleuchtet den aktuellen Forschungsstand zum Thema. Kapitel 4 beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen, einschließlich der Analyse von Tätern, Ursachen, dem Lebensumfeld, Motiven, der Schule als Tatort und Leaking. Kapitel 5 untersucht verschiedene Einflussfaktoren wie Medien, Konsum gewalthaltiger Medien, Nachahmung und Zugang zu Waffen. Kapitel 6 definiert Prävention und beleuchtet technische Präventionsmaßnahmen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schlüsselbegriffen Schulamok, Amok, School Shooting, Prävention, Täter, Ursachen, Einflussfaktoren, Medien, Konsum gewalthaltiger Medien, Nachahmung, Waffen, NETWASS-Programm, DyRIAS Schule.
Welche Präventionsmaßnahmen gegen Amokläufe gibt es an Schulen?
Betrachtet werden technische Maßnahmen, das NETWASS-Programm (Krisenprävention durch Warnsignale) und die DyRiAS-Software zur Risikoanalyse.
Was versteht man unter „Leaking“?
Leaking bezeichnet das direkte oder indirekte Ankündigen einer geplanten Gewalttat durch den Täter im Vorfeld, oft gegenüber Mitschülern oder in sozialen Medien.
Was ist das NETWASS-Projekt?
NETWASS steht für „Networks Against School Shootings“ und ist ein Programm, das Schulpersonal schult, Krisen frühzeitig zu erkennen und professionell zu intervenieren.
Welchen Einfluss haben Medien auf potenzielle Amoktäter?
Die mediale Dokumentation kann zu Nachahmungseffekten führen, da sich potenzielle Täter mit den dargestellten Personen identifizieren (Werther-Effekt in Bezug auf Gewalt).
Warum ist die Schule oft der Tatort?
Die Täter befinden sich oft in persönlichen Krisen, die eng mit schulischen Misserfolgen oder sozialen Problemen im Schulumfeld verknüpft sind.