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Prävention von Amokläufen an deutschen Schulen. Vergleich von drei Maßnahmen

Title: Prävention von Amokläufen an deutschen Schulen. Vergleich von drei Maßnahmen

Bachelor Thesis , 2022 , 57 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Aruba Nawaz (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Diese Thesis geht der Frage nach, welche sozialpädagogischen Präventionsmaßen es an deutschen Schulen gibt. Hierbei werden drei pädagogische Präventionsmaßnahmen, die in der Schule ansetzen, genauer betrachtet: die technischen Präventionsmaßnahmen, das NETWASS-Programm und die DyRiAS-Software.

Die Wichtigkeit dieses Themas ergibt sich daraus, dass Deutschland das am zweithäufigsten von Schulamokläufen betroffene Land ist. Durch die Dokumentation der Fälle in den Medien verbreiten sich die Informationen zu den School-Shootings rasant und immer mehr Schüler identifizieren sich mit den Tätern und planen, eine ähnliche Tat auszuführen. Alle Täter haben eine Gemeinsamkeit: dass sie die Tat in der Schule durchführen und die Krisen, in denen sie sich befinden, in irgendeiner Art und Weise mit der Schule verbunden sind. Jugendlichen verbringen einen Großteil ihres Tages und Jugendalters in der Schule, deshalb besteht hier das Potential, dass Veränderungen im Verhalten schnell wahrgenommen werden. Daher kommt Präventionsmaßnahmen an Schulen eine wichtige Bedeutung zu.

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Inhaltsübersicht der Bachelor-Thesis

1. Einleitung

2. Begriffsgeschichte

2.1 Amok

2.2 Pseudo-Amok

2.3 School Shooting

3. Aktueller Forschungsstand

4. Theoretische Grundlagen

4.1 Täter

4.2 Ursachen

4.3 Lebensumfeld

4.4 Motive

4.5 Schule als Tatort

4.6 Leaking

5. Einflussfaktoren

5.1 Medien

5.2 Konsum gewalthaltiger Medien

5.3 Nachahmung

5.4 Zugang zu Waffen

6. Prävention

6.1 Definition

7. Technische Präventionsmaßnahmen

8. NETWASS Projekt

8.1 Theoretischer Hintergrund

8.2 Aufbau

8.3 Methoden

8.4 NETWASS- Programm in der Praxis

8.5 Wirkung des NETWASS Programms

9. Dynamisches Risko Analyse System (DyRiAS Schule)

9.1 Wissenschaftlicher Hintergrund

9.2 Aufbau

9.3 Auswertung

10. Vergleich der Präventionsmaßnahmen

11. Fazit

Zielsetzung & Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Schulamoklaufs im Kontext von Sozialpädagogik und Pädagogik. Das primäre Ziel ist es, effektive Präventionsmaßnahmen an deutschen Schulen zu analysieren und deren Eignung zur Früherkennung sowie Gefahrenabwehr zu bewerten, um bedrohliche Entwicklungen bei Jugendlichen in einem frühen Stadium zu unterbrechen.

  • Analyse der Begriffsgeschichte und aktuellen Forschungslage zu Amoktaten und School-Shootings.
  • Untersuchung von Täterprofilen, Ursachen, Motiven und Einflussfaktoren wie Medienkonsum und Waffenverfügbarkeit.
  • Bewertung technischer Präventionsmaßnahmen als erste Sicherheitsinstanz.
  • Detaillierte Vorstellung und Evaluierung des NETWASS-Projekts und der DyRiAS-Software.
  • Vergleichende Analyse der Präventionskonzepte hinsichtlich ihrer praktischen Anwendung im Schulalltag.

Auszug aus dem Buch

4.6 Leaking

Deutsche Untersuchungen zu den School-Shootings in Deutschland hinsichtlich der Frage, wie diese in Zukunft verhindert werden können, kommen zu dem Schluss, dass Leaking einen bedeutenden Faktor für Präventionen darstellen kann.

In allen Fällen von School-Shootings konnte nachgewiesen werden, dass die Täter in der Planungsphase häufig ihre Absichten in direkter oder auch indirekter Weise der Öffentlichkeit mitteilen. Diese Hinweise werden in der Forschung als Leaking bezeichnet. (vgl. Hoffmann, Roshdi, Allwin 2013: 50)

Ein Schulamoklauf ist in der Regel keine spontane Entscheidung, sondern vielmehr ein Endprodukt eines langen Entwicklungsprozesses. Während dieses Entwicklungsprozesses nähert sich der Täter dem Gedanken, ein School-Shooting durchzuführen und plant das Vorgehen seiner Tat. Untersuchungen zeigen, dass dieser Entwicklungsprozess in einigen Fällen bis zu 5 Jahren andauerte, in denen sich der Täter langsam der Tat nähert. (vgl.Leuschner et al. 2015: 18) Im Folgenden wird ein Modell vorgestellt, welches den Entwicklungsprozess beschreibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die Relevanz des Themas im deutschen Schulkontext und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen vor.

2. Begriffsgeschichte: Definiert die historischen und aktuellen Begriffe Amok, Pseudo-Amok und School Shooting zur Abgrenzung gegenüber alltäglicher Gewalt.

3. Aktueller Forschungsstand: Gibt einen Überblick über die statistische Häufigkeit und die Problematik bei der empirischen Untersuchung von Schulamokläufen.

4. Theoretische Grundlagen: Analysiert Tätermerkmale, familiäre sowie soziale Ursachen, Motive, die Rolle der Schule als Tatort und das Phänomen Leaking als zentrales Warnsignal.

5. Einflussfaktoren: Beleuchtet die Rolle der Medien bei der Tatmotivation, den Einfluss gewalthaltiger Spiele, Nachahmungseffekte und die Problematik des Waffenzugangs.

6. Prävention: Setzt sich mit der Definition pädagogischer Prävention auseinander und verdeutlicht die theoretischen Anforderungen an vorbeugende Maßnahmen.

7. Technische Präventionsmaßnahmen: Stellt physische Sicherungssysteme wie Notfall-Reaktionssysteme und Farbleitsysteme in Schulen vor.

8. NETWASS Projekt: Beschreibt den theoretischen Hintergrund, den Aufbau, die Methoden sowie die Wirkung der Lehrkräftefortbildung zur Früherkennung von Gewalt.

9. Dynamisches Risko Analyse System (DyRiAS Schule): Erläutert die softwarebasierte Analyse von Risikofaktoren zur wissenschaftlich begründeten Einschätzung latenter Gefahren durch Jugendliche.

10. Vergleich der Präventionsmaßnahmen: Stellt die Konzepte NETWASS, DyRiAS und technische Maßnahmen gegenüber und bewertet deren Beitrag zur Sicherheit.

11. Fazit: Führt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und plädiert für die verpflichtende Implementierung ganzheitlicher Präventionskonzepte an Schulen.

Schlüsselwörter

Schulamok, School Shooting, Prävention, NETWASS, DyRiAS, Leaking, Täterprofil, Jugendgewalt, Medienkonsum, Waffenrecht, Amoklauf, Krisenteam, Risikoeinschätzung, Frühwarnsystem, Schulalltag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Thesis adressiert die Problematik von Amokläufen an deutschen Schulen und analysiert, wie pädagogische und strukturelle Präventionsmaßnahmen zur Früherkennung und Abwendung derartiger Taten beitragen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Begriffsgeschichte, spezifische Risikofaktoren wie Medienkonsum und Waffenverfügbarkeit, das Phänomen des Leakings sowie konkrete Präventionsinstrumente.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Sensibilisierung des Schulpersonals und den Einsatz wissenschaftlicher Analysetools (wie NETWASS oder DyRiAS) Krisen bei Schülern rechtzeitig erkannt und verhindert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und der Auswertung von vorhandenen Studien, Modellen und Evaluationen zum Thema Schulgewalt und Krisenprävention.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Fundierung zu Tätertypen und Ursachen sowie die detaillierte Vorstellung und einen vergleichenden Blick auf moderne Präventionsprogramme für Schulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schulamok, NETWASS, DyRiAS, Leaking, Prävention und Risikoeinschätzung sind die zentralen Begrifflichkeiten, die den Inhalt der Thesis definieren.

Worin liegt der Unterschied zwischen dem NETWASS-Programm und der DyRiAS-Software?

Während NETWASS ein ganzheitliches, auf Lehrerfortbildung und Teambildung basierendes Programm im Schulalltag ist, stellt DyRiAS eine fachspezifische Software zur computergestützten und wissenschaftlich fundierten Einzelfallanalyse eines Risikoprofils dar.

Warum ist das Phänomen des "Leaking" für die Prävention so essentiell?

Leaking bezeichnet die direkte oder indirekte Mitteilung von Absichten durch Täter vor der Tat. Das Erkennen dieser Ankündigungen ist oft die einzige Möglichkeit, den langen Entwicklungsprozess einer Tat rechtzeitig zu unterbrechen.

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Details

Title
Prävention von Amokläufen an deutschen Schulen. Vergleich von drei Maßnahmen
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaften)
Grade
1,2
Author
Aruba Nawaz (Author)
Publication Year
2022
Pages
57
Catalog Number
V1349828
ISBN (PDF)
9783346855701
ISBN (Book)
9783346855718
Language
German
Tags
Schulamok
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aruba Nawaz (Author), 2022, Prävention von Amokläufen an deutschen Schulen. Vergleich von drei Maßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1349828
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