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Funktion und Wirkung satzbezogener rhetorischer Mittel

Title: Funktion und Wirkung satzbezogener rhetorischer Mittel

Presentation (Elaboration) , 2008 , 17 Pages

Autor:in: Martin Fröhlich (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Das Substantiv Werbung leitet sich vom althochdeutschen Verb ´werban´ und von dessen mittelhochdeutscher Entsprechung ´werben´ ab. Semantisch betrachtet, bedeutete das Wort ´sich drehen´ oder ´sich um etwas bemühen´, was mit der heutigen Bedeutung von Werbung konform geht (Fährmann 2006; S.19). Bereits diesem mittelalterlichen Sinnverständnis von Werbung liegt eine Pragmatik in Form eines Kommunikationsmodells mit einem Sender, einem Empfänger und einem Sachverhalt zugrunde. Heutzutage wo Werbung vor allem ein wirtschaftliches Phänomen beschreibt, wird aus dem Sender der Produktproduzent, aus dem Empfänger der Konsument und aus dem Sachverhalt das Produkt oder die Person. Auf diese drei Grundpfeiler des wirtschaftlich betrachteten Kommunikationsmodells wirken verschiedene Variablen wie Medien, Werbeform, Werbemedium, Werbeintention, Konkurrenz ein...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zu Werbung allgemein

2. Funktion und Wirkung satzbezogener rhetorischer Mittel im Werbeslogan

3. Analyse eines Korpus

4. Fazit

5. Quellenangabe

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion und Wirkung ausgewählter satzbezogener rhetorischer Mittel in Werbeslogans, um deren persuasive Strategien zu verstehen. Dabei wird analysiert, wie diese Sprachmittel eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit zu erregen, Konsumenten emotional anzusprechen und die Einprägsamkeit von Markenbotschaften zu erhöhen.

  • Grundlagen der Werbesprache und ihre pragmatische Funktion
  • Die Rolle des Slogans innerhalb der Werbeanzeige
  • Empirische Korpusanalyse von 15 ausgewählten Slogans
  • Einsatz rhetorischer Mittel zur Beeinflussung der Rezipienten
  • Vergleich der Ergebnisse mit der Studie von Manuela Baumgart

Auszug aus dem Buch

3. Analyse eines Korpus

Die Korpusanalyse, die im Rahmen dieser Arbeit erfolgt, beschränkt sich auf den Bereich der satzbezogenen rhetorischen Mittel. Es werden 15 Slogans aus den Bereichen Nahrung und Kosmetik auf den Einsatz von rhetorischer Mittel hin untersucht. Die 22 berücksichtigten rhetorischen Mittel, stammen aus der empirischen Studie von Manuela Baumgart (vgl.: Baumgart 1992; S.243 – 294)

Textkorpus:

1. Und Falten lösen sich in Luft auf. (Clinique Anti-Gravity)

2. Die Wahl meines Zahnarztes. Und meine auch. (Colgate Total)

3. Lass mich bei dir einziehen. (Creme 21)

4. Jede Haut ist schön. (Dove)

5. Schön gepflegt – leicht gebräunt. (Dove Sunshine Body Lotion)

6. Mein Moment. Mein Parfum. (Gerry Weber)

7. Zuhause ist, wo man Cremissimo isst. (Langnese Cremissimo)

8. Jeder will sie haben. (M&M´s)

9. Das sollten wir öfter machen. (Maggi)

10. Schmeckt gut – tut gut – ist gut! (Maggi Feel Good)

11. Hast du´s drauf? (Nutella)

12. Groß. Dunkel. Stark. (Storck Riesen)

13. Essen Sie noch oder genießen Sie schon? (Seitz)

14. Tic Tac ist meine neue Taktik. (Tic Tac)

15. Für ein gesundes schönes Lächeln fürs Leben. (Blend-a-med)

Auf Platz eins der rhetorischen Mittel auf der Satzebene, liegt wie bei Baumgart auch die Allgemeine Behauptung (vgl.: Baumgart 1992; S.243). Sie ist in allen in dieser Arbeit untersuchten Slogans nachzuweisen, weshalb der Aussage, die Allgemeine Behauptung sei sloganimmanent von Baumgart zugestimmt werden kann (vgl.: Baumgart 1992; S.243). An den 15 untersuchten Slogans können explizit die Merkmale der Allgemeinen Behauptung nachgewiesen werden. So reizt keiner der 15 Slogans zum Widerspruch, weshalb jeder unmittelbar vom Rezipienten adaptiert werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zu Werbung allgemein: Dieses Kapitel erläutert die pragmatischen Grundlagen der Werbung als konstruierten Monolog und beleuchtet die psychologischen sowie linguistischen Anforderungen an eine persuasive Werbekommunikation.

2. Funktion und Wirkung satzbezogener rhetorischer Mittel im Werbeslogan: Hier wird der Slogan als zentrales, werbliches Element definiert und untersucht, wie verschiedene rhetorische Stilmittel eingesetzt werden, um die Identifikation mit dem Produkt zu fördern.

3. Analyse eines Korpus: In diesem Teil werden 15 konkrete Werbeslogans anhand von Kategorien wie allgemeiner Behauptung, Anruf, Wortspiel und Emphase auf ihren strategischen Einsatz rhetorischer Mittel untersucht.

4. Fazit: Das Fazit stellt die aktuellen Ergebnisse in den Vergleich zu älteren Analysen und konstatiert einen fortbestehenden Trend zur Verwendung vertrauter rhetorischer Mittel bei gleichzeitiger Zunahme des Anrufs zur individuellen Kundenansprache.

5. Quellenangabe: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die durchgeführten Analysen.

Schlüsselwörter

Werbung, Werbesprache, Werbeslogan, Rhetorik, Satzbezogene Mittel, Persuasion, Konsumentenpsychologie, Allgemeine Behauptung, Anruf, Wortspiel, Ambiguität, Asyndeton, Emphase, Korpusanalyse, Markenbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die sprachlichen Strategien von Werbeslogans und analysiert, welche rhetorischen Mittel auf Satzebene eingesetzt werden, um eine persuasive Wirkung beim Konsumenten zu erzielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die linguistischen Grundlagen der Werbesprache, die funktionale Bedeutung des Slogans innerhalb einer Werbeanzeige sowie die Wirkung spezifischer rhetorischer Stilmittel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, auf Basis eines Korpus von 15 Slogans aufzuzeigen, wie rhetorische Mittel wie die "Allgemeine Behauptung" oder "Anrufe" genutzt werden, um Rezipienten erfolgreich zur Identifikation mit dem beworbenen Produkt zu bewegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine linguistische Korpusanalyse angewandt, die sich auf die in der Studie von Manuela Baumgart etablierten Kategorien rhetorischer Mittel stützt, um aktuelle Slogans aus der Zeit von 2003 bis 2007 systematisch zu kategorisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Werbesprache, eine detaillierte Funktionsbeschreibung von Slogans und eine empirische Analyse, in der 15 Beispiele auf ihren spezifischen rhetorischen Einsatz hin geprüft werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Werbesprache, Persuasion, Rhetorik, Konsumentenansprache und rhetorische Stilmittel wie Ambiguität und Emphase charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Wirkung eines "Anrufs" von der einer "Bezeugung" in der Werbung?

Während der "Anruf" (z. B. durch Personalpronomen wie 'Du') den Rezipienten direkt anspricht und zur Identifikation oder Handlung auffordert, fungiert die "Bezeugung" eher als Qualitätsurteil, das der Konsument als seine eigene Meinung adaptieren kann.

Warum ist das rhetorische Mittel des "Asyndetons" für Werbeslogans effektiv?

Das Asyndeton verzichtet auf Konjunktionen zwischen Satzteilen. Dies vermeidet inhaltlichen Ballast, konzentriert die Aussage auf die wesentlichen Kernbegriffe und erhöht so die Prägnanz und Wahrnehmung der Werbebotschaft.

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Details

Title
Funktion und Wirkung satzbezogener rhetorischer Mittel
College
Technical University of Berlin
Course
Die Sprache der Werbung
Author
Martin Fröhlich (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V134983
ISBN (eBook)
9783640427604
ISBN (Book)
9783640425037
Language
German
Tags
Funktion Wirkung Mittel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Fröhlich (Author), 2008, Funktion und Wirkung satzbezogener rhetorischer Mittel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134983
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