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Die Arzt- und die Krankenrolle nach Parsons. Zentrale Aussagen und Kritik

Título: Die Arzt- und die Krankenrolle nach Parsons. Zentrale Aussagen und Kritik

Trabajo Escrito , 2019 , 12 Páginas , Calificación: 2,1

Autor:in: Sara Walther (Autor)

Ciencias de la salud - Educación para el salud
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Aussagen der Arzt- und Krankenrolle von Talcott Parsons. Hier werden beide Rollen in ihrer sozialen Struktur definiert und deren Rechte und Pflichten dargestellt. Grundlage hierfür bildet die Monographie von Talcott Parsons aus dem Jahr 1958. Hier stellte er die Struktur und Funktion der modernen Medizin in Form einer soziologischen Analyse dar. Er beleuchtete die Arzt-Patienten-Beziehung in ihrer sozialen Struktur. Des Weiteren werden zentrale Kritikpunkte zu jeder Rolle von Parsons Konzept dargestellt. Als wissenschaftliche Quelle nutzte die Autorin der Arbeit hierfür den Zeitschriftenaufsatz von Koch-Gromus & Kreß, 2012, mit dem Titel: "Arzt-Patienten-Verhältnis". Außerdem lieferte die Monographie von Wildgrube, 2007, mit dem Titel: "Medizinische Psychologie, medizinische Soziologie" eine weitere Basis. Die ausführliche Biografie von Talcott Parsons, sowie die Beschreibung der Kommunikation und Interaktion zwischen dem Arzt und dem Patienten werden nicht näher beleuchtet. Dies würde den Rahmen der Arbeit sprengen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die soziale Struktur nach Talcott Parsons

3 Zentrale Aspekte der Arztrolle

3.1 Organisatorische und ökonomische Determinanten des ärztlichen Handelns

3.2 Normen der Arztrolle

4 Zentrale Aspekte der Krankenrolle

4.1 Definition Krankheit

4.2 Merkmale der Krankenrolle

5 Kritik an Parsons Konzept

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Talcott Parsons' theoretischem Konzept der „Arzt- und Krankenrolle“ auseinander, um deren soziologische Bedeutung sowie die darin verankerten Rechte und Pflichten zu beleuchten, wobei der Fokus darauf liegt, ob und inwieweit dieses klassische Modell in der modernen, durch ökonomischen Druck und verstärkte Patientenorientierung geprägten Gesellschaft noch Bestand hat.

  • Soziologische Analyse der Arzt-Patienten-Beziehung nach Talcott Parsons
  • Definition, Rechte und Pflichten der Arztrolle im sozialen System
  • Struktur und institutionalisierte Erwartungen an die Krankenrolle
  • Kritische Reflexion des Konzepts vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen im Gesundheitswesen

Auszug aus dem Buch

3 Zentrale Aspekte der Arztrolle

Die Arztrolle weist eine besondere Bedeutung des Rollenmusters auf und hat einen besonderen Bezug zur kulturellen Tradition des Berufes. Grundlage hierfür ist die Arbeitsteilung, welche sich nach den technischen Fähigkeiten des Arztes richtet. Von einem Arzt werden eine lückenlose fachliche Kompetenz sowie Spezifität erwartet. Somit nimmt diese Rolle einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Außerdem wird die Rolle von einer gewissen Subtilität und Kompliziertheit geprägt. Aufgrund der Länge und der Intensität der Ausbildung ist es heute kaum vorstellbar, dass diese als Nebentätigkeit übertragen werden kann. In der Gesellschaft besteht eine Tendenz, sodass die ärztliche Rolle an andere Rollen ähnlichen Charakters in der gesamten Berufsstruktur angeglichen werden kann (Parsons, 1958, S. 14-15). Die Arztrolle fokussiert sich auf das Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Patienten, indem der Arzt für dessen Wohl sorgt. Er ist dazu verpflichtet nach besten Kräften die Genesung kranker Menschen zu fördern. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss er über eine hohe Fachkompetenz verfügen und auf dem neuesten Stand der Medizintechnik sein. Sein Wissensstand und die erworbenen Fähigkeiten tragen maßgeblich zum Heilungsprozess bei. Täglich wird der Arzt mit Leid oder Lebensgefahren konfrontiert, welche er emotional einordnen muss. Dies kann zu emotionalen Anpassungsproblemen führen. Trotz seines hohen Wissensstands, Erfahrungen, Hilfsmittel und der fachgerechten Arbeit kann nicht immer eine Genesung gewährleistet werden. Grund hierfür sind zwei wesentliche Aspekte. Es gibt Fälle, in denen eine exakte Diagnose zu bestimmten Ergebnissen führt, aber aufgrund des gegebenen Standes der medizinischen Erkenntnisse und Verfahren keine wirksame Therapie vorhanden ist. In den zwischenmenschlichen Beziehungen unserer Gesellschaft spielt daher eine optimistische Haltung zum Thema Gesundheit eine wichtige Rolle (Parsons, 1958, S. 27).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die soziologische Perspektive von Talcott Parsons auf die Arzt- und Krankenrolle ein und erläutert die methodische Grundlage der vorliegenden Literaturrecherche.

2 Die soziale Struktur nach Talcott Parsons: Dieses Kapitel analysiert die Rollen von Arzt und Patient als integralen Bestandteil des sozialen Systems und beschreibt die Verschiebung der ärztlichen Tätigkeit in den klinischen Bereich.

3 Zentrale Aspekte der Arztrolle: Hier werden die Erwartungen an den Arzt, wie fachliche Kompetenz und emotionale Neutralität, sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen der Berufsausübung detailliert dargelegt.

4 Zentrale Aspekte der Krankenrolle: Das Kapitel definiert Krankheit als soziale Rolle und erläutert die damit verbundenen Entlastungsfunktionen sowie die Pflichten des Patienten, aktiv an der Genesung mitzuwirken.

5 Kritik an Parsons Konzept: Es wird diskutiert, wie sich das moderne Gesundheitswesen und veränderte Patientenansprüche kritisch auf das klassische Parsons-Modell auswirken.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Modell der Arzt-Patienten-Rolle zwar konzeptionell bedeutsam bleibt, aber aufgrund gesellschaftlicher und ökonomischer Wandlungsprozesse einer theoretischen Neubewertung bedarf.

Schlüsselwörter

Dienstleistung, Arztrolle, Krankenrolle, Talcott Parsons, Gesundheitssoziologie, Patientenorientierung, Compliance, Soziale Kontrolle, Rollenmuster, Medizinische Soziologie, Sozialgesetzbuch, Arzt-Patienten-Beziehung, Krankheitsbewältigung, Strukturfunktionalismus, Institutionelle Erwartungen

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die soziologische Definition der Arzt- und Krankenrolle nach Talcott Parsons und hinterfragt, inwieweit diese historischen Konzepte in der heutigen, modernen Gesellschaft noch Gültigkeit besitzen und wo sie an ihre Grenzen stoßen.

Welche Themenbereiche stehen im Fokus?

Die Schwerpunkte liegen auf den normativen Anforderungen an Ärzte, der sozialen Konstruktion der Krankenrolle, den Rechten und Pflichten beider Parteien sowie der kritischen Auseinandersetzung mit ökonomischen und technologischen Veränderungen im Gesundheitswesen.

Was versteht man unter der „Krankenrolle“ bei Parsons?

Die Krankenrolle ist eine soziale Rolle, bei der die betroffene Person von alltäglichen Pflichten entlastet wird, jedoch gleichzeitig die Verpflichtung hat, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und aktiv an der Wiederherstellung der eigenen Gesundheit mitzuwirken.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Literaturrecherche, die auf der Monografie von Talcott Parsons aus dem Jahr 1958 sowie ergänzender aktueller soziologischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Arztrolle (inklusive ökonomischer Determinanten), die Untersuchung der Krankenrolle (Definition von Krankheit und Merkmale) sowie eine kritische Betrachtung des Modells im Hinblick auf aktuelle Herausforderungen.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Strukturfunktionalismus, Arztrolle, Krankenrolle, Compliance, soziale Kontrolle, Patientenorientierung und psychosoziale Faktoren der Krankheit.

Wie beeinflussen Krankenkassen heute die Arztrolle?

Das Dokument weist darauf hin, dass Krankenkassen durch Fallpauschalen und Honorargestaltungen direkten Einfluss auf die Behandlungsmethoden nehmen, wodurch die Wirtschaftlichkeit der ärztlichen Tätigkeit zunehmend in den Fokus rückt.

Warum ist das Konzept der Krankenrolle laut der Autorin heute kritisch zu sehen?

Die Autorin hebt hervor, dass heutige Patienten informierter sind, Mitspracherechte einfordern und dass die strikte Trennung der Rollen durch moderne, chronische Krankheitsbilder und ökonomische Instabilität zunehmend in Frage gestellt wird.

Was bedeutet der Begriff „sekundärer Krankheitsgewinn“ in der Arbeit?

Dies bezieht sich auf den Profit, den Menschen aus einer Krankheit schlagen können, wie etwa durch finanzielle Erleichterungen oder verstärkte soziale Zuwendung, was als „Flucht in die Krankheit“ interpretiert wird.

Inwiefern hat sich das Internet auf die Arzt-Patienten-Interaktion ausgewirkt?

Durch das Internet verfügen Patienten und Angehörige über erweiterte Informationsmöglichkeiten, was zu einer veränderten Erwartungshaltung führt und das primäre Ziel einer Gleichberechtigung zwischen Arzt und Patient bestärkt.

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Detalles

Título
Die Arzt- und die Krankenrolle nach Parsons. Zentrale Aussagen und Kritik
Universidad
University of Applied Sciences Münster  (Bildung und Beratung Bethel)
Calificación
2,1
Autor
Sara Walther (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
12
No. de catálogo
V1349924
ISBN (PDF)
9783346855435
ISBN (Libro)
9783346855442
Idioma
Alemán
Etiqueta
arzt- krankenrolle parsons zentrale aussagen kritik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sara Walther (Autor), 2019, Die Arzt- und die Krankenrolle nach Parsons. Zentrale Aussagen und Kritik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1349924
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