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Wie diskriminierend ist eigentlich unser Sprachgebrauch? (8. Klasse, Ethik)

Title: Wie diskriminierend ist eigentlich unser Sprachgebrauch? (8. Klasse, Ethik)

Lesson Plan , 2022 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Ethics
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Das Thema der Reihe entwickelte sich vorrangig wegen meiner besorgniserregenden Beobachtungen im Kurs bezüglich der Intoleranz gegenüber geschlechtlicher oder sexueller Vielfalt. Des Weiteren fiel auf, dass die SuS die Begriffe akzeptieren und tolerieren verwechseln; dass Meinungsfreiheit beleidigende Aussagen nicht rechtfertigt und einen Straftatbestand darstellen kann, war ihnen ebenfalls unbekannt. Keiner der Ansätze war den SuS gänzlich fremd, doch müssen sie sich eingehender mit der Thematik beschäftigen. Das gelernte Wissen können und sollen sie durch reflektierten Sprachgebrauch in ihrer Lebenswelt anwenden.

Die Thematik ist aktuell und wirkt sich auf die Lebenswelt der SuS aus, auch wenn sie sich dessen nicht bewusst sind. Zeigt man ihnen beispielsweise auf, dass das Gendern erst nach jahrelangen Protesten umgesetzt wird, kann man den SuS die Zukunftsbedeutung verdeutlichen. Ihnen muss also auch klar sein: Politische Korrektheit in der Sprache ist ein langwieriger Prozess. Die Verwendung reflektierter und aufgeklärter Sprache, das Wissen um historische Fakten, sowie eine vorurteilsfreie Einstellung sind signifikant für die Entwicklung einer offenen und pluralistischen Weltanschauung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Analyse der pädagogischen Situation und fachlichen Voraussetzungen

2. Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsreihe

3. Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde

4. Geplante Fortführung der Unterrichtsreihe

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit ist die Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern für die Signifikanz einer antirassistischen Sprache im Alltag. Die zentrale Forschungs- und Reflexionsfrage lautet, inwiefern unser alltäglicher Sprachgebrauch diskriminierende Muster reproduziert und wie ein bewussterer Umgang mit Sprache zu einer pluralistischen Gesellschaft beitragen kann.

  • Analyse und Reflexion rassistischer Sprachmuster
  • Förderung ethischer Urteilsfähigkeit und Empathie
  • Historische Einordnung rassistisch konnotierter Begriffe
  • Diskriminierungskritischer Umgang in der Lebenswelt
  • Stärkung der interkulturellen Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

3. Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde

Die Stunde mit dem Titel „Das darf ich ja wohl noch sagen!“ – Sensibilisierung für die Signifikanz antirassistischer Sprache ist Teil einer Reihe, welche die SuS dabei unterstützen soll, internalisierte Rassismen im alltäglichen Sprachgebrauch zu reflektieren. Die curriculare Einordnung findet sich im Lehrplan für Ethik unter Freiheit und Würde unter den Punkten Respekt im Umgang miteinander, Höflichkeit und Art. 1 im Grundgesetz. Nachdem die Gesetzeslage besprochen, Fachbegriffe erläutert und anhand der Frage „Woher kommst du eigentlich?“ implizierte Diskriminierungen sowie die damit einhergehenden Stereotypen thematisiert wurden, soll nun die Problematik und der explizite Rassismuscharakter der Begriffe Z*, N* und M* konkretisiert werden.

Trotz der diskriminierenden und von Rassentheorien geprägten Hintergründe ist die Verwendung der Begriffe N* und M* nur bedingt gesellschaftlich verpönt. Die Diskussion um das Z-Wort ist noch unbekannter, obwohl auch dies eine rassistische Fremdbezeichnung ist, die seit Jahren kritisiert wird. Fremdbezeichnungen sind Namen für Gruppierungen, die von Außenstehenden festgelegt werden, ohne, dass Betroffene Einfluss darauf haben. Hierbei liegt Fremdbezeichnungen meist fehlende interkulturelle Kompetenz, sowie ein diskriminierender und abwertender Charakter zugrunde; ebendies ist bei den Begriffen N*, Z* und M* der Fall.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Analyse der pädagogischen Situation und fachlichen Voraussetzungen: Diese Analyse beleuchtet die Zusammensetzung der Lerngruppe, die Beziehungsebene zur Lehrkraft sowie beobachtete Lernhemmfnisse und Kompetenzunterschiede der Klasse 8.

2. Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsreihe: Hier wird die curriculare Anbindung der Reihe begründet und die Notwendigkeit aufgezeigt, Sensibilität für diskriminierende Sprachmuster als Beitrag zu einer pluralistischen Gesellschaft zu entwickeln.

3. Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde: Dieser Abschnitt konkretisiert das didaktische Vorgehen für die spezifische Doppelstunde, inklusive der Vermittlung historischer Hintergründe rassistischer Begriffe und der Anwendung auf Praxisbeispiele.

4. Geplante Fortführung der Unterrichtsreihe: Der Ausblick skizziert die langfristige Sicherung der Unterrichtsergebnisse durch Briefschreibaufgaben sowie die weitere Vertiefung mittels Podiumsdiskussionen.

Schlüsselwörter

Antirassistische Sprache, Ethikunterricht, Diskriminierung, Sprachgebrauch, Menschenwürde, Fremdbezeichnungen, Interkulturelle Kompetenz, Sprachkritik, Reflexion, Rassismus, Political Correctness, Urteilsfähigkeit, Sensibilisierung, Pluralismus, Demokratische Grundordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem Unterrichtsbesuch im Fach Ethik, bei dem die Sensibilisierung für antirassistische Sprache im Mittelpunkt steht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Menschenwürde, der Unterschied zwischen Meinung und diskriminierender Beleidigung sowie der Abbau von internalisierten Rassismen im Sprachgebrauch.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Förderung der ethischen Urteilsfähigkeit und der interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit rassistisch geprägten Sprachmustern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden didaktische Methoden wie Think-Pair-Share, Plenumsdiskussionen, die Vier-Ecken-Methode/Positionslinien und Gedankenexperimente angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die pädagogischen Voraussetzungen, die didaktische Einordnung der Unterrichtsreihe und die methodische Planung der Einheiten detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Antirassistische Sprache, Diskriminierung, Sprachreflexion, Interkulturelle Kompetenz und Menschenwürde.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Akzeptanz und Toleranz in der Unterrichtsreihe wichtig?

Die Differenzierung ist entscheidend, um den Schülern zu vermitteln, dass Meinungsfreiheit nicht das Recht legitimiert, andere aufgrund ihrer Herkunft oder Identität zu beleidigen.

Wie geht die Lehrkraft mit rassistischen Begriffen um, die im Unterricht fallen?

Es erfolgt eine historische Kontextualisierung der Begriffe (z.B. N-Wort, Z-Wort), um den Schülern die diskriminierende Herkunft und die Auswirkungen auf die Betroffenen empathisch verständlich zu machen.

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Details

Title
Wie diskriminierend ist eigentlich unser Sprachgebrauch? (8. Klasse, Ethik)
College
Studienseminar für Gymnasien Gießen
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
14
Catalog Number
V1350003
ISBN (PDF)
9783346895349
ISBN (Book)
9783346895356
Language
German
Tags
sprachgebrauch klasse ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Wie diskriminierend ist eigentlich unser Sprachgebrauch? (8. Klasse, Ethik), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1350003
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