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Die Rhetorik Hitlers im Prozess 1924

Titel: Die Rhetorik Hitlers im Prozess 1924

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2023 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Robin Helm (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Hausarbeit wird der Versuch unternommen, die zahlreichen Rechtsbeugungen des Gerichts darzulegen sowie die Schlussrede Hitlers zu ergründen. Demnach soll der Leitfrage nachgegangen werden, wie Hitler gegen Ende der Gerichtsverhandlungen rhetorisch in Erscheinung trat und welche Inhalte er besonders in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte. Hierzu wurde als Quellengrundlage das von 1997 bis 1999 in vier Teilen erarbeitete Sammelwerk Lothar Gruchmanns (Der Hitler-Prozess 1924) herangezogen.

Berücksichtigt wurde nur das abgedruckte Wort und nicht die Gestik, die Atmosphäre im Gerichtssaal usw., da sonst der Rahmen dieser Hausarbeit gesprengt worden wäre.
Die Forschung hat sich mit der Person Adolf Hitler (Führermythos) in unzähligen Publikationen und Arbeiten ausgiebig befasst. Das Hitler den Prozess für seine Zwecke umfunktionierte und als Bühne missbrauchte, gilt in der Forschung als unbestrittener Sachverhalt. Ebenso wird ihm eine außerordentliche Redegabe oder auch rhetorische Urbegabung eingeräumt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hitlers Schlussworte: Rechtfertigung der Tat

3. Hitlers Schlussworte: Selbststilisierung

4. Die zahlreichen Rechtsbeugungen

5. Schlussbetrachtung

6. Quellen und Literaturverzeichnis

6.1. Quellen

6.2. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht, wie Adolf Hitler den Hitler-Prozess von 1924 rhetorisch nutzte, um sich als zentralen politischen Akteur zu inszenieren und das Gericht sowie die Öffentlichkeit zu beeinflussen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den juristischen Unregelmäßigkeiten des Prozesses sowie der strategischen Selbstinszenierung Hitlers und seiner Rechtfertigungsversuche für den Putsch.

  • Rhetorische Strategien und Selbststilisierung Adolf Hitlers im Prozess
  • Analyse der Rechtfertigung des gescheiterten Umsturzversuches
  • Untersuchung der Rechtsbeugungen und des Verhaltens des Gerichts
  • Instrumentalisierung der Geschichte und politischer Mythen

Auszug aus dem Buch

3. Hitlers Schlussworte: Selbststilisierung

Nachdem Hitler den Putsch eingehend gerechtfertigt hatte, kam er auf seine eigene Person zu sprechen und diffamierte zugleich das Triumvirat. General Lossow habe Hitler im Frühjahr 1923 bloß als einen „Propagandist und Weckrufer“ wahrgenommen. Hierauf reagierte Hitler nun vor Gericht: Wie klein denken doch kleine Menschen! Meine hohen Herren! Nehmen Sie die Überzeugung hin, daß ich die Erringung eines Ministerpostens als nicht erstrebenswert ansehe. Ich halte es eines großen Mannes nicht für würdig, erst noch nach Vortiteln zu suchen. Wer seinen Namen der Weltgeschichte nur dadurch zu überliefern vermag, daß er Minister wird, könnte auch Gefahr laufen, eines Tages neben anderen Ministern begraben zu werden, sagen wir Herrn Scheidemann, Herrn Wutzlhofer. Ich wollte mich nicht in eine Grube gemeinsam mit diesen legen. Was mir als Ziel vor Augen stand, war vom ersten Tage an tausendmal größer, als Minister zu werden. Minister können Tausende werden. Was ich werden wollte, das war der Zerbrecher des Marxismus.

An dieser Passage wird augenfällig, dass sich Hitler in einer damaligen unkonventionellen Weise zum Führer seiner Bewegung stilisierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext des Hitler-Putsches von 1923, Hitlers Aufstieg an die Spitze der NSDAP und das Ziel der Hausarbeit, die rhetorische Verteidigung und die Rechtsbeugungen im Prozess zu analysieren.

2. Hitlers Schlussworte: Rechtfertigung der Tat: Dieses Kapitel untersucht Hitlers Rhetorik in seiner Schlusserklärung, in der er die Verantwortung für den Putsch übernahm, sich als Retter Deutschlands inszenierte und die Dolchstoßlegende sowie antisemitische Motive nutzte.

3. Hitlers Schlussworte: Selbststilisierung: Hier wird analysiert, wie Hitler das Triumvirat abwertete, um sich selbst als den einzigen, zu Höherem berufenen Führer darzustellen und seine Rolle als politischen Visionär zu festigen.

4. Die zahlreichen Rechtsbeugungen: Das Kapitel befasst sich mit der kritischen Analyse des Prozesses, insbesondere der Milde des Gerichts gegenüber Hitler, der fehlenden Berücksichtigung der vorangegangenen Verbrechen und der bewussten Ignoranz gegenüber geltenden Rechtsnormen.

5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, wie Hitler durch das Versagen der bayerischen Justiz und seine manipulative Rhetorik den Prozess erfolgreich in eine Bühne für seine Propaganda verwandeln konnte.

6. Quellen und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Literatur zur Aufarbeitung des Themas.

Schlüsselwörter

Adolf Hitler, Hitler-Prozess 1924, Umsturzversuch, Weimarer Republik, Rechtsbeugung, Rhetorik, Selbststilisierung, Propaganda, Dolchstoßlegende, Novemberverbrecher, Antisemitismus, Gerichtsbarkeit, Georg Neithardt, NSDAP, Politischer Strafprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Verhalten, die Rhetorik und die Selbstinszenierung von Adolf Hitler während des Prozesses nach seinem gescheiterten Putschversuch von 1923.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Der Fokus liegt auf der juristischen Milde des Gerichts, der rhetorischen Transformation Hitlers vom angeklagten Hochverräter zum selbstsicheren Ankläger und der geschichtsverfälschenden Propaganda.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Hitler das Tribunal missbrauchte, um seine Ideologisierung voranzutreiben und den gescheiterten Putsch als heroischen Versuch der Rettung Deutschlands umzudeuten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer akribischen Analyse von Primärquellen, insbesondere dem Wortlaut der Hauptverhandlung sowie historischer Fachliteratur zur Weimarer Zeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Detailliert werden die Schlussworte Hitlers, seine rhetorischen Angriffe auf Gegner, die Rechtfertigung der Novemberrevolution als „Landesverrat“ und das bewusste Versagen der Justiz thematisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Nationale Erhöhung, Rechtsbeugung, Untergrabung der Demokratie, Agitation, politische Selbstdarstellung und historische Verzerrung.

Wie bewertet der Autor das Verhalten des Richters Neithardt?

Der Autor konstatiert ein bewusstes Versagen der Justiz; durch die Gewährung weitreichender Redefreiheit habe Neithardt Hitler erst ermöglicht, den Gerichtssaal zur Bühne zu machen.

Warum wird Hitlers Rhetorik als „fiktiv-übergeschichtlich“ bezeichnet?

Weil Hitler versuchte, das Gericht für unzuständig zu erklären und sich stattdessen einem imaginären „Richterstuhl der Geschichte“ unterstellte, um sich von jeder Schuld freizusprechen.

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Details

Titel
Die Rhetorik Hitlers im Prozess 1924
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,7
Autor
Robin Helm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
24
Katalognummer
V1350231
ISBN (PDF)
9783346856166
ISBN (Buch)
9783346856173
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rhetorik hitlers prozess
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robin Helm (Autor:in), 2023, Die Rhetorik Hitlers im Prozess 1924, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1350231
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Leseprobe aus  24  Seiten
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