In jeder Gesellschaft und damit auch in der Schule gibt es verschiedene Formen der Diskriminierung. Menschen oder Gruppen können aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer Weltanschauung diskriminiert werden. Aufgrund der Kürze der Arbeit wird Diskriminierung von Lernenden mit Migrationshintergrund genauer betrachtet, dabei ist zu beachten, dass Diskriminierung nicht nur in diesem Bereich aufzufinden ist.
Zunächst erfolgt eine theoretische Einbettung sowie Begriffserklärungen von Diskriminierung und Rassismus, um diese voneinander abgrenzen zu können. Zudem wird der Termini von Kultur erklärt. Dadurch soll ein einheitliches Verständnis der genutzten Begriffe vorliegen, um sie in diesem Kontext zu verstehen.
Im Hauptteil wird die institutionelle Diskriminierung untersucht, anhand des Projektes Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, dabei soll der Blick auf vermittelte und verhinderte Lern- und Bildungsprozess erfolgen. Darauf folgen Maßnahmen der Prävention und Reflexion, um Diskriminierung an Schulen zu verhindern. Der Fokus der Arbeit liegt dabei auf Diskriminierung aufgrund der Ethnizität, Kultur und sozialen Herkunft. Deutschland als pluriformes Einwanderungsland hat eine Vielfalt an Kulturen, welche sich in der Schule wiederfinden lassen. Die Schule hat mit 33 Prozent mehr Menschen mit Migrationshintergrund in ihrem System als die Gesamtbevölkerung aufweist (vgl. 33 % der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund o. D.).
Ziel dieser Arbeit ist es zu klären, inwieweit Diskriminierung die Lernenden in der Bildungsstätte betreffen, welche Auswirkungen damit verbunden sind, wie diese von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage unterbunden werden können und welche Relevanz sie für die Betroffenen haben. Abschließend an die Arbeit folgt ein umfassendes, reflektierendes Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische und begriffliche Bezüge
2.1. Was ist Diskriminierung?
2.2. Was ist Rassismus? Eine Definition nach Stuart Hall
2.3. Was ist Kultur? Eine Definition nach Stuart Hall
2.4. Unterschiede von Rassismus und Diskriminierung
3. Institutionelle Diskriminierung von Schülern
3.1.1. Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
3.1.2. Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz von Diskriminierung im schulischen Kontext und analysiert, inwieweit das Projekt "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" dazu beitragen kann, Diskriminierung und Rassismus abzubauen sowie ein diskriminierungsfreies Lernumfeld zu schaffen.
- Theoretische Grundlagen zu Diskriminierung, Rassismus und kulturbedingten Zuschreibungen.
- Untersuchung der institutionellen Diskriminierung von Schülern mit Migrationshintergrund.
- Analyse des Projekts "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" als pädagogisches Präventionsinstrument.
- Darstellung von Maßnahmen zur Förderung eines fairen, respektvollen Miteinanders an Schulen.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Schule ohne Rassismus mit Courage – Schule mit Courage
Durch geeignetes Handeln soll unerwünschtes Handeln unterdrückt werden, das sind allgemeine Präventionsansätze. Da Diskriminierung und Rassismus auf vielen Ebenen wirken, muss ein geeignetes Handeln stattfinden, welches gleichermaßen die Schüler, die Lehrer und die Schulorganisation miteinbezieht. Das ist im Fall des Projekts die Prävention, dadurch wird versucht, der „Entstehung unerwünschter Entwicklungen zuvorzukommen, um sie zu verhindern“ (Kleff 2016, 22). Rassismus und Feindlichkeitsgedanken gegenüber anderen schleichen sich oft unterbewusst in das Gedächtnis von jungen Heranwachsenden, da sie noch sehr viel von ihrem sozialen Umfeld aufnehmen, ohne großartig darüber nachzudenken. Aus diesem Grund ist es wichtig, ein Lehr- und Lernumfeld zu bieten, in dem Schüler ihre Erfahrungen einbringen können und hinterfragen können, um ein interkulturelles Lernen zu ermöglichen (vgl. Binder, 2012, S. 425). Es hat sich gezeigt, dass die Projekte, welches das selbstständige Erlernen und Erkunden von interkulturellen Erfahrungen eine gute Wirkung erzielen, in Bezug auf einen Perspektivenwechsel, genau das verfolgt auch das Projekt Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus. Die Macher des Projekts gehen davon aus, dass die Schüler sich für einen fairen Umgang miteinander einsetzen wollen und liegen damit richtig. Seit 1995 gibt es erste Schulen in der Bundesrepublik Deutschland, mittlerweile gibt es etwa 3872 Schulen im Land die sich mit dem Titel schmücken (vgl. (Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, 2022).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz von Diskriminierung im Alltag sowie in der Schule und stellt das Projekt "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" als zentrales Untersuchungsobjekt vor.
2. Theoretische und begriffliche Bezüge: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Diskriminierung, Rassismus und Kultur auf Basis theoretischer Ansätze, insbesondere nach Stuart Hall.
2.1. Was ist Diskriminierung?: Es erfolgt eine Differenzierung zwischen verschiedenen Formen der Diskriminierung, wobei der Fokus auf dem Bildungssetting liegt.
2.2. Was ist Rassismus? Eine Definition nach Stuart Hall: Hier wird Rassismus als Ideologie von Herrschaft und Dominanz definiert, die den Zugang zu Ressourcen und Privilegien regelt.
2.3. Was ist Kultur? Eine Definition nach Stuart Hall: Unter Rückgriff auf die Cultural Studies wird ein dynamischer Kulturbegriff erarbeitet, der abseits statischer Zuschreibungen operiert.
2.4. Unterschiede von Rassismus und Diskriminierung: Das Kapitel arbeitet die begrifflichen Unterschiede heraus, indem Rassismus auf ethnische Merkmale und Diskriminierung auf breitere personenbezogene Merkmale bezogen wird.
3. Institutionelle Diskriminierung von Schülern: Hier wird der Fokus auf die Auswirkungen von Diskriminierung im schulischen Alltag sowie auf die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen gelegt.
3.1.1. Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage: Das Kapitel erläutert die Funktionsweise des Projekts und dessen Intention, durch Prävention einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen.
3.1.2. Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung: Es werden konkrete Handlungsfelder des Projekts aufgezeigt, wie Workshops, Projekttage und die Förderung demokratischer Teilhabe durch die Schüler selbst.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung des Projekts zusammen, weist jedoch kritisch auf das Fehlen konkreter didaktischer Konzepte und die Belastung der Lehrkräfte hin.
Schlüsselwörter
Diskriminierung, Rassismus, Schule, Migration, Interkulturelles Lernen, Schule ohne Rassismus, Pädagogisches Handeln, Prävention, Alltagsrassismus, Andere, Institutionelle Diskriminierung, Bildungsstätte, Leitkultur, Migrationshintergrund
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Relevanz von Diskriminierungserfahrungen von Schülern mit Migrationshintergrund im Schulalltag und beleuchtet Gegenmaßnahmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen Begriffe wie Diskriminierung, Rassismus, kulturelle Identität sowie die institutionelle Umsetzung von Präventionsprojekten an Schulen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu klären, wie Diskriminierung Schüler beeinträchtigt und welche Rolle das Projekt "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" bei der Unterbindung dieser Diskriminierung spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Einbettung und eine wissenschaftliche Literaturanalyse, um das Projekt kritisch mit den bestehenden Diskursen zu vergleichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die institutionelle Diskriminierung an Schulen und detailliert die Maßnahmen des Projekts zur Förderung eines diskriminierungsfreien Lernklimas.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Diskriminierung, Rassismus, Migration, interkulturelles Lernen und Institutionelle Diskriminierung.
Inwiefern beeinflusst der "Othering"-Prozess den Schulalltag?
Der "Othering"-Prozess erzeugt eine fühlbare Differenz zwischen "Wir" und den "Anderen", was zu Ausgrenzung führt und die betroffenen Schüler unter psychischen Stress setzt.
Welche Rolle spielen die Schüler innerhalb des Projekts "Schule ohne Rassismus"?
Das Projekt setzt stark auf die Aktivierung der Schüler; diese sollen eigenständig an der Gestaltung ihrer Schule als sicherem Ort mitwirken.
Warum wird im Fazit Kritik am Projekt geübt?
Die Kritik richtet sich vor allem gegen das Fehlen konkreter didaktischer Konzepte und die unklare Messbarkeit der langfristigen Effektivität der Präventionsmaßnahmen.
Welche Bedeutung hat das Schulgesetz in Rheinland-Pfalz für die Arbeit?
Das Schulgesetz dient als rechtlicher Referenzrahmen, der die Schulen zur Achtung der Menschenwürde und zum Abbau von Diskriminierung verpflichtet.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Inwieweit ist die Diskriminierung für Schüler relevant? Gegenmaßnahmen aus dem Projekt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1350826