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Leistungsbeurteilungen von alternativen Prüfungsleistungen. Notengebung in schulischen Planspielen

Titel: Leistungsbeurteilungen von alternativen Prüfungsleistungen. Notengebung in schulischen Planspielen

Hausarbeit , 2023 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Philipp Wandelt (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit behandelt die folgende Forschungsfrage: Inwiefern kann ich die Lehr-Lernmethode des Planspiels als Prüfungsformat mit Leistungsbeurteilung verwenden?

„Noten sind halt ungerecht, aber was willste machen?!“- mit diesem leicht resignativen Alltagszitat einer Sekundarschullehrerin wollen Hans Anand Pant und Silvia-Iris Beutel zum Ausdruck bringen, was die Diskussion um Notengebung als die dominierende Praxis der Leistungsbeurteilung in Deutschland immer noch auszeichne. Besonders wichtig scheint ihnen, wie auch anderen Autor*innen, auf die im Verlauf der Arbeit noch verwiesen wird, der gesellschaftliche Wandel in einer Wissensgesellschaft zu sein.

Mit Blick auf das deutsche Bildungssystem und der Klassenarbeit als typisches Prüfungsformat für die Leistungsbeurteilung von Schüler*innen wirft diese Vorgehensweise viele Fragen auf, die in der Forschungsliteratur und auch in der Bildungspolitik regelmäßig energisch diskutiert werden.

Als mögliche Lösungen für die dargestellte Problematik werden oft alternative Leistungsbeurteilungen, wie beispielsweise die Portfolioarbeit oder Projektarbeiten vorgeschlagen und diskutiert. In der Übergattung der Projektarbeiten lässt sich ebenfalls das Planspiel verorten, das als Lehr-Lernmethode vor allem in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften immer häufiger genutzt wird. Besonders die Faktoren des selbstregulierten Arbeitens und der Problemorientierung werden in der Literatur immer wieder als Vorteile dieser simulativen Makromethode herausgearbeitet. Besonders zu den methodisch-didaktischen Aspekten dieser Methode existiert eine Bandbreite an Literatur, jedoch gibt es bis heute nur wenig Forschung zur Nutzung von Planspielen als Prüfungsformat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. VORSTELLUNG PRÜFUNGSFORMATE

2.1 SCHULISCHE TESTS ALS HILFSMITTEL ZUR LEISTUNGSBEURTEILUNG VON SCHÜLER*INNEN

2.2 DAS PLANSPIEL

2.2.1 DIACHRONE ÜBERSICHT DES PLANSPIELS

2.2.2 METHODISCH-DIDAKTISCHE ASPEKTE DER LEHR-LERNMETHODE PLANSPIEL

2.2.3 ANMERKUNGEN ZUR ROLLE DER LEHRKRAFT

3. BEGRÜNDUNG NEUER FORMEN DER LEISTUNGSBEURTEILUNG

3.1 DER ALLGEMEINE LEISTUNGSBEGRIFF

3.2 DER PÄDAGOGISCHE LEISTUNGSBEGRIFF

3.3 DER ERWEITERTE LERNBEGRIFF

3.4 BEZUGSNORMEN ALS PRODUKTIVSTE FORM DER LEISTUNGSBEURTEILUNG

4. DIFFERENZIERTE LEISTUNGSDIAGNOSTIK

4.1 SUMMATIVE DIAGNOSTIK

4.2 FORMATIVE DIAGNOSTIK

5. ÜBERLEGUNGEN ZUR LEISTUNGSBEURTEILUNG IM PLANSPIEL

5.1 GRUNDSÄTZLICHE ASPEKTE DER VERWENDUNG VON PLANSPIEN ZUR LEISTUNGSBEURTEILUNG

5.2 ABLEITUNGEN AUS DER FALLSTUDIE WOLFGANG PASCHES ZUM PROZESSSPIEL

6. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Planspiels als alternatives Prüfungsformat im schulischen Kontext und stellt die zentrale Forschungsfrage, inwiefern sich diese Lehr-Lernmethode zur Leistungsbeurteilung von Schülerinnen und Schülern verwenden lässt, um eine einseitige Fokussierung auf fachlich-inhaltliche Lernbereiche zu vermeiden.

  • Vergleich von klassischen Leistungsüberprüfungen und alternativen Methoden
  • Analyse des erweiterten Lernbegriffs nach Bohl
  • Differenzierung zwischen summativer und formativer Leistungsdiagnostik
  • Die Rolle der Lehrkraft als Moderator und Verwalter im Planspiel
  • Reflexion praxisnaher Fallbeispiele zur Leistungsbenotung in Prozessspielen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Diachrone Übersicht des Planspiels

Grundlegend lässt sich sagen, dass Planspiele abstrahiert, aber dennoch realitätsnah, Gesamtabläufe und Zielkonflikte in verschiedenen Szenarien simulieren (vgl. Högsdal 1996: 12ff.).

Nach Bernt Högsdal gehe der Stammbaum moderner Planspiele zurück auf Kampfspiele in Indien um etwa 1000 v. Chr., die sich grundlegend mit den folgenden Fragestellungen befassten: Was passiert als Folge einer Entscheidung beziehungsweise eines Eingriffs in ein System? Was ist die geeignete Reaktion auf unerwünschte Einflüsse bei der Verfolgung eines bestimmten Ziels?

Heute lassen sich auf vielen großen Datenbanken Anthologien von Planspielen, ihren Konzeptionen sowie Rezensionen jener finden. Den thematischen Schwerpunkten sind keine Grenzen gesetzt. In der Datenbank der Bundeszentrale für politische Bildung (folglich BPB) sind beispielsweise knapp 250 Planspiele öffentlich zugänglich (vgl. BPB Datenbank). Von Kommunalpolitik über Extremismus bis hin zu supra- und internationalen Szenarien sind diverse Thematiken für die Durchführung von Planspielen im schulischen oder beruflichen Kontext anwendbar. Zeitumfang, Teilnehmer*innenbegrenzungen und Plattform sind dabei sehr variabel, sodass diese Makromethode für die verschiedensten Situationen und Gruppenkonstellationen anwendbar wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Hinführung zur Problematik der traditionellen Notengebung und Vorstellung der Forschungsfrage hinsichtlich des Planspiels als Prüfungsformat.

2. VORSTELLUNG PRÜFUNGSFORMATE: Definition von Schultests und Planspielen sowie deren Entstehungsgeschichte, methodische Aspekte und die Rolle der Lehrkraft.

3. BEGRÜNDUNG NEUER FORMEN DER LEISTUNGSBEURTEILUNG: Theoretische Herleitung eines erweiterten Lernbegriffs und kritische Beleuchtung der gängigen Bezugsnormen für Leistung.

4. DIFFERENZIERTE LEISTUNGSDIAGNOSTIK: Darstellung der Dichotomie zwischen summativer und formativer Diagnostik im schulischen Kontext.

5. ÜBERLEGUNGEN ZUR LEISTUNGSBEURTEILUNG IM PLANSPIEL: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das Planspiel inklusive Analyse der Fallstudie von Wolfgang Pasche.

6. SCHLUSS: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Plädoyer für die verstärkte Implementierung alternativer Lernmethoden.

Schlüsselwörter

Leistungsbeurteilung, Planspiel, erweiterter Lernbegriff, Leistungsdiagnostik, Schulische Tests, Summative Diagnostik, Formative Diagnostik, Bezugsnormen, Kompetenzerwerb, Projektarbeit, Fachlich-inhaltliches Lernen, Unterrichtsentwicklung, Notengebung, Selbstreguliertes Lernen, Fallstudie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Leistungsbeurteilung von Schülerinnen und Schülern jenseits der klassischen Klassenarbeit gestaltet werden kann, wobei ein besonderer Fokus auf dem Planspiel liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind pädagogische Leistungsbegriffe, verschiedene Diagnoseformen (summativ vs. formativ), Bezugsnormen sowie die methodisch-didaktische Einbettung von Planspielen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der Einsatzmöglichkeiten von Planspielen als valider Prüfungsleistung, um alle Bereiche des erweiterten Lernbegriffs adäquat zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Fallstudien, insbesondere der Untersuchung von Wolfgang Pasche zu Prozessspielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung neuer Beurteilungsformen, die Unterscheidung von Diagnostikarten und die konkrete Übertragung dieser Konzepte auf die Schulpraxis des Planspiels.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind der erweiterte Lernbegriff, die summative und formative Diagnostik sowie die verschiedenen Bezugsnormen wie Individual-, Sach- und Sozialnorm.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei Planspielen als Prüfungsformat?

Die Lehrkraft nimmt beim Planspiel primär eine moderierende, beratende und verwaltende Rolle ein, die sich deutlich von der traditionell instruierenden Lehrrolle unterscheidet.

Warum ist die Einbeziehung der Schüler bei der Leistungsbewertung so wichtig?

Die Fallstudie zeigt, dass die Mitgestaltung und Transparenz der Beurteilungskriterien, teilweise auch durch Schüler untereinander, die Ernsthaftigkeit des Engagements und den Lernerfolg steigert.

Welche Herausforderungen sind mit dem Planspiel verbunden?

Herausforderungen sind insbesondere der hohe Zeit- und Arbeitsaufwand, die notwendige Umstellung der Unterrichtsstruktur sowie die mangelnde Routine bei Lehrkräften und Schülern im Umgang mit solchen Makromethoden.

Kann das Planspiel die Klassenarbeit vollständig ersetzen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Planspiel als Bereicherung fungiert, aber eine Kombination mit anderen Formen oder eine sorgfältige Abwägung der Gewichtung in der Praxis oft zielführender ist.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leistungsbeurteilungen von alternativen Prüfungsleistungen. Notengebung in schulischen Planspielen
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Soziologie)
Note
1,0
Autor
Philipp Wandelt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
27
Katalognummer
V1350852
ISBN (PDF)
9783346858870
ISBN (Buch)
9783346858887
Sprache
Deutsch
Schlagworte
alternative Prüfungsformate Leistungsbeurteilung Leistungsbewertung Bezugsnormen Planspiele Projektarebiten erweiterte Lernbegriff summative Leistungsdiagnostik Leistungsdiagnostik formative Leistungsdiagnostik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Wandelt (Autor:in), 2023, Leistungsbeurteilungen von alternativen Prüfungsleistungen. Notengebung in schulischen Planspielen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1350852
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Leseprobe aus  27  Seiten
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