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Die koordinative Leistungsfähigkeit übergewichtiger Kinder im Grundschulalter

Title: Die koordinative Leistungsfähigkeit übergewichtiger Kinder im Grundschulalter

Examination Thesis , 2009 , 150 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Stephanie Zurhausen (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Aktuelle Trends wie Übergewicht und Bewegungsmangel und damit zusammenhängend der Rückgang der motorischen Leistungsfähigkeit von Kindern stehen immer mehr im allgemeinen Interesse, vor allem jedoch im Interesse der Sportwissenschaftler. Grundsätzlich wird eine allgemeine Verschlechterung der motorischen Leistungsfähigkeit speziell bei Übergewichtigen postuliert, wobei die Datenlage nur bezüglich der Dimensionen Kraft und Kondition gesichert ist (vgl. Graf et al., 2007a, S. 635). Obwohl bisherige Studien zusätzlich ein Defizit bei übergewichtigen Kindern hinsichtlich koordinativer Fähigkeiten feststellten, können diese Ergebnisse zum einen als uneinheitlich und zum anderen, aufgrund der Missachtung des Gütekriteriums der Validität, als nicht generalisierbar betrachtet werden (vgl. Prätorius, 2008). Diesbezüglich wurde im Rahmen dieser Arbeit unter Berücksichtigung aller Gütekriterien untersucht, inwiefern übergewichtige Kinder tatsächlich im koordinativen Bereich eingeschränkt sind. Unterscheiden sich die koordinativen Leistungen dieser Gruppe wirklich signifikant von der Leistungsfähigkeit ihrer normalgewichtigen Altersgenossen?
Zur Überprüfung dieser Fragestellung wurde der Kinderkoordinations-Test von Prätorius mit fünf Testitems herangezogen und durch einen Stabilometrie-Test ergänzt. Bei diesem Test wurde die statische Gleichgewichtsfähigkeit der Probanden durch ein 10-Sekunden-langes Stehen auf einer Kraftmessplatte der Firma GeBioM gemessen, indem maximale Veränderungen des Center of Pressure in sagittaler und frontaler Richtung in Millimeter aufgezeichnet wurden. Demnach wurden die sechs verschiedenen koordinativen Fähigkeiten der Differenzierungsfähigkeit, der Rhythmusfähigkeit, der dynamischen und statischen Gleichgewichtsfähigkeit, der räumlichen Orientierungsfähigkeit und der Reaktionsfähigkeit von normalgewichtigen und übergewichtigen Kindern erfasst und unter Zuhilfenahme der Normierungstabelle von Prätorius in „gut“, „normal“ und „auffällig“ eingeordnet. Anschließend wurden diese Daten mit der Software SPSS 17.0 mithilfe des nichtparametrischen Mann-Whitney-U-Tests statistisch analysiert, ausgewertet und zuletzt miteinander verglichen. Zusätzlich wurden die Korrelationen der Merkmalsausprägungen der maximalen Frontal- und Sagittalschwankungen mit den Werten der dynamischen Gleichgewichtsfähigkeit berechnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Motorische Leistungsfähigkeit

2.1 Begriffsbestimmung von Leistung und Definition motorischer

Leistungsfähigkeit

2.2 Motorische Leistungsfähigkeit – die aktuelle Situation

3 Der Koordinationsbegriff und Strukturierungsansätze

3.1 Begriffsbestimmung koordinativer Fähigkeiten

3.2 Modelle der Bewegungskoordination und Strukturierungsansätze

der Koordination

3.3 Fünf verschiedene koordinative Fähigkeiten nach Hirtz

3.3.1 Differenzierungsfähigkeit

3.3.2 Rhythmusfähigkeit

3.3.3 Gleichgewichtsfähigkeit

3.3.4 Orientierungsfähigkeit

3.3.5 Reaktionsfähigkeit

3.4 Die Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten im Kindesalter

3.5 Die Bedeutung der koordinativen Fähigkeiten

4 Übergewicht und Adipositas

4.1 Definition von Übergewicht und Adipositas

4.2 Methoden zur Bestimmung von Übergewicht

4.2.1 Body Mass Index

4.2.2 Weitere Methoden

4.3 Übergewicht und motorische Leistungsfähigkeit

4.3.1 Die motorische Leistungsfähigkeit übergewichtiger Kinder

4.3.2 Koordinative Fähigkeiten übergewichtiger Kinder - der aktuelle

Stand

5 Methodik

5.1 Sportmotorische Tests

5.2 Koordinationstests

5.3 Beispiel für einen Koordinationstest: Der Kinderkoordinations-Test

5.4 Untersuchungsdesign

5.4.1 Der Kinderkoordinations-Test: Testitems

5.4.1.1 Test der Differenzierungsfähigkeit

5.4.1.2 Test der (dynamischen) Gleichgewichtsfähigkeit

5.4.1.3 Test der Rhythmusfähigkeit

5.4.1.4 Test der Reaktionsfähigkeit

5.4.1.5 Test der Orientierungsfähigkeit

5.4.2 Der Einbeinstand

5.5 Untersuchungsstichprobe

5.6 Statistische Auswertungsverfahren

6 Ergebnisdarstellung

6.1 Überprüfung der Voraussetzungen des Datensatzes

6.2 Auswertung des Mann-Whitney-U-Tests

6.3 Vergleich der einzelnen koordinativen Fähigkeiten mithilfe der Tests

6.4 Korrelationsberechnung zwischen der dynamischen und statischen

Gleichgewichtsfähigkeit

7 Diskussion

8 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die koordinative Leistungsfähigkeit von übergewichtigen Kindern im Grundschulalter und prüft die Hypothese, ob sich diese signifikant von der koordinativen Leistungsfähigkeit normalgewichtiger Kinder unterscheidet. Ziel ist es, durch einen Testaufbau, der konditionelle Anteile minimiert, ein differenziertes Bild der koordinativen Fähigkeiten zu gewinnen.

  • Motorische Leistungsfähigkeit und deren aktuelle Situation bei Kindern
  • Strukturierung und Bedeutung koordinativer Fähigkeiten
  • Definition und Bestimmung von Übergewicht bei Kindern
  • Einfluss von Übergewicht auf motorische und koordinative Fähigkeiten
  • Empirische Untersuchung mittels Kinderkoordinations-Test und Stabilometrie

Auszug aus dem Buch

Die motorische Leistungsfähigkeit – die aktuelle Situation

Aussagen, wie „ [...] die kindliche Bewegungswelt hat sich erheblich verändert“ (Graf et al., 2006, S. 221) betonen die aktuelle Situation der motorischen Leistungsfähigkeit deutscher Kinder (vgl. Bös, 2001b; Dordel, 2003a). So zeigen aktuelle Studien zur Koordinationsfähigkeit von Kindern, die Untersuchungen mithilfe des Körper-Koordinationstests für Kinder beinhalten, eine Verschlechterung der koordinativen Fähigkeiten dieser im Wandel der Zeit.

Die Normwerte, die von dem Entwickler des KTK namens Schilling im Jahr 1974 festgelegt wurden, werden fast durchgehend unterschritten (vgl. Schilling, 1974). So liegt Otten zufolge der Motorische Quotient bei 29,6 % der untersuchten Erst- und Zweitklässler unter den gegebenen Normwerten (vgl. Prätorius, 2004, S. 273) Bei einer Studie von Breuer et al. betrug die Zahl der unterdurchschnittlichen, koordinativen Leistungsfähigkeit bei Kindern im Alter zwischen 6-7 Jahren sogar 52,9% (Breuer, 1998, S. 15). Es scheint also, dass die koordinativen Fähigkeiten mit dem gesellschaftlichen Struktur- und Wertewandel einhergehend allgemein nachgelassen haben (vgl. Prätorius, 2004, S. 172).

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt Zimmer. Er berichtet davon, dass sich die motorischen Leistungen von Kindern in den vergangenen Jahren tatsächlich, zum Teil sogar drastisch, verschlechtert haben (vgl. Prätorius, 2008, S. 17). Auch Schmidt kommt nach einer vergleichenden Betrachtung der motorischen Leistungsfähigkeit von Kindern in den vergangenen 25 Jahren zu dem Ergebnis, dass diese durchschnittlich um mehr als 10% abgenommen haben (vgl. Schmidt, 2003, S. 104).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Problematik des Rückgangs motorischer Leistungsfähigkeit bei Kindern dar und formuliert die Forschungsfrage zur koordinativen Leistungsfähigkeit übergewichtiger Kinder.

2 Motorische Leistungsfähigkeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der motorischen Leistungsfähigkeit und beleuchtet die aktuelle Situation der motorischen Entwicklung von Kindern.

3 Der Koordinationsbegriff und Strukturierungsansätze: Hier werden verschiedene Modelle der Koordination erörtert und die fünf fundamentalen koordinativen Fähigkeiten nach Hirtz detailliert beschrieben.

4 Übergewicht und Adipositas: Das Kapitel widmet sich der Definition und Bestimmung von Übergewicht sowie dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zum Einfluss von Übergewicht auf die motorische und koordinative Leistungsfähigkeit.

5 Methodik: Hier werden die eingesetzten sportmotorischen Testverfahren, insbesondere der Kinderkoordinations-Test und das Untersuchungsdesign der eigenen Studie, erläutert.

6 Ergebnisdarstellung: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten, einschließlich der Überprüfung der Voraussetzungen und der Ergebnisse des Mann-Whitney-U-Tests.

7 Diskussion: Die Ergebnisse der Untersuchung werden hier interpretiert, kritisch gewürdigt und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet.

8 Ausblick: Der Ausblick reflektiert methodische Grenzen der Studie und gibt Anregungen für zukünftige Forschungsarbeiten.

Schlüsselwörter

Koordinative Leistungsfähigkeit, Übergewicht, Adipositas, Grundschulalter, Motorische Fähigkeiten, Körperkoordination, Sportmotorische Tests, Kinderkoordinations-Test, Stabilometrie, Bewegungskoordination, Gesundheitsprävention, Motorische Entwicklung, Leistungsdiagnostik, Statisches Gleichgewicht, Dynamisches Gleichgewicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der koordinativen Leistungsfähigkeit von Grundschulkindern unter besonderer Berücksichtigung des Gewichtsstatus und untersucht, ob Übergewichtige motorisch tatsächlich schlechter abschneiden als ihre normalgewichtigen Altersgenossen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Koordination, die Definition und Messmethoden von Übergewicht sowie die praktische Erfassung koordinativer Fähigkeiten durch sportmotorische Tests.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch einen speziellen Testaufbau, der konditionelle Anteile weitgehend minimiert, zu prüfen, ob sich die koordinativen Leistungen übergewichtiger Kinder signifikant von denen normalgewichtiger Kinder unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine empirische Untersuchung an Grundschülern, bei der der "Kinderkoordinations-Test" nach Prätorius und eine Stabilometrie-Messung zur Bestimmung der Gleichgewichtsfähigkeit zum Einsatz kommen. Die Daten wurden anschließend statistisch mit dem Mann-Whitney-U-Test ausgewertet.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzt der Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Modelle der Bewegungskoordination, die Charakterisierung der fünf koordinativen Fähigkeiten nach Hirtz, die Definition von Übergewicht sowie die kritische Auswertung und Diskussion der erhobenen Testergebnisse.

Welche Schlüsselwörter definieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind koordinative Leistungsfähigkeit, Übergewicht, Motorische Fähigkeiten, Kinderkoordinations-Test, Körperkoordination und Statisches sowie Dynamisches Gleichgewicht.

Warum wurde für die Untersuchung ein "gematchtes" Stichprobendesign gewählt?

Das Matchen der Probanden diente dazu, Störfaktoren wie Alter, Größe und Geschlecht zwischen der Übergewichtigen-Gruppe und der Kontrollgruppe zu minimieren, um eine bessere Vergleichbarkeit der koordinativen Leistungen zu gewährleisten.

Welches Ergebnis lieferte die Arbeit hinsichtlich der Leistungsunterschiede?

Die Hypothese, dass übergewichtige Kinder koordinativ signifikant schlechter abschneiden, konnte nicht bestätigt werden. Die Unterschiede waren in den meisten koordinativen Testbereichen nicht signifikant.

Excerpt out of 150 pages  - scroll top

Details

Title
Die koordinative Leistungsfähigkeit übergewichtiger Kinder im Grundschulalter
College
University of Münster
Grade
1,6
Author
Stephanie Zurhausen (Author)
Publication Year
2009
Pages
150
Catalog Number
V135091
ISBN (eBook)
9783640433810
ISBN (Book)
9783640433650
Language
German
Tags
Leistungsfähigkeit Kinder Grundschulalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Zurhausen (Author), 2009, Die koordinative Leistungsfähigkeit übergewichtiger Kinder im Grundschulalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135091
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