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Die Psychologie des Geldes

Title: Die Psychologie des Geldes

Term Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Julian Thiele (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Der Begriff des Geldes ist so weitläufig, dass er allein ganze Bestände von Bibliotheken füllen könnte. Mein Bestreben in dieser Arbeit liegt ferner in der Auseinandersetzung einer Psychologie des Geldes und der damit verbundenen Kraft. Welche Bedeutung nimmt Geld für den Einzelnen, welche für die Gesellschaft ein? Im Zeitalter des globalen Kapitalismus wird unser Leben vom wirtschaftlichen Handeln bestimmt, welches durch einen ständigen Güteraustausch geprägt ist. Der Wechsel der Naturalwirtschaft hin zur Güterwirtschaft vollzieht sich über das Medium des Geldes. Wer also kein Geld zur Verfügung hat oder keines besitzt, wird im weitesten Sinne von der Gesellschaft respektive dem System ausgeschlossen und kann nicht am wirtschaftlichen Leben partizipieren. Auf der anderen Seite zeigt sich das Wesen des Geldes als Prestigeobjekt, denn wer welches hat, gilt im weitesten Sinne als sozial angesehen.
Darin enthalten ist eine Funktion des Geldes als Kommunikationsmedium. Geld ist also mehr als nur ein Tausch- und Zahlungsmittel, es bestimmt unser gesellschaftliches Miteinander, worin Emotionen verankert liegen, die ein jeder dem Begriff des Geldes beimisst. Diese unterschiedlichen Einstellungen zum Geld können sich in verschiedenen Verhaltensmerkmalen des Einzelnen/ der Masse äußern. So gehen aus den Vorstellungen über Geld unter anderem die persönlichen Eigenschaften, sparsam - verschwenderisch - geizig – spendabel – neidisch zu sein hervor. Diese Eigenschaften äußern sich im Umgang mit Geld und können auf ein ganzes Volk übertragen werden. So spricht der Volksmund etwa von den sparsamen Schotten oder den großzügigen Amerikanern in Bezug zu ihrer Zahlungsmoral.
Um den Umgang des Geldes näher verstehen zu können, werde ich im folgenden Teil dieser Arbeit einen kurzen kulturhistorischen Überblick geben, wodurch die Bedeutung des Geldes seit jeher für das Individuum und dessen gesellschaftliches Zusammenleben hervorgehen soll. Daraus leitet sich dann der Symbolcharakter des Geldes ab. Im Anschluss daran werde ich die Funktion des Geldes aufzeigen und einen kurzen Überblick darüber geben, welche Bedeutung im wirtschaftlichen Zusammenleben daraus resultiert. Der Hauptteil dieser Arbeit beschäftigt sich jedoch vor allem mit der Psychologie des Geldes. Hierin werde ich über den Umgang mit Geld aus psychologischer Perspektive schreiben. Daraus gehen dann die Umgangsformen des Einzelnen und der Masse hervor.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kulturgeschichte des Geldes

2.1 Die Symbolik des Geldes

2.2 Die Funktion des Geldes

2.3 Das Geld in der Wirtschaft

3 Die Geldmoral

4 Die Psychologie des Geldes

4.1 Die psychologische Bedeutung im Umgang mit Geld

4.2 Die Motivation des Geldes

5 Der Umgang mit Geld und seine Folgen

6 Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die psychologische Dimension des Geldes und analysiert, wie dieses weit über seine Funktion als bloßes Tauschmittel hinaus das gesellschaftliche Miteinander, individuelle Verhaltensweisen und wirtschaftliche Prozesse prägt.

  • Kulturhistorische Entwicklung des Geldwesens
  • Die moralische Bewertung und Ambiguität von Geld
  • Psychoanalytische Ansätze zur Psychologie des Geldes
  • Einfluss von Geld auf individuelle Charaktereigenschaften
  • Massenpsychologische Effekte an der Börse

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Symbolik des Geldes

Der Symbolcharakter des Geldes lässt sich bereits in den frühesten Formen des Tauschhandels wiederfinden. Anfänglich ordnete man Geräten, die getauscht wurden, einen bestimmten Wert zu. Zu solchen Dingen zählten oftmals Schmucksachen, die in der praktischen Welt keinerlei Nutzen erfuhren und nur durch einen zugesprochen Symbolwert als wertvoll galten. Zu solchen Schmucksachen gehörten unter anderem Muscheln (Kaurimuscheln) und Perlen, deren realer Wert nicht ausschlaggebend war, sondern nur ihre symbolische Wertschätzung Ansehen erzeugte. Diese Gegenstände wurden mitunter gehortet und verliehen demjenigen, der viel davon besaß, soziales Prestige. Es lässt sich also nur im Symbolwert des Geldes die Wertschätzung erklären, die den Gegenständen beigemessen wurde. Hierin zeigt sich, dass die Bewertungsfaktoren von Geld nicht bloß in seinem reinen Sachwert wiederzufinden sind.

Tiefere psychologische, soziale Wurzeln haben diese Bewertung stattfinden lassen, welcher der Geltungstrieb des Menschen innewohnt. Georg Simmel beschreibt es in seiner „Psychologie des Geldes“ als eine Art ideologischer Kette. Der wirtschaftliche Verkehr basiert darauf, dass Person A etwas aus dem Besitz von Person B haben will. Um dieses Gut zu erlangen, muss Person A wiederum etwas aus seinem Besitz für Person B überlassen. Das Problem in diesem zweiseitigen Prozess stellt die unterschiedliche Interessenlage der Personen dar. Während das Gut von Person B für die Person A als reizvoll angesehen wird, impliziert dies keines Falls, dass Person B das angebotene Gut von Person A ebenfalls als reizvoll betrachtet. Der Tausch läuft Gefahr, nicht abgewickelt zu werden. Zu diesem Zwecke dient das Geld, welches durch seine klare Bewertung festlegt, was Person A an Person B abgeben muss, um das begehrte Gut zu erwerben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas und Hinführung zur Fragestellung, welche psychologische Kraft und Bedeutung dem Geld als Medium für Individuum und Gesellschaft zukommt.

2 Kulturgeschichte des Geldes: Untersuchung des Ursprungs des Geldes im sakralen Kontext und dessen Wandel hin zu abstrakteren Formen wie Münz-, Papier- und Buchgeld.

2.1 Die Symbolik des Geldes: Analyse des Symbolwerts als Grundlage für soziale Wertschätzung und Abstraktionsgrad im Denken.

2.2 Die Funktion des Geldes: Betrachtung der Veränderung von persönlichen Beziehungen durch die Geldwirtschaft und die Funktion als Kommunikationsmedium.

2.3 Das Geld in der Wirtschaft: Kurzer Abriss über den Einfluss psychologischer Faktoren bei der Preisbildung und die Auswirkungen von Inflations- oder Deflationserscheinungen.

3 Die Geldmoral: Diskussion der moralischen Ambiguität von Geld, das einerseits als notwendig, andererseits als Ursprung von Gier und Geiz betrachtet wird.

4 Die Psychologie des Geldes: Psychologische und psychoanalytische Deutung des Geldes, insbesondere in Bezug auf die anale Phase und den daraus resultierenden Charaktertypen.

4.1 Die psychologische Bedeutung im Umgang mit Geld: Untersuchung der subjektiven Wertzuweisung und der entpersönlichenden Wirkung des Geldes im Tauschverkehr.

4.2 Die Motivation des Geldes: Analyse der Motivation des Individuums, den Geltungstrieb durch Geld zu befriedigen und die Nutzbarkeit für staatliche Interessen.

5 Der Umgang mit Geld und seine Folgen: Darstellung der psychologischen Dynamik im kapitalistischen Nervensystem, der Börse, und die Auswirkung auf menschliches Verhalten.

6 Schlusswort: Zusammenfassende Erkenntnis, dass nicht Geld an sich, sondern der Geist des Geldes die Welt regiert und psychologische Verfassungen den Umgang bestimmen.

Schlüsselwörter

Psychologie des Geldes, Kulturgeschichte, Symbolik, Geltungstrieb, Kapitalismus, Geldmoral, Psychoanalyse, Konsum, Börse, Preisbildung, Wertmaßstab, Sozialverhalten, Inflation, Deflation, Marktwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kulturwissenschaftlichen und psychologischen Auseinandersetzung des Phänomens Geld, um dessen tieferliegende Wirkung auf den Menschen und die Gesellschaft zu ergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung des Geldes, dessen Symbolkraft, die psychologischen Aspekte des Umgangs mit Geld sowie die moralischen und wirtschaftlichen Folgen dieser Interaktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Geld mehr als ein Zahlungsmittel ist und dass psychologische Bewertungsfaktoren und ein dem Menschen innewohnender Geltungstrieb das wirtschaftliche und soziale Handeln maßgeblich steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine kulturwissenschaftliche Analyse, die verschiedene theoretische Ansätze, insbesondere aus der Psychologie, der Psychoanalyse und der Kulturgeschichte (z.B. Schmölders, Simmel, Freud), miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Psychologie des Geldes, inklusive der psychoanalytischen Herleitung von Charaktertypen, der Motivation durch den Geltungstrieb sowie den psychologischen Mechanismen an der Börse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Geltungstrieb, Symbolik des Geldes, Psychoanalyse, Marktmechanismen und den Geist des Geldes definiert.

Wie erklärt die Arbeit den Zusammenhang zwischen Geld und der analen Phase?

Die Arbeit bezieht sich auf psychoanalytische Theorien, die den Gefühlswert von Geld von der kindlichen Reinhaltserziehung und dem damit verbundenen Gefühl von Besitz und Eigentum ableiten.

Welche Rolle spielt die Börse in dieser psychologischen Betrachtung?

Die Börse wird als das Nervensystem des Kapitalismus beschrieben, in dem das psychologische Vertrauen der Anleger, geprägt von Ängsten und Erwartungen, direkt über die Kursentwicklung entscheidet.

Warum wird Geld als Kommunikationsmedium bezeichnet?

Geld ist laut Arbeit ein Kommunikationsmedium, da es gesellschaftliches Miteinander bestimmt, Emotionen in sich birgt und Bedürfnisse transportiert, über die wir in unserem System kommunizieren.

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Details

Title
Die Psychologie des Geldes
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Kultur- und Kunstwissenschaften)
Course
Episteme – Strukturen – Medien
Grade
1,7
Author
Julian Thiele (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V135117
ISBN (eBook)
9783640431380
ISBN (Book)
9783640431519
Language
German
Tags
Geld Psychologie Geldwesen Psychologie des Geldes Kapitalismus Wirtschaft Opferkult Münze Zahlungsmittel Schmölders Samhaber
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Thiele (Author), 2008, Die Psychologie des Geldes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135117
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