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Die Pflege in der Krise. Wie die ambulante Pflege dem Fachkräftemangel begegnen kann

Titel: Die Pflege in der Krise. Wie die ambulante Pflege dem Fachkräftemangel begegnen kann

Bachelorarbeit , 2022 , 58 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Michael Weber (Autor:in)

Gesundheit - Gesundheitswesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit behandelt die Fragestellung, welche systemischen Veränderungen notwendig und darüber hinaus welche Maßnahmen im Bereich der Personalbindung und -rückgewinnung möglich sind, um dem Fachkräftemangel im Bereich der Pflege entgegenzuwirken und den Grundsatz „ambulant vor stationär“ weiter zu stärken.

Hierzu betrachtet diese anwendungsorientierte Arbeit auf Basis einer systematischen Literaturrecherche zunächst den demografischen Wandel und setzt sich hiernach mit der Pflegeversicherung und deren maßgeblichen Reformen der vergangenen zehn Jahre kritisch auseinander. Im Anschluss daran werden zunächst die politischen Bestrebungen der jüngeren Zeit dargestellt und diskutiert, bevor der weiterhin vorherrschende, eklatante Fachkräftemangel in der Pflege näher beleuchtet wird. Nachfolgend beschäftigt sich diese Arbeit mit Lösungsansätzen zur systemischen Verbesserung dieses in der Öffentlichkeit omnipräsenten Brennpunktthemas. Sie zeigt konkrete Möglichkeiten zur Personalbindung und Personalrückgewinnung in der ambulanten Pflege auf, welche auch zum eigenen beruflichen Tätigkeitsfeld des Autors gehört.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Demografische Entwicklung

1.1 Aktueller Stand der demografischen Entwicklung

1.2 Demografische Prognose

2 Pflegeversicherung im Wandel und kritische Beurteilung

2.1 Entstehung der sozialen Pflegeversicherung

2.2 Pflege-Neuausrichtungsgesetz

2.3 Pflegestärkungsgesetz I

2.4 Pflegestärkungsgesetz II

2.5 Pflegestärkungsgesetz III

2.6 Pflegeberufereformgesetz

2.7 Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz

3 Politische Bestrebungen der jüngeren Zeit

3.1 Koalitionsvertrag 2018 – CDU, CSU, SPD

3.1.1 Konzertierte Aktion Pflege der Bundesregierung

3.1.2 Entlastung pflegender Angehöriger

3.1.3 Tarifliche Bezahlung in der Altenpflege

3.2 Koalitionsvertrag 2021 – SPD, Bündnis 90 / Die Grünen, FDP

3.2.1 Dynamisierung der Leistungsansprüche und Begrenzung der Eigenanteile

3.2.2 Ausbau der Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung

3.2.3 Finanzierbarkeit der Vorhaben

3.3 Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung

4 Fachkräftemangel in der (ambulanten) Pflege

4.1 Ausmaß des Fachkräftemangels

4.2 Zukünftige Entwicklung des Fachkräftemangels

5 Ansatzpunkte zur systemischen Verbesserung der aktuellen Situation

5.1 Weitere Priorisierung des Grundsatzes „ambulant vor stationär“

5.2 Unterstützung und Entlastung der pflegenden Angehörigen

5.2.1 Informationsoffensive für pflegende Angehörige

5.2.2 Bundesweite Vereinfachung der Nutzung des Entlastungsbudgets zu fairen Konditionen

5.3 Personalrückgewinnung zur Verbesserung der Personalsituation

6 Maßnahmen der Personalbindung

6.1 Organisationsentwicklung

6.1.1 Betriebliches Gesundheitsmanagement

6.1.2 Optimierte Arbeitszeitgestaltung

6.2 Technikgestütztes Arbeiten in der ambulanten Pflege

6.2.1 Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien

6.2.2 Technische Assistenzsysteme zur Unterstützung der Pflegearbeit

6.3 Personalentwicklung

6.3.1 Personalbildung

6.3.2 Personalförderung

6.3.3 Arbeitsstrukturierung

6.4 Personalführung

6.4.1 Führungsstile

6.4.2 Führungsinstrumente

6.4.3 Diversity Management

7 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

7.1 Zusammenfassung

7.2 Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die systemischen Herausforderungen des Fachkräftemangels in der ambulanten Pflege und identifiziert konkrete Maßnahmen zur Personalbindung und -rückgewinnung, um den Grundsatz „ambulant vor stationär“ unter den Bedingungen eines demografischen Wandels zu stärken.

  • Analyse demografischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf den Pflegebedarf.
  • Kritische Aufarbeitung der Gesetzgebung zur Pflegeversicherung und politischer Reformen der letzten zehn Jahre.
  • Untersuchung des Ausmaßes und der Prognosen zum Fachkräftemangel in der ambulanten Pflege.
  • Erörterung von Ansätzen zur systemischen Verbesserung, insbesondere durch Personalmanagement und Arbeitsstrukturierung.
  • Evaluation technischer Unterstützungsmöglichkeiten und Führungsinstrumente zur Steigerung der Arbeitsattraktivität.

Auszug aus dem Buch

6.2.2 Technische Assistenzsysteme zur Unterstützung der Pflegearbeit

Die Arbeit in der ambulanten Pflege ist häufig geprägt von hoher körperlicher Belastung. Von großer Bedeutung ist daher die Forschung zu technischen Assistenzsystemen, die unterschiedliche Formen annehmen und verschiedene Funktionen erfüllen können. Zu diesem Bereich gehören Maschinen, die bei der Pflege durch das Hochheben und Drehen von bettlägerigen Menschen physisch unterstützen. Ebenso werden Geräte hinzugerechnet, die die Pflegebedürftigen darin unterstützen, bestimmte Bewegungen und Handlungen selbst auszuführen, um so auch die Pflegekraft zu entlasten. Aber auch Serviceroboter sowie Telepräsenz- und Assistenzroboter könnten zukünftig Pflegekräfte in der Ausübung ihrer Pflegetätigkeit unterstützen oder die Anwesenheit gar teils ersetzen. Viele dieser Unterstützungssysteme befinden sich noch in Forschungs- oder Testphasen, weswegen man von einer flächendeckenden Nutzung noch weit entfernt ist (Jacobs et al., 2017, S. 85ff.). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert bereits seit vielen Jahren Forschungsprojekte im Bereich der technischen Pflegeinnovationen und setzt seit 2021 auch einen Schwerpunkt auf „Robotische Systeme für die Pflege“ (BMG, 2021, S. 87f.).

Eine Befragung von Pflegekräften ergab einen relativ hohen Kenntnisstand zu heute bereits existierenden Assistenzsystemen, wie beispielsweise Hebehilfen und Sturzdetektoren. Auch würden technische Assistenzsysteme zur körperlichen Unterstützung der Pflegearbeit geschätzt und akzeptiert. Trotz dieser Kenntnisse hat nur eine geringe Zahl an Pflegekräften Zugang zu solchen Systemen. Für die Implementierung und Akzeptanz neuer und zukünftiger technischer Assistenzsysteme ist es jedoch unerlässlich Pflegekräfte frühzeitig zu sensibilisieren und Sorgen hinsichtlich eines etwaigen Arbeitsplatzverlustes durch technischen Ersatz ernst zu nehmen (Jacobs et al., 2019, S. 214ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Demografische Entwicklung: Kapitel 1 beleuchtet den aktuellen Stand sowie zukünftige Prognosen zur demografischen Entwicklung und den daraus resultierenden Anstieg der Pflegebedürftigkeit.

2 Pflegeversicherung im Wandel und kritische Beurteilung: Dieses Kapitel analysiert kritisch die maßgeblichen Reformen der sozialen Pflegeversicherung der letzten zehn Jahre und deren Auswirkungen auf die pflegerische Versorgung.

3 Politische Bestrebungen der jüngeren Zeit: Hier werden die politischen Zielsetzungen der jüngeren Koalitionsverträge dargestellt, diskutiert und hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzbarkeit bewertet.

4 Fachkräftemangel in der (ambulanten) Pflege: Kapitel 4 untersucht das aktuelle Ausmaß sowie die prognostizierte Verschärfung des Fachkräftemangels in der ambulanten Pflege.

5 Ansatzpunkte zur systemischen Verbesserung der aktuellen Situation: Dieser Teil widmet sich systemischen Lösungsansätzen, insbesondere der Stärkung des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ und der Entlastung pflegender Angehöriger.

6 Maßnahmen der Personalbindung: Das umfangreiche Kapitel 6 erörtert spezifische Personalmanagement-Maßnahmen, von organisationspsychologischen Ansätzen über Techniknutzung bis hin zu neuen Führungsstrukturen zur Bindung von Fachkräften.

7 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und leitet daraus politische sowie strategische Schlussfolgerungen für die Zukunft der Pflege ab.

Schlüsselwörter

Ambulante Pflege, Fachkräftemangel, Demografischer Wandel, Pflegeversicherung, Personalbindung, Personalmanagement, Pflegestärkungsgesetz, Pflegebedürftigkeit, Arbeitszeitgestaltung, Technikgestützte Pflege, Pflegende Angehörige, Personalführung, Organisationsentwicklung, Gesundheitsmanagement, Pflegereformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung des Fachkräftemangels im Pflegesektor, insbesondere in der ambulanten Pflege, und sucht nach Wegen, diesen durch strukturelle sowie personelle Veränderungen abzumildern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Auswirkungen des demografischen Wandels, die Entwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen der Pflegeversicherung, die politische Agenda zur Pflegereform sowie konkrete Managementstrategien zur Mitarbeiterbindung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, systemische Veränderungen und Maßnahmen aufzuzeigen, die notwendig sind, um den Fachkräftemangel effektiv zu bekämpfen und den gesetzlichen Grundsatz „ambulant vor stationär“ dauerhaft zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche, die den Forschungsstand zu Reformgesetzen, Pflegestudien und Personalmanagement-Ansätzen aufbereitet und kritisch analysiert.

Was deckt der Hauptteil der Untersuchung ab?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der demografischen Lage, die Bewertung der gesetzlichen Reformen, die Darstellung politischer Bestrebungen, die Untersuchung des Fachkräftemangels sowie die Ableitung von Personalbindungsmaßnahmen durch Organisationsentwicklung und Führungsinstrumente.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit zusammenfassen?

Charakteristische Schlagworte sind unter anderem Fachkräftemangel, ambulante Pflege, Personalbindung, Pflegeversicherung und Personalführung.

Warum wird dem „Pflege Ko-Piloten“ ein besonderer Abschnitt gewidmet?

Dies ist ein spezifisches Konzept des ehemaligen Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, welches als ganzheitlicher Lotsenansatz für Pflegehaushalte dient, um den „Leistungsdschungel“ bei der Anspruchsermittlung zu bewältigen.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Situation der Personalbindung?

Der Autor stellt fest, dass einfache Einzelmaßnahmen nicht ausreichen; stattdessen seien tiefgreifende strukturelle Änderungen, etwa durch eine partizipative Organisationsentwicklung oder moderne Personalförderung, zwingend erforderlich, um Pflegekräfte langfristig im Beruf zu halten.

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Pflege in der Krise. Wie die ambulante Pflege dem Fachkräftemangel begegnen kann
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule  (Gesundheits- und Sozialmanagement)
Note
1,0
Autor
Michael Weber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
58
Katalognummer
V1351446
ISBN (eBook)
9783346861894
ISBN (Buch)
9783346861900
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fachkräftemangel ambulante Pflege Pflege Fachkräfte stationäre Pflege Pflegefachkraft demografischer Wandel Personalbindung Gesundheitsmanagement Pflegeversicherung Gesundheitssystem Pflegereform Pflegenotstand
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Weber (Autor:in), 2022, Die Pflege in der Krise. Wie die ambulante Pflege dem Fachkräftemangel begegnen kann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351446
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Leseprobe aus  58  Seiten
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