Diese Hausarbeit im Modul Leadership II beschäftigt sich mit der positiven Organisationsführung. Ziel der Arbeit ist die Darstellung der Inhalte zur positiven Organisationsführung inklusive deren Forschungsfragen. Im Expliziten gehört dazu der Stärkenorientierte Führungsansatz sowie das PERMA-Modell nach Seligman. In diesem Zusammenhang werden Inhalte des Modells dargestellt. Daneben liegt der Fokus dieser Arbeit auf Organisationskulturen. In diesem Kontext werden Inhalte zu den Kulturdimensionen nach Hofstede und der GLOBE-Studie dargestellt. Zunächst werden die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit dargelegt.
In Zeiten der stetigen Veränderung, sowie dem steigendem Fachkräftemangel sind Führungsqualitäten von besonderer Bedeutung. Hochqualifizierte Mitarbeiter werden händeringend gesucht. Organisationen sind angehalten sowohl die Unternehmenskultur als auch das Image entsprechen zu schärfen, sodass sich potenzielle Mitarbeiter angesprochen fühlen. Schließlich ist dies zweckdienlich, um die Performance im Unternehmen zu steigern. Positive Unternehmensführung ist somit heutzutage ein unabdingbarer Bestandteil der Organisationskultur. Aufgrund der Diversität wie bspw. der interkulturellen Herkunft, der verschiedenen Ausbildungsgrade sowie der individuellen Ziele sind übergeordnete Leitbilder notwendig, um Organisationsziele im Fokus zu behalten und umsetzen zu können. Gleichsam zeigt sich, dass die psychische Belastung am Arbeitsplatz mehr und mehr in den Fokus gerückt ist. Viele Arbeitnehmer fühlen sich durch ihre tägliche Arbeit belastet und schaffen es nicht im privaten Umfeld ausreichend für Ausgleich zu sorgen. Ein deutlicher Anstieg an psychischen Erkrankungen ist die Folge. Unter erschwerten Bedingungen ist ein hohes Maß an Resilienz notwendig. Dies bezeichnet die Fähigkeit unter ebendiesen Bedingungen Krisen zu bewältigen und so eine hohe psychische Widerstandskraft zu erhalten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung & Aufbau der Arbeit
2. Theoretische und empirische Grundlagen
2.1 Positive Organisationsführung – eine Begriffsdefinition
2.2 Stärkenorientierte Führung
2.3 PERMA-Modell von Martin Seligman
2.4 Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen
3. Weg zu einer Positiven Organisationskultur
3.1 Wie definiert sich eine Organisationskultur?
3.2 Kulturdimensionen
3.2.1 Kulturdimensionen von Hofstede
3.2.2 Kulturdimensionen nach GLOBE
3.3 Expertenrat zur Positiven Organisationskultur
4. Diskussion
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Prinzipien der positiven Organisationsführung und deren Anwendung im betrieblichen Kontext. Ziel ist es, den Nutzen von Konzepten wie dem PERMA-Modell und der stärkenorientierten Führung aufzuzeigen und dabei die kritische Bedeutung der Unternehmenskultur sowie interkultureller Rahmenbedingungen für effektives Leadership zu analysieren.
- Grundlagen und Definitionen der positiven Psychologie und Organisationsführung
- Stärkenorientierung als Kernelement modernen Managements
- Das PERMA-Modell zur Förderung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz
- Analyse von Organisationskulturen mittels Hofstede- und GLOBE-Kulturdimensionen
- Herausforderungen bei der Implementierung positiver Führung in unterschiedlichen kulturellen Kontexten
Auszug aus dem Buch
2.3 PERMA-Modell von Martin Seligman
Nach dem PERMA-Modell setzt sich Wohlbefinden aus fünf messbaren Elementen zusammen. Für vollkommenes Glück müssen alle Fünf Teilbereiche im Rahmen eines Lebenszufriedenheitstests ausgefüllt sein. Hierzu zählen Positive Emotion, Engagement, Positive Beziehungen (Relationship), Sinnhaftigkeit (Meaning) und Zielerreichung (Accomplishment). Die Zusammensetzung aller Teilbereiche / Faktoren ergibt das Akronym PERMA. Kein einzelnes Element bestimmt alleinig das Wohlbefinden, vielmehr ist dies ein Konglomerat aus allen fünf Faktoren (Seligman, 2021, S. 45). All diese Fähigkeiten sind trainierbar und optimierbar (Dallwitz-Wegner, 2016, S. 54). Aus diesem Grund gelten die Faktoren als Grundlagen für das Aufblühen von Menschen.
Nachfolgend werden die fünf Faktoren näher erläutert. Unter der Positiven Emotion versteckt sich der Schwerpunkt, im Idealfall mehr Freude, Dankbarkeit aber auch Zufriedenheit in das menschliche Leben zu integrieren. Ebenfalls beschäftigt sich dieser Faktor mit dem Wozu (Rose & Klyčko, 2019, S. 48). Emotionen können tendenziell sowohl negativ als auch positiv ausfallen und haben damit stets eine Prägung. Im Führungskontext sind starke Ausprägungen von Interesse, Freude, Stolz sowie Dankbarkeit durchaus sinnvoll (Thiele, 2021, S. 131–132).
Als zweiter Faktor bezieht sich das Engagement auf die Leidenschaft Aktivitäten auszuführen. Es geht um Positive Emotionen, die während (z.B. der Arbeit) entstehen (Zbinden, 2022, S. 43). Nachweislich zeigen Arbeitnehmer die besten Leistungen nicht bei Routinetätigkeiten, sondern wenn die Aufgabenstellung als besonders anspruchsvoll erlebt wird, denn dann befindet sich ein Mitarbeiter in sogenannten Flow. Maßgeblich ist dabei ob der Mensch optimistisch davon ausgeht, dass eine Aufgabe bewältigbar ist (Feuerborn, 2016, S. 53–54). Unter Flow wird dabei ein Zustand optimaler menschlicher Erfahrung verstanden. Ein Flow-Zustand liegt vor, wenn Aufgaben gelöst werden und dabei die Zeit vergessen wird (Brodbeck, 2015, S. 51).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themengebiete positive Organisationsführung und Organisationskultur ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische und empirische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der positiven Organisationsführung, erläutert den stärkenorientierten Führungsansatz und beschreibt das PERMA-Modell nach Seligman.
3. Weg zu einer Positiven Organisationskultur: In diesem Hauptteil wird der Kulturbegriff definiert und die Relevanz von Kulturdimensionen nach Hofstede und der GLOBE-Studie für die Gestaltung positiver Organisationsstrukturen hervorgehoben.
4. Diskussion: Das Kapitel reflektiert kritisch, ob positive Organisationsführung universell einsetzbar ist und wie international agierende Unternehmen mit kulturellen Unterschieden umgehen sollten.
5. Fazit und Ausblick: Hier werden die Kernergebnisse zusammengefasst und die Erkenntnis abgeleitet, dass eine erfolgreiche Kulturentwicklung stets die spezifischen kulturellen Bedürfnisse berücksichtigen muss.
Schlüsselwörter
Positive Organisationsführung, PERMA-Modell, Organisationskultur, Stärkenorientierte Führung, Kulturdimensionen, Hofstede, GLOBE-Studie, Positive Psychologie, Wohlbefinden, Change Management, Mitarbeiterführung, Führungskraft, Resilienz, Diversität, Unternehmensführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der positiven Organisationsführung und untersucht, wie diese Ansätze sowie ein Bewusstsein für kulturelle Unterschiede zu einer verbesserten Unternehmenskultur führen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstellen zwischen positiver Psychologie, modernem Führungsverständnis und interkulturellem Management.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist die Darstellung der Inhalte positiver Führungskonzepte und die Analyse, wie sich die Organisationskultur unter Berücksichtigung kultureller Dimensionen positiv beeinflussen lässt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung, die auf einer Literaturanalyse renommierter Fachliteratur und empirischer Studien wie der GLOBE-Studie basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Organisationskultur, der Analyse spezifischer Kulturdimensionen (Hofstede und GLOBE) sowie praktischen Empfehlungen für eine erfolgreiche Kulturentwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören positive Organisationsführung, das PERMA-Modell, Stärkenorientierung und interkulturelle Kulturdimensionen.
Warum ist das PERMA-Modell für Führungskräfte relevant?
Das PERMA-Modell bietet einen strukturierten, messbaren Rahmen, um das psychische Wohlbefinden von Mitarbeitern gezielt zu fördern, was zu höherer Zufriedenheit und Leistung führt.
Welche Rolle spielt die Kultur bei der Kulturentwicklung?
Die Arbeit verdeutlicht, dass es keinen universellen Führungsstil gibt; jede Kulturentwicklung muss die historisch gewachsenen Unterschiede und Werte der jeweiligen Region respektieren.
- Arbeit zitieren
- Theresa Moog (Autor:in), 2023, Positive Organizational Scholarship. Positive Organisationsführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351451