In dieser Hausarbeit werden einige Fragen zu den ökonomischen Aspekten der Sozialen Arbeit beantwortet. Im Anschluss erörtert die Autorin das Budget für die Arbeit und die Folgen für Menschen mit Behinderung.
Zunächst geht die Autorin genauer auf die SROI ein, ein Social Return on Investment Modell, das zur Kosten-Nutzen-Analyse verwendet wird und dessen Anwendung auf die Soziale Arbeit hier erläutert wird. Danach folgt ein kurzer Exkurs zur Wirkungsmessung in der Sozialen Arbeit, bevor sich die Autorin dem ökonomischen Aspekt zuwendet und die Frage vom Einfluss des Budgets bespricht. Im letzten Schritt wird auf die Bedeutung des Budgets für Menschen mit Behinderung eingegangen und die Auswirkungen auf deren Lohn und Arbeitsstellen diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Teil I der ökonomischen Aspekte der Sozialen Arbeit
1.1 Was ist das SROI?
1.2 Instrumente öffentlicher Finanzierung
1.3 Wirkungsmessung in der Sozialen Arbeit
1.4 Messbare Effekte und Indikatoren im beruflichen Kontext
1.5 Eigenschaften von Nonprofit-Organisationen
2 Teil II der ökonomischen Aspekte der Sozialen Arbeit
2.1 Perspektiven auf das Budget für die Arbeit
2.2 Diskussion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die ökonomischen Rahmenbedingungen innerhalb der Sozialen Arbeit zu beleuchten und kritisch zu analysieren, wie das "Budget für Arbeit" die Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beeinflusst.
- Analyse des Social Return on Investment (SROI) als betriebswirtschaftliches Analyseinstrument
- Darstellung öffentlicher Finanzierungsinstrumente und deren Anforderungen
- Bedeutung und Herausforderungen der Wirkungsmessung für soziale Dienstleistungen
- Kritische Bewertung des "Budget für Arbeit" im Kontext des Bundesteilhabegesetzes
Auszug aus dem Buch
1.1 Was ist das SROI?
Das Social Return on Investment (SROI) ist ein Modell, welches aus der Betriebswirtschaft entnommen wurde (vgl. Laskowski/Loidl 2015, S. 7). Sie wird als erweiterte Kosten-Nutzen-Analyse beschrieben, hauptsächlich aufgrund der umfangreichen sozioökonomischen Ergebnisse (vgl. LBI-HTA/AT 2017, o S.). Das in den 1990er Jahren entwickelte Modell geht auf Jed Emerson zurück. Sein Modell resp. Konzept des „blended value“ geht davon aus, das Unternehmen auf Schaffung von finanziellem Wert und sozialem Wert und somit auf Gewinnerzielung aus sind. Emersons Modell versucht zwischen der Sozialen Arbeit und der Betriebswirtschaft eine Beziehung herzustellen. Somit konnte er den Blick auf die gesamte Organisation werfen und die Wertschöpfung hervorbringen und außerdem neue Konzepte entwickeln. Um die Wertschöpfungen finanziell wie auch sozial zu messen, gibt es derzeit mehr als 80 Methoden resp. Werkzeuge, da das Modell mittlerweile von anderen Autor*innen angepasst wurde. Die ökonomische Betrachtungsweise um qualitative wie auch quantitative Kriterien der Messung zur Erreichung der Ziele wie zudem Zielsetzung sind Bestandteile des angepassten Modells. Zudem lassen sich Steuerungsinstrumente so zum Einsatz bringen. Seit Jahren wird das Modell der SROI diskutiert, aber selten angewendet (vgl. Laskowski/Loidl 2015, S. 7 f.).
SROI beinhaltet sechs verschiedene Perspektiven. Das erste Prinzip ist bekannt unter dem Namen „Transferanalyse - Institutionell“ und stellt zwischen den Non-Profit Organisationen und den öffentlichen Kostenträgern den Transfer der finanziellen Zahlungen dar. Das zweite Prinzip „Transferleistungen – Individuell“ stellt den Transfer zwischen Klient*innen und öffentlichen Kostenträgern dar. Die „Alternativbetrachtung/Opportunitätserträge“ ist das dritte Prinzip von SROI. Dieses Prinzip beschreibt die finanzielle Belastungen, die den Kostenträger*innen entstehen, wenn Non-profit Organisationen (kurz NPO) nicht eingreifen. Das vierte Prinzip „Regionalökonomische Wirkungen“ beschreibt den ökonomischen Nutzen für die Region eines Sozialunternehmens.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Teil I der ökonomischen Aspekte der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel führt in die ökonomischen Grundlagen ein, beleuchtet das SROI-Modell und erläutert Instrumente der öffentlichen Finanzierung sowie die Notwendigkeit von Wirkungsmessung.
1.1 Was ist das SROI?: Vorstellung des Social Return on Investment als Methode zur Messung von sozialem und finanziellem Mehrwert.
1.2 Instrumente öffentlicher Finanzierung: Erläuterung der Unterschiede zwischen projektbezogenen Zuschüssen und einer subjektorientierten Entgeltfinanzierung.
1.3 Wirkungsmessung in der Sozialen Arbeit: Untersuchung der Anforderungen öffentlicher Kostenträger an die Produktivitätsnachweise sozialer Maßnahmen.
1.4 Messbare Effekte und Indikatoren im beruflichen Kontext: Konkretes Fallbeispiel zur Messung von Effekten in der beruflichen Beratung und Sprachförderung.
1.5 Eigenschaften von Nonprofit-Organisationen: Definition der fünf zentralen Merkmale, die eine NPO von profitorientierten Unternehmen unterscheiden.
2 Teil II der ökonomischen Aspekte der Sozialen Arbeit: Vertiefung der Thematik durch eine Analyse des Budgets für Arbeit im Zuge des Bundesteilhabegesetzes.
2.1 Perspektiven auf das Budget für die Arbeit: Darstellung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderung beim Übergang vom Werkstattbereich zum allgemeinen Arbeitsmarkt.
2.2 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Gesetzeslage und den verbleibenden Barrieren für Betroffene.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Ökonomie, SROI, Budget für Arbeit, Bundesteilhabegesetz, BTHG, Wirkungsmessung, Nonprofit-Organisationen, Inklusion, Arbeitsmarkt, Kostenträger, Behinderung, Teilhabe, Sozialwirtschaft, Finanzierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen ökonomischen Anforderungen und den Zielen der Sozialen Arbeit, insbesondere bei der beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören das SROI-Konzept, die öffentliche Finanzierung von NPOs, Qualitäts- und Wirkungsmessungen sowie die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die ökonomischen Aspekte der Sozialen Arbeit zu erläutern und zu diskutieren, ob das aktuelle Budget für Arbeit effektiv zur beruflichen Teilhabe beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung explorativer Studien und gesetzlicher Grundlagen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Finanzierungsmodellen und Wirkungsmessungen sowie eine spezifische Analyse der rechtlichen und praktischen Hürden des Budgets für Arbeit.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind SROI, Inklusion, Budget für Arbeit, Sozialwirtschaft und Leistungsindikatoren.
Was sind die Hauptkritikpunkte am aktuellen "Budget für Arbeit"?
Die Autorin hebt hervor, dass das Verfahren zur Bewilligung zu langwierig ist, an Informationen für Betroffene mangelt und Menschen außerhalb von Werkstätten von bestimmten Leistungen ausgeschlossen werden.
Welche Rolle spielt die SROI-Methode in diesem Kontext?
Sie dient als betriebswirtschaftliches Modell zur detaillierten Erfassung des sozialen Erfolgs, wird jedoch laut Autorin in der Praxis oft nur selten konsequent angewendet.
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- Anonym (Author), 2022, Ökonomische Aspekte in der Sozialen Arbeit. Budget und Wirkungsmessung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351552