Im Rahmen dieser Hausarbeit wird sich mit dem Themenkomplex der "Förderung der Leseflüssigkeit von Schüler:innen an einer niedersächsischen Gesamtschule" beschäftigt. Die Forschungsfrage lautet dabei wie folgt: "Inwiefern lässt sich die Leseflüssigkeit von Schüler:innen mithilfe der Methode des Lautlesetandems steigern?"
Dies soll empirisch mithilfe des Diagnoseinstrumentes "Salzburger Lese-Screening" untersucht werden, welches die Leseflüssigkeit von Schüler:innen aufzeigt. Daraufhin soll mit der Methode "Lautlesetandem" die Leseflüssigkeit der Schüler:innen gefördert werden und es soll darüber hinaus dargestellt werden, inwiefern eine Steigerung dieser möglich ist. Dafür werden die Schüler:innen anhand der Ergebnisse des Salzburger Lese-Screenings in Lautlesetandems eingeteilt und über einen Zeitraum von zehn Wochen mit individuellen Materialien versorgt. Nachfolgend wird eine erneute Messung der Leseflüssigkeit mithilfe des Salzburger Lese-Screenings durchgeführt, welche die Lernfortschritte der Schüler:innen überprüfen soll.
Zu Beginn der Arbeit wird der theoretische Hintergrund der zugrundeliegenden Forschungsfrage erörtert. Dabei werden zunächst die für die Thematik relevanten Begriffe definiert, bevor weiterführend die Förderung der Leseflüssigkeit erläutert wird. Im nachfolgenden dritten Kapitel (Empirische Forschung) wird dargelegt, welche methodischen Überlegungen im Laufe des Forschungsprozesses getätigt und welche Entscheidungen getroffen wurden. Dabei wird das gewählte Untersuchungsdesign benannt und die Anwendung begründet. Anschließend werden die Ergebnisse dargestellt und diskutiert, sowie ein resümierendes Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Herleitung des Themas
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretische Einbettung
2.1 Salzburger Lese-Screening 2-9
2.2 Leseflüssigkeit
2.3 Förderung der Leseflüssigkeit
2.4 Lautlesetandem
3 Empirische Forschung
3.1 Planung des Vorhabens
3.2 Beschreibung der Lerngruppe
3.3 Erste Durchführung des Salzburger Lese-Screenings und Ergebnisdarstellung
3.4 Bildung und Durchführung der Lesetandems
3.5 Zweite Durchführung des Salzburger Lese-Screenings und Ergebnisdarstellung
4 Diskussion der Ergebnisse
5 Reflexion
5.1 Gelungenes und Chancen
5.2 Herausforderungen
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern sich die Leseflüssigkeit von Schüler*innen einer niedersächsischen Gesamtschule durch die gezielte Anwendung der Methode des Lautlesetandems im Unterricht steigern lässt.
- Analyse der Lesekompetenz im schulischen Kontext
- Einsatz und Evaluation des Salzburger Lese-Screenings 2-9
- Implementierung und Durchführung von Lautlesetandems
- Messung und Reflexion von Lernfortschritten bei der Leseflüssigkeit
- Methodische Förderung der Lautlesekompetenz
Auszug aus dem Buch
2.2 Leseflüssigkeit
Um die Leseflüssigkeit von Schüler*innen zu fördern, ist es unerlässlich, zunächst den Begriff „Leseflüssigkeit“ zu definieren. Dieser gliedert sich in mehrere Teilaspekte und Ebenen, welche ebenfalls eine Erläuterung bedürfen. Rosebrock und Nix (2012) definieren die Teilaspekte der Leseflüssigkeit wie folgt:
Leseflüssigkeit (fluency) umfasst ...
... das genaue Dekodieren von Wörtern,
... die Automatisierung der Dekodierprozesse,
... eine angemessen schnelle Lesegeschwindigkeit,
... die Fähigkeit zur sinngemäßen Betonung des gelesenen Satzes, also zu einem ausdrucksstarken Vorlesen. (Rosebrock & Nix, 2012, S.35)
„Dekodieren“ meint hierbei das schnelle und sichere Erfassen der korrekten Bedeutung von Wortbausteinen, Wörtern, Sätzen und Texten. Die Leseflüssigkeit ermöglicht somit den Schüler*innen, die Bedeutung eines Textabschnittes gedanklich nachzuvollziehen und zu verstehen (Rosebrock, 2011).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die steigende Relevanz der Lesekompetenz im gesellschaftlichen Leben und leitet die Problemstellung sowie das Forschungsinteresse ab.
2 Theoretische Einbettung: Definiert zentrale Begriffe wie Leseflüssigkeit und erläutert relevante Diagnostik- und Fördermethoden.
3 Empirische Forschung: Detailliert die Planung, das Setting und die Durchführung des Forschungsprojekts samt Ergebnismessungen.
4 Diskussion der Ergebnisse: Interpretiert die gewonnenen Daten hinsichtlich der Wirksamkeit der gewählten Methode.
5 Reflexion: Betrachtet den Forschungsprozess kritisch, blickt auf Chancen und Schwierigkeiten zurück.
5 Fazit: Fasst die Wirksamkeit des Lautlesetandems zusammen und leitet eine positive Schlussfolgerung ab.
Schlüsselwörter
Leseflüssigkeit, Lautlesetandem, Salzburger Lese-Screening, Lesekompetenz, Sprachförderung, Lesetraining, Dekodierprozess, Lesegeschwindigkeit, Lautleseverfahren, Schulisches Lernen, Lesemotivation, Deutschunterricht, Lesetandems, Lesediagnostik, Leseverständnis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es geht um die Förderung der Leseflüssigkeit von Schülern einer 6. Klasse mittels Lautlesetandems.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Schwerpunkte sind die Lesediagnostik, das Lautlesetandem als Methode und die Verbesserung der basalen Lesefähigkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist, herauszufinden, ob und wie stark die Methode des Lautlesetandems die Leseflüssigkeit der Schüler steigern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung ist quantitativ orientiert und nutzt das „Salzburger Lese-Screening“ als Messinstrument.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Planung und Beschreibung der empirischen Studie sowie deren Ergebnisauswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Leseflüssigkeit, Lautlesetandem, Salzburger Lese-Screening und Lesekompetenz.
Wie wurde die Lerngruppe für die Studie ausgewählt?
Die Lerngruppe bestand aus einer 6. Klasse einer Gesamtschule, bei der im Vorfeld ein deutlicher Förderbedarf bei der Leseflüssigkeit festgestellt wurde.
Welche Rolle spielt das Lautlesetandem im Unterricht?
Es dient als kooperative Trainingsmethode, bei der sich leistungsstärkere und leistungsschwächere Schüler gegenseitig beim Lesen unterstützen.
Welche Ergebnisse wurden erzielt?
Es konnte eine signifikante Steigerung des durchschnittlichen Lesequotienten der Klasse nach einer zehenwöchigen Trainingsphase nachgewiesen werden.
Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit?
Die Autoren empfehlen das Lautlesetandem als effektive, aber zeitintensive Methode, um basale Lesekompetenzen nachhaltig zu verbessern.
- Arbeit zitieren
- Lea Hempel (Autor:in), 2023, Förderung der Leseflüssigkeit von Schüler:innen an einer niedersächsischen Gesamtschule. Eine empirische Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351697