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Warum ist eine integrative Beschulung von Kindern mit kognitiver Beeinträchtigung an regulären Grundschulen sinnvoll?

Titel: Warum ist eine integrative Beschulung von Kindern mit kognitiver Beeinträchtigung an regulären Grundschulen sinnvoll?

Essay , 2023 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jessica Steuff (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ist es sinnvoll, dass Kinder mit kognitiver Beeinträchtigung an Regelgrundschulen unterrichtet werden? In diesem Essay wird das Für und Wider der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung erörtert. Außerdem geht das Essay auf die Voraussetzungen für eine erfolgreiche integrative bzw. inklusive Beschulung ein und erläutert die Entstehung und Überwindung von negative Erfahrungen, die bei der gemeinsamen Beschulung auftreten können. Des Weiteren geht es um Teilhabemöglichkeiten von Kindern mit Behinderung und wie die UN-Behindertenrechtskonvention zu dem Thema steht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Qualifikationsbedarf und Fortbildungsangebote der Lehrkräfte

3. Didaktisch-methodische Voraussetzungen und individuelle Förderung

4. Herausforderungen und Nachteilsausgleiche im Schulalltag

5. Soziale Integration und Prävention von Mobbing

6. Vergleichende Betrachtung internationaler Schulsysteme

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Sinnhaftigkeit und die notwendigen Rahmenbedingungen für eine integrative Beschulung von Kindern mit kognitiver Beeinträchtigung an regulären Grundschulen unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Lehrkräfte und der sozialen Klassengemeinschaft.

  • Notwendigkeit einer lehrerseitigen Qualifizierung und Fortbildung
  • Individualisierung des Unterrichts als Gelingensbedingung
  • Bedeutung von Nachteilsausgleichen für die Teilhabe
  • Psychoedukation als Präventionsmaßnahme gegen Mobbing
  • Internationale Perspektiven auf Inklusion im Schulwesen

Auszug aus dem Buch

Soziale Integration und Prävention von Mobbing

Das Risiko von Ausgrenzungserfahrungen und Mobbing kann durch eine gute Psychoedukation der jeweiligen Grundschulklasse verringert werden, wenn den Mitschülern auf kindgerechter und verständlicher Weise vermittelt wird, warum der Schüler mit einer kognitiven Beeinträchtigung länger zum Lernen braucht, er bestimmte Sachen nicht so gut kann oder was es mit den individuellen Nachteilsausgleichen, wie zum Beispiel der Schulbegleitung, auf sich hat (vgl. Kissling 2021, 47).

Kissling schildert dazu die Erzählungen und Erfahrungen von Monika Suter-Heinzer, Mutter eines Jungen mit Trisomie 21 und einer kognitiven Beeinträchtigung. Er wurde zwei Jahre im regulären Kindergarten inkludiert und bis zur 2. Klasse an einer regulären Grundschule gemeinsam mit seinen nicht beeinträchtigten Mitschülern unterrichtet. Sie setzt sich mit ihrem selbst entwickelten Konzept ,,Du bist einzigartig. Trisomie 21 und du“ für eine Aufklärung der Grundschüler über Trisomie 21 und kognitiver Beeinträchtigung ein.

Dieses Konzept setzt Monika Suter-Heinzer um, indem sie Grundschulklassen besucht, die Fragen der Schüler beantwortet und gemeinsam mit ihnen erarbeitet, was Chromosomen sind und inwiefern die Chromosomen bei Trisomie 21 anders sind. Zudem zeigt sie den Schülern, welche Hindernisse Kinder mit einer kognitiven Beeinträchtigung zu bewerkstelligen haben, indem sie zum Beispiel die Klasse mit Winterhandschuhen malen und mit einem Gummibärchen unter der Zunge reden lässt, um motorische Defizite und Sprachbeeinträchtigungen für die Kinder greifbarer zu machen (vgl. Kissling 2021, 47-49).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Spannungsfeld der Inklusionsdebatte seit der UN-Behindertenrechtskonvention und definiert das Ziel des Essays zur Analyse sinnvoller Voraussetzungen einer integrativen Beschulung.

2. Qualifikationsbedarf und Fortbildungsangebote der Lehrkräfte: Dieses Kapitel thematisiert die mangelnde Vorbereitung vieler Lehrkräfte auf inklusive Aufgaben und die Notwendigkeit, durch Fortbildungen die Bereitschaft zur gemeinsamen Beschulung zu fördern.

3. Didaktisch-methodische Voraussetzungen und individuelle Förderung: Hier wird die Bedeutung einer individualisierten Unterrichtsgestaltung und der Einsatz von Fachkräften hervorgehoben, um Barrieren für beeinträchtigte Kinder abzubauen.

4. Herausforderungen und Nachteilsausgleiche im Schulalltag: Dieses Kapitel erläutert, warum starre Zielvorgaben kontraproduktiv sind und Nachteilsausgleiche essenziell für den Erhalt des Selbstwertgefühls der Kinder sind.

5. Soziale Integration und Prävention von Mobbing: Der Schwerpunkt liegt hier auf der Psychoedukation der Mitschüler und dem proaktiven Intervenieren der Lehrkräfte, um Isolation und Mobbing konsequent entgegenzuwirken.

6. Vergleichende Betrachtung internationaler Schulsysteme: Abschließend wird das deutsche Schulsystem mit dem schwedischen und niederländischen verglichen, um aufzuzeigen, dass ein individualisiertes System erfolgreiche Inklusion ermöglicht.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, kognitive Beeinträchtigung, Grundschule, Lehrerausbildung, individuelle Förderung, Nachteilsausgleich, Psychoedukation, Mobbingprävention, soziale Teilhabe, UN-Behindertenrechtskonvention, Unterrichtsgestaltung, Trisomie 21, Sozialkompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern eine integrative Beschulung von Kindern mit kognitiver Beeinträchtigung an Grundschulen sinnvoll ist und welche Bedingungen für ihr Gelingen erforderlich sind.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Die zentralen Felder sind die Qualifikation und Einstellung von Lehrkräften, didaktische Methoden der Individualisierung, die Umsetzung von Nachteilsausgleichen sowie Strategien gegen soziale Ausgrenzung und Mobbing.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass eine erfolgreiche Inklusion weit über die bloße Präsenz von Kindern mit Beeinträchtigung hinausgeht und eine tiefgreifende didaktische sowie soziale Anpassung der Regelschule erfordert.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die den aktuellen Stand der Fachliteratur und internationale Vergleichsstudien analysiert, um daraus Schlussfolgerungen für das deutsche Schulsystem abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Notwendigkeit von Fortbildungen für Lehrkräfte, die Gestaltung zieldifferenter Lernangebote und die essenzielle Rolle der Psychoedukation für ein respektvolles Miteinander in der Klasse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Inklusion, individuelle Förderung, Nachteilsausgleich, Psychoedukation und soziale Teilhabe geprägt.

Welche Rolle spielt die Psychoedukation der Mitschüler konkret?

Sie dient dazu, Vorurteilen über die Lernschwierigkeiten beeinträchtigter Kinder entgegenzuwirken, indem durch kindgerechte Aufklärung Verständnis für Nachteilsausgleiche geschaffen und somit das Mobbingrisiko gesenkt wird.

Welche Bedeutung misst die Autorin der Haltung der Lehrkraft bei?

Die Haltung der Lehrkraft ist der entscheidende Faktor: Eine offen-positive Einstellung überträgt sich auf die Klassengemeinschaft und fördert das empathische Verhalten der Mitschüler, während negative Einstellungen Inklusion faktisch behindern.

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Details

Titel
Warum ist eine integrative Beschulung von Kindern mit kognitiver Beeinträchtigung an regulären Grundschulen sinnvoll?
Hochschule
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Note
1,3
Autor
Jessica Steuff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
15
Katalognummer
V1351705
ISBN (eBook)
9783346858221
ISBN (Buch)
9783346858238
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beschulung kindern beeinträchtigung grundschulen Teilhabe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Steuff (Autor:in), 2023, Warum ist eine integrative Beschulung von Kindern mit kognitiver Beeinträchtigung an regulären Grundschulen sinnvoll?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351705
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Leseprobe aus  15  Seiten
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