Der Schalenbau der der Erde. Plattentektonik und Formen des Vulkanismus


Referat (Ausarbeitung), 2005
11 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Der Schalenbau der Erde

Aufgrund seismologischer Untersuchungen weiß man einiges über die Zusammensetzung und den Aufbau der Erde.

Das Innere der Erde besteht aus vielen verschiedenen Schichten, auch „Schalen“ genannt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Erdkern

Der innere Erdkern befindet sich in einer Tiefe zwischen etwa 5150 und 6370 Kilometern und besteht größtenteils aus Eisen und Nickel, „man spricht deshalb auch vom Nife - Kern“1. Die Temperatur beträgt in diesem Bereich etwa 5000° Celsius. Da dort ein enorm hoher Druck von 3,5 Millionen bar herrscht, ist an- zunehmen, daß der Aggregatzustand des inneren Erdkerns, trotz seiner hohen Temperatur, fest ist. „Nach neueren Untersuchungen rotiert der feste Kern ge- genüber der äußeren Erde etwa einmal im Jahr um seine Achse.“2

Der äußere Erdkern umhüllt den inneren Kern und befindet sich in einer Tiefe zwischen 2900 und 5150 Kilometern. Er setzt sich aus flüssigem Eisen und Nickel zusammen, sowie aus Sauerstoff und Schwefel. Da sich der äußere Erdkern aus einer elektrisch leitenden Flüssigkeit zusammensetzt, können durch die fließende Bewegungen magnetische Felder entstehen. Die Temperatur beträgt im äußeren Erdkern circa 4000° Celsius.

Der Erdmantel

Den Erdkern umgibt der Erdmantel, bei dem man zwischen dem unteren und dem oberen Erdmantel unterscheidet.

Grafik: vgl. Schmicke, S. 17

Der untere Erdmantel ist im Gegensatz zum metallischen Erdkern aus einer Mischung verschiedener Metalloxide und Silikate zusammengesetzt. Aufgrund dieses Materialwechsels kommt es in diesem Teil des Erdinneren zu einer drastischen Abnahme der Dichte. Der feste untere Mantel befindet sich in 660 bis 2900 Kilometern Tiefe und es herrschen Temperaturen von etwa 3000° Celsius. Den Übergang vom unteren Erdmantel zum oberen markiert eine Übergangszone in 400 bis 660 km Tiefe unter der Erdoberfläche.

Im Bereich des oberen Erdmantels ist es ungefähr noch 1500° Celsius heiß. Der obere Mantel „besteht aus olivinreichen Peridotit-artigen Gesteinen“3. Den oberen, zähen Bereich des Mantels nennt man auch Astenosphäre. Die Astenosphäre erreicht eine Tiefe von 30 bis 200 Kilometern. Sie grenzt nach oben hin an die starren Lithosphärenplatten und besteht zum Teil aus geschmolzenem Gestein.

Die Lithosphäre umfaßt die Erdkruste und Teile des Erdmantels bis zu einer Tiefe von circa 100 km. Sie besteht aus zwölf großen Platten, die auf der Asthenosphäre schwimmen und sich in ständiger Bewegung befinden, die durch die magmatische Strömung verursacht wird.

Die Plattentektonik

Die Plattentektonik ist, allgemein gesagt, ein Konzept für verschiedene Vorgänge in der Erdkruste und beschreibt die Bewegungen der Kontinentalplatten (kurz Platten genannt).

Erstmals schlüssig präsentiert wurde das Modell der Plattentektonik 1968 vom Engländer Dan McKenzie und dem Amerikaner Jason Morgan. Entdeckt aller- dings wurde dies bereits 1912 durch den deutschen Metereologen Alfred We- gener. Wegener hatte verschiedene geologische Gegebenheiten bemerkt und daraus seine Schlüsse gezogen: die Kontinente paßten ungefähr aneinander, der „Gebirgszug der Appalachen im östlichen Nordamerika“4 bricht abrupt ab und wird auf der „anderen Seite des Atlantik, in Irland, Schottland und

Skandinavien“5 wieder fortgesetzt., die Gleichheit von 180 Millionen Jahre alten Fossilienfunden aus Europa und Amerika, im Gegensatz zur Verschiedenartigkeit jüngerer Funde.

All dies lies in ihm die These aufkommen, daß die Kontinente, früher ein einziger „Superkontinent“ gewesen sein müssen. Wegeners Theorie besagt auch, daß die verschiedenen Höhengegebenheiten auf der Erde durch verschiedene Gesteinsdichten der beiden, von ihm ersonnenen, Krustenarten resultieren. Nach Wegener gibt es eine Ozeankruste, auf der die „leichteren und dickeren Kontinentalschollen“6 treiben, wie Eisberge im Meer.

Wegeners Theorie „wurde zwar beachtet und viel diskutiert, aber nur von weni- gen Wissenschaftlern akzeptiert“7. Das lag zum einen daran, daß Wegener als Fanatiker galt und seine Ansichten auch entsprechend vertrat, teilweise wurde er von seinen Kollegen sogar als verrückt bezeichnet (Decker, S. 17). Zum an- deren mußte nach Ansicht der damaligen Wissenschaft eine „horizontale Ver- schiebung ganzer Kontinente ausgeschlossen werden“8, da andernfalls eine „stabile, vertikale Verankerung von Hochgebirgen“9 unverständlich war.

[...]


1 vgl. Brucker, S. 31

2 vgl. Schick, S. 14

3 vgl. Lexikon der Geographie, S. 322

4 vgl. Decker, S. 16

5 vgl. Decker, S. 16

6 vgl. Decker, S. 16

7 vgl. Schick, S. 14

8 vgl. Schick, S. 15

9 vgl. Schick, S. 15

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Der Schalenbau der der Erde. Plattentektonik und Formen des Vulkanismus
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2
Autor
Jahr
2005
Seiten
11
Katalognummer
V135175
ISBN (eBook)
9783668016385
ISBN (Buch)
9783668016392
Dateigröße
544 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schalenbau, erde, plattentektonik, formen, vulkanismus
Arbeit zitieren
Lena Heinrich (Autor), 2005, Der Schalenbau der der Erde. Plattentektonik und Formen des Vulkanismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135175

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