Die vorliegende Arbeit veranschaulicht sämtliche internationalen Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien anhand von praktischen Beispielen. Dabei liegt der Fokus auf den Strategien des Indirekten und Direkten Exports, der Lizenzierung, des Franchisings, des Joint Ventures, der Strategischen Allianz und der Gründung einer Tochtergesellschaft. Dabei werden die spezifischen Vor- und Nachteile der Strategien erörtert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Formen von Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien
2.1 Kriterien zur Systematisierung der Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien
2.2 Vor- und Nachteile einzelner Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien
2.3 Leistungserstellung im Inland
2.3.1 Indirekter Export
2.3.2 Direkter Export
2.4 Leistungserstellung im Ausland
2.4.1 Lizenzierung
2.4.2 Franchising
2.4.3 Vertragsfertigung
2.4.4 Joint Venture
2.4.5 Strategische Allianz
2.4.6 Tochtergesellschaften
2.4.7 Fusion
3. Kritische Analyse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht systematisch die verschiedenen Möglichkeiten, die Unternehmen zur Verfügung stehen, um in ausländische Märkte einzutreten und diese zu bearbeiten, mit einem besonderen Fokus auf der Gegenüberstellung der jeweiligen Vor- und Nachteile.
- Systematisierung von Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien nach Kriterien der Leistungserstellung.
- Detaillierte Analyse von Exportformen (direkt vs. indirekt).
- Untersuchung kooperativer Markteintrittsformen wie Lizenzierung, Franchising und Joint Ventures.
- Bewertung von Direktinvestitionen wie Tochtergesellschaften und Akquisitionen.
- Kritische Reflexion über die zeitliche und strategische Entwicklung von Internationalisierungspfaden.
Auszug aus dem Buch
2.4.2 Franchising
Franchising ist eine Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategie, die sich primär auf den Vertrieb bezieht. Dabei überlässt ein inländischer Franchisegeber einem rechtlich selbstständigen Franchisenehmer ein umfassendes und häufig auch erprobtes Beschaffungs-, Absatz-, Organisations- und Managementkonzept, ein sogenanntes „Business Format“.
Die Grundlage des Franchisings ist ein Franchisevertrag, der ein Dauerschuldverhältnis zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer darstellt. Unternehmen wie McDonalds, Avis, Hertz, Goodyear oder Holiday Inn bedienen sich des Franchises, um sowohl Inlands- als auch Auslandsmärkte zu bearbeiten. Der Franchisegeber erhält Franchisegebühren (franchise fees), die in Form von Eintrittsgebühren und häufig auch in Form von umsatzabhängigen laufenden Gebühren erhoben werden.
Im Franchisevertrag vereinbaren Franchisegeber und Franchisenehmer umfangreiche Pflichten. Zu den Pflichten des Franchisegebers gehört es, dem Franchisenehmer das Know-how zu übertragen, ihn beim Aufbau seines Geschäfts zu unterstützen, die Mitarbeiter zu schulen, den Franchisenehmer mit allen nötigen Produkten zu versorgen, Werbungs- und Verkaufsförderungsmaßnahmen vorzubereiten sowie ein Warenwirtschafts- und Servicesystem zu unterhalten. Die Pflichten des Franchisenehmers bestehen im Tätigen der vereinbarten Investitionen, in der Beachtung aller im Betriebshandbuch und in sonstigen Ausführbestimmungen genannten Regeln und Vorschriften, in der Wahrung des Systemimages sowie in der Entrichtung von Franchisegebühren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der zunehmenden weltwirtschaftlichen Verflechtung und leitet das Ziel der Arbeit ab, die verschiedenen Markteintrittsstrategien zu analysieren.
2. Formen von Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien: Hier werden zentrale Begriffe definiert und Kriterien zur Systematisierung der Eintrittsformen erläutert.
2.1 Kriterien zur Systematisierung der Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien: Dieses Kapitel stellt das Standort-Kriterium der Leistungserstellung als zentrales Ordnungsmerkmal vor.
2.2 Vor- und Nachteile einzelner Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien: Es wird die außenorientierte Perspektive für Unternehmen dargelegt, die den Schritt ins Ausland wagen.
2.3 Leistungserstellung im Inland: Dieses Kapitel behandelt den Export als erste und einfachste Form des Markteintritts.
2.3.1 Indirekter Export: Fokus auf die Nutzung von Außenhandelsunternehmern als Mittler im Exportgeschäft inklusive deren Vor- und Nachteile.
2.3.2 Direkter Export: Untersuchung der Handelsaktivitäten ohne Mittler und die damit verbundene direkte Beziehung zum Zielmarkt.
2.4 Leistungserstellung im Ausland: Übergang zu tiefergehenden Markteintrittsformen mit Produktion oder Leistungserstellung vor Ort.
2.4.1 Lizenzierung: Analyse der kommerziellen Einräumung von Schutzrechten als strategie-optimierte Eintrittsform.
2.4.2 Franchising: Beschreibung von Business-Format-Konzepten und der vertraglichen Bindung zwischen Franchisegeber und -nehmer.
2.4.3 Vertragsfertigung: Untersuchung der Auslagerung von Fertigungsstufen an ausländische Partner zur Kapazitätsentlastung.
2.4.4 Joint Venture: Analyse der gemeinsamen Unternehmensgründung inklusive der verschiedenen Varianten und Risiken bei der Kooperation.
2.4.5 Strategische Allianz: Fokus auf die gemeinsame Nutzung von Ressourcen ohne Gründung eines neuen Gemeinschaftsunternehmens.
2.4.6 Tochtergesellschaften: Untersuchung rechtlich selbständiger Engagements als weitgehende Form der Markterschließung.
2.4.7 Fusion: Analyse von Zusammenschlüssen zur Markterweiterung und deren Effizienz-, Monopol- oder Empire-Building-Motive.
3. Kritische Analyse: Zusammenführende Betrachtung der verschiedenen Strategien im Zeitverlauf und Diskussion der Internationalisierungspfade.
Schlüsselwörter
Einführung, Markteintrittsstrategien, Marktbearbeitung, Internationalisierung, Export, Lizenzierung, Franchising, Vertragsfertigung, Joint Venture, Strategische Allianz, Tochtergesellschaft, Akquisition, Fusion, Außenhandel, Wirtschaftswachstum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den vielfältigen Strategien, mit denen Unternehmen in ausländische Märkte eintreten und diese bearbeiten können, wobei insbesondere die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ansätze beleuchtet werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind der Export, vertragliche Kooperationen wie Lizenzierung und Franchising sowie kapitalintensive Formen wie Joint Ventures, Tochtergesellschaften und Fusionen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist ein systematischer Vergleich der Markteintrittsstrategien, um Unternehmen zu helfen, die geeigneten Möglichkeiten zur Erschließung ausländischer Märkte zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, die auf einer fundierten Literaturrecherche basiert, um theoretische Konzepte (wie das Stufenmodell der Internationalisierung) mit praktischen Vor- und Nachteilen der Strategien zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Strategien nach dem Ort der Leistungserstellung (Inland vs. Ausland) klassifiziert und einzeln hinsichtlich ihrer Motive, Vorteile und Nachteile detailliert untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die relevantesten Begriffe sind Markteintrittsstrategien, Export, Joint Venture, Franchising, Tochtergesellschaften und Internationalisierung.
Welche Bedeutung hat das Stufenmodell der Internationalisierung für die Betrachtung?
Das Modell verdeutlicht, dass Unternehmen oft inkrementell wachsen und sich von einfachen Exporten hin zu komplexen, integrierten Netzwerken mit eigener Produktion im Ausland entwickeln.
Wie unterscheiden sich indirekter und direkter Export in Bezug auf das Risiko?
Beim indirekten Export ist das Risiko geringer, da Außenhandelsunternehmen Aufgaben übernehmen, während der direkte Export zwar mehr Kontrolle erlaubt, aber höhere Anforderungen an Ressourcen und Marktkenntnis stellt.
- Quote paper
- Nikolai Sroka (Author), 2005, Markteintrittsstrategien internationaler Unternehmen. Formen, Vergleich und kritische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1352051