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Sprache im Journalismus. Wie sollten Medien über Gewalt gegen Frauen berichten?

Titel: Sprache im Journalismus. Wie sollten Medien über Gewalt gegen Frauen berichten?

Hausarbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Hausarbeit ist es zu ermitteln, wie Medien über die Gewalt gegen Frauen in Deutschland berichten, welche Rolle diese Darstellung spielt und wie Medienschaffende stattdessen mit dieser strukturellen Problematik umgehen könnten.
Um dies beantworten zu können, muss zuvor in die Thematik der Gewalt gegen Frauen eingeführt werden, indem aktuelle Zahlen und Fakten diesbezüglich offengelegt, die Problematik der statistischen Erfassung thematisiert und die Entwicklung der rechtlichen Lage beleuchtet werden. Darauf folgt eine nähere Betrachtung der Darstellung dieser geschlechtsspezifischen Gewalt in den deutschen Medien, wobei diese in verschiedene Zusammenhänge differenziert wird.

Auf Basis dieser theoretischen Grundlagen folgt der praktische Teil der Arbeit in Kapitel 4. Dieser befasst sich mit der kritischen Analyse der Sprache im Journalismus und welche Auswirkungen diese auf unsere Gesellschaft hat. Besonders im Fokus der Analyse stehen hierbei die unter Kapitel 3 erläuterten Berichterstattungen und die Problematik einer Lücke zwischen Kriminalstatistik und Mediendarstellung. In Kapitel 4.2 werden Ansätze formuliert, was klassische Medien verbessern könnten um ihren Teil zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt beizutragen. Im Fazit wird ein kurzer Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit gegeben und die Ergebnisse des theoretischen und praktischen Teils zusammengeführt.

In den letzten Jahrzehnten ist das öffentliche Problembewusstsein für Gewalt gegen Frauen stark gewachsen. Dennoch sind die Zahlen der Gewalttaten erschreckend hoch. Laut einer Studie der Europäischen Grundrechteagentur (FRA) ist jede dritte Frau in Deutschland von sexueller und/oder körperlicher Gewalt betroffen. 25% aller Frauen erleben körperliche und/oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft.

Trotz der hohen Zahlen wird geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen häufig als Privatsache verstanden und nur ein Bruchteil dieser Gewalt gegen Frauen von Betroffenen gemeldet oder angezeigt. So lassen sich die Ausmaße des sogenannten Dunkelfelds nur erahnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gewalt gegen Frauen in Deutschland

2.1 Zahlen und Fakten

2.2 Schwierigkeiten der statistischen Erfassung

2.3 Entwicklung der rechtlichen Lage

3 Darstellung von Gewalt gegen Frauen in deutschen Medien

3.1 Häufigkeit, Anlass und Art der Berichterstattung

3.2 Darstellung von Opfern und Tatverdächtigen

3.3 Berichterstattung über Gewalt in Partnerschaften

3.4 Berichterstattung über Tatverdächtige nichtdeutscher Herkunft

4 Stellenwert der Sprache im Journalismus

4.1 Medien als Teil des Problems

4.2 Medien als Teil der Lösung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die mediale Darstellung von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen in Deutschland, um den Einfluss der Berichterstattung auf das gesellschaftliche Verständnis und die Wahrnehmung struktureller Gewalt aufzuzeigen.

  • Epidemiologie und statistische Erfassung von Gewalt gegen Frauen.
  • Analyse der medialen Berichterstattung hinsichtlich Häufigkeit, Themenfokus und Sprachwahl.
  • Untersuchung der Differenzierung in der Darstellung bei verschiedenen Tätergruppen.
  • Ableitung von Ansätzen für eine sensible und zielführende journalistische Arbeit.

Auszug aus dem Buch

3 Darstellung von Gewalt gegen Frauen in deutschen Medien

Die Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Christine E. Meltzer von der Universität Mainz hat von 2015 bis 2019 systematisch rund 3 500 Beiträge in bundesweiten Medien auf ihre Darstellung von Gewalt gegen Frauen untersucht. Herausgefiltert wurden alle Artikel, die reale oder vorsätzliche Gewalt gegen Personen, die sich dem sozialen weiblichen Geschlechts in Deutschland zugehörig fühlen, thematisiert. In der von der Otto Brenner Stiftung geförderten Studie Tragische Einzelfälle? Wie Medien über Gewalt gegen Frauen berichten wurden Berichterstattungen aus 17 regionalen bzw. überregionalen Tages- und Boulevardzeitungen analysiert. Die Tageszeitungen wurden so gewählt, dass diese einen Querschnitt der bundesweiten Presselandschaft darstellen und aussagekräftige Schlussfolgerungen über die Berichterstattung von Gewalt gegen Frauen in deutschen Medien getroffen werden können (vgl. Meltzer 2021, S.1). Diese Studie bildet die Grundlage für die folgende Ermittlung der medialen Darstellung von Gewalt gegen Frauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Gewalt gegen Frauen ein, verdeutlicht deren Relevanz und umreißt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Hausarbeit.

2 Gewalt gegen Frauen in Deutschland: Dieses Kapitel liefert statistische Daten zur Verbreitung von Gewalt gegen Frauen und thematisiert die Herausforderungen sowie die rechtliche Entwicklung im Umgang mit dieser Problematik.

3 Darstellung von Gewalt gegen Frauen in deutschen Medien: Dieses Kapitel analysiert systematisch, welche Schwerpunkte und Verzerrungen in der journalistischen Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen bestehen.

4 Stellenwert der Sprache im Journalismus: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle von Medien bei der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Gewalt und erarbeitet Verbesserungsvorschläge für eine verantwortungsbewusste Berichterstattung.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert die Notwendigkeit einer veränderten journalistischen Praxis zur Sensibilisierung für strukturelle Gewalt.

Schlüsselwörter

Gewalt gegen Frauen, geschlechtsspezifische Gewalt, Medienanalyse, Journalismus, Kriminalstatistik, Berichterstattung, Täter-Opfer-Darstellung, Partnerschaftsgewalt, sprachliche Verharmlosung, Pressekodex, #MeToo, strukturelle Gewalt, Sensibilisierung, Gewaltprävention, Mediendarstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie deutsche Medien über Gewalt gegen Frauen berichten und welchen Einfluss diese Art der Berichterstattung auf das gesellschaftliche Verständnis von geschlechtsspezifischer Gewalt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die statistische Erfassung von Gewalt, die Identifikation von Mustern in der medialen Berichterstattung sowie die Rolle der Sprache und journalistischer Standards.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ermitteln, wie Medien Gewalt gegen Frauen darstellen, welche problematischen Muster dabei auftreten und wie Medienschaffende zu einer authentischeren und sensibleren Berichterstattung beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine fundierte theoretische Aufarbeitung sowie eine Analyse, die sich primär auf die Studiendaten von Dr. Christine E. Meltzer stützt, um Medienbeiträge systematisch auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der Gewaltphänomene, eine Untersuchung der journalistischen Praxis im Umgang mit Opfern und Tätern sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Medien als Teil des Problems und der Lösung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind geschlechtsspezifische Gewalt, mediale Berichterstattung, strukturelle Gewalt sowie die kritische Reflexion journalistischer Sprachwahl.

Wie gehen Medien laut der Studie oft mit Gewalt in Partnerschaften um?

Die Studie zeigt, dass partnerschaftliche Gewalt im Vergleich zu ihrem tatsächlichen Vorkommen unterproportional thematisiert wird und häufig als isolierter Einzelfall statt als strukturelles Problem dargestellt wird.

Welchen Einfluss haben Begrifflichkeiten wie „Beziehungsdrama“?

Diese Begriffe wirken sprachlich verharmlosend, verschleiern die strukturelle geschlechtsspezifische Gewalt und können Opfern unbegründet eine Mitschuld suggerieren.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sprache im Journalismus. Wie sollten Medien über Gewalt gegen Frauen berichten?
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1352057
ISBN (PDF)
9783346860606
ISBN (Buch)
9783346860613
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sprache journalismus medien gewalt frauen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Sprache im Journalismus. Wie sollten Medien über Gewalt gegen Frauen berichten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1352057
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Leseprobe aus  16  Seiten
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