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Bildungssystem im Wandel der Zeit

Titel: Bildungssystem im Wandel der Zeit

Hausarbeit , 2008 , 19 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Julian Richter (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dargestellt wird die Geschichte der Bildungs- und Hochschullandschaft in Deutschland, wobei besonderes Augenmerk auf die Schulreformen, dem einheitlichen sozialistischen Bildungssystem und der Erneuerung der Hochschullandschaft liegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die antifaschistisch-demokratische Schulreform

2.1 Der Aufbau der sozialistischen Schule in der DDR

2.2 Die Entwicklung des einheitlichen sozialistischen Bildungssystems

2.3 Die Erneuerung der Hochschullandschaft

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die tiefgreifenden Transformationen des ostdeutschen Bildungs- und Hochschulsystems in zwei zentralen historischen Umbruchphasen: dem Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg und der deutschen Wiedervereinigung. Das primäre Ziel ist es, die politischen Begleitumstände, die Entnazifizierung des Lehrkörpers sowie die spätere Einbettung in das sozialistische Planwirtschaftssystem und die anschließende Anpassung an die Gegebenheiten der Bundesrepublik nach der Wende kritisch zu beleuchten.

  • Transformation des Bildungswesens nach 1945
  • Struktureller Aufbau des sozialistischen Schul- und Hochschulsystems
  • Einfluss von Ideologie und SED-Herrschaft auf Lehre und Forschung
  • Herausforderungen der Hochschulreformen im Zuge der Wiedervereinigung

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Aufbau der sozialistischen Schule in der DDR

Nach der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 07. Oktober 1949 und der (formellen) Eigenständigkeit in Außen- und Innenpolitik wurde auch der Bildungssektor weiter reformiert. Ein wichtiger Schritt in der ostdeutschen Bildungsgeschichte war die Übergabe der Bildungshoheit und aller anderen Verwaltungsfunktionen am 10. Oktober 1949 von der sowjetischen Besatzungsmacht an die Regierung der DDR.

Das Leitungs- und Lehrpersonal für Schulen und Universitäten wurde weiterhin sorgfältig ausgewählt – es handelte sich ausschließlich um von den Nationalsozialisten Verfolgte (wie beispielsweise jüdische Lehrer), Intellektuelle mit vorhergehendem Berufsverbot und aus Kriegsgefangenschaft Heimgekehrte und durch ‚Gehirnwäsche‘ ideologisierte Personen.

Durch das am 22. Februar 1951 durch den Ministerrat der DDR verabschiedete Hochschulgesetz entstand eine neue Regelungs- und Überwachungsinstanz in der Hochschullandschaft. Das Staatssekretariat für Hochschulwesen, als oberstes Kontrollorgan der DDR-Hochschullandschaft, zwang den Universitäten neue Lerninhalte auf, welche direkt dem Bildungssystem der Sowjetunion entnommen waren. Neben der fachlichen Qualifikation war als Zielsetzung in allen Studiengängen „die Bildung und Erziehung allseitig und harmonisch entwickelter sozialistischer Persönlichkeiten“ festgelegt. Diese Gesetzgebung gilt als „Höhepunkt des einsetzenden Sowjetisierungsprozesses.“

Eine weitere radikale Veränderung war die Neustrukturierung des Studienjahres. Das Studienjahr alter Art, mit 2 Semestern und sieben Monaten wurde durch das zehnmonatige Studienjahr ersetzt. Weitere eingeführte Schwerpunkte bei der Umstrukturierung waren:

- demokratischer Zentralismus als Leitungsprinzip

- inhaltliche Studienplanung mit Praktika

- gesellschaftswissenschaftliches Grundstudium

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert die historische Ausgangslage nach dem Zweiten Weltkrieg und die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen als Kontext für die nachfolgenden Bildungsreformen.

2. Die antifaschistisch-demokratische Schulreform: Hier wird der Prozess der Entnazifizierung und der ideologischen Umgestaltung des Schulwesens in der sowjetischen Besatzungszone beschrieben.

2.1 Der Aufbau der sozialistischen Schule in der DDR: Dieser Abschnitt behandelt die Institutionalisierung der Bildung unter staatlicher Kontrolle und die Einführung des sowjetisch geprägten Hochschulsystems ab 1951.

2.2 Die Entwicklung des einheitlichen sozialistischen Bildungssystems: Das Kapitel fokussiert auf die Reformen ab 1965, die auf die Stärkung des SED-Einflusses und die ökonomische Ausrichtung des Bildungswesens abzielten.

2.3 Die Erneuerung der Hochschullandschaft: Dieser Teil beschreibt die Herausforderungen und Maßnahmen zur Transformation des Hochschulsystems nach dem Mauerfall 1989 bis hin zur deutschen Wiedervereinigung.

3. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die stetigen Anpassungsprozesse des Bildungssystems in Abhängigkeit von den jeweiligen politischen Herrschaftsverhältnissen.

Schlüsselwörter

Bildungsgeschichte, DDR, SBZ, Hochschulreform, Transformation, SED, Sozialismus, Entnazifizierung, Planwirtschaft, Bildungslandschaft, Wiedervereinigung, Hochschulgesetz, Marxismus-Leninismus, Wissensgesellschaft, Bildungsreform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtlichen Entwicklung und den strukturellen Transformationen des ostdeutschen Bildungs- und Hochschulsystems von 1945 bis zur deutschen Wiedervereinigung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Schwerpunkte sind die Entnazifizierung des Lehrpersonals, die Etablierung sozialistischer Erziehungsprinzipien, die politische Steuerung durch die SED und die Anpassung an das westdeutsche System nach 1990.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Arbeit analysiert, wie politische Systemwechsel die Bildungslandschaft prägten und welche ideologischen sowie strukturellen Anpassungen dabei jeweils vollzogen wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, bildungspolitischer Dokumente und statistischer Daten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der antifaschistisch-demokratischen Schulreform, den Aufbau des sozialistischen Bildungssystems mit seinen spezifischen Organisationsstrukturen sowie die Transformation nach 1989.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildungsgeschichte, DDR, Transformation, Hochschulreform und politischer Systemwechsel definiert.

Welche Rolle spielte die Sowjetunion bei den Reformen?

Die Sowjetunion fungierte als direktes Vorbild; durch die SMAD und später durch direkte politische Vorgaben wurden sowjetische Lehrpläne, Strukturen und das Prinzip des demokratischen Zentralismus in der DDR implementiert.

Wie wirkte sich die Abwicklung auf die Universitäten nach 1990 aus?

Die sogenannte „Abwicklung“ führte dazu, dass ideologisch geprägte Studiengänge und Sektionen geschlossen und die akademische Struktur grundlegend an das westdeutsche System angeglichen wurde, wobei viele Dozenten ihre Forschungsaufträge verloren.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildungssystem im Wandel der Zeit
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
2.0
Autor
Julian Richter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V135230
ISBN (eBook)
9783640429974
ISBN (Buch)
9783640430055
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung des BIldungs- und Hochschulsystems bis nach der Wende
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Richter (Autor:in), 2008, Bildungssystem im Wandel der Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135230
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Leseprobe aus  19  Seiten
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