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Ein Ende der Demokratie? Das theoretische Konzept der Postdemokratie

Titre: Ein Ende der Demokratie? Das theoretische Konzept der Postdemokratie

Dossier / Travail , 2021 , 18 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Paul Simon (Auteur)

Politique - Généralités sur la politique internationale
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In der vorliegenden Hausarbeit wird sich dem theoretischem Konstrukt der Postdemokratie gewidmet. Hierbei wird auf die Konzeption der Postdemokratie eingegangen sowie auf Voraussetzungen und Effekte der Postdemokratie. Es findet ebenfalls eine kritische Auseinandersetzung statt.

„Democracy in Crisis“, „Democracy in Retreat“, „Democracy and pluralism are under assault“ , dies sind die Titel, der in den letzten drei Jahren erschienenen „Freedom in the World“-Berichte der Freedom House Organisation. Eine Nichtregierungsorganisation, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts, jährlich sämtliche Länder und deren politischen sowie gesellschaftlichen Gegebenheiten analysiert und nach einen eigenen Bewertungssystem ordnet. Freedom House geht sogar so weit und titelt, dass es in den letzten 14 Jahren zu einem „Democratic Decline“ gekommen sei. Eine beängstigende und besorgniserregende Analyse, wenn man bedenkt, dass die Demokratie doch den Grundpfeiler einer jeden fortschrittlichen, freien und fairen Gesellschaft darstellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzeption des Begriffs Postdemokratie

2.1 Die Bedeutung der Vorsilbe „post“

2.2 Die Merkmalsausprägungen der Postdemokratie

2.3 Voraussetzung und Effekte der Postdemokratie

2.4 Mittel und Wege gegen die Postdemokratie

3. Kritik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem theoretischen Konstrukt der „Postdemokratie“ nach Colin Crouch auseinander, um zu untersuchen, inwieweit moderne Demokratien Anzeichen eines schleichenden Autoritäts- und Legitimationsverlustes gegenüber wirtschaftlichen Interessen aufweisen.

  • Semantische und theoretische Herleitung des Postdemokratie-Begriffs
  • Analyse der Merkmalsausprägungen postdemokratischer Gesellschaften
  • Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Macht und politischem Entscheidungsprozess
  • Rolle der Zivilgesellschaft und sozialer Bewegungen als Gegenpol
  • Kritische Reflexion der normativen Standards in der Demokratietheorie

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Bedeutung der Vorsilbe „post“

Um sich dem Begriff der „Postdemokratie“ anzunähern, muss vorerst geklärt werden was es mit der Vorsilbe „post“ im semantischen Sinne auf sich hat. Die lateinische Übersetzung mit „nach“ oder „hinter“ wird der Komplexität nämlich nicht gerecht. Um genauer zu sein kann, folgt man mit dieser Übersetzung einer irreführenden Konzeption. Streng genommen handelt es sich nämlich bei der „Postdemokratie“ nicht um etwas „nach“ der Demokratie. Dies würde bedeuten, dass diese von der Gesellschaft überwunden worden wäre. Vielmehr ist die Demokratie ist immer noch ein Teil des ganzen Konstruktes. Somit ist es falsch anzunehmen, eine „Postdemokratie“ wäre eine undemokratische oder gar totalitäre Gesellschaftsform. Ähnlich wie bei der Postmoderne ist dieses Konzept von außen betrachtet sehr abstrakt und nur schwer vorstellbar.

Der Politikwissenschaftler Dirk Jörke erklärt die Vorsilbe „post“ in dem Zusammenhang der „Postdemokratie“ als etwas Paradoxes, was ohne ihren Vorläufer nicht existieren könnte, der jedoch immer noch gewisse Eigenschaften des Vorläufers besitzt, aber dennoch etwas anderes darstellt. Colin Crouch widmet auch einige Seiten seines Werkes, mit der sprachlichen Auseinandersetzung der Vorsilbe „post“. Er gelangt zu dem Erklärungsansatz, dass es sich bei der „Postdemokratie“ um einen Wandel der Erscheinungsform der Demokratie an sich handelt. Bei dieser Änderung der Erscheinungsform entsteht etwas Neues, und dem Begriff, dem die Vorsilbe „post“ angehangen wird, verliert zunehmend an Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik des demokratischen Wandels und Vorstellung der zentralen Fragestellung anhand des Konzepts von Colin Crouch.

2. Konzeption des Begriffs Postdemokratie: Theoretische Auseinandersetzung mit der Begriffsdefinition, den gesellschaftlichen Merkmalen sowie den Ursachen und Folgen der Postdemokratie nach Colin Crouch.

3. Kritik: Reflexion und Hinterfragung der postdemokratischen Theorie insbesondere hinsichtlich der normativen Anforderungen an Demokratie und der Schwierigkeit ihrer empirischen Messbarkeit.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz postdemokratischer Thesen und Einordnung möglicher Gegenentwicklungen durch soziale Bewegungen.

Schlüsselwörter

Postdemokratie, Colin Crouch, Demokratie, Demokratiekritik, Liberalisierung, Politik, Wirtschaftseliten, Lobbyismus, Partizipation, soziale Bewegungen, Machtverlust, Legitimationsverlust, politischer Wandel, NGO, Machtressourcen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Konzept der Postdemokratie und untersucht, wie demokratische Systeme unter dem Einfluss wirtschaftlicher Interessen schleichend an Qualität und politischer Teilhabemöglichkeit verlieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Machtverschiebung von gewählten Volksvertretern hin zu großen Wirtschaftsunternehmen, der Bedeutung von PR-Kampagnen in Wahlkämpfen sowie der Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die theoretischen Grundannahmen Crouchs darzulegen und kritisch zu prüfen, ob die Diagnose einer „Krise der Demokratie“ in der heutigen Zeit realistisch oder möglicherweise zu idealistisch gefasst ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Analyse basiert auf einer politikwissenschaftlichen Literaturarbeit, die theoretische Konzepte (insbesondere von Colin Crouch) anhand empirischer Beobachtungen und kritischer Reflexion auf ihre Anwendbarkeit hin untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe geklärt, die Merkmale einer Postdemokratie identifiziert, Ursachen (wie der Einfluss von Lobbys) diskutiert und schließlich Lösungsansätze sowie Kritikpunkte ausführlich erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Postdemokratie, Machtverlust, Liberalisierung, politischer Wandel und das Verhältnis von Wirtschaft zu Staat.

Wie unterscheidet sich die Postdemokratie von einer undemokratischen Herrschaft?

Laut der Arbeit bleibt die Postdemokratie ein demokratisches System, da formale Institutionen wie Wahlen weiterhin existieren, auch wenn deren inhaltliche Bedeutung und die tatsächliche politische Mitgestaltung der Bürger schwächer werden.

Welchen Stellenwert räumt die Arbeit sozialen Bewegungen ein?

Soziale Bewegungen werden als potenzielle Chance für eine Vitalisierung der Demokratie angesehen, da sie als Gegenpol zu einflussreichen Lobbygruppen wirken können.

Wie bewertet der Verfasser die Gewaltanwendung durch Demonstranten?

Der Autor hinterfragt die Rechtfertigung von Gewalttaten kritisch und äußert den Wunsch nach adäquateren, konstruktiveren Verbesserungsvorschlägen für das politische System.

Was ist das zentrale Fazit zur Theorie von Colin Crouch?

Das Fazit hält fest, dass Crouchs Beobachtungen zwar hochaktuell und wertvoll für das Verständnis politischer Funktionsstörungen sind, die theoretische Konzeption jedoch teils vage bleibt und durch zu hohe normative Standards zu pessimistisch erscheinen kann.

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Résumé des informations

Titre
Ein Ende der Demokratie? Das theoretische Konzept der Postdemokratie
Université
http://www.uni-jena.de/
Note
2,0
Auteur
Paul Simon (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
18
N° de catalogue
V1352316
ISBN (PDF)
9783346863249
ISBN (Livre)
9783346863256
Langue
allemand
mots-clé
ende demokratie konzept postdemokratie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Paul Simon (Auteur), 2021, Ein Ende der Demokratie? Das theoretische Konzept der Postdemokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1352316
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