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Suizid und Suizidprävention im Justizvollzug. Risiko- und Präventionsfaktoren

Title: Suizid und Suizidprävention im Justizvollzug. Risiko- und Präventionsfaktoren

Term Paper (Advanced seminar) , 2022 , 17 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Kristina Kroemke (Author)

Social Work
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In dieser Hausarbeit zum Thema "Suizid und Suizidprävention im Justizvollzug. Risiko- und Präventionsfaktoren" sollen überblicksmäßig Erklärungsmodelle und Einflussfaktoren für erhöhte Suizidalität in Haft ermittelt werden. Darauf aufbauend werden Risikofaktoren konkret beschrieben. Auf Basis dieser sollen im Verlauf Präventivfaktoren erörtert werden sowie sinnvolle und notwendige Präventionsmaßnahmen im Justizvollzug abschließend dargestellt werden.

Laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes aus dem Jahr 2018 versterben rund 10.000 Menschen in Deutschland durch Suizid. Die Anzahl versuchter Suizide wird bis zu 20 mal so hoch eingeschätzt. Das Phänomen der Suizidalität bildet sich auch im Justizvollzug ab. Suizide von Gefangenen sind die häufigste Todesursache im weltweiten Vergleich. Meischner-Al-Mousawi verweist auf internationale Studien, die auf ein deutlich erhöhtes Suizidrisiko für Inhaftierte im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung hinweisen.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Suizid - Begriffsbestimmung

2 Erklärungsmodelle und Einflussfaktoren

3 Risikofaktoren

3.1 Situationale Faktoren

3.2 Psychosoziale Faktoren

3.3 Weibliche Inhaftierte

3.4 Jugendliche Inhaftierte

4 Präventionsfaktoren

4.1 Screening

4.2 Monitoring

4.3 Kommunikation

4.4 Soziale Intervention

4.5 Umgebungsarchitektur

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der Suizidalität im Justizvollzug, einem kritischen Problemfeld der Sozialen Arbeit. Das zentrale Ziel ist es, ein Verständnis für die spezifischen Dynamiken des Suizidrisikos in Haftumgebungen zu entwickeln und präventive Interventionsstrategien zu identifizieren, die darauf abzielen, Suizide zu verhindern und das Leben in Haft lebenswerter zu gestalten.

  • Analyse theoretischer Erklärungsmodelle und beeinflussender Faktoren von Suizid.
  • Identifikation und Differenzierung von Risikofaktoren (situativ, psychosozial, spezifische Personengruppen).
  • Darstellung evidenzbasierter Präventionsfaktoren zur Suizidreduktion.
  • Diskussion von Optimierungsmöglichkeiten in der Haftumgebung und organisatorischen Strukturen.

Auszug aus dem Buch

Suizid - Begriffsbestimmung

Suizidalität ist ein komplexes Geschehen mit gesellschaftlich-kulturellen, individuell-psychologischen und medizinisch-biologischen Aspekten.

Unter Suizidalität sind Gedanken, Gefühle und Handlungen zu verstehen, die durch selbst herbeigeführte Beendigung des Lebens auf das Ziel der Selbstzerstörung ausgerichtet sind. Suizidalität ist Ausdruck akuter Zuspitzung eines seelischen Zustandes in dem der Mensch hoffnungslos, verzweifelt, perspektivlos ist und seine Situation als ausweglos erlebt. Hinzu kommen Hilflosigkeits- und Schuldgefühle. Die zentrale Angst besteht vor Verlust wichtiger personaler Fähigkeiten und Aspekte (Verfolgung des Lebensplans, Selbstbestimmtheit und Autonomie) als auch vor Verlust sozialer Eingebundenheit.

Suizidalität tritt im Vergleich zur Normalbevölkerung deutlich häufiger bei Menschen mit psychischer Erkrankung auf, besonders bei Depressionen, Psychosen, Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit sowie bei Persönlichkeitsstörungen. Gedanken an den Suizid können zwanghaft, impulshaft oder raptusartig mit hohem Handlungsdruck auftreten (Lindner, Fiedler, Götze, 2003, S. A1005).

In der klinischen Diagnostik wird besonderer Augenmerk auf das präsuizidale Syndrom sowie bestimmte Risikofaktoren gelegt.

Ringel (1997, o.S.) umschreibt das präsuizidale Syndrom mit akuter Suizidgefährdung mit drei Kriterien:

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Suizidalität im Justizvollzug basierend auf aktueller Gesundheitsberichterstattung und wissenschaftlicher Literatur.

1 Suizid - Begriffsbestimmung: Definition des Begriffs Suizidalität und Aufzeigen klinischer Kriterien für Suizidgefährdung.

2 Erklärungsmodelle und Einflussfaktoren: Diskussion der Faktoren, die das suizidale Risiko durch Haftbedingungen erhöhen.

3 Risikofaktoren: Detaillierte Untersuchung von Risikokomplexen, unterteilt in situationale Aspekte und psychosoziale Merkmale sowie spezifische Risikogruppen.

4 Präventionsfaktoren: Präsentation konkreter Maßnahmen wie Screening und Monitoring zur frühzeitigen Suizidprävention in Haftanstalten.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit multiprofessioneller und architektonischer Präventionsstrategien zur Suizidprävention.

Schlüsselwörter

Suizidprävention, Justizvollzug, Inhaftierung, Suizidalität, Risikofaktoren, psychische Erkrankung, Gefängnis, Präventionsmaßnahmen, Screening, Monitoring, soziale Interaktion, Haftbedingungen, Suizidgefährdung, Jugendliche in Haft, weibliche Inhaftierte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Problematik der Suizidalität im deutschen Justizvollzug und analysiert sowohl die Ursachen als auch effektive Präventionsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Suizidalität, die Analyse von Risikofaktoren (wie Isolation oder psychische Vorerkrankungen) und die Darstellung präventiver Faktoren zur Lebensrettung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Identifikation von Risiko- und Präventionsfaktoren aufzuzeigen, wie suizidales Verhalten im Haftalltag minimiert und eine menschenwürdige Umgebung geschaffen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender epidemiologischer Daten zur Suizidalität im deutschen Justizvollzug.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Risikoaspekten, spezifischen Gefährdungslagen bei Frauen und Jugendlichen sowie wirksame Interventionsansätze wie Screening, Kommunikation und Umgebungsgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Suizidprävention, Justizvollzug, Haftbedingungen, Risikofaktoren und Gefangenenbetreuung beschreiben.

Warum spielt die Inhaftierung eine so große Rolle für die Suizidalität?

Die Inhaftierung selbst stellt eine akute Trennungserfahrung dar, die mit Verlust an Autonomie und sozialer Eingebundenheit einhergeht, was das Suizidrisiko gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöht.

Welche Rolle spielt die bauliche Umgebung für die Prävention?

Die Umgebungsarchitektur beeinflusst das psychische Wohlbefinden massiv; durch eine sichere Ausgestaltung, die dennoch Privatsphäre und Autonomie ermöglicht, kann das Suizidrisiko aktiv gesenkt werden.

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Details

Title
Suizid und Suizidprävention im Justizvollzug. Risiko- und Präventionsfaktoren
College
Fresenius University of Applied Sciences Köln
Grade
2,2
Author
Kristina Kroemke (Author)
Publication Year
2022
Pages
17
Catalog Number
V1352331
ISBN (PDF)
9783346866240
ISBN (Book)
9783346866257
Language
German
Tags
Suizid Justizvollzug Inhaftierung Screening Behandlung Resozialisation Selbsttötung weibliche Inhaftierte jugendliche Straftäter weibliche Straftätet Risikofaktoren für Suizid
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristina Kroemke (Author), 2022, Suizid und Suizidprävention im Justizvollzug. Risiko- und Präventionsfaktoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1352331
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